Samstag, 28. März 2026

Rezension zu "The Iced Caramel Coffee Agreement" von Kyra Groh [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Forver 
ISBN: 978-3-9897800-0-2
Erschienen am: 26.03.2026
Seiten: 596


Lower Whilby Reihe

1. The Pumpkin Spice Latte Desaster
2. The Iced Caramel Coffee Agreement
3. The Peppermint Hot Chocolate Dilemma


Klappentext:

Festival-Season in Lower Whilby – und ein heißer Deal, der alles verändert Hilfsbereit, zuverlässig und eine tolle Freundin – so wird Eleanore von ganz Lower Whilby beschrieben. Aber auch wenn sie ihr Leben in ihrer gemütlichen Heimatstadt liebt, hat Eleanore ihren Ruf als braver Sonnenschein langsam satt. Alles ändert sich, als Dex in der Kleinstadt auftaucht. Der charismatische Musiker, für den sie seit Jahren heimlich schwärmt, ist verbittert, kreativ ausgebrannt und auf der Flucht vor dem Ruhm seiner berühmten Familie. Eleanore erkennt die Chance für sie beide und schlägt ihm einen Deal vor: Sie hilft ihm, wieder er selbst zu werden, und er zeigt ihr, wie man mutiger lebt. Zwischen Festivalvorbereitungen, Mutproben und Iced Coffee am See entdecken sie, dass ihre Unterschiede sie nur noch näher zusammenbringen. Doch ist Eleanor bereit, ihr Herz an jemanden zu verlieren, für den ihre Welt immer zu klein sein wird?



Meine Meinung:

Mit Eleanore und Dex erzählt Kyra Groh eine Geschichte, die auf den ersten Blick von Gegensätzen lebt – und gerade deshalb so besonders berührt.

Eleanore ist in Lower Whilby als die Person bekannt, die immer für andere da ist. Hilfsbereit, freundlich, unkompliziert. Doch hinter dieser Fassade schlummern Wünsche und Sehnsüchte, die sie viel zu lange unterdrückt hat. Als sie beschließt, endlich aus ihren gewohnten Mustern auszubrechen, kommt ihr ausgerechnet Dex in die Quere – ein Rockstar, der für ein Leben steht, das kaum weiter von ihrem entfernt sein könnte. Zwischen ihnen entsteht ein Deal: Er zeigt ihr, wie es ist, Regeln zu brechen und das Leben auszukosten, während sie ihm hilft, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Dass daraus schnell mehr wird, war allerdings nie Teil des Plans.

Was mich an dieser Geschichte besonders begeistert hat, ist die Entwicklung der beiden Figuren. Eleanore wächst über sich hinaus, traut sich mehr zu und beginnt, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen – ein Prozess, der sich unglaublich echt und greifbar anfühlt. Gleichzeitig zeigt sich bei Dex schnell, dass hinter der selbstbewussten Rockstar-Fassade viel mehr steckt: Zweifel, Druck und eine Vergangenheit, die ihn nicht loslässt. Gerade diese verletzliche Seite macht ihn zu einem spannenden und vielschichtigen Charakter.

Die Dynamik zwischen den beiden ist dabei einfach wunderschön. Sie ergänzen sich nicht nur, sondern geben einander genau das, was ihnen gefehlt hat. Ihre Annäherung wirkt dabei weder überstürzt noch konstruiert, sondern entwickelt sich auf eine Weise, die sich ehrlich und emotional richtig anfühlt. Es ist eine dieser Geschichten, bei denen man beim Lesen merkt, wie gut sich zwei Menschen tun – und genau das macht sie so mitreißend.

Auch das Setting in Lower Whilby trägt wieder enorm zur Atmosphäre bei. Die Kleinstadt versprüht dieses vertraute Wohlfühlgefühl, in dem jeder jeden kennt und man sich sofort zuhause fühlt. Zusammen mit den liebenswerten Nebencharakteren entsteht eine Welt, in die man sich nur allzu gerne fallen lässt.

Der Schreibstil ist dabei typisch Kyra Groh: leicht, humorvoll und gleichzeitig voller Gefühl. Die Seiten fliegen nur so dahin, während es immer wieder Momente gibt, die zum Lachen bringen – aber auch solche, die unter die Haut gehen. Besonders gelungen fand ich, wie feinfühlig ernste Themen eingebunden wurden, ohne dabei die Leichtigkeit der Geschichte zu verlieren.

Insgesamt ist diese Geschichte für mich eine perfekte Mischung aus Humor, Tiefgang und ganz großen Gefühlen. Eine Liebesgeschichte, die zeigt, dass es sich lohnt, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen – und dass die richtigen Menschen uns genau dabei helfen können.

