Samstag, 29. August 2026

"The Sea Sisters" von Lucy Clarke [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-22174-0
Erschienen am: 30.04.2026
Seiten: 368


Einzelband





Klappentext: 

Katies geordnetes Leben in London bricht zusammen, als ihre eigenwillige jüngere Schwester Mia auf Bali tot aufgefunden wird: Sie stürzte von einer Klippe. Die Polizei behauptet, es sei Selbstmord gewesen. Nur mit Mias Reisetagebuch als Leitfaden geht Katie den letzten Monaten im Leben ihrer Schwester nach und beginnt Seite für Seite, das Geheimnis um ihren Tod zu lüften. Was sie herausfindet, verändert alles. Aber was, wenn die Wahrheit die Liebe zu ihrer Schwester – und sie selbst – an den Rand des Abgrunds bringt?


Meine Meinung;


Als Katie vom Tod ihrer Schwester Mia erfährt, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Während alle von einem Selbstmord ausgehen, kann Katie diese Erklärung nicht akzeptieren. Zu viele Fragen sind ungeklärt. Mit Mias Reisetagebuch macht sie sich deshalb auf den Weg nach Bali, um die letzten Monate im Leben ihrer Schwester nachzuvollziehen. Doch je tiefer sie in Mias Vergangenheit eintaucht, desto mehr Dinge kommen ans Licht, die sie so niemals erwartet hätte.

Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre der Geschichte. Bali wird mit seiner tropischen Wärme, den Stränden und dem Gefühl von Freiheit sehr bildhaft dargestellt. Gleichzeitig bekommt diese paradiesische Kulisse im Laufe der Handlung immer mehr dunkle Seiten. Aus anfänglichem Fernweh entwickelt sich langsam ein Gefühl des Unbehagens, denn zwischen Mias Erlebnissen und den Einträgen in ihrem Tagebuch scheint längst nicht alles so zu sein, wie es auf den ersten Blick wirkt.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: In der Gegenwart begleitet man Katie bei ihrer Suche nach Antworten, während man durch Mias Tagebucheinträge immer mehr über ihre Vergangenheit erfährt. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen, weil sich die einzelnen Puzzleteile nach und nach zusammenfügen. Immer wieder kommen neue Informationen hinzu, die einen dazu bringen, die bisherigen Ereignisse aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Für mich stand dabei weniger der klassische Thriller-Aspekt im Vordergrund. Ich würde das Buch eher als Spannungsroman einordnen. Die Spannung entsteht vor allem durch die offenen Fragen, die Geheimnisse und Katies Versuch herauszufinden, was tatsächlich mit ihrer Schwester passiert ist. Gleichzeitig spielt auch die emotionale Verbindung zwischen den Schwestern eine wichtige Rolle. Katies Trauer und ihre Verzweiflung waren für mich greifbar und haben der Geschichte eine zusätzliche Tiefe verliehen.

Allerdings konnte mich die Handlung nicht durchgehend packen. Einige Entwicklungen waren für mich recht früh vorhersehbar und zwischendurch gab es Passagen, in denen das Tempo etwas nachgelassen hat. Dadurch entstand nicht immer die Spannung, die ich mir gewünscht hätte. Trotzdem wollte ich wissen, welche Geheimnisse noch ans Licht kommen und wie sich die einzelnen Hinweise am Ende zusammenfügen.

Fazit:
Für mich ist das Buch weniger ein nervenaufreibender Thriller als vielmehr ein atmosphärischer Spannungsroman. Die besondere Kulisse, die wechselnden Zeitebenen und die emotionale Geschichte rund um die beiden Schwestern haben mir gut gefallen. Auch wenn die Spannung für meinen Geschmack nicht immer konstant war, hat mich die Suche nach der Wahrheit rund um Mias Tod bis zum Ende begleitet.

Dienstag, 25. August 2026

"Not Safe for Work" von Nisha J Tuli [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: More 
ISBN: 978-3-98751-132-5
Erschienen am: 13.05.2026
Seiten: 398


Einzelband





Klappentext:

Trishara ist frustriert: Sie muss mit ansehen, wie die lang ersehnte Beförderung an ihren Erzfeind Rafe geht. Umso verblüffter ist Tris, als sie zum Führungskräfteseminar auf Hawaii eingeladen wird. Das Problem: Rafe fährt auch mit. Als sie auf Maui ankommen, müssen die beiden sich auch noch eine Suite teilen. Dabei ertragen sie es ja kaum, in derselben Zeitzone zu sein. Während sie sich beim Teambuilding bekämpfen, muss Tris lernen, dem Mann zu vertrauen, der womöglich schon die ganze Zeit auf ihrer Seite stand.


Meine Meinung:

Was passiert, wenn dein größter beruflicher Rivale mit dir auf eine Führungskräfte-Fortbildung nach Hawaii geschickt wird – und ihr euch dort auch noch eine Suite teilen müsst? Genau diese Ausgangslage erwartet uns in *Not Safe for Work*. Obwohl Rivals-to-Lovers, Forced Proximity und Only One Bed keine neuen Tropes sind, hat die Geschichte für mich ihren ganz eigenen Charme.

Tris ist eine Protagonistin, die ich unglaublich gerne begleitet habe. Sie ist selbstbewusst, schlagfertig und weiß, was sie will. Gleichzeitig muss sie sich in einer von Männern dominierten Arbeitswelt immer wieder behaupten. Obwohl sie hart für ihren Job arbeitet, werden ihre männlichen Kollegen bevorzugt und sie wird bei Beförderungen übergangen. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Themen Sexismus, Diskriminierung und unangemessenes Verhalten am Arbeitsplatz in die Geschichte eingebaut wurden. Die Autorin spricht diese Dinge an, ohne dass es belehrend wirkt, sondern lässt sie ganz natürlich in die Handlung einfließen.

Auch Tris' beste Freundin Molly war für mich ein echtes Highlight. Ihre Freundschaft fühlt sich ehrlich und unterstützend an und Molly ist genau die Art von Freundin, die man sich an seiner Seite wünscht.

