Erschienen bei: Heyne
ISBN: 978-3-453-44427-0
Erschienen am: 16.09.2026
Seiten: 384
Einzelband
Klappentext:
Vier Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden des Weltbestsellerautors Adam Ashwood will der erfolgreiche True-Crime-Podcast Dead Air den Fall endlich aufklären. Dafür lädt Podcast-Host Sophie zu einem exklusiven Live-Event ein: ein Wochenende in einem abgelegenen Bergchalet am Eibsee. Unter den Gästen ist auch YouTuberin Mara, die bekannt dafür ist, Frauen eine Stimme zu geben, die von der Gesellschaft vergessen wurden. Gleich in der ersten Folge wird enthüllt: Es gibt ein unveröffentlichtes Manuskript von Adam Ashwood. Und genau das könnte den alles entscheidenden Hinweis liefern, nach dem die Öffentlichkeit seit Jahren sucht. Während das Publikum im Livestream miträtselt, spürt Mara, dass jemand im Chalet mehr weiß, als er zugibt. Mit jedem neuen Hinweis wachsen die Spannungen zwischen den Anwesenden, und eine Frage steht immer mehr im Fokus: Wem kann man eigentlich noch trauen? Denn jemand hat kein Interesse daran, den Fall von damals zu lösen. Jemand will Rache. Um jeden Preis.Meine Meinung:
Optisch hat mich „Dead Air“ von Josi Wismar direkt angesprochen. Das Cover ist ein echter Hingucker und auch die Gestaltung im Inneren, insbesondere das annotierte Manuskript, hat mir richtig gut gefallen.Auch die Ausgangsidee klang für mich unglaublich vielversprechend: Ein verschwundener Autor, ein geheimnisvolles Manuskript und ein True-Crime-Podcast, der die Beteiligten in ein abgelegenes Bergchalet führt. Eine Mischung, die jede Menge Potenzial für einen packenden Thriller bietet. Leider konnte mich die Geschichte letztendlich nicht so überzeugen, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich bin nur schwer in die Handlung hineingekommen und hatte zwischendurch immer wieder das Gefühl, dass sich die Geschichte zieht. Die Charaktere blieben für mich ziemlich blass und ihre Entscheidungen waren nicht immer nachvollziehbar. Auch einige Handlungsstränge wirkten auf mich wenig rund und teilweise etwas sprunghaft, sodass mir der rote Faden und die nötige Tiefe gefehlt haben.
Besonders schade fand ich, dass der True-Crime-Podcast für meinen Geschmack viel zu kurz kam. Die einzelnen Episoden waren zwar eine willkommene Abwechslung und gehörten für mich zu den interessanteren Elementen der Geschichte, wurden aber nur oberflächlich behandelt. Auch die Dynamik zwischen den Beteiligten und die gemeinsame Suche nach der Wahrheit hätten deutlich mehr Raum verdient gehabt.
Leider konnte auch die Auflösung für mich nicht mehr viel retten. Den entscheidenden Twist hatte ich recht früh erahnt, weshalb mich das Ende weder überraschen noch wirklich überzeugen konnte.
Fazit: Eine kreative Grundidee, ein atmosphärisches Setting und eine wirklich schöne Buchgestaltung – leider konnte die Umsetzung für mich nicht mithalten. Die vielen verschiedenen Elemente wie Podcast, YouTube und Manuskript klangen zunächst spannend, wirkten in ihrer Kombination aber nicht ganz stimmig. Insgesamt fehlte mir sowohl die Spannung als auch die Tiefe, die ich mir von einem Thriller erhofft hatte.








