Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49681-5
Erschienen am: 17.09.2025
Seiten: 384
Klappentext:
Die Reisejournalistin Orla hatte sich so auf die Feiertage mit ihrer Familie in London gefreut, da schickt ihre Chefin sie in die französischen Alpen. Dort soll Orla eine Weihnachtsreportage über ein kleines Dorf und seine Bewohner schreiben, allen voran den schweigsamen Chaletbesitzer Jacques. Ein mürrischer Franzose hat Orla gerade noch gefehlt. Doch das charmante Saint-Chambéry, die atemberaubende verschneite Berglandschaft und die liebenswerte Dorfgemeinschaft erobern schnell ihr Herz. Und umgeben vom Zauber des Winters weckt sogar der verschlossene Jacques wider Erwarten Orlas Neugier …Meine Meinung:
Mit „Winterzauber in den Alpen“ knüpft Mandy Baggott erneut an ihr beliebtes Weihnachts-Setting an – und als langjährige Leserin ihrer Weihnachtsromane bin ich mit hohen Erwartungen in diese Geschichte gestartet. Schon beim Titel hatte ich zunächst ganz klassisch an die deutschen Alpen gedacht und war dann vom tatsächlichen Setting in Frankreich überrascht. Das ist an sich kein Minuspunkt, hat aber gleich zu Beginn ein etwas anderes Bild erzeugt, als ich erwartet hatte.Zwar ist die winterliche Kulisse wie gewohnt atmosphärisch und lädt zum Wegträumen ein, doch die Figuren blieben für mich diesmal überraschend blass und schwer greifbar. Die Protagonisten wirkten auf mich undurchschaubar, ihre Motive und Gefühle kamen emotional nicht richtig bei mir an, wodurch es mir schwerfiel, eine echte Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Auch der Handlungsverlauf konnte mich nicht durchgehend fesseln: Die Geschichte fühlte sich stellenweise unnötig in die Länge gezogen an, ohne dabei an Tiefe oder Spannung zu gewinnen. Wo ich sonst bei Mandy Baggott Wärme, Charme und dieses besondere Weihnachtsgefühl erwarte, blieb diesmal leider ein Teil der Magie auf der Strecke.
Für Fans der Autorin sicher trotzdem einen Blick wert – für mich persönlich jedoch eines der schwächeren Weihnachtsbücher aus ihrer Feder.