Und dann wäre da natürlich noch Rafe. Anfangs wirkt er wie der typische Unternehmersohn, dem die Karriere quasi in den Schoß gelegt wird. Schließlich arbeitet er in der Firma seines Vaters und scheint bei Beförderungen deutlich weniger kämpfen zu müssen als Tris. Doch je besser man ihn kennenlernt, desto mehr zeigt sich, dass hinter dieser Fassade ein deutlich nahbarerer Charakter steckt. Gerade seine familiäre Situation und sein Konflikt mit seinem Vater geben ihm etwas mehr Tiefe – auch wenn ich mir bei ihm stellenweise noch ein bisschen mehr davon gewünscht hätte.




Die Dynamik zwischen Tris und Rafe hat mir dafür umso besser gefallen. Von Anfang an ist die Spannung zwischen den beiden spürbar und ihre Wortgefechte haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Aus der anfänglichen Rivalität entwickelt sich langsam etwas anderes und genau diesen Weg habe ich sehr gerne verfolgt.

Die Geschichte ist definitiv ein Slow Burn, aber genau das hat für mich gut funktioniert. Die beiden kommen sich nicht von heute auf morgen näher, sondern ihre Beziehung entwickelt sich Schritt für Schritt. Natürlich ist irgendwann klar, worauf das Ganze hinausläuft – aber für mich war das überhaupt nicht schlimm. Schließlich geht es bei solchen Geschichten nicht unbedingt darum, ob die beiden am Ende zusammenkommen, sondern darum, wie sie dorthin gelangen. Und dieser Weg war hier unterhaltsam, humorvoll und teilweise ziemlich knisternd.

Besonders schön fand ich außerdem, dass die Geschichte trotz der ernsteren Themen nie ihre Leichtigkeit verliert. Es gibt genug humorvolle Momente, romantische Szenen und natürlich auch die ein oder andere prickelnde Situation, sodass sich das Buch einfach wunderbar weglesen lässt.

Auch das Ende konnte mich überzeugen – vor allem Tris' Abgang, der alles andere als leise ausfällt. Ich mochte diesen Moment sehr, weil er noch einmal perfekt zeigt, dass Tris sich nicht kleinmachen lässt und für sich selbst einsteht.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Für mich ist *Not Safe for Work* deshalb die perfekte Summer-Romance zum Wegsnacken – egal ob am See, auf der Terrasse oder einfach gemütlich auf der Couch.

Fazit: Eine unterhaltsame Romance mit einer starken Protagonistin, einer tollen Dynamik zwischen den Hauptcharakteren und einer gelungenen Mischung aus Humor, Spice und ernsteren Themen. Rafe hätte für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe vertragen können, aber Tris, die Chemie zwischen den beiden und der angenehme Schreibstil haben mich definitiv überzeugt.

Montag, 17. August 2026

"Alles ihre Schuld" von Andrea Mara [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49751-5
Erschienen am: 15.07.2026
Seiten: 448



Einzelband




Klappentext:

»Die Adresse ist Tudor Grove 14 – sollte ich noch nicht zu Hause sein, wenn du Milo abholst, passt unsere Nanny auf ihn und Jacob auf.« Doch als Marissa Irvine zur vereinbarten Adresse kommt, wo ihr kleiner Sohn zum Playdate eingeladen war, erwartet sie ein Schock: Ihr öffnet nicht Jenny, die Mutter von Jacob. Auch kein Kindermädchen. Und von Milo hat die Frau, die dort wohnt, noch nie gehört. Eine fieberhafte Suche beginnt, doch der vierjährige Junge bleibt spurlos verschwunden. Wer hat Marissa und ihrem Mann diese Falle gestellt? Bald machen böse Gerüchte in der Idylle des Dubliner Vororts die Runde, und eine junge Frau gerät ins Visier der Polizei. Die Wahrheit verbirgt sich hinter abgründigen Geheimnissen, die nun Schicht um Schicht freigelegt werden ...

Meine Meinung:

Der Einstieg ins Buch war echt rasant und so befand man sich unmittelbar im Geschehen, was mir unglaublich gut gefallen hat. Die kurzen Kapitel und der Schreibstil im allgemeinen, sorgten dafür, dass ich das Buch zunächst als wahren Pageturner erlebte. Die düstere Stimmung sorgte für Gänsehautmomente. Leider ließ sie dann im mittleren Teil des Buches erstmal nach. Da wurde der Erzählstil in meinen Augen ausschweifender und es wurden zu viele Nebendinge eingestreut, welche die Geschichte meiner Meinung nach nicht benötigt hätte. Auf Grund dessen verlor mich die Handlung etwas. Zum Ende hin, schaffte es das Buch allerdings doch wieder zur der Spannung vom Anfang zurückzufinden und so habe ich am Ende doch sehr bestürzt und mit offenem Mund dagesessen. Auch wenn mir das Ende rückblickend gut gefallen hat, so wirkte es jedoch ein wenig konstruiert.

Die Charaktere im Buch habe ich bis auf Marissa und Jenny eher als recht blass wahrgenommen, so dass ich nicht wirklich sagen könnte, was die jeweiligen Personen auszeichnen. Andererseits sorgten gerade diese geheimnisvollen Charaktere dafür, dass ich nie wirklich wusste, wem ich denn nun überhaupt trauen kann. Durch die Entwicklung konnte man allerdings auch wirklich sehr gut mit rätseln und wurde dann doch immer wieder überrascht.

Ingesamt hatte ich rückblickend trotz meiner Probleme im Mittelteil wirklich gute Lesestunden mit dem Buch gehabt und kann es allen empfehlen, die gerne Bücher über vermisste Personen, dunkle Geheimnisse und unerwartete Wendungen mögen.

