Donnerstag, 28. August 2025

"Very Bad Company" von Emma Rosenblum [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: C.Bertelsmann
ISBN: 978-3-570-10575-7
Erschienen am: 23.04.2025
Seiten: 368




Einzelband




Klappentext:

Einmal im Jahr lädt das trendige Tech-Start-Up Aurora seine Top-Führungskräfte in ein luxuriöses Fünf-Sterne-Resort nach Miami Beach. Mit Jetski-Rennen als Teambuilding-Maßnahme, exklusivem Dinner beim Nobel-Japaner und Champagner-Cocktail-Party. Dieses Jahr neu dabei: Caitlin Levy, die gerade von Auroras exzentrischem Gründer John Shiller abgeworben und als Head of Events eingestellt wurde. Denn sind wir mal ehrlich: Wer kann zu einem sechsstelligen Jahresgehalt, plus Aktienpaket und einem geradezu unverschämten Bonus schon Nein sagen?

Als Caitlin ihre neuen Kollegen kennenlernt, stellt sie schnell fest, dass bei Aurora nicht alles Gold ist, was glänzt. Hinter den Kulissen gibt es Spannungen, Konflikte, Affären – und die Aussicht auf Millionen beim bevorstehenden und absolut geheimen Verkauf des Unternehmens. Als nach der ersten Nacht eine Kollegin verschwindet, bedroht das den Deal – und darf deshalb auf keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten.

Sie alle wollen ihren Anteil. Sie alle haben ein Geheimnis. Sie können einander nicht trauen, und das wissen sie genau. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass unter ihnen ein Mörder ist …


Meine Meinung:

Schon das Cover hat mich neugierig gemacht: Es wirkt modern, passt hervorragend zur Geschichte und vermittelt auf den ersten Blick das Gefühl einer lockeren Sommerlektüre. Der Schreibstil hat diesen Eindruck bestätigt – er ist flüssig, leicht und angenehm zu lesen, sodass ich schnell in die Handlung hineingefunden habe. Besonders die Idee, die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen, hat mir gefallen. Auf diese Weise entsteht ein abwechslungsreiches Bild, das Einblicke in die unterschiedlichen Figuren und deren Motive gibt.

Die Grundidee des Romans fand ich sehr spannend: Ein erfolgreiches Tech-Start-up lädt seine Führungskräfte in ein luxuriöses Resort nach Miami ein – eine Welt voller Geld, Macht, Glanz und Intrigen. Mit Caitlin lernen wir eine neue Mitarbeiterin kennen, die sich zwischen skurrilen Chefs, geheimnisvollen Kollegen und einem gefährlichen Vorfall zurechtfinden muss. Schnell wird klar, dass niemand hier wirklich vertrauenswürdig ist und jeder etwas zu verbergen hat. Diese Mischung aus Krimi und Satire, gepaart mit dem kritischen Blick auf die Start-up-Welt, hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht.

Trotz dieser starken Idee konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Vor allem die Figuren blieben für mich recht blass. Zwar haben alle ihre Geheimnisse, Lügen und Verstrickungen, doch wirkten sie häufig oberflächlich. Es fiel mir schwer, sie auseinanderzuhalten oder ein echtes Gefühl für ihre Beweggründe zu entwickeln. Durch die sehr kurzen Kapitel und die schnellen Perspektivwechsel hatte ich zudem kaum Zeit, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Gerade bei einem Plot, der so sehr von zwischenmenschlichen Beziehungen und Machtspielen lebt, hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht.

Auch der Spannungsbogen war für mich etwas unausgeglichen. Zwar ist immer eine unterschwellige Spannung spürbar – schließlich weiß man von Beginn an, dass jemand ein dunkles Geheimnis verbirgt – doch die Handlung plätschert teilweise dahin, ohne wirklich zu packen. Das Ende wiederum kam mir etwas zu abrupt und hätte in meinen Augen mehr Raum verdient, um die Auflösung intensiver und überzeugender wirken zu lassen.

