Mittwoch, 8. Juli 2026

Rezension zu "Highland Dream" von Samantha Young [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Harper Collins
ISBN: 978-3-365-00960-4
Erschienen am: 23.12.2025
Seiten: 400


Die Highland Reihe

1. Highland Dream
2. Highland Flower
3. Highland Night
4. Highland Desire
5. Highland Melody


Klappentext:

Nach der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ex-Freund hat sich Sloane in den schottischen Highlands ein neues Leben aufgebaut. In einem malerischen Cottage hat sie für sich und ihre kleine Tochter Callie ein Zuhause gefunden. Mit ihrem Job im Ardnoch Estate und ihrem Lieblingshobby, dem Backen, ist sie in dem kleinen Ort beinahe wunschlos glücklich. Wäre da nicht ihr großer und grüblerischer Kollege, der Wachmann Walker Ironside, in den sie sich heillos verknallt hat. Der ernste Schotte scheint gegen ihren Charme völlig immun zu sein.
Doch als jemand in Ardnoch auftaucht, der Sloanes Leben zerstören will, ist er der Erste, der da ist, um sie zu schützen. Plötzlich ist er ihr ganz nah, und seine harte Fassade bröckelt. Was sie jedoch nicht ahnt: Walker muss Sloane nicht nur vor ihrer Vergangenheit bewahren, sondern auch vor seiner eigenen.


Meine Meinung:

Mit "Highland Dream" entführt Samantha Young ihre Leserinnen und Leser erneut in die malerischen schottischen Highlands – und beweist einmal mehr, warum Ardnoch ein Ort ist, an den man immer wieder zurückkehren möchte.

Sloane hat sich gemeinsam mit ihrer Tochter Callie ein neues Leben fernab ihrer Vergangenheit aufgebaut. In Ardnoch hat sie endlich einen Ort gefunden, an dem sie sich sicher fühlt und zur Ruhe kommen kann. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit sind näher, als sie glaubt. Gleichzeitig sorgt ausgerechnet Walker Ironside, der verschlossene Sicherheitschef des Resorts, für Herzklopfen. Während Sloane sich schon lange zu ihm hingezogen fühlt, hält Walker konsequent Abstand. Zu tief sitzen die Wunden seiner eigenen Vergangenheit, um sich auf Gefühle einzulassen.

Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass *Highland Dream* weit mehr ist als nur eine gefühlvolle Slow-Burn-Romance. Neben der knisternden Anziehung zwischen Sloane und Walker entfaltet sich eine Geschichte voller Spannung, Hoffnung und emotionaler Herausforderungen. Besonders berührt hat mich die Beziehung zwischen den beiden und der kleinen Callie. Sie sorgt mit ihrer offenen, liebenswerten Art für viele herzerwärmende Momente und schafft es, selbst Walkers sorgsam errichtete Mauern Stück für Stück einzureißen. Gerade diese familiäre Dynamik verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und macht die Figuren unglaublich nahbar.

Neben der romantischen Entwicklung sorgt die Bedrohung aus Sloanes Vergangenheit für einen konstanten Spannungsbogen. Immer wieder gibt es Momente, die einen mitfiebern, hoffen und bangen lassen. Gleichzeitig greift die Autorin Themen wie Vertrauen, Heilung, Verlust und zweite Chancen auf und verleiht der Geschichte dadurch zusätzliche Tiefe.

Natürlich dürfen auch die bekannten Gesichter aus der Adair-Welt nicht fehlen, was für viele schöne Wiedersehen sorgt. Die Atmosphäre der Highlands, die enge Gemeinschaft in Ardnoch und die emotionale Verbundenheit der Figuren machen das Buch zu einem echten Wohlfühlroman mit Nervenkitzel.

"Highland Dream" vereint Romantik, Spannung, Humor und bewegende Emotionen zu einer fesselnden Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Eine wunderschöne Geschichte über Mut, Zusammenhalt und die Frage, ob man trotz aller Narben den Weg zurück ins Glück finden kann.

Montag, 8. Juni 2026

Rezension zu "Bachelorette Party" von Camilla Sten [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-26455-6
Erschienen am: 16.04.2026
Seiten: 336


Einzelband





Klappentext:

Laue Sommerabende, Yoga am Strand und Quality Time mit den besten Freundinnen: Annelieses Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen schwedischen Schäreninsel verspricht ein traumhaftes Wochenende. Nur Journalistin Tessa läuft schon bei der Ankunft eine Gänsehaut über den Rücken, denn die Insel erinnert sie an einen Cold Case: Vier Frauen verschwanden dort vor zehn Jahren spurlos. Als das zuvor sicher vertäute Boot im offenen Meer treibt und die Gruppe somit auf der Insel gefangen ist, suchen sich lang verborgene Geheimnisse und Feindseligkeiten ihren gefährlichen Weg ans Licht. Dann wird eine der Teilnehmerinnen tot aufgefunden, und Tessa weiß: Jemand ist hier, um Rache zu üben.


Meine Meinung:

Ein luxuriöses Junggesellinnenwochenende auf einer abgelegenen Insel in den schwedischen Schären sollte eigentlich ganz im Zeichen von Freundschaft, Entspannung und Vorfreude auf die bevorstehende Hochzeit stehen. Doch schon nach wenigen Seiten wird klar, dass hinter der idyllischen Fassade dunkle Geheimnisse lauern. Denn genau auf dieser Insel verschwanden vor zehn Jahren vier Frauen spurlos – ein