Dienstag, 4. August 2026

"Highland Flower" von Samantha Young [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins
ISBN: 978-3-365-00961-1
Erschienen am: 24.03.2026
Seiten: 384

Highland-Reihe

1. Highland Dreams
2. Highland Flower
3. Highland Night
4. Highland Desire
5. Highland Melody 


Klappentext:

North Hunter, ein gefallener Hollywood-Star, sucht Zuflucht in den schottischen Highlands, nachdem ein dunkles Geheimnis aus seiner Kindheit seine Karriere zerstört hat. Dort trifft er auf Aria Howard, die älteste Tochter einer Hollywood-Legende, die sich nach dem Ende einer toxischen Beziehung ebenfalls zurückgezogen hat. Aria leitet das exklusive Ardnoch Estate und begegnet dem arroganten Schauspieler mit Skepsis. Trotz gegenseitiger Abwehr entwickelt sich eine prickelnde Anziehung zwischen ihnen. Eine verheerende Nacht bringt sie einander näher, und sie beginnen eine unverbindliche Affäre. Doch bald wachsen tiefere Gefühle, die alte Wunden und Ängste aufreißen. North muss nicht nur Arias Vertrauen gewinnen, sondern sie auch vor einer gefährlichen Vergangenheit beschützen, die droht, alles zu zerstören – inklusive ihrer Chance auf eine gemeinsame Zukunft.


Meine Meinung:

Nach Band 1 habe ich mich sehr gefreut schon so schnell wieder in die Highland abtauchen zu können. Leider war ich dann aber schnell ernüchtert. Der malerische Ort, so wie Samantha Young ihn erschaffen hat, hat mich direkt wieder für sich eingenommen und auch der Schreibstil war gewohnt flüssig und lies sich wirklich gut lesen. Irgendwie fehlte es mir allerdings zu Beginn ein wenig an dem Suspence Anteil, mit dem ich nach dem ersten Band stark gerechnet hatte. Der Teil kam zwar, allerdings erst ziemlich weit im fortgeschrittenen Teil der Geschichte und da ging dann alles Schlag auf Schlag und war mir dann schon eher too much.

Die Charaktere an sich fand ich durchaus gut ausgearbeitet, dennoch fiel es mir schwer sie zu greifen. Ich denke das liegt nicht unbedingt an den Charakteren selbst, sondern an meinen Erwartungen die ich an das Buch hatte und die sich zunächst leider nicht erfüllten und mir somit ingesamt leider ein eher durchschnittliches Leseerlebnis bescherten. Besonders positiv fand ich hier aber auch wieder den freundschaftlichen Zusammenhalt aller Protagonisten.

Super schade, denn ich denke diese Geschichte hätte ebenso eine Wohlfühlgeschichte werden können, wenn die Abläufe innerhalb der Geschichte von North und Aria etwas auseinander gezogen worden wäre. Etwas weniger Wiederholungen und dafür eine Spannung von Beginn an, hätten mir hier einfach besser gefallen. Dennoch hatte ich schöne Lesestunden und allein wegen des Settings, möchte ich dem dritten Band eine Chance geben.

Mittwoch, 22. Juli 2026

"Guilty Pleasure" von Linda Schipp [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Heyne
ISBN: 978-3-453-44398-3
Erschienen am: 16.04.2026
Seiten: 400


Einzelband



Klappentext:

Hotel Guilty Pleasure ist weltberühmt. Das Luxusresort erfüllt dem obersten Prozent geheime Wünsche – ohne Tabus und mit höchster Diskretion. Nicht mal die erlesenen Gäste kennen den Standort. Erbaut auf einer tropischen Insel, ist das Hotel komplett von der Außenwelt abgeschnitten.
Für fünf Gäste scheinbar die perfekte Gelegenheit, um ihren persönlichen Begehren freien Lauf zu lassen. Dabei wissen sie nicht, dass ihre Machenschaften von einem Kamerasystem beobachtet werden. Und in ihren kühnsten Albträumen hätten sie sich nicht ausmalen können, dass dieses System die Geschehnisse im Hotel online streamt. Als brutal-reale Reality Show. Live. In die ganze Welt.

Niemand kann sie kontaktieren. Niemand kann sie aufhalten. Und die Hotelgäste sind im Begriff, vor den Augen aller entsetzliche Verbrechen zu begehen.


Meine Meinung:

Der Einstieg in das Buch hatte es mir echt angetan, und so hatte ich direkt mal 100 Seiten weggelesen, ehe ich das Buch wieder aus der Hand gelegt habe. Dennoch hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzufinden, was meines Erachtens an den verschiedenen Blickwinkeln lag. Rückblickend hat mir das allerdings gut gefallen, weil es die Spannung schon deutlich erhöht hat. Je weiter man in der Geschichte vorankam, desto mehr fielen die Puzzleteile an ihren richtigen Platz und sorgten für einige „Aha-Momente“.

Den Grundgedanken des Hotels der geheimen Wünsche sowie der Realityshow fand ich unglaublich ansprechend, da er nicht in jedem zweiten Buch vorkommt und somit wirklich etwas ganz Neues war. Allerdings verlor mich die Geschichte stellenweise dann doch, wenn es zu sehr um IT und Technik ging. Von dem Blickwinkel „der Maid“ hingegen hätte ich noch viel mehr gelesen, denn gerade diese Momente waren es, die ich besonders spannend fand. Nicht zuletzt, weil sie in mir wirklich die meiste Beklemmung auslösten. Da gab es allerdings auch ein bis zwei Momente, mit denen mein „Mamaherz“ so gar nicht zurechtgekommen ist. Ich möchte aber nicht näher darauf eingehen, da ich sonst spoilern müsste. Während ich mit Zoe also besonders mitgelitten habe, erschienen mir die anderen Charaktere leider eher etwas blass.


Den Schreibstil hingegen fand ich absolut gelungen und die Art, wie die Autorin innerhalb der Geschichte immer wieder Plot-Twists und kleinere Cliffhanger zum Ende einzelner Kapitel eingearbeitet hat, konnte mich somit dann doch immer wieder in ihren Bann ziehen. Das Cover ist in meinen Augen einfach schön. Es ist sommerlich, was dementsprechend sehr gut zum beschriebenen Setting passt, und zieht auf jeden Fall immer wieder die Blicke auf sich.

Das Ende habe ich so wirklich nicht kommen sehen und muss gestehen, dass ich es dann doch etwas zu schnell abgehandelt fand. Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn ich zwischenzeitlich doch immer ein wenig zwiegespalten war.

