Sonntag, 28. Dezember 2025

Rezension zu "My December Darling" von Lauren Asher [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Heyne
ISBN: 978-3-453-44329-7
Erschienen am: 10.09.2025
Seiten: 304


Einzelband






Klappentext:

Catalina Martinez‘ Rolle bei der Winterhochzeit ihrer Schwester ist klar: Als Trauzeugin wird sie lächeln und alles dafür tun, den wichtigsten Tag im Leben der Braut perfekt zu machen. Obwohl der Bräutigam Catalinas Ex-Freund ist. Doch als sie auf den Trauzeugen trifft, fällt es ihr schwer, die Sunshine-Fassade aufrechtzuerhalten. Luke Darling ist der eine Mann, dem Catalina unbedingt aus dem Weg gehen sollte. Er ist zu charmant, zu stur und zu allem Übel auch noch ein extrem attraktiver und erfolgreicher Arzt. Während Luke entschlossen ist, das Eis zwischen ihnen zu brechen, geht Catalina bewusst auf Abstand. Ohne großen Erfolg, denn Luke versüßt ihr zunehmend die Weihnachtszeit. Doch der beste Freund des Ex ist absolut tabu. Zumal Catalina nach der Hochzeit wegziehen wird …




Meine Meinung:

My December Darling ist eine leichte, emotionale Romance, die sich sehr schnell und angenehm lesen lässt. Der Schreibstil ist flüssig, modern und zugleich gefühlvoll, wodurch man mühelos in die Geschichte eintaucht und das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Es eignet sich perfekt für eine kurze Lesepause oder einen gemütlichen Tag, an dem man einfach abschalten will.

Besonders überzeugt hat mich die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren. Luke ist ein äußerst einfühlsamer, ruhiger Charakter, der Catalina mit viel Geduld und Verständnis begegnet. Ohne sie zu drängen oder verändern zu wollen, unterstützt er sie dabei, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und ihre eigene Stärke zu erkennen. Diese Entwicklung wirkt authentisch und nachvollziehbar, wodurch Catalina im Verlauf der Geschichte immer greifbarer und sympathischer wird. Die Beziehung der beiden fühlt sich natürlich an und ist geprägt von gegenseitigem Respekt und ehrlicher Zuneigung.

Ein großes Highlight war für mich das Krankenhaus-Setting. Es verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe. Die Atmosphäre des Klinikalltags, kombiniert mit emotionalen Momenten und leisen, persönlichen Gesprächen, sorgt für Nähe und Intensität zwischen den Figuren und gibt der Handlung eine angenehme Ernsthaftigkeit, ohne sie schwer wirken zu lassen.

Auch wenn die Ausgangssituation der Geschichte zunächst etwas ungewöhnlich erscheint, wird sie stimmig und sensibel umgesetzt. Humorvolle Szenen und liebevolle Details lockern die Handlung immer wieder auf und sorgen für eine gute Balance zwischen Leichtigkeit und emotionalem Tiefgang. Lediglich die Weihnachtsstimmung hätte für meinen Geschmack etwas stärker in den Vordergrund rücken dürfen.

Fazit:
My December Darling ist eine herzerwärmende, humorvolle Romance mit großem Wohlfühlfaktor, tollen Charakteren und einem Krankenhaus-Setting, das der Geschichte eine besondere Atmosphäre verleiht. Perfekt zum Abschalten und definitiv ein Buch, das Lust auf mehr von der Autorin macht.




Rezension zu "Wreck my Plans" von Jillian Meadows [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin
ISBN: 978-3-328-11320-1
Erschienen am: 24.09.2025
Seiten: 320



Fern-River-Reihe

1. Give me Butterflies
2. Wreck my Plans



Klappentext:

Lenas Pläne sind einfach: Ihre Familie zu Weihnachten überraschen, ihnen verheimlichen, dass sie ihren Job verloren hat, und die Woche mit den Menschen verbringen, die sie liebt. Doch sie ist nicht der einzige unerwartete Gast. Gavin, der beste Freund ihres älteren Bruders, ist wieder da. Bereits sein halbes Leben lang verbringt er Weihnachten mit der Familie Santos. Nur hat er damit vor drei Jahren aufgehört, als er eines Abends ohne ein Wort verschwunden ist. Als Architekt hat Gavin stets einen Plan für alles – aber er hatte keinen dafür, wieder auf Lena zu treffen. Obwohl er sie seit dem Tag, an dem er sie verlassen hat, vermisst, kann er nicht riskieren, seinen Gefühlen nachzugeben, denn sie könnten das einzige Zuhause, das er je gekannt hat, zunichtemachen. Seine neue Strategie: versuchen, wieder Freunde zu sein. Nur Freunde! Doch all ihre Pläne, die sie geschmiedet haben, stehen kurz davor, in die Brüche zu gehen …



Meine Meinung:

Eigentlich möchte Lena an Weihnachten nur eines: Zeit mit ihrer Familie verbringen und ein bisschen Ordnung in ihr eigenes Leben bringen. Dass ausgerechnet Gavin – der beste Freund ihres Bruders und der Mann, der ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat – ebenfalls Teil der Feiertage ist, hatte sie dabei nicht eingeplant. Die alte Anziehung ist jedoch schneller wieder da, als beiden lieb ist, und als äußere Umstände sie näher zusammenzwingen, geraten sämtliche guten Vorsätze ins Wanken.

Die Geschichte lebt ganz klar von der intensiven Dynamik zwischen Lena und Gavin. Die Anziehung ist von Anfang an spürbar und wird über weite Strecken stark in den Fokus gerückt. Für meinen persönlichen Geschmack war das stellenweise etwas zu viel, sodass der Spice zeitweise die eigentliche Handlung überlagert hat und bei mir eher Ungeduld als Herzklopfen ausgelöst hat. Dennoch muss man sagen: Die Dialoge sitzen, der Schlagabtausch der beiden ist unterhaltsam und sorgt immer wieder für humorvolle Momente.

Besonders gelungen fand ich die Perspektivwechsel. Durch Gavins Sichtweise werden seine innere Zerrissenheit und seine Vergangenheit nachvollziehbar, was ihm deutlich mehr Tiefe verleiht, als man anfangs vermuten würde. Lena hingegen ist eine sympathische Protagonistin, die zweifelt, reflektiert und versucht herauszufinden, wo sie im Leben eigentlich stehen möchte – beruflich wie privat.