Dienstag, 3. März 2026

Rezension zu "Last night at the Office" von Vi Keeland [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49686-0
Erschienen am: 21.01.2026
Seiten: 384




Einzelband





Klappentext:
Naomi Heart ist zur Hochzeit ihrer besten Freunde nach Michigan gereist. Mitten in der Nacht schreckt sie in ihrer Unterkunft aus dem Schlaf hoch, als sich jemand neben sie ins Bett legt. Naomi tut, was jede vernünftige Frau tun würde: Sie geht zum Angriff über. Unglücklicherweise stellt sich der Unbekannte als Dawson Reed heraus. Berüchtigter New Yorker Strafverteidiger und der Trauzeuge, der durch einen Computerfehler dasselbe Airbnb gebucht hat. Trotz des blauen Auges, das nun seine markanten Gesichtszüge ziert, ist er unwiderstehlich – und Naomi kann den arroganten Finsterling nicht ausstehen. Zum Glück müssen sie einander ja nur dieses Wochenende ertragen. Doch als Naomi nach Manhattan zieht und dort eine neue Stelle antritt, ist ihr Boss kein anderer als Mr Dawson Reed …


Meine Meinung:

Mit Last Night at the Office hat Vi Keeland mir gezeigt, wie gekonnt sie Humor und Tiefgang miteinander verbinden kann. Schon der humorvolle Einstieg zog mich sofort in die Geschichte hinein. Die Dialoge sind spritzig, charmant und sorgen für einige Schmunzelmomente, sodass man sich direkt mitten im Geschehen wiederfindet.

Doch hinter der humorvollen Fassade verbirgt sich weit mehr als nur eine leichte Office-Romance. Der Roman greift auch ernste Themen wie tödliche Erkrankungen auf und verleiht der Geschichte dadurch eine berührende, nachdenkliche Dimension. Diese Mischung aus Leichtigkeit und emotionaler Schwere macht das Buch besonders intensiv und authentisch.

Die Geschichte wird aus beiden Blickwinkeln erzählt, wodurch man sowohl Naomi als auch Dawson sehr nahekommt. Ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen werden greifbar und nachvollziehbar. Besonders Dawsons Perspektive hat mich beeindruckt. Die Rückblicke in seine Jugend verleihen seiner Figur zusätzliche Tiefe und erklären viele seiner inneren Konflikte und Entscheidungen. Diese Einblicke haben für mich die emotionale Wirkung der Geschichte noch verstärkt und Dawson als Charakter noch vielschichtiger gemacht.

Naomi überzeugt als starke, zugleich verletzliche Protagonistin, die ihren eigenen Weg geht. Die Dynamik zwischen ihr und Dawson wirkt lebendig und glaubwürdig, mit Höhen und Tiefen, die authentisch erscheinen und nicht konstruiert wirken.

Insgesamt ist Last Night at the Office eine gelungene Mischung aus Humor, Romantik und emotionalem Tiefgang. Ein Roman, der zum Lachen bringt, gleichzeitig aber auch berührt und zum Nachdenken anregt. Für mich eine klare Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle Liebesgeschichten mit ernstem Hintergrund und facettenreichen Charakteren schätzen.

Dienstag, 24. Februar 2026

Rezension zu "Winterzauber in den Alpen" von Mandy Bagott [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49681-5
Erschienen am: 17.09.2025
Seiten: 384




Klappentext:

Die Reisejournalistin Orla hatte sich so auf die Feiertage mit ihrer Familie in London gefreut, da schickt ihre Chefin sie in die französischen Alpen. Dort soll Orla eine Weihnachtsreportage über ein kleines Dorf und seine Bewohner schreiben, allen voran den schweigsamen Chaletbesitzer Jacques. Ein mürrischer Franzose hat Orla gerade noch gefehlt. Doch das charmante Saint-Chambéry, die atemberaubende verschneite Berglandschaft und die liebenswerte Dorfgemeinschaft erobern schnell ihr Herz. Und umgeben vom Zauber des Winters weckt sogar der verschlossene Jacques wider Erwarten Orlas Neugier …



Meine Meinung:

Mit „Winterzauber in den Alpen“ knüpft Mandy Baggott erneut an ihr beliebtes Weihnachts-Setting an – und als langjährige Leserin ihrer Weihnachtsromane bin ich mit hohen Erwartungen in diese Geschichte gestartet. Schon beim Titel hatte ich zunächst ganz klassisch an die deutschen Alpen gedacht und war dann vom tatsächlichen Setting in Frankreich überrascht. Das ist an sich kein Minuspunkt, hat aber gleich zu Beginn ein etwas anderes Bild erzeugt, als ich erwartet hatte.