Sonntag, 19. Juli 2026

"Der Gastgeber" von Alex March [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Piper
ISBN: 978-3-492-50946-6
Erschienen am: 29.05.2026
Seiten: 268



Einzelband





Klappentext:

Privatdetektiv Colin Alcott staunt nicht schlecht, als er zu einem Krimidinner auf einer einsamen Insel eingeladen wird. Der Gastgeber ist sein Schulfreund James Vance, mit dem ihn eine düstere Vergangenheit verbindet. Die geladenen Gäste sind dessen reiche Freunde, das Menü ist exquisit und die Location perfekt. Doch dann stellt sich das geplante Spiel als bitterer Ernst heraus, denn es dreht sich um James' verstorbene Frau. Ist sie in Wirklichkeit ermordet worden – von jemandem aus der Clique? Alle sind verdächtig, und jeder hat etwas zu verbergen. Colin muss rasch herausfinden, was hier eigentlich gespielt wird, denn es wird nicht bei einer Leiche bleiben …



Meine Meinung:

„Der Gastgeber – Tödliches Dinner“ von Alex March verbindet klassische Thriller-Elemente mit einer atmosphärischen Kulisse, die sofort Fernweh und gleichzeitig Unbehagen auslöst. Eine abgelegene Insel vor der englischen Küste, ein eindrucksvolles Manor und eine Gruppe ehemaliger Freunde, die sich nach Jahren wiedertrifft – ein Setting, das perfekt zu einer Geschichte voller Geheimnisse und Misstrauen passt.


Besonders gefallen hat mir die düstere Atmosphäre. Von Beginn an liegt eine unterschwellige Spannung über der Handlung, die sich durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil konstant hält. Die Autorin versteht es, die isolierte Insel und das luxuriöse Anwesen zu einem Ort werden zu lassen, an dem man sich nie wirklich sicher fühlt.

Im Mittelpunkt steht Colin, der widerwillig einer Einladung aus seiner Vergangenheit folgt. Nach und nach werden alte Konflikte, verdrängte Erinnerungen und verborgene Wahrheiten sichtbar. Vor allem die Dynamik innerhalb der ehemaligen Clique fand ich spannend, denn hinter der perfekten Fassade verbirgt jeder sein eigenes Geheimnis. Gerade dieser psychologische Aspekt macht den Reiz der Geschichte aus.

Auch die Ermittlungen haben mir gut gefallen. Stück für Stück werden neue Hinweise aufgedeckt, wodurch man bis zum Ende miträtselt. Einige Wendungen konnten mich überraschen, auch wenn ich den entscheidenden Verdacht relativ früh hatte. Mir fehlten stellenweise jedoch die ganz großen Überraschungsmomente, die den Thriller noch intensiver gemacht hätten.

Mit den Figuren bin ich nicht ganz warm geworden. Einige Charaktere blieben für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich, sodass ich mir mehr Einblicke in ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe gewünscht hätte. Zwar sorgen Rückblenden für zusätzliche Informationen, sie hätten jedoch gerne ausführlicher sein dürfen.

Insgesamt ist „Der Gastgeber – Tödliches Dinner“ ein atmosphärischer Thriller mit einem starken Setting, gelungener Spannung und einer interessanten Geschichte über Schuld, Freundschaft und die Schatten der Vergangenheit. Auch wenn mir hier und da das gewisse Etwas gefehlt hat, um ein echtes Highlight daraus zu machen, bietet das Buch spannende Unterhaltung für alle, die abgeschlossene Schauplätze und klassische Whodunit-Stimmung mögen.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Rezension zu "Highland Dream" von Samantha Young [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Harper Collins
ISBN: 978-3-365-00960-4
Erschienen am: 23.12.2025
Seiten: 400


Die Highland Reihe

1. Highland Dream
2. Highland Flower
3. Highland Night
4. Highland Desire
5. Highland Melody


Klappentext:

Nach der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ex-Freund hat sich Sloane in den schottischen Highlands ein neues Leben aufgebaut. In einem malerischen Cottage hat sie für sich und ihre kleine Tochter Callie ein Zuhause gefunden. Mit ihrem Job im Ardnoch Estate und ihrem Lieblingshobby, dem Backen, ist sie in dem kleinen Ort beinahe wunschlos glücklich. Wäre da nicht ihr großer und grüblerischer Kollege, der Wachmann Walker Ironside, in den sie sich heillos verknallt hat. Der ernste Schotte scheint gegen ihren Charme völlig immun zu sein.
Doch als jemand in Ardnoch auftaucht, der Sloanes Leben zerstören will, ist er der Erste, der da ist, um sie zu schützen. Plötzlich ist er ihr ganz nah, und seine harte Fassade bröckelt. Was sie jedoch nicht ahnt: Walker muss Sloane nicht nur vor ihrer Vergangenheit bewahren, sondern auch vor seiner eigenen.


Meine Meinung:

Mit "Highland Dream" entführt Samantha Young ihre Leserinnen und Leser erneut in die malerischen schottischen Highlands – und beweist einmal mehr, warum Ardnoch ein Ort ist, an den man immer wieder zurückkehren möchte.

Sloane hat sich gemeinsam mit ihrer Tochter Callie ein neues Leben fernab ihrer Vergangenheit aufgebaut. In Ardnoch hat sie endlich einen Ort gefunden, an dem sie sich sicher fühlt und zur Ruhe kommen kann. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit sind näher, als sie glaubt. Gleichzeitig sorgt ausgerechnet Walker Ironside, der verschlossene Sicherheitschef des Resorts, für Herzklopfen. Während Sloane sich schon lange zu ihm hingezogen fühlt, hält Walker konsequent Abstand. Zu tief sitzen die Wunden seiner eigenen Vergangenheit, um sich auf Gefühle einzulassen.

Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass *Highland Dream* weit mehr ist als nur eine gefühlvolle Slow-Burn-Romance. Neben der knisternden Anziehung zwischen Sloane und Walker entfaltet sich eine Geschichte voller Spannung, Hoffnung und emotionaler Herausforderungen. Besonders berührt hat mich die Beziehung zwischen den beiden und der kleinen Callie. Sie sorgt mit ihrer offenen, liebenswerten Art für viele herzerwärmende Momente und schafft es, selbst Walkers sorgsam errichtete Mauern Stück für Stück einzureißen. Gerade diese familiäre Dynamik verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und macht die Figuren unglaublich nahbar.