Die familiären Weihnachtsrituale und das winterliche Setting bringen eine warme, gemütliche Atmosphäre mit sich, auch wenn bei mir die ganz große Weihnachtsmagie eher dezent geblieben ist. Das sehr kitschige Ende passt jedoch gut zur Geschichte und rundet sie stimmig ab. Da ich das erste Buch der Autorin nicht kenne, bin ich ohne große Erwartungen in die Geschichte gestartet.

Fazit:
Wreck my Plans ist eine kurzweilige, leidenschaftliche Weihnachtsromance mit viel Spannung zwischen den Protagonisten, humorvollen Dialogen und einer liebevoll gezeichneten Familienatmosphäre. Wer eine heiße Geschichte für die Winterzeit sucht und mit einer ordentlichen Portion Spice gut zurechtkommt, wird hier definitiv fündig. Für mich persönlich hätte der emotionale Tiefgang etwas stärker ausfallen dürfen, dafür punktet das Buch mit einem stimmungsvollen Setting und einem rundum kitschigen Abschluss, der perfekt zur Geschichte passt.

Rezension zu "Mein Dezember mit dir" von Emily Stone [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin
ISBN: 978-3-328-11237-2
Erschienen am: 24.09.2025
Seiten: 352


Einzelband





Klappentext:

Schon eine halbe Ewigkeit begleitet Lexie ihr Glas der Wünsche, das ihre tief verborgenen Sehnsüchte enthält. Und fast genauso lange hat sie ihren Vater weder gesehen noch gesprochen. Als sie unerwartet die Nachricht seines plötzlichen Todes erreicht, ist sie zunächst am Boden zerstört. Doch Lexies Vater hat ihr ein Vermächtnis hinterlassen: Ein Jahr lang soll sie gemeinsam mit Theo sein florierendes Reiseunternehmen in Bath leiten. Theo, der nicht nur unfassbar gutaussehend, sondern auch unwiderstehlich ist . . . Er könnte Lexies Herz aus Eis zum Schmelzen bringen. Was sie jedoch nicht weiß: Ihr Vater hat nicht nur sein Erbe, sondern auch ein großes Geheimnis vor ihr verborgen.



Meine Meinung:

Emily Stone ist bekannt für ihre gefühlvollen, romantischen Geschichten mit winterlichem Flair – und auch „Mein Dezember mit dir“ reiht sich wunderbar in ihr Werk ein. Dieses Mal entführt sie uns nach Bath, wo Lexie nach dem Tod ihres Vaters vor einer großen Entscheidung steht: Laut Testament soll sie ein Jahr lang sein Reiseunternehmen führen, bevor sie ihr Erbe antreten darf. Für Lexie, die nie lange an einem Ort geblieben ist und den Kontakt zu ihrem Vater längst verloren hatte, wird dieses Jahr zu einer Reise zu sich selbst. An ihrer Seite – oder eher als Gegenspieler – steht Theo, zunächst abweisend, geheimnisvoll und doch zunehmend anziehend.

Emily Stones Schreibstil hat mich wieder sofort abgeholt. Sie schafft es mühelos, Atmosphäre aufzubauen und ihren Figuren Tiefe zu verleihen. Lexie ist eine sympathische Protagonistin mit Ecken und Kanten, manchmal etwas naiv und stur, aber gerade das macht sie authentisch. Theo konnte mich mit seiner verschlossenen Art schnell für sich gewinnen, und die Dynamik zwischen den beiden stimmt von Anfang an. Auch die Nebencharaktere spielen eine wichtige Rolle und tragen viel zum Gefühl von Found Family bei.

Das Setting ist erneut ein großes Highlight. Zwar ist der Titel etwas irreführend, da die Geschichte nicht ausschließlich im Winter oder Dezember spielt, doch Weihnachten bleibt ein wiederkehrender Ankerpunkt. Besonders schön fand ich, dass wir nicht nur in Bath bleiben, sondern gemeinsam mit den Figuren auf Reisen gehen – unter anderem nach Madrid und Wien. Das hat der Geschichte einen leichten, fast urlaubsähnlichen Vibe verliehen.

Inhaltlich geht es um Trauer, Verlust, Neuanfänge und darum, seinen eigenen Weg zu finden. Emotional konnte mich die Geschichte nicht ganz so tief treffen wie andere Romane der Autorin, und einige Entwicklungen waren recht vorhersehbar. Dennoch hat Emily Stone erneut bewiesen, wie zuverlässig sie Lesefreude, Wärme und emotionale Momente liefert.

Auch wenn „Mein Dezember mit dir“ für mich kein absolutes Highlight war, habe ich das Buch sehr gern gelesen. Eine klare Empfehlung für alle, die gefühlvolle Romance mit winterlichem, saisonalem Touch und atmosphärischen Settings lieben.

Freitag, 21. November 2025

Rezension zu "When I Fall for You" von Julie Olivia

Erschienen bei: Heyne
ISBN: 978-3-453-44356-3
Erschienen am: 15.08.2025
Seiten: 544


Einzelband




Klappentext:

Cliff hat sein Leben im Griff: Er führt eine erfolgreiche Bäckerei, ist Single Dad der Extraklasse und der Liebling des kleinen, verschlafenen Ortes Copper Run in Vermont. Michelle hingegen steht vor dem Chaoshaufen, der ihr Leben ist. Ohne nennenswerte Small-Talk- oder Backkünste fährt sie als Großstadtmensch das Bed and Breakfast ihrer Familie gehörig vor die Wand. Damit sie nicht noch mehr Gäste verschreckt, hilft Cliff, ihr nervig perfekter Nachbar, mit köstlichen Scones, Tipps und Tricks für das Leben in der Kleinstadt sowie jeder Menge Charme aus. Sich mit ihm anzufreunden, kann Michelle also kaum schaden. Zumindest solange sie beim gemeinsamen Trick and Treat und auf dem romantischen Harvestfest eben diesem Charme widerstehen kann und nicht im Herbst ihr Herz verliert.



