Dienstag, 31. März 2026

Rezension zu "The Friend Zone" von Abby Jimenez

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-22151-1
Erschienen am: 13.11.2025
Seiten: 448


Burning Secrets

1. The Friend Zone
2. The Happy Ever After Playlist
3. Life's too short


Klappentext:

Kristen steht kurz vor einem medizinischen Eingriff, der es ihr unmöglich machen wird, Kinder zu bekommen. Deshalb geht sie mit gemischten Gefühlen an die Aufgabe, die Hochzeit ihrer besten Freundin zu organisieren. Vor allem, als sie dabei Josh, den anderen Trauzeugen, kennenlernt. Er ist witzig, sexy und weiß mit ihrer direkten Art umzugehen. Allerdings träumt Josh von einem Haus voller Kinder. Kristen ist klar, dass sie nicht die Richtige für ihn ist. Doch die Anziehung zwischen Josh und ihr wird immer größer, und es wird auch für Kristen immer schwerer, ihn auf Abstand zu halten.


Meine Meinung:

Kristen hat ihr Leben eigentlich ziemlich durchgeplant – zumindest was ihre Karriere und ihren perfekt kontrollierten Alltag angeht. Nur ihr Körper spielt schon seit Jahren nicht mit, und genau das zwingt sie zu einer Entscheidung, die ihr ganzes Zukunftsbild verändert. Und dann läuft sie (oder eher fährt sie) ausgerechnet Josh über den Weg – charmant, witzig, absoluter Familienmensch… und damit quasi das Gegenteil von dem, was gerade in ihr Leben passt.

Was als witziger, fast schon filmreifer Auftakt beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte mit deutlich mehr Tiefe, als ich erwartet hätte. Die Dialoge zwischen Kristen und Josh sind einfach ein Highlight – schlagfertig, voller Wortwitz und mit einer Leichtigkeit, die einen sofort reinzieht. Besonders Kristen mit ihrer sarkastischen Art und Josh mit seinen trockenen Kontern harmonieren unglaublich gut. Und dann ist da noch Stuntman Mike, der definitiv seine ganz eigenen Szenen klaut.

Erzählt wird das Ganze abwechselnd aus beiden Perspektiven, was die Emotionen noch greifbarer macht. Während Josh vom ersten Moment an mit seiner liebevollen, fürsorglichen Art punktet (wirklich: absoluter Bookboyfriend 🥺), merkt man bei Kristen schnell, wie sehr sie innerlich mit sich selbst kämpft. Gerade dieses Hin- und Her zwischen Herz und Verstand macht die Geschichte so authentisch – auch wenn ich mir an einigen Stellen einfach gewünscht hätte, dass die beiden *endlich* miteinander reden.

Denn genau da liegt auch mein größter Kritikpunkt: Viel Drama entsteht durch fehlende Kommunikation, was manchmal ein bisschen frustrierend war. Gleichzeitig passt es aber auch zu Kristens Situation und ihren Ängsten, sodass es sich nie komplett unlogisch angefühlt hat.

Was mich allerdings wirklich überrascht hat, war die emotionale Tiefe. Ich bin mit der Erwartung an eine leichte, cozy Lovestory gestartet – bekommen habe ich aber eine Geschichte, die sich mit ernsten Themen wie Krankheit, Kinderwunsch und Selbstaufopferung auseinandersetzt. Und das teilweise ziemlich schonungslos. Einige Szenen haben mich echt kalt erwischt und emotional komplett mitgenommen.

Der Schreibstil ist dabei super angenehm zu lesen – flüssig, humorvoll und gleichzeitig intensiv, wenn es darauf ankommt. Auch die spicy Szenen sind gut eingebaut, ohne die Story zu überladen.

Am Ende ging mir alles ein kleines bisschen zu schnell und vielleicht auch einen Tick zu „perfekt“, aber trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt echt berührt.