Neben der romantischen Entwicklung sorgt die Bedrohung aus Sloanes Vergangenheit für einen konstanten Spannungsbogen. Immer wieder gibt es Momente, die einen mitfiebern, hoffen und bangen lassen. Gleichzeitig greift die Autorin Themen wie Vertrauen, Heilung, Verlust und zweite Chancen auf und verleiht der Geschichte dadurch zusätzliche Tiefe.

Natürlich dürfen auch die bekannten Gesichter aus der Adair-Welt nicht fehlen, was für viele schöne Wiedersehen sorgt. Die Atmosphäre der Highlands, die enge Gemeinschaft in Ardnoch und die emotionale Verbundenheit der Figuren machen das Buch zu einem echten Wohlfühlroman mit Nervenkitzel.

"Highland Dream" vereint Romantik, Spannung, Humor und bewegende Emotionen zu einer fesselnden Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Eine wunderschöne Geschichte über Mut, Zusammenhalt und die Frage, ob man trotz aller Narben den Weg zurück ins Glück finden kann.

Montag, 8. Juni 2026

Rezension zu "Bachelorette Party" von Camilla Sten [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-26455-6
Erschienen am: 16.04.2026
Seiten: 336


Einzelband





Klappentext:

Laue Sommerabende, Yoga am Strand und Quality Time mit den besten Freundinnen: Annelieses Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen schwedischen Schäreninsel verspricht ein traumhaftes Wochenende. Nur Journalistin Tessa läuft schon bei der Ankunft eine Gänsehaut über den Rücken, denn die Insel erinnert sie an einen Cold Case: Vier Frauen verschwanden dort vor zehn Jahren spurlos. Als das zuvor sicher vertäute Boot im offenen Meer treibt und die Gruppe somit auf der Insel gefangen ist, suchen sich lang verborgene Geheimnisse und Feindseligkeiten ihren gefährlichen Weg ans Licht. Dann wird eine der Teilnehmerinnen tot aufgefunden, und Tessa weiß: Jemand ist hier, um Rache zu üben.


Meine Meinung:

Ein luxuriöses Junggesellinnenwochenende auf einer abgelegenen Insel in den schwedischen Schären sollte eigentlich ganz im Zeichen von Freundschaft, Entspannung und Vorfreude auf die bevorstehende Hochzeit stehen. Doch schon nach wenigen Seiten wird klar, dass hinter der idyllischen Fassade dunkle Geheimnisse lauern. Denn genau auf dieser Insel verschwanden vor zehn Jahren vier Frauen spurlos – ein Fall, der nie wirklich aufgeklärt wurde.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Tessa, eine Journalistin und Moderatorin eines True-Crime-Podcasts. Durch ihre Arbeit beschäftigt sie sich intensiv mit ungelösten Kriminalfällen und kann die rätselhaften Ereignisse auf der Insel nicht vergessen. Als sie zur Bachelorette-Party einer alten Freundin eingeladen wird und ausgerechnet an den Ort zurückkehrt, an dem die Frauen damals verschwanden, beginnt sie erneut, Fragen zu stellen.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches. Die Autorin beschreibt die schwedischen Schären so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst auf der Insel zu sein. Gleichzeitig schwingt von Anfang an eine unterschwellige Bedrohung mit. Obwohl die Freundinnen gemeinsam Yoga machen, essen, trinken und ihre Zeit genießen, hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und jederzeit etwas Schlimmes passieren könnte.

Die Handlung wird durch Rückblicke in die Vergangenheit ergänzt, die nach und nach weitere Puzzleteile liefern und die Spannung langsam aufbauen. Vor allem die Geheimnisse innerhalb der Freundesgruppe sorgen später für interessante Wendungen. Allerdings brauchte die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu lange, um richtig in Fahrt zu kommen. Einige Szenen wirkten unnötig ausgedehnt und die Charaktere blieben insgesamt eher oberflächlich gezeichnet, sodass ich nicht zu allen Figuren eine enge Bindung aufbauen konnte.

Ab der zweiten Hälfte nimmt die Spannung deutlich zu und die Ereignisse überschlagen sich zunehmend. Die Enthüllungen sorgen für einige fesselnde Momente, auch wenn ich manche Entwicklungen bereits recht früh erahnen konnte. Das Finale konnte mich leider nicht vollständig überzeugen, da die Auflösung stellenweise etwas konstruiert wirkte und sehr viele Informationen auf einmal präsentiert wurden.

Trotz kleiner Schwächen ist es ein atmosphärischer Thriller mit einem großartigen Setting, einer konstanten unterschwelligen Spannung und einer interessanten True-Crime-Komponente. Wer Geschichten über verschwundene Personen, dunkle Geheimnisse und Freundschaften mit Rissen in der Fassade mag, wird hier spannende Lesestunden verbringen.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Rezension zu "21 Tage zum verlieben" von Lia Louis [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin
ISBN: 978-3-328-11327-0
Erschienen am: 11.02.2026
Seiten: 432


Einzelband




Klappentext:

Allie glaubt nicht an die große Liebe, sie analysiert sie lieber mit wissenschaftlicher Präzision. Als sie nach einem langen Forschungsprojekt erschöpft in ihre Heimat London zurückkehrt, stellt sie entsetzt fest, dass sie auf dem Flug ihr Handy mit ihrem Sitznachbarn vertauscht hat. Und dass dieser Unbekannte niemand Geringeres als Milo Ford war: der charmante Filmstar und wandelnde Inbegriff von Romantik. Kurzerhand beschließen die beiden, das digitale Leben des anderen zu übernehmen, bis sie zurücktauschen können – denn Milo ist in den rumänischen Bergen, ohne Kurierdienst, ohne eine Möglichkeit sich zu treffen für die nächsten 21 Tage. Doch während sie sich durch fremde Nachrichten, intime Einblicke und unerwartete Offenbarungen navigieren, wächst eine Verbindung, die keiner von beiden kommen sieht ...


Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Grundidee allein ist schon außergewöhnlich: Zwei völlig unterschiedliche Menschen, die durch eine zufällige Handyverwechslung miteinander in Kontakt treten und sich über Nachrichten näherkommen. Was zunächst wie eine charmante romantische Geschichte wirkt, entwickelt sich schnell zu einer emotionalen Reise voller Vertrauen, Sehnsucht, Missverständnisse und persönlicher Entwicklung.

Besonders begeistert hat mich der erste Teil der Geschichte. Durch die Nachrichten entsteht eine intensive Nähe zwischen den Protagonisten, die sich authentisch und nachvollziehbar anfühlt. Das Knistern zwischen den beiden ist förmlich spürbar, gleichzeitig sorgen humorvolle Momente immer wieder für ein Lächeln. Trotz ihrer Gegensätze ergänzen sich die Figuren hervorragend und wirken durch ihre Unsicherheiten, Stärken und Schwächen unglaublich lebendig.

Doch die Geschichte bleibt nicht bei einer romantischen Kennenlernphase stehen. Ein einschneidendes Ereignis verändert alles und führt zu einem tiefen Vertrauensbruch, der weitreichende Folgen hat. Genau hier zeigt die Autorin ihre besondere Stärke: Sie erzählt nicht von einer perfekten Liebe, die jedes Problem mühelos überwindet, sondern von Menschen, die mit ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten und ihren inneren Konflikten kämpfen. Dadurch gewinnt die Handlung eine emotionale Tiefe, die weit über eine klassische Liebesgeschichte hinausgeht.

Auch das Setting trägt viel zur besonderen Atmosphäre des Romans bei. Die Naturbeschreibungen und die ruhigen, intensiven Momente verleihen der Geschichte eine gewisse Magie, ohne dabei kitschig zu wirken. Man spürt förmlich die Umgebung und taucht vollständig in die Welt der Figuren ein.

Lediglich im letzten Drittel verlor die Geschichte für mich etwas von ihrem anfänglichen Tempo. Nach dem mitreißenden Beginn und den emotionalen Höhepunkten wirkte die Auflösung stellenweise etwas langgezogen. Dennoch konnte mich das Ende durch seine emotionale Ehrlichkeit überzeugen. Die Konflikte werden nicht einfach weggewischt, sondern glaubwürdig und nachvollziehbar aufgearbeitet.

Insgesamt ist dies eine gefühlvolle, originelle und atmosphärische Liebesgeschichte mit starken Charakteren, viel Herz und einer beeindruckenden emotionalen Tiefe. Wer Geschichten liebt, die romantisch sind, aber gleichzeitig auch die schwierigen Seiten von Vertrauen, Verlust und Neuanfängen beleuchten, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Freitag, 10. April 2026

Rezension zu "The Happy Ever After Playlist" von Abby Jimenez

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-22152-8
Erschienen am: 29.12.2025
Seiten: 464



Burning Secrets:
1. The Friend Zone
2. The Happy Ever After Playlist
3. Life's too short



Klappentext:

Zwei Jahre nach dem Tod ihres Verlobten ist das Leben von Sloan Monroe immer noch nicht im Lot. Doch als ein Hund mit Nimm-mich-mit-Blick durchs kaputte Sonnendach ihres Autos springt, ändert sich alles. Denn nach einigen Wochen ohne Antwort auf ihre Kontaktversuche meldet sich Tuckers Herrchen – Rock-Star Jaxon Waters, auf Tournee unterwegs. Und er will Tucker zurück, wenn er wiederkommt. Aus nüchternen Nachrichten werden Flirts, dann lange Telefonate, denn Jaxon ist sexy, nett und witzig. Und bekannt für seine wilden Affären. Als Sloan und Jaxon sich endlich gegenüberstehen, prickelt es gewaltig. Aber kann Sloan ein zweites Mal ihr Herz öffnen?


Meine Meinung:

Auch lange nach dem Tod ihres Verlobten Brandon steckt Sloan noch mitten in ihrer Trauer fest. Sie lebt eher zurückgezogen in dem gemeinsamen Haus, das inzwischen mehr Baustelle als Zuhause ist. Doch ein völlig unerwarteter Moment bringt Bewegung in ihr Leben: Ein fremder Hund landet plötzlich durch ihr kaputtes Autodach – und bleibt kurzerhand bei ihr. Da sie den Besitzer nicht erreichen kann, beginnt Sloan, ihm Nachrichten zu hinterlassen, ohne zu wissen, dass er sich gerade auf Tour befindet und von all dem nichts ahnt.

Aus diesen einseitigen Nachrichten entwickelt sich nach und nach ein intensiver Austausch zwischen Sloan und Jason. Was zunächst beiläufig beginnt, wächst schnell zu etwas Tieferem heran – bis sie sich schließlich persönlich begegnen und die Verbindung zwischen ihnen eine ganz neue Ebene erreicht.

Auch in diesem Roman zeigt Abby Jimenez wieder ihr Talent, Humor und Emotionen mühelos miteinander zu verweben. Besonders die Dialoge – egal ob per Nachricht oder am Telefon – sprühen vor Witz und Charme und machen die Dynamik zwischen den Figuren greifbar. Durch die wechselnde Ich-Perspektive erhält man einen sehr persönlichen Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Hauptcharaktere, was die Geschichte besonders intensiv macht.

Sloan entwickelt sich im Laufe der Handlung spürbar weiter und beginnt, sich langsam aus ihrer Trauer zu lösen. Jason hingegen überzeugt als einfühlsamer, bodenständiger Charakter, der trotz seines Rockstar-Lebens nahbar bleibt. Auch Nebenfiguren wie Kristen sorgen mit ihrer direkten Art für unterhaltsame Momente.

Neben vielen leichten, humorvollen Szenen greift die Geschichte auch ernstere Themen auf und bringt emotionale Tiefe mit sich. Während der Anfang für mich besonders durch seinen Humor geglänzt hat, wurde es im späteren Verlauf deutlich dramatischer – was nicht ganz meinen persönlichen Geschmack getroffen hat, aber dennoch gut zur Geschichte passt.