Meine Meinung:

„When I Fall For You“ ist für mich das perfekte Herbstbuch – warm, gemütlich und voller Herz. Die Geschichte rund um Cliff, den alleinerziehenden Vater mit der ansteckend guten Laune, und Michelle, die nach einer gescheiterten Ehe und beruflichem Druck völlig aus der Bahn geworfen wurde, hat mich sofort abgeholt. Was als eher holprige Begegnung der beiden beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Verbindung, die man beim Lesen richtig knistern spürt. Besonders schön fand ich, wie organisch die Autorin zeigt, dass Gegensätze sich nicht nur anziehen, sondern einander auch wachsen lassen können.

Copper Run als Setting ist ein absolutes Highlight: Die detailreichen Beschreibungen des herbstlichen Kleinstadtlebens – von bunt geschmückten Straßen über den Trubel zu Halloween bis hin zu den ruhigen Momenten im Bed & Breakfast – lassen einen völlig in die Atmosphäre eintauchen. Ich hatte ständig das Gefühl, selbst durch den Ort zu spazieren und den Duft aus Cliffs Bäckerei in der Nase zu haben. Besonders begeistert haben mich außerdem die wunderbaren 90er-Jahre-Vibes, die immer wieder durchscheinen und der Geschichte eine besondere, nostalgische Wärme verleihen.

Sehr gelungen fand ich auch die wechselnde Erzählperspektive. Sowohl Cliffs humorvolle, aber tiefgründige Art als auch Michelles Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit kommen dadurch wunderbar zur Geltung. Ihre Entwicklung verläuft zwar insgesamt stimmig, allerdings empfan

Samstag, 15. November 2025

Rezension zu "Happy End" von Sarah Bestgen

Erschienen bei: Lübbe
ISBN: 978-3-7577-0071-3
Erschienen am: 25.10.2024
Seiten: 512


Einzelband





Klappentext:

Gerade noch lag der kleine Ben fröhlich brabbelnd auf seiner Krabbeldecke, kurz darauf ist er nicht mehr da. Isa erlebt ihren dunkelsten Albtraum, als ihr vier Monate alter Sohn spurlos verschwindet. Nach mehr als einem halben Jahr taucht Ben plötzlich wieder auf, doch seine Rückkehr bleibt so rätselhaft wie sein Verschwinden. Während die Polizei nach Antworten sucht, setzt Isa alles daran, die verlorene Zeit mit ihrem Sohn nachzuholen. Dabei werden tief in ihr die Zweifel immer lauter. Hatte Ben schon immer diese klaren blauen Augen? Aufmerksam betrachtet Isa jede Abweichung - und stellt sich weitere Fragen. Fragen, die schon bald vermuten lassen, dass hinter der Fassade einer scheinbar heilen Welt dunkle Abgründe lauern ...


Meine Meinung:

Sarah Bestgens Debüt Happy End nimmt einen mit auf eine ebenso verstörende wie fesselnde Reise in die Tiefen der menschlichen Wahrnehmung. Ausgangspunkt ist ein Szenario, das jedem Elternteil den Boden unter den Füßen wegziehen würde: Isa lässt ihren vier Monate alten Sohn Ben für einen kurzen Moment aus den Augen – und als sie zurückkehrt, ist er spurlos verschwunden. Acht Monate lang bleibt jede Suche erfolglos, bis Ben plötzlich wiederauftauchen soll. Ein Wunder? Oder der Beginn eines noch größeren Albtraums?

Was zunächst wie ein klassischer Entführungsthriller wirkt, entfaltet sich zu einem klug konstruierten Psychodrama, das weniger auf laute Effekte als auf unterschwellige Spannung setzt. Bestgen dosiert das Unbehagen meisterhaft: Während Isa versucht, in den Alltag mit dem zurückgekehrten Kind hineinzufinden, nagen winzige Irritationen an ihr – und bald auch an der Leserschaft. Ist dieses Baby wirklich ihr Ben? Oder trügt sie ihre Wahrnehmung?

Besonders beeindruckend ist die psychologische Präzision, mit der Bestgen ihre Figuren zeichnet. Isa wirkt zunächst wie eine kontrollierte, fürsorgliche Mutter, doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher treten Risse, Zweifel und innere Konflikte zutage. Der Roman spielt geschickt mit der Frage, ob Isa eine verlässliche Erzählerin ist – und zwingt Leser:innen, ihre eigenen Einschätzungen ständig zu hinterfragen. Diese Ambivalenz sorgt dafür, dass man Isa mal zutiefst mitfühlend begleitet, mal verunsichert beobachtet.

Auch die Nebenfiguren – Isas Ehemann, die behandelnde Psychiaterin, die Polizisten, neue Bekanntschaften – tragen mit ihren kaum einschätzbaren Rollen zum schleichenden Misstrauen bei. Jeder könnte Teil der Wahrheit sein. Oder ein weiterer Irrweg.

Der Stil wirkt anfangs etwas nüchtern, fast distanziert, doch gerade dieser zurückhaltende Ton verstärkt das Gefühl, einem realistischen Kriminalfall beizuwohnen. Mit jedem Kapitel nimmt die Intensität zu; die oft kurzen Abschnitte laden dazu ein, „nur noch eines“ zu lesen – bis man das Buch schließlich kaum noch aus der Hand legen kann.

Zwar gibt es im Rückblick einzelne Momente, die etwas konstruiert erscheinen, doch während der Lektüre fällt das kaum ins Gewicht. Die stetig wachsende Spannung, die dichte Atmosphäre und die psychologische Tiefe tragen mühelos über kleinere Unstimmigkeiten hinweg. Das leicht melancholische Abschlusskapitel rundet die Geschichte stimmig ab und lässt sie noch nachhallen.

Fazit:
Happy End ist ein bemerkenswertes Psychothriller-Debüt, das vor allem durch seine atmosphärische Dichte, die nuancierten Figuren und das Spiel mit Wahrnehmung punktet. Ein echter Pageturner für alle, die psychologischen Nervenkitzel bevorzugen – und eine Autorin, die man unbedingt im Blick behalten sollte.




Dienstag, 4. November 2025

Rezension zu "Honeymoon Alone" von Olivia Hayle

Erschienen bei: HarperCollins
ISBN: 978-3-365-00966-6
Erschienen am: 15.04.2025
Seiten: 320


Einzelband






Klappentext:

Eden gibt ihrem betrügerischen Verlobten vor der Hochzeit den Laufpass und muss daraufhin allein in die tropischen Flitterwochen fahren. Also packt sie ihren Reiseführer und ihr gebrochenes Herz ein und macht sich auf den Weg. Eden plant, am Strand zu entspannen, im Meer zu schwimmen und Cocktails zu trinken. Womit sie nicht rechnet, ist der gutaussehende Fremde, der sich am ersten Abend mit an ihren Tisch setzt.