Wenn du also eine reine Wohlfühl-Romance suchst, könnte dich dieses Buch überraschen – im besten und im emotional herausforderndsten Sinne. Wenn du aber Geschichten liebst, die dich zum Lachen bringen und dir gleichzeitig das Herz brechen, dann solltest du dieses Buch definitiv lesen. 💔✨

Samstag, 28. März 2026

Rezension zu "The Iced Caramel Coffee Agreement" von Kyra Groh [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Forver 
ISBN: 978-3-9897800-0-2
Erschienen am: 26.03.2026
Seiten: 596


Lower Whilby Reihe

1. The Pumpkin Spice Latte Desaster
2. The Iced Caramel Coffee Agreement
3. The Peppermint Hot Chocolate Dilemma


Klappentext:

Festival-Season in Lower Whilby – und ein heißer Deal, der alles verändert Hilfsbereit, zuverlässig und eine tolle Freundin – so wird Eleanore von ganz Lower Whilby beschrieben. Aber auch wenn sie ihr Leben in ihrer gemütlichen Heimatstadt liebt, hat Eleanore ihren Ruf als braver Sonnenschein langsam satt. Alles ändert sich, als Dex in der Kleinstadt auftaucht. Der charismatische Musiker, für den sie seit Jahren heimlich schwärmt, ist verbittert, kreativ ausgebrannt und auf der Flucht vor dem Ruhm seiner berühmten Familie. Eleanore erkennt die Chance für sie beide und schlägt ihm einen Deal vor: Sie hilft ihm, wieder er selbst zu werden, und er zeigt ihr, wie man mutiger lebt. Zwischen Festivalvorbereitungen, Mutproben und Iced Coffee am See entdecken sie, dass ihre Unterschiede sie nur noch näher zusammenbringen. Doch ist Eleanor bereit, ihr Herz an jemanden zu verlieren, für den ihre Welt immer zu klein sein wird?



Meine Meinung:

Mit Eleanore und Dex erzählt Kyra Groh eine Geschichte, die auf den ersten Blick von Gegensätzen lebt – und gerade deshalb so besonders berührt.

Eleanore ist in Lower Whilby als die Person bekannt, die immer für andere da ist. Hilfsbereit, freundlich, unkompliziert. Doch hinter dieser Fassade schlummern Wünsche und Sehnsüchte, die sie viel zu lange unterdrückt hat. Als sie beschließt, endlich aus ihren gewohnten Mustern auszubrechen, kommt ihr ausgerechnet Dex in die Quere – ein Rockstar, der für ein Leben steht, das kaum weiter von ihrem entfernt sein könnte. Zwischen ihnen entsteht ein Deal: Er zeigt ihr, wie es ist, Regeln zu brechen und das Leben auszukosten, während sie ihm hilft, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Dass daraus schnell mehr wird, war allerdings nie Teil des Plans.

Was mich an dieser Geschichte besonders begeistert hat, ist die Entwicklung der beiden Figuren. Eleanore wächst über sich hinaus, traut sich mehr zu und beginnt, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen – ein Prozess, der sich unglaublich echt und greifbar anfühlt. Gleichzeitig zeigt sich bei Dex schnell, dass hinter der selbstbewussten Rockstar-Fassade viel mehr steckt: Zweifel, Druck und eine Vergangenheit, die ihn nicht loslässt. Gerade diese verletzliche Seite macht ihn zu einem spannenden und vielschichtigen Charakter.

Die Dynamik zwischen den beiden ist dabei einfach wunderschön. Sie ergänzen sich nicht nur, sondern geben einander genau das, was ihnen gefehlt hat. Ihre Annäherung wirkt dabei weder überstürzt noch konstruiert, sondern entwickelt sich auf eine Weise, die sich ehrlich und emotional richtig anfühlt. Es ist eine dieser Geschichten, bei denen man beim Lesen merkt, wie gut sich zwei Menschen tun – und genau das macht sie so mitreißend.

Auch das Setting in Lower Whilby trägt wieder enorm zur Atmosphäre bei. Die Kleinstadt versprüht dieses vertraute Wohlfühlgefühl, in dem jeder jeden kennt und man sich sofort zuhause fühlt. Zusammen mit den liebenswerten Nebencharakteren entsteht eine Welt, in die man sich nur allzu gerne fallen lässt.

