Erschienen bei: Heyne
ISBN: 978-3-453-44321-1
Erschienen am: 10.09.2025
Seiten: 400
Fallen Grace Dilogie
1. Fractured Fates
2. Shattered Silence
Klappentext:
Isabelle bleiben drei Monate, um zu beweisen, dass ihre Schwester Vee unschuldig ist, und herauszufinden, wer wirklich hinter dem Mord an Maxwell Davenport – dem einflussreichen Sprössling der Londoner High Society – steckt. Als Holly begibt sie sich in eine Welt, in der Macht und Geld alles bestimmen. Dort trifft sie auf Carter, den Bruder von Max – ihr perfekter Zugang zu der Familie, die Vee vernichten will. Je näher sie ihm kommt, desto schwieriger wird es für Holly, zwischen vorgetäuschten Gefühlen und echter Zuneigung zu unterscheiden. Und hinter der perfekten Fassade der Davenports lauern Lügen, Verrat – und eine Vergangenheit, die nie ans Licht kommen sollte. Zwischen gefährlichen Wahrheiten und einem Mann, der sie zu durchschauen droht, muss Holly sich fragen, was sie bereit ist zu opfern. Vor allem, wenn die Wahrheit tödlich ist.
Meine Meinung:
Schon auf den ersten Blick hat mich das Buch optisch begeistert. Das Cover ist ein echter Hingucker – liebevoll gestaltet, mit einem Farbschnitt, der harmonisch in das Motiv übergeht und das Gesamtbild perfekt abrundet. Es vermittelt genau die geheimnisvolle und zugleich elegante Stimmung, die auch die Geschichte selbst ausstrahlt.
Der Schreibstil von Josi ist angenehm, flüssig und leicht zu lesen. Besonders gut gefallen hat mir die Erzählweise aus mehreren Perspektiven: Neben Isabelle und Carter kommt auch Vee zu Wort. Ihre Kapitel spielen in der Vergangenheit und geben Stück für Stück Einblicke in ihr Verhältnis zu Maxwell Davenport und ihre Zeit im Haus der Familie. Diese Rückblicke bringen Tiefe in die Handlung und lassen die Charaktere lebendig wirken.
Isabelle ist eine Protagonistin mit klaren Zielen und großem Herz. Ihre Entschlossenheit, ihre Schwester Vee zu entlasten, hat mich beeindruckt – auch wenn sie manchmal etwas zu naiv an die Dinge herangeht. Trotzdem bewundere ich ihren Mut und ihre Willensstärke. Carter wiederum hat mich positiv überrascht: Statt des typischen arroganten High-Society-Erben begegnet man einem einfühlsamen, nachdenklichen Charakter, der schnell Sympathie weckt.
Etwas schade fand ich, dass die Londoner High Society und das versprochene Großstadtflair kaum zur Geltung kommen. Die Handlung spielt größtenteils im Haus der Davenports, wodurch die glamouröse Welt der Reichen eher angedeutet bleibt. Auch einige Logiklücken – etwa wie Isabelle sich so leicht unter falschem Namen einschleichen kann – haben mich kurz aus dem Lesefluss gebracht.
Im Mittelteil verliert die Geschichte ein wenig an Spannung, und auch das Ende war für mich recht vorhersehbar. Dennoch hat mich die Liebesgeschichte zwischen Isabelle und Carter berührt, und ich habe ihre Entwicklung mit Interesse verfolgt.
Da der Roman mit einem offenen Ende endet, bleiben einige Fragen unbeantwortet – besonders, was Vees weiteres Schicksal betrifft. Umso gespannter bin ich, wie es im nächsten Teil weitergeht und ob die Autorin die noch offenen Fäden aufgreifen wird.
Fazit:
Ein atmosphärischer Reihenauftakt mit sympathischen Figuren und einer interessanten Erzählstruktur. Trotz kleiner Schwächen in Logik und Spannung konnte mich die Geschichte emotional abholen und macht neugierig auf die Fortsetzung.
2. Shattered Silence