Philip Meyer ist ein mürrischer Workaholic und so irritierend zynisch, dass Eden vergisst, dass sie um ihre gescheiterte Beziehung trauert. Sie nimmt sich vor Philip zu beweisen, dass er die Welt mit falschen Augen sieht.

Die beiden haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam, doch versuchen Eden und Philip zu vergessen, wen sie zurückgelassen haben. Zwischen Katamaranfahrten und Mitternachtsschwimmen, Zimmerservice am späten Abend und geflüsterten Nichtigkeiten müssen sie jedoch feststellen, dass sich Gegensätze vielleicht wirklich anziehen …



Meine Meinung:

Bereits Cover und Klappentext haben mich neugierig gemacht – doch was mich in Honeymoon Alone erwartete, war weit mehr als eine charmante Urlaubsromanze. Die Geschichte rund um Eden, die nach einem bitteren Verrat ihre geplanten Flitterwochen kurzerhand allein antritt, hat mich von der ersten Seite an gefesselt.

Eden ist eine liebenswerte, mutige und authentische Protagonistin, die trotz Herzschmerz beschließt, ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen. Inmitten eines karibischen Winter-Resorts voller verliebter Paare wagt sie sich, das Leben wieder zu genießen – und genau dort trifft sie auf Philip. Ihr erstes Aufeinandertreffen, in einem Restaurant, hätte kaum unerwarteter und zugleich unterhaltsamer sein können. Aus einem zufälligen Gespräch entwickelt sich eine Begegnung, die beide Figuren – und auch mich als Leserin – zunehmend in ihren Bann zieht.

Philip ist der Inbegriff des charmanten, leicht verschlossenen Workaholics, der sich im Laufe der Geschichte öffnet und sein Herz wiederentdeckt. Zwischen ihm und Eden entsteht eine Dynamik voller Esprit, Witz und emotionaler Tiefe. Ihre Dialoge sind spritzig, witzig und zugleich berührend – ich habe so oft gelächelt, geschmunzelt und mich einfach in ihre Gespräche verliebt.

Was die Geschichte besonders macht, ist die Balance zwischen Leichtigkeit und Gefühl. Die karibische Kulisse verleiht dem Roman eine traumhafte Atmosphäre – Sonne, Meer und die lebendige Natur bilden den perfekten Hintergrund für diese bittersüße Liebesgeschichte. Die Autorin versteht es meisterhaft, Humor, Romantik und innere Heilung miteinander zu verweben. Auch die prickelnden Szenen sind genau richtig dosiert: nie übertrieben, sondern stets gefühlvoll und authentisch.

Ich habe Honeymoon Alone fast in einem Zug gelesen, gefesselt von der emotionalen Entwicklung, den liebenswerten Charakteren und der aufgeladenen, doch hoffnungsvollen Stimmung. Es ist eine Geschichte über Mut, Neubeginn und die Kraft, das Leben trotz aller Rückschläge wieder zu genießen.

Fazit:
Ein köstlich amüsanter, herzerwärmender und zugleich tiefgründiger Liebesroman, der zwischen Palmen, Herzklopfen und Selbstfindung perfekt ausbalanciert ist. Honeymoon Alone ist eine meiner schönsten Leseüberraschungen – ein Buch, das Sonne ins Herz bringt und Lust macht, selbst ein kleines Abenteuer zu wagen. Eine klare Herzensempfehlung! ❤️

Donnerstag, 30. Oktober 2025

Rezension zu "Fractured Fates" von Josi Wismar

Erschienen bei: Heyne
ISBN: 978-3-453-44321-1
Erschienen am: 10.09.2025
Seiten: 400


Fallen Grace Dilogie

1. Fractured Fates
2. Shattered Silence


Klappentext:
Isabelle bleiben drei Monate, um zu beweisen, dass ihre Schwester Vee unschuldig ist, und herauszufinden, wer wirklich hinter dem Mord an Maxwell Davenport – dem einflussreichen Sprössling der Londoner High Society – steckt. Als Holly begibt sie sich in eine Welt, in der Macht und Geld alles bestimmen. Dort trifft sie auf Carter, den Bruder von Max – ihr perfekter Zugang zu der Familie, die Vee vernichten will. Je näher sie ihm kommt, desto schwieriger wird es für Holly, zwischen vorgetäuschten Gefühlen und echter Zuneigung zu unterscheiden. Und hinter der perfekten Fassade der Davenports lauern Lügen, Verrat – und eine Vergangenheit, die nie ans Licht kommen sollte. Zwischen gefährlichen Wahrheiten und einem Mann, der sie zu durchschauen droht, muss Holly sich fragen, was sie bereit ist zu opfern. Vor allem, wenn die Wahrheit tödlich ist.


Meine Meinung:
Schon auf den ersten Blick hat mich das Buch optisch begeistert. Das Cover ist ein echter Hingucker – liebevoll gestaltet, mit einem Farbschnitt, der harmonisch in das Motiv übergeht und das Gesamtbild perfekt abrundet. Es vermittelt genau die geheimnisvolle und zugleich elegante Stimmung, die auch die Geschichte selbst ausstrahlt.

Der Schreibstil von Josi ist angenehm, flüssig und leicht zu lesen. Besonders gut gefallen hat mir die Erzählweise aus mehreren Perspektiven: Neben Isabelle und Carter kommt auch Vee zu Wort. Ihre Kapitel spielen in der Vergangenheit und geben Stück für Stück Einblicke in ihr Verhältnis zu Maxwell Davenport und ihre Zeit im Haus der Familie. Diese Rückblicke bringen Tiefe in die Handlung und lassen die Charaktere lebendig wirken.

Isabelle ist eine Protagonistin mit klaren Zielen und großem Herz. Ihre Entschlossenheit, ihre Schwester Vee zu entlasten, hat mich beeindruckt – auch wenn sie manchmal etwas zu naiv an die Dinge herangeht. Trotzdem bewundere ich ihren Mut und ihre Willensstärke. Carter wiederum hat mich positiv überrascht: Statt des typischen arroganten High-Society-Erben begegnet man einem einfühlsamen, nachdenklichen Charakter, der schnell Sympathie weckt.