Insgesamt ist es ein gefühlvoller Liebesroman mit einer gelungenen Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang, der zum Nachdenken anregt und gleichzeitig wunderbar unterhält. Für Fans der Autorin definitiv ein Must-Read – und für mich ein weiteres Highlight.

Dienstag, 31. März 2026

Rezension zu "The Friend Zone" von Abby Jimenez

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-22151-1
Erschienen am: 13.11.2025
Seiten: 448


Burning Secrets

1. The Friend Zone
2. The Happy Ever After Playlist
3. Life's too short


Klappentext:

Kristen steht kurz vor einem medizinischen Eingriff, der es ihr unmöglich machen wird, Kinder zu bekommen. Deshalb geht sie mit gemischten Gefühlen an die Aufgabe, die Hochzeit ihrer besten Freundin zu organisieren. Vor allem, als sie dabei Josh, den anderen Trauzeugen, kennenlernt. Er ist witzig, sexy und weiß mit ihrer direkten Art umzugehen. Allerdings träumt Josh von einem Haus voller Kinder. Kristen ist klar, dass sie nicht die Richtige für ihn ist. Doch die Anziehung zwischen Josh und ihr wird immer größer, und es wird auch für Kristen immer schwerer, ihn auf Abstand zu halten.


Meine Meinung:

Kristen hat ihr Leben eigentlich ziemlich durchgeplant – zumindest was ihre Karriere und ihren perfekt kontrollierten Alltag angeht. Nur ihr Körper spielt schon seit Jahren nicht mit, und genau das zwingt sie zu einer Entscheidung, die ihr ganzes Zukunftsbild verändert. Und dann läuft sie (oder eher fährt sie) ausgerechnet Josh über den Weg – charmant, witzig, absoluter Familienmensch… und damit quasi das Gegenteil von dem, was gerade in ihr Leben passt.

Was als witziger, fast schon filmreifer Auftakt beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte mit deutlich mehr Tiefe, als ich erwartet hätte. Die Dialoge zwischen Kristen und Josh sind einfach ein Highlight – schlagfertig, voller Wortwitz und mit einer Leichtigkeit, die einen sofort reinzieht. Besonders Kristen mit ihrer sarkastischen Art und Josh mit seinen trockenen Kontern harmonieren unglaublich gut. Und dann ist da noch Stuntman Mike, der definitiv seine ganz eigenen Szenen klaut.

Erzählt wird das Ganze abwechselnd aus beiden Perspektiven, was die Emotionen noch greifbarer macht. Während Josh vom ersten Moment an mit seiner liebevollen, fürsorglichen Art punktet (wirklich: absoluter Bookboyfriend 🥺), merkt man bei Kristen schnell, wie sehr sie innerlich mit sich selbst kämpft. Gerade dieses Hin- und Her zwischen Herz und Verstand macht die Geschichte so authentisch – auch wenn ich mir an einigen Stellen einfach gewünscht hätte, dass die beiden *endlich* miteinander reden.

Denn genau da liegt auch mein größter Kritikpunkt: Viel Drama entsteht durch fehlende Kommunikation, was manchmal ein bisschen frustrierend war. Gleichzeitig passt es aber auch zu Kristens Situation und ihren Ängsten, sodass es sich nie komplett unlogisch angefühlt hat.

Was mich allerdings wirklich überrascht hat, war die emotionale Tiefe. Ich bin mit der Erwartung an eine leichte, cozy Lovestory gestartet – bekommen habe ich aber eine Geschichte, die sich mit ernsten Themen wie Krankheit, Kinderwunsch und Selbstaufopferung auseinandersetzt. Und das teilweise ziemlich schonungslos. Einige Szenen haben mich echt kalt erwischt und emotional komplett mitgenommen.

Der Schreibstil ist dabei super angenehm zu lesen – flüssig, humorvoll und gleichzeitig intensiv, wenn es darauf ankommt. Auch die spicy Szenen sind gut eingebaut, ohne die Story zu überladen.

Am Ende ging mir alles ein kleines bisschen zu schnell und vielleicht auch einen Tick zu „perfekt“, aber trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt echt berührt.

Wenn du also eine reine Wohlfühl-Romance suchst, könnte dich dieses Buch überraschen – im besten und im emotional herausforderndsten Sinne. Wenn du aber Geschichten liebst, die dich zum Lachen bringen und dir gleichzeitig das Herz brechen, dann solltest du dieses Buch definitiv lesen. 💔✨

Samstag, 28. März 2026

Rezension zu "The Iced Caramel Coffee Agreement" von Kyra Groh [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Forver 
ISBN: 978-3-9897800-0-2
Erschienen am: 26.03.2026
Seiten: 596


Lower Whilby Reihe

1. The Pumpkin Spice Latte Desaster
2. The Iced Caramel Coffee Agreement
3. The Peppermint Hot Chocolate Dilemma


Klappentext:

Festival-Season in Lower Whilby – und ein heißer Deal, der alles verändert Hilfsbereit, zuverlässig und eine tolle Freundin – so wird Eleanore von ganz Lower Whilby beschrieben. Aber auch wenn sie ihr Leben in ihrer gemütlichen Heimatstadt liebt, hat Eleanore ihren Ruf als braver Sonnenschein langsam satt. Alles ändert sich, als Dex in der Kleinstadt auftaucht. Der charismatische Musiker, für den sie seit Jahren heimlich schwärmt, ist verbittert, kreativ ausgebrannt und auf der Flucht vor dem Ruhm seiner berühmten Familie. Eleanore erkennt die Chance für sie beide und schlägt ihm einen Deal vor: Sie hilft ihm, wieder er selbst zu werden, und er zeigt ihr, wie man mutiger lebt. Zwischen Festivalvorbereitungen, Mutproben und Iced Coffee am See entdecken sie, dass ihre Unterschiede sie nur noch näher zusammenbringen. Doch ist Eleanor bereit, ihr Herz an jemanden zu verlieren, für den ihre Welt immer zu klein sein wird?



Meine Meinung:

Mit Eleanore und Dex erzählt Kyra Groh eine Geschichte, die auf den ersten Blick von Gegensätzen lebt – und gerade deshalb so besonders berührt.