Der Schreibstil ist dabei typisch Kyra Groh: leicht, humorvoll und gleichzeitig voller Gefühl. Die Seiten fliegen nur so dahin, während es immer wieder Momente gibt, die zum Lachen bringen – aber auch solche, die unter die Haut gehen. Besonders gelungen fand ich, wie feinfühlig ernste Themen eingebunden wurden, ohne dabei die Leichtigkeit der Geschichte zu verlieren.

Insgesamt ist diese Geschichte für mich eine perfekte Mischung aus Humor, Tiefgang und ganz großen Gefühlen. Eine Liebesgeschichte, die zeigt, dass es sich lohnt, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen – und dass die richtigen Menschen uns genau dabei helfen können.

Dienstag, 3. März 2026

Rezension zu "Last night at the Office" von Vi Keeland [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49686-0
Erschienen am: 21.01.2026
Seiten: 384




Einzelband





Klappentext:
Naomi Heart ist zur Hochzeit ihrer besten Freunde nach Michigan gereist. Mitten in der Nacht schreckt sie in ihrer Unterkunft aus dem Schlaf hoch, als sich jemand neben sie ins Bett legt. Naomi tut, was jede vernünftige Frau tun würde: Sie geht zum Angriff über. Unglücklicherweise stellt sich der Unbekannte als Dawson Reed heraus. Berüchtigter New Yorker Strafverteidiger und der Trauzeuge, der durch einen Computerfehler dasselbe Airbnb gebucht hat. Trotz des blauen Auges, das nun seine markanten Gesichtszüge ziert, ist er unwiderstehlich – und Naomi kann den arroganten Finsterling nicht ausstehen. Zum Glück müssen sie einander ja nur dieses Wochenende ertragen. Doch als Naomi nach Manhattan zieht und dort eine neue Stelle antritt, ist ihr Boss kein anderer als Mr Dawson Reed …


Meine Meinung:

Mit Last Night at the Office hat Vi Keeland mir gezeigt, wie gekonnt sie Humor und Tiefgang miteinander verbinden kann. Schon der humorvolle Einstieg zog mich sofort in die Geschichte hinein. Die Dialoge sind spritzig, charmant und sorgen für einige Schmunzelmomente, sodass man sich direkt mitten im Geschehen wiederfindet.

Doch hinter der humorvollen Fassade verbirgt sich weit mehr als nur eine leichte Office-Romance. Der Roman greift auch ernste Themen wie tödliche Erkrankungen auf und verleiht der Geschichte dadurch eine berührende, nachdenkliche Dimension. Diese Mischung aus Leichtigkeit und emotionaler Schwere macht das Buch besonders intensiv und authentisch.

Die Geschichte wird aus beiden Blickwinkeln erzählt, wodurch man sowohl Naomi als auch Dawson sehr nahekommt. Ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen werden greifbar und nachvollziehbar. Besonders Dawsons Perspektive hat mich beeindruckt. Die Rückblicke in seine Jugend verleihen seiner Figur zusätzliche Tiefe und erklären viele seiner inneren Konflikte und Entscheidungen. Diese Einblicke haben für mich die emotionale Wirkung der Geschichte noch verstärkt und Dawson als Charakter noch vielschichtiger gemacht.

Naomi überzeugt als starke, zugleich verletzliche Protagonistin, die ihren eigenen Weg geht. Die Dynamik zwischen ihr und Dawson wirkt lebendig und glaubwürdig, mit Höhen und Tiefen, die authentisch erscheinen und nicht konstruiert wirken.

Insgesamt ist Last Night at the Office eine gelungene Mischung aus Humor, Romantik und emotionalem Tiefgang. Ein Roman, der zum Lachen bringt, gleichzeitig aber auch berührt und zum Nachdenken anregt. Für mich eine klare Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle Liebesgeschichten mit ernstem Hintergrund und facettenreichen Charakteren schätzen.