Etwas schade fand ich, dass die Londoner High Society und das versprochene Großstadtflair kaum zur Geltung kommen. Die Handlung spielt größtenteils im Haus der Davenports, wodurch die glamouröse Welt der Reichen eher angedeutet bleibt. Auch einige Logiklücken – etwa wie Isabelle sich so leicht unter falschem Namen einschleichen kann – haben mich kurz aus dem Lesefluss gebracht.

Im Mittelteil verliert die Geschichte ein wenig an Spannung, und auch das Ende war für mich recht vorhersehbar. Dennoch hat mich die Liebesgeschichte zwischen Isabelle und Carter berührt, und ich habe ihre Entwicklung mit Interesse verfolgt.

Da der Roman mit einem offenen Ende endet, bleiben einige Fragen unbeantwortet – besonders, was Vees weiteres Schicksal betrifft. Umso gespannter bin ich, wie es im nächsten Teil weitergeht und ob die Autorin die noch offenen Fäden aufgreifen wird.

Fazit:
Ein atmosphärischer Reihenauftakt mit sympathischen Figuren und einer interessanten Erzählstruktur. Trotz kleiner Schwächen in Logik und Spannung konnte mich die Geschichte emotional abholen und macht neugierig auf die Fortsetzung.





Mittwoch, 29. Oktober 2025

Rezension zu "Broken Shine" von Elle Ellis

Erschienen bei: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58557-8
Erschienen am: 27.02.2025
Seiten: 432


Broadway-Lights

1. Broken Shine
2. Faded Glow




Klappentext:

Ich habe eine Einladung zum Casting eines neuen Broadway-Musicals bekommen! Mein Traum, meine große Chance, mein Ausweg. Denn ich brauche einen Neustart. Und wo könnte ich den besser bekommen als in der leuchtenden Metropole New York? Doch jeder Traum hat einen Haken. In meinem Fall ist er attraktiver, als gut für mich ist, ebenso grumpy und hört auf den Namen Jake: Hauptdarsteller – und mein neuer Mitbewohner. Er ist überhaupt nicht begeistert davon, dass ich in seine Musical-WG an der Upper East Side ziehe. Aber ich werde mich nicht von Jake kleinkriegen lassen! Nicht, während er den Dämonen seiner eigenen Vergangenheit nachzujagen scheint. Auf gar keinen Fall. Egal, wie gut unsere Duette klingen, wie heiß seine Hände beim Tanzen meine Haut berühren oder wie viele Funken fliegen, wenn wir streiten ...



Meine Meinung:

„Broken Shine“ von Elle Ellis ist ein atmosphärischer Liebesroman, der seine Leser*innen mitten ins Herz von New York entführt. Schon nach den ersten Seiten fühlt man sich, als würde man selbst durch die Straßen Manhattans schlendern, den Lärm der Stadt hören und in kleinen Cafés verweilen. Das urbane Setting ist ohne Zweifel eine der größten Stärken des Buches – lebendig, authentisch und mit einem Hauch von Melancholie, der perfekt zur Geschichte passt.

Im Mittelpunkt stehen Cassie und Jake, zwei Menschen mit emotionalem Gepäck, die auf unterschiedliche Weise versuchen, sich von ihrer Vergangenheit zu befreien. Cassie ist eine starke, aber verletzliche junge Frau, die nach einem schweren Verlust wieder zu sich selbst finden muss. Besonders berührend sind die Momente, in denen sie ihre Stimme – im wahrsten Sinne des Wortes – zurückgewinnt und sich traut, wieder aus vollem Herzen zu singen. Jake ist der klassische „gebrochene Held“: charmant, geheimnisvoll und doch gefangen in seinen eigenen Schatten. Gemeinsam stellen sie sich ihren inneren Dämonen und wachsen daran – miteinander, aber auch jeder für sich.

Die Dynamik zwischen Cassie und Jake entwickelt sich leise und behutsam. Man spürt ihre Unsicherheit, die Distanz, aber auch das allmähliche Vertrauen, das entsteht. Zwar hätte ich mir stellenweise etwas mehr Intensität und emotionalen Funkenflug gewünscht, doch gerade die ruhigen, nachdenklichen Passagen verleihen der Geschichte eine besondere Authentizität. Wer auf große Dramen oder hitzige Liebesszenen hofft, könnte hier etwas Zurückhaltung spüren – wer jedoch leise, tiefgründige Entwicklungen schätzt, wird sich wohlfühlen.

Der Schreibstil von Elle Ellis ist flüssig, modern und gut an die jungen Protagonist*innen angepasst. Besonders gelungen sind die feinfühligen Rückblenden, die Stück für Stück offenbaren, was Cassie und Jake geprägt hat. Manchmal hätte ich mir noch etwas mehr Einblick in ihr Alltagsleben gewünscht – etwa in die WG-Szenen oder gemeinsame Erlebnisse, die ihre Bindung vertiefen. Dennoch gelingt es der Autorin, die emotionale Reise der Figuren spürbar zu machen.

Insgesamt ist „Broken Shine“ ein stiller, aber berührender Roman über Verlust, Heilung und die Kraft, neu anzufangen. Er besticht weniger durch große Gesten als durch Atmosphäre, Einfühlungsvermögen und authentische Charaktere. Ein gelungener Auftaktband.

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Rezension zu "Winning for Love" von Tracy Wolff [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-7341-1432-8
Erschienen am: 23.04.2025
Seiten: 320



San Diego Lightnings Reihe

1. Winning for Love
2. Scoring for Love
3. Fighting for Love


Klappentext:

Footballstar Hunter Browning ist gewohnt zu bekommen, was er will – so auch die umwerfende Emerson Day, mit der er auf dem Weg zu einem Termin aneinandergerät. Als sich herausstellt, dass die temperamentvolle Rothaarige in einer Immobilienagentur arbeitet, ist für Hunter klar: sie soll ihm sein neues Haus vermitteln! Bei der gemeinsamen Besichtigung kommen die beiden sich schnell näher – doch noch ahnt Emerson nicht, dass der sonst so arrogant auftretende Sportler eine ganz andere Seite hat. Und dass er keineswegs auf der Suche nach einer protzigen Villa, sondern vielmehr nach einem Zuhause ist …



Meine Meinung:

Schon nach den ersten Seiten war ich komplett in der Geschichte gefangen. Winning for Love beginnt mit einem frechen, witzigen Schlagabtausch zwischen Emerson und Hunter – und ich wusste sofort: Diese beiden werden mich noch einige Nerven kosten (und gleichzeitig mein Herz stehlen). Die Chemie zwischen ihnen sprüht vom ersten Moment an, aber dahinter steckt so viel mehr als nur prickelnde Anziehung. 