Eleanore ist in Lower Whilby als die Person bekannt, die immer für andere da ist. Hilfsbereit, freundlich, unkompliziert. Doch hinter dieser Fassade schlummern Wünsche und Sehnsüchte, die sie viel zu lange unterdrückt hat. Als sie beschließt, endlich aus ihren gewohnten Mustern auszubrechen, kommt ihr ausgerechnet Dex in die Quere – ein Rockstar, der für ein Leben steht, das kaum weiter von ihrem entfernt sein könnte. Zwischen ihnen entsteht ein Deal: Er zeigt ihr, wie es ist, Regeln zu brechen und das Leben auszukosten, während sie ihm hilft, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Dass daraus schnell mehr wird, war allerdings nie Teil des Plans.

Was mich an dieser Geschichte besonders begeistert hat, ist die Entwicklung der beiden Figuren. Eleanore wächst über sich hinaus, traut sich mehr zu und beginnt, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen – ein Prozess, der sich unglaublich echt und greifbar anfühlt. Gleichzeitig zeigt sich bei Dex schnell, dass hinter der selbstbewussten Rockstar-Fassade viel mehr steckt: Zweifel, Druck und eine Vergangenheit, die ihn nicht loslässt. Gerade diese verletzliche Seite macht ihn zu einem spannenden und vielschichtigen Charakter.

Die Dynamik zwischen den beiden ist dabei einfach wunderschön. Sie ergänzen sich nicht nur, sondern geben einander genau das, was ihnen gefehlt hat. Ihre Annäherung wirkt dabei weder überstürzt noch konstruiert, sondern entwickelt sich auf eine Weise, die sich ehrlich und emotional richtig anfühlt. Es ist eine dieser Geschichten, bei denen man beim Lesen merkt, wie gut sich zwei Menschen tun – und genau das macht sie so mitreißend.

Auch das Setting in Lower Whilby trägt wieder enorm zur Atmosphäre bei. Die Kleinstadt versprüht dieses vertraute Wohlfühlgefühl, in dem jeder jeden kennt und man sich sofort zuhause fühlt. Zusammen mit den liebenswerten Nebencharakteren entsteht eine Welt, in die man sich nur allzu gerne fallen lässt.

Der Schreibstil ist dabei typisch Kyra Groh: leicht, humorvoll und gleichzeitig voller Gefühl. Die Seiten fliegen nur so dahin, während es immer wieder Momente gibt, die zum Lachen bringen – aber auch solche, die unter die Haut gehen. Besonders gelungen fand ich, wie feinfühlig ernste Themen eingebunden wurden, ohne dabei die Leichtigkeit der Geschichte zu verlieren.

Insgesamt ist diese Geschichte für mich eine perfekte Mischung aus Humor, Tiefgang und ganz großen Gefühlen. Eine Liebesgeschichte, die zeigt, dass es sich lohnt, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen – und dass die richtigen Menschen uns genau dabei helfen können.

Dienstag, 3. März 2026

Rezension zu "Last night at the Office" von Vi Keeland [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49686-0
Erschienen am: 21.01.2026
Seiten: 384




Einzelband





Klappentext:
Naomi Heart ist zur Hochzeit ihrer besten Freunde nach Michigan gereist. Mitten in der Nacht schreckt sie in ihrer Unterkunft aus dem Schlaf hoch, als sich jemand neben sie ins Bett legt. Naomi tut, was jede vernünftige Frau tun würde: Sie geht zum Angriff über. Unglücklicherweise stellt sich der Unbekannte als Dawson Reed heraus. Berüchtigter New Yorker Strafverteidiger und der Trauzeuge, der durch einen Computerfehler dasselbe Airbnb gebucht hat. Trotz des blauen Auges, das nun seine markanten Gesichtszüge ziert, ist er unwiderstehlich – und Naomi kann den arroganten Finsterling nicht ausstehen. Zum Glück müssen sie einander ja nur dieses Wochenende ertragen. Doch als Naomi nach Manhattan zieht und dort eine neue Stelle antritt, ist ihr Boss kein anderer als Mr Dawson Reed …


Meine Meinung:

Mit Last Night at the Office hat Vi Keeland mir gezeigt, wie gekonnt sie Humor und Tiefgang miteinander verbinden kann. Schon der humorvolle Einstieg zog mich sofort in die Geschichte hinein. Die Dialoge sind spritzig, charmant und sorgen für einige Schmunzelmomente, sodass man sich direkt mitten im Geschehen wiederfindet.

Doch hinter der humorvollen Fassade verbirgt sich weit mehr als nur eine leichte Office-Romance. Der Roman greift auch ernste Themen wie tödliche Erkrankungen auf und verleiht der Geschichte dadurch eine berührende, nachdenkliche Dimension. Diese Mischung aus Leichtigkeit und emotionaler Schwere macht das Buch besonders intensiv und authentisch.

Die Geschichte wird aus beiden Blickwinkeln erzählt, wodurch man sowohl Naomi als auch Dawson sehr nahekommt. Ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen werden greifbar und nachvollziehbar. Besonders Dawsons Perspektive hat mich beeindruckt. Die Rückblicke in seine Jugend verleihen seiner Figur zusätzliche Tiefe und erklären viele seiner inneren Konflikte und Entscheidungen. Diese Einblicke haben für mich die emotionale Wirkung der Geschichte noch verstärkt und Dawson als Charakter noch vielschichtiger gemacht.

Naomi überzeugt als starke, zugleich verletzliche Protagonistin, die ihren eigenen Weg geht. Die Dynamik zwischen ihr und Dawson wirkt lebendig und glaubwürdig, mit Höhen und Tiefen, die authentisch erscheinen und nicht konstruiert wirken.

Insgesamt ist Last Night at the Office eine gelungene Mischung aus Humor, Romantik und emotionalem Tiefgang. Ein Roman, der zum Lachen bringt, gleichzeitig aber auch berührt und zum Nachdenken anregt. Für mich eine klare Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle Liebesgeschichten mit ernstem Hintergrund und facettenreichen Charakteren schätzen.