Was mir jedoch sehr gefallen hat, war die ironische, fast satirische Darstellung der Start-up-Welt mit all ihren überdrehten Persönlichkeiten, absurden Machtkämpfen und oberflächlichem Schein. Hier zeigt die Autorin einen scharfen, kritischen Blick, der das Buch von einer reinen Krimihandlung abhebt. Dass der Schreibstil dabei stets locker, humorvoll und leicht verständlich bleibt, sorgt dafür, dass man trotz kleiner Schwächen immer weiterlesen möchte.

Fazit: Insgesamt hat mir dieses Buch deutlich besser gefallen als Bad Summer People von derselben Autorin. Zwar kämpft auch diese Geschichte mit oberflächlichen Figuren und einem manchmal zu schnellen Erzähltempo, doch Idee, Setting und die Mischung aus Spannung und Gesellschaftskritik haben mich hier wesentlich mehr überzeugt. Wer eine lockere, leicht zu lesende Geschichte sucht, die Intrigen, Machtkämpfe und ein wenig Krimispannung verbindet, wird hier gut unterhalten. Wer sich jedoch tiefgründige Charaktere, komplexe Beziehungen oder überraschende Wendungen erhofft, könnte etwas enttäuscht werden. Für mich bleibt es eine gelungene, wenn auch nicht perfekte Lektüre, die vor allem durch ihr Setting und den humorvoll-kritischen Stil punktet.

Dienstag, 19. August 2025

Whispers like Summer Nights von Ann-Kathrin Falkenberg [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49596-2
Erschienen am: 19.06.2025
Seiten: 432


Tennessee-Dreams-Reihe

1. Feels like Butterflies
2. Whispers like Summer Nights
3. Sparkles like Moonlight



Klappentext:

Amber und Caleb waren das Traumpaar an der Highschool von Hazelwood. Bis sich nach dem Abschluss plötzlich alles veränderte: Vom einen auf den anderen Tag verlässt Caleb Amber und verschwindet ohne eine Erklärung aus ihrem Leben. Für Amber bricht eine Welt zusammen. Um dem Schmerz zu entfliehen, beginnt sie ein Kunststudium in Knoxville, findet neue Freunde und stürzt sich wieder ins Datingleben. Doch als sie in den Semesterferien ins idyllische Hazelwood zurückkehrt, um im Bed and Breakfast ihrer Mutter mitzuhelfen, steht Caleb auf einmal wieder vor ihr. Und obwohl Amber sich geschworen hat, ihn nie wieder in ihr Leben zu lassen, sind da diese verräterischen Schmetterlinge in ihrem Bauch …


Meine Meinung:

Bereits mit dem ersten Band hatte mich Ann-Kathrin Falkenberg in ihren Bann gezogen und so fühlte sich der zweite Band wie nach Hause kommen an, in eine traumhafte Kulisse die einem das Small-Town Herz höher schlagen lässt. Second-Chances war bislang ein Trope den ich eher gemieden habe, doch auch hier war ich direkt wieder Feuer und Flamme.

Es ist die Geschichte von Amber und Caleb, welche ein halbes Jahr nach ihrer Trennung wieder voreinander stehen, und in der ich direkt all ihren Kummer, aber auch Wut und Enttäuschung so intensiv wahrgenommen und gefühlt habe. Es sind die großen und kleinen Momente, die mir selbst Schmetterlinge im Bauch beschert haben und in denen ich das Buch einfach gar nicht mehr weglegen wollte.

Es ist aber auch die Geschichte von Caleb und seiner Familie, die mich zeitweise einfach nur wütend und fassungslos gemacht hat und die Geschichte von Amber und ihrer Mutter, welche mich traurig und aber auch hoffnungsvoll hat werden lassen.

In meinen Augen, ist dieses Buch so viel mehr als einfach nur eine Liebesgeschichte zwischen zwei Protagonisten. Sie ist die Geschichte einer kleinen Stadt, deren Einwohner ich alle so fest ins Herz geschlossen habe.

Ann-Kathrins Schreibstil war auch im zweiten Band wieder mitreißend, voller Emotionen und ließ mich einfach nur durch die Seiten fliegen, wobei ich eigentlich nie wollte, dass dieses Buch endet.

Für mich ist klar. Ich brauche dringend Band 3.

Fazit:
Eine emotionale (sommerliche) Second-Chance Romance welche mich im Sturm erobert hat.