Emerson habe ich sofort geliebt. Sie ist stark, klug, unabhängig – und doch spürt man, dass sie tief in sich Ängste und Zweifel trägt. Ihre Entschlossenheit, sich nicht von einem Mann abhängig zu machen, fand ich unglaublich inspirierend. Und dann ist da Hunter – Footballstar, arrogant, charmant, aber mit einer Tiefe, die mich wirklich berührt hat. Er ist keiner dieser typischen Bad Boys, sondern ein Mann mit Verantwortung, mit Schmerz, mit Herz. Besonders seine Beziehung zu seiner Familie hat mich richtig mitgenommen.

Was ich an Tracy Wolffs Schreibstil so liebe, ist, wie sie Humor, Leidenschaft und echte Emotionen miteinander verbindet. Ich habe gelacht, geschmunzelt, ein bisschen geflucht – und ja, an manchen Stellen hatte ich sogar einen Kloß im Hals. Das Thema Zuhause finden zieht sich wunderschön durch die ganze Geschichte und hat mich sehr berührt.

Natürlich gibt es Momente, die ein wenig vorhersehbar sind – aber ganz ehrlich? Das hat mich überhaupt nicht gestört. Ich wollte einfach wissen, wie sich Emerson und Hunter ihren Weg zueinander bahnen. Und dieses Hin und Her, dieses langsame Fallenlassen – es war einfach perfekt dosiert.

Winning for Love ist für mich genau die Art Buch, die man an einem verregneten Tag verschlingt, mit einem warmen Getränk in der Hand und einem Lächeln (oder Tränchen) im Gesicht. Es ist witzig, gefühlvoll, sexy und voller Herz.

Ein wunderschöner Auftakt, der mich sofort neugierig auf den nächsten Band gemacht hat. 🩵

Donnerstag, 2. Oktober 2025

Rezension zu "Just for the Summer" von Abby Jimenez

Erschienen bei: DTV
ISBN: 978-3-423-26428-0
Erschienen am: 15.05.2025
Seiten: 480


Das Royaume-Northwestern-Universum

1. Part of your World
2. Your's Truly
3. Just for the Summer



Klappentext:

Nicht alles läuft in Justins Leben rund. Jede Frau, die er länger als einen Monat datet, findet nach der Trennung ihr Happy Ever After, aber er bleibt jedes Mal allein zurück. Und als ein von ihm abgesetzter Reddit-Post viral geht, kann er sich nicht mehr vor Nachrichten retten – alle von Frauen, die ihn treffen und dann abservieren wollen, um anschließend den Mann fürs Leben zu finden. Doch dann erhält er eine Nachricht von Emma, der es genauso geht wie ihm.

Emma liebt ihr unstetes Leben als reisende Krankenschwester. Mit ihrer besten Freundin Maddy kann sie das ganze Land kennenlernen und überall so lange bleiben, wie sie will. Nächster Stopp: Hawaii! Schade nur, dass ihr Dating-Leben alles andere als erfüllend ist, denn kein Mann scheint der Richtige für sie zu sein und nach ihr direkt seiner großen Liebe zu begegnen. Aber als sie Justins Reddit-Post sieht, slidet sie in seine DMs, und die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort. Um den »Dating-Fluch« zu brechen, unter dem die beiden leiden, beschließen sie, sich gegenseitig zu daten, und für Emma und Maddy geht es statt nach Hawaii erstmal nach Minneapolis ins Royaume Northwestern Hospital. Klingt doch nach dem perfekten Plan und als könnte nichts schiefgehen, oder?

Doch auf Justin und Emma wartet viel mehr als nur ein harmloser Sommerflirt, denn sie beide haben mit eigenen Schicksalsschlägen zu kämpfen, die ein gemeinsames Leben unmöglich erscheinen lassen …




Meine Meinung:

"Just for the Summer" von Abby Jimenez ist einer dieser Romane, die man anfängt zu lesen und glaubt, genau zu wissen, was einen erwartet – nur um dann überrascht zu werden, wie vielschichtig und berührend die Geschichte tatsächlich ist. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein klassischer Sommerroman: eine romantische Begegnung, eine idyllische Insel mit einer alten Cabin, warme Sonnenuntergänge und die Leichtigkeit der Jahreszeit. Doch schon nach wenigen Kapiteln wird klar, dass hier sehr viel mehr erzählt wird.

Im Zentrum stehen Justin und Emma, deren Liebesgeschichte alles andere als einfach ist. Von Anfang an spürt man die Anziehung zwischen ihnen, die Chemie ist greifbar, und doch hängt ein ständiger Schatten über ihrer Beziehung: Emmas Angst vor Nähe und Bindung. Dieses Spannungsfeld macht die Handlung unglaublich intensiv, weil man einerseits unbedingt ein Happy End für die beiden möchte, andererseits aber immer wieder mit Emmas inneren Mauern konfrontiert wird. Die Autorin schafft es, diese Zerrissenheit so realistisch und nachvollziehbar zu schildern, dass man sich gleichzeitig mit Emma verbunden fühlt und doch über ihre Entscheidungen verzweifelt.

Besonders eindrucksvoll ist die Nebenhandlung um Emmas Mutter, die viele schmerzhafte und wütend machende Momente bereithält. Hier wird deutlich, wie tief das Buch eigentlich geht: Es geht um Verantwortung, Verletzungen aus der Vergangenheit und darum, wie schwer es sein kann, alte Muster zu durchbrechen. Figuren wie Maddy bringen in diesen Szenen eine wohltuende Klarheit ein, indem sie Dinge aussprechen, die man als Leser selbst denkt.

Trotz all dieser Schwere ist "Just for the Summer" kein bedrückendes Buch. Im Gegenteil: Abby Jimenez versteht es meisterhaft, tiefgründige Themen mit Leichtigkeit, Humor und Wärme zu verweben. Manche Dialoge sind so witzig, dass man laut auflachen muss, während andere Sätze lange nachhallen, weil sie so ehrlich und intensiv sind. Diese Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit ist für mich eines der größten Stärken des Romans.