Zwar ist die winterliche Kulisse wie gewohnt atmosphärisch und lädt zum Wegträumen ein, doch die Figuren blieben für mich diesmal überraschend blass und schwer greifbar. Die Protagonisten wirkten auf mich undurchschaubar, ihre Motive und Gefühle kamen emotional nicht richtig bei mir an, wodurch es mir schwerfiel, eine echte Verbindung zu ihnen aufzubauen.

Auch der Handlungsverlauf konnte mich nicht durchgehend fesseln: Die Geschichte fühlte sich stellenweise unnötig in die Länge gezogen an, ohne dabei an Tiefe oder Spannung zu gewinnen. Wo ich sonst bei Mandy Baggott Wärme, Charme und dieses besondere Weihnachtsgefühl erwarte, blieb diesmal leider ein Teil der Magie auf der Strecke.

Für Fans der Autorin sicher trotzdem einen Blick wert – für mich persönlich jedoch eines der schwächeren Weihnachtsbücher aus ihrer Feder.

Mittwoch, 18. Februar 2026

Rezension zu "Sparkles like Moonlight" von Ann-Kathrin Falkenberg [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49597-9
Erschienen am: 14.01.2026
Seiten: 448



Tennessee Dreams Reihe

1. Feels like Butterflies
2. Whispers like Summer Nights
3. Sparkles like Moonlights


Klappentext:

Amy liebt das Studentenleben an der University of Tennessee. Aber insgeheim zweifelt sie daran, ob das Studium das Richtige für sie ist. Außerdem vermisst sie ihren wunderschönen kleinen Heimatort Hazelwood und vor allem ihren besten Freund Rile. Zwar ist Rile mit seiner ruhigen Art das komplette Gegenteil von Amy, aber trotzdem fühlt sie sich von niemandem so verstanden wie von ihm. Doch als sie einige Wochen zu Hause verbringt, verhält Rile sich merkwürdig distanziert und will plötzlich nichts mehr von ihren Dating-Fails hören. Und als Rile eine neue Freundin hat, befürchtet Amy, ihn ganz zu verlieren. Jedes Mal, wenn sie Rile mit Lilly sieht, versetzt es ihr einen Stich. Schon bald muss Amy sich eingestehen, dass sie vielleicht doch mehr als nur Freundschaft für Rile empfindet …


Meine Meiunug:

Mit Sparkles Like Moonlight kehren wir ein letztes Mal nach Hazelwood zurück – und nach den Einblicken im zweiten Band war ich besonders gespannt auf die Geschichte von Amy und Rile. Es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen, und trotzdem ist es schön, ihre Story nun endlich im Mittelpunkt zu erleben. Aus jahrelanger Freundschaft wird hier langsam etwas, das beide aus dem Gleichgewicht bringt: Rile weiß längst, was er fühlt, während Amy krampfhaft versucht, alles beim Alten zu lassen – auch weil sie selbst gerade nicht weiß, wo sie im Leben eigentlich steht. Genau diese Zerrissenheit macht sie unglaublich greifbar und menschlich, auch wenn sie mich mit ihrem Zögern und Ausweichen zwischendurch ehrlich genervt hat. Gleichzeitig konnte ich sie aber so gut verstehen, denn dieses Gefühl, festzustecken und nicht zu wissen, wohin man gehört, kennt man nur zu gut. Rile hingegen ist ruhig, warmherzig und jemand, dem man sein Glück von der ersten Seite an wünscht.

Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte ohne unnötiges Drama auskommt. Keine endlosen Missverständnisse, kein künstlich in die Länge gezogenes Schweigen – stattdessen Mut, ehrliche Entscheidungen und echte Konsequenzen. Das macht die Liebesgeschichte umso glaubwürdiger und emotionaler. Gleichzeitig fühlt sich das Wiedersehen mit den bekannten Figuren wie Charlie und Nate richtig schön an und gibt der Story zusätzliche Tiefe. Man merkt, wie sehr dieser Freundeskreis zusammengewachsen ist – und wie schwer es fällt, ihn loszulassen.Der Schreibstil ist dabei sanft, atmosphärisch und fließt so leicht, dass man durch die Seiten getragen wird. Hazelwood versprüht wieder diese vertrauten Smalltown-Vibes, die die Reihe so besonders machen. Für mich ist dieses Buch ein runder, gefühlvoller Abschluss: leise, ehrlich, berührend – und mit genau der richtigen Mischung aus Wehmut und Zufriedenheit, wenn man das letzte Kapitel zuschlägt. 💫