Auch sprachlich überzeugt das Buch auf ganzer Linie. Der Stil ist flüssig, bildhaft und emotional, ohne jemals kitschig zu wirken. Man fühlt sich sofort in die Atmosphäre hineingezogen – sei es in die cozy Stimmung der Insel-Cabin oder in die spannungsgeladenen Gespräche zwischen den Figuren.

Alles in allem ist *Just for the Summer* nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern ein Roman über das Leben, über Ängste, über Familie und über die Hoffnung, dass man trotz aller Brüche sein Glück finden kann. Es ist ein Buch, das gleichermaßen zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken bringt. Für mich war es ein echtes Sommerhighlight und eines dieser Bücher, das man am liebsten sofort weiterempfehlen möchte.



Dienstag, 23. September 2025

"Mistakes we never made" von Hannah Brown [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49604-4
Erschienen am: 21.05.2025
Seiten: 384


Einzelband




Klappentext:

Wenn Emma ihre Beziehung zu Finn in einem Wort zusammenfassen müsste, wäre es »fast«: Fast wären die beiden an der Highschool miteinander ausgegangen, fast am College ein Paar geworden, und fast hätten sie eine gemeinsame Nacht verbracht. Nach all den verpassten Chancen können sie sich jetzt nicht mehr ausstehen. Blöd nur, dass sie auf der Hochzeit ihrer Freundin Sybil als Trauzeugen wieder aufeinandertreffen. Noch schlimmer: Als Sybil kalte Füße bekommt und davonläuft, müssen Emma und Finn die Braut zurückholen und die Hochzeit retten. Auf dem Roadtrip quer durch die USA geraten die zwei ständig aneinander. Doch da ist auch dieses vertraute Knistern, das beide nicht ganz ignorieren können ...

Meine Meinung:

Du bist Fan von Enemies to Lovers, Second Chance und/oder Forced Proximity? Dann habe ich hier die absolute Buchempfehlung für dich!

Emma und Finn – zwei Menschen mit einer gemeinsamen Vergangenheit, die voller verpasster Chancen steckt. Jahre nach ihrer Jugend treffen sie sich ausgerechnet am Wochenende vor der Hochzeit ihrer besten Freundin Sybil wieder. Was als ausgelassene Feier geplant war, verwandelt sich schnell in ein turbulentes Abenteuer, das niemand vorhersehen konnte.

Als Sybil plötzlich spurlos verschwindet, machen sich Emma und Finn gemeinsam auf die Suche. Ihr Roadtrip quer durch die USA – von spontanen Zwischenstopps bis nach Las Vegas – ist mehr als nur die Jagd nach einer Braut auf der Flucht. Zwischen hitzigen Diskussionen, unausgesprochenen Verletzungen und einer Chemie, die man nicht leugnen kann, beginnt das alte Feuer langsam wieder zu lodern.

Emma, klug und schlagfertig, kämpft mit der Angst, erneut verletzt zu werden. Finn, charmant, aber nicht gerade ein Kommunikationstalent, versucht, seine Fehler von damals wiedergutzumachen. Das Zusammenspiel der beiden ist ein einziges Hin und Her zwischen Nähe und Distanz – intensiv, emotional und manchmal zum Haare raufen.

Die Autorin versteht es, Humor mit Herzschmerz zu verweben. Man fliegt nur so durch die Seiten, spürt die Spannung zwischen den Figuren und fiebert mit, ob Sybil rechtzeitig gefunden wird – und ob Emma und Finn diesmal den Mut haben, sich wirklich aufeinander einzulassen.

Ein Roman, der wie ein Sommergewitter wirkt: warm, wild und voller Energie. Ja, manches Drama ist vielleicht ein bisschen konstruiert, aber genau das macht es zu einem echten Guilty Pleasure. Wer Lust auf eine Mischung aus Roadtrip, Romantik und jeder Menge Gefühlschaos hat, sollte hier unbedingt zugreifen.

Und was am Ende bleibt, ist die Frage, was Sybils Geheimnis ist. Da im Englischen bereits ein weiteres Buch der Autorin angekündigt wurde, das genau diese Frage aufzugreifen scheint, hoffe ich sehr auf eine deutsche Übersetzung – um dem Geheimnis endlich auf die Spur zu kommen.

Donnerstag, 28. August 2025

"Very Bad Company" von Emma Rosenblum [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: C.Bertelsmann
ISBN: 978-3-570-10575-7
Erschienen am: 23.04.2025
Seiten: 368




Einzelband




Klappentext:

Einmal im Jahr lädt das trendige Tech-Start-Up Aurora seine Top-Führungskräfte in ein luxuriöses Fünf-Sterne-Resort nach Miami Beach. Mit Jetski-Rennen als Teambuilding-Maßnahme, exklusivem Dinner beim Nobel-Japaner und Champagner-Cocktail-Party. Dieses Jahr neu dabei: Caitlin Levy, die gerade von Auroras exzentrischem Gründer John Shiller abgeworben und als Head of Events eingestellt wurde. Denn sind wir mal ehrlich: Wer kann zu einem sechsstelligen Jahresgehalt, plus Aktienpaket und einem geradezu unverschämten Bonus schon Nein sagen?

Als Caitlin ihre neuen Kollegen kennenlernt, stellt sie schnell fest, dass bei Aurora nicht alles Gold ist, was glänzt. Hinter den Kulissen gibt es Spannungen, Konflikte, Affären – und die Aussicht auf Millionen beim bevorstehenden und absolut geheimen Verkauf des Unternehmens. Als nach der ersten Nacht eine Kollegin verschwindet, bedroht das den Deal – und darf deshalb auf keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten.

Sie alle wollen ihren Anteil. Sie alle haben ein Geheimnis. Sie können einander nicht trauen, und das wissen sie genau. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass unter ihnen ein Mörder ist …


Meine Meinung:

Schon das Cover hat mich neugierig gemacht: Es wirkt modern, passt hervorragend zur Geschichte und vermittelt auf den ersten Blick das Gefühl einer lockeren Sommerlektüre. Der Schreibstil hat diesen Eindruck bestätigt – er ist flüssig, leicht und angenehm zu lesen, sodass ich schnell in die Handlung hineingefunden habe. Besonders die Idee, die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen, hat mir gefallen. Auf diese Weise entsteht ein abwechslungsreiches Bild, das Einblicke in die unterschiedlichen Figuren und deren Motive gibt.

Die Grundidee des Romans fand ich sehr spannend: Ein erfolgreiches Tech-Start-up lädt seine Führungskräfte in ein luxuriöses Resort nach Miami ein – eine Welt voller Geld, Macht, Glanz und Intrigen. Mit Caitlin lernen wir eine neue Mitarbeiterin kennen, die sich zwischen skurrilen Chefs, geheimnisvollen Kollegen und einem gefährlichen Vorfall zurechtfinden muss. Schnell wird klar, dass niemand hier wirklich vertrauenswürdig ist und jeder etwas zu verbergen hat. Diese Mischung aus Krimi und Satire, gepaart mit dem kritischen Blick auf die Start-up-Welt, hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht.

Trotz dieser starken Idee konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Vor allem die Figuren blieben für mich recht blass. Zwar haben alle ihre Geheimnisse, Lügen und Verstrickungen, doch wirkten sie häufig oberflächlich. Es fiel mir schwer, sie auseinanderzuhalten oder ein echtes Gefühl für ihre Beweggründe zu entwickeln. Durch die sehr kurzen Kapitel und die schnellen Perspektivwechsel hatte ich zudem kaum Zeit, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Gerade bei einem Plot, der so sehr von zwischenmenschlichen Beziehungen und Machtspielen lebt, hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht.

Auch der Spannungsbogen war für mich etwas unausgeglichen. Zwar ist immer eine unterschwellige Spannung spürbar – schließlich weiß man von Beginn an, dass jemand ein dunkles Geheimnis verbirgt – doch die Handlung plätschert teilweise dahin, ohne wirklich zu packen. Das Ende wiederum kam mir etwas zu abrupt und hätte in meinen Augen mehr Raum verdient, um die Auflösung intensiver und überzeugender wirken zu lassen.

Was mir jedoch sehr gefallen hat, war die ironische, fast satirische Darstellung der Start-up-Welt mit all ihren überdrehten Persönlichkeiten, absurden Machtkämpfen und oberflächlichem Schein. Hier zeigt die Autorin einen scharfen, kritischen Blick, der das Buch von einer reinen Krimihandlung abhebt. Dass der Schreibstil dabei stets locker, humorvoll und leicht verständlich bleibt, sorgt dafür, dass man trotz kleiner Schwächen immer weiterlesen möchte.

Fazit: Insgesamt hat mir dieses Buch deutlich besser gefallen als Bad Summer People von derselben Autorin. Zwar kämpft auch diese Geschichte mit oberflächlichen Figuren und einem manchmal zu schnellen Erzähltempo, doch Idee, Setting und die Mischung aus Spannung und Gesellschaftskritik haben mich hier wesentlich mehr überzeugt. Wer eine lockere, leicht zu lesende Geschichte sucht, die Intrigen, Machtkämpfe und ein wenig Krimispannung verbindet, wird hier gut unterhalten. Wer sich jedoch tiefgründige Charaktere, komplexe Beziehungen oder überraschende Wendungen erhofft, könnte etwas enttäuscht werden. Für mich bleibt es eine gelungene, wenn auch nicht perfekte Lektüre, die vor allem durch ihr Setting und den humorvoll-kritischen Stil punktet.

Dienstag, 19. August 2025

Whispers like Summer Nights von Ann-Kathrin Falkenberg [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49596-2
Erschienen am: 19.06.2025
Seiten: 432


Tennessee-Dreams-Reihe

1. Feels like Butterflies
2. Whispers like Summer Nights
3. Sparkles like Moonlight



Klappentext:

Amber und Caleb waren das Traumpaar an der Highschool von Hazelwood. Bis sich nach dem Abschluss plötzlich alles veränderte: Vom einen auf den anderen Tag verlässt Caleb Amber und verschwindet ohne eine Erklärung aus ihrem Leben. Für Amber bricht eine Welt zusammen. Um dem Schmerz zu entfliehen, beginnt sie ein Kunststudium in Knoxville, findet neue Freunde und stürzt sich wieder ins Datingleben. Doch als sie in den Semesterferien ins idyllische Hazelwood zurückkehrt, um im Bed and Breakfast ihrer Mutter mitzuhelfen, steht Caleb auf einmal wieder vor ihr. Und obwohl Amber sich geschworen hat, ihn nie wieder in ihr Leben zu lassen, sind da diese verräterischen Schmetterlinge in ihrem Bauch …


Meine Meinung:

Bereits mit dem ersten Band hatte mich Ann-Kathrin Falkenberg in ihren Bann gezogen und so fühlte sich der zweite Band wie nach Hause kommen an, in eine traumhafte Kulisse die einem das Small-Town Herz höher schlagen lässt. Second-Chances war bislang ein Trope den ich eher gemieden habe, doch auch hier war ich direkt wieder Feuer und Flamme.

Es ist die Geschichte von Amber und Caleb, welche ein halbes Jahr nach ihrer Trennung wieder voreinander stehen, und in der ich direkt all ihren Kummer, aber auch Wut und Enttäuschung so intensiv wahrgenommen und gefühlt habe. Es sind die großen und kleinen Momente, die mir selbst Schmetterlinge im Bauch beschert haben und in denen ich das Buch einfach gar nicht mehr weglegen wollte.

Es ist aber auch die Geschichte von Caleb und seiner Familie, die mich zeitweise einfach nur wütend und fassungslos gemacht hat und die Geschichte von Amber und ihrer Mutter, welche mich traurig und aber auch hoffnungsvoll hat werden lassen.

In meinen Augen, ist dieses Buch so viel mehr als einfach nur eine Liebesgeschichte zwischen zwei Protagonisten. Sie ist die Geschichte einer kleinen Stadt, deren Einwohner ich alle so fest ins Herz geschlossen habe.

Ann-Kathrins Schreibstil war auch im zweiten Band wieder mitreißend, voller Emotionen und ließ mich einfach nur durch die Seiten fliegen, wobei ich eigentlich nie wollte, dass dieses Buch endet.

Für mich ist klar. Ich brauche dringend Band 3.

Fazit:
Eine emotionale (sommerliche) Second-Chance Romance welche mich im Sturm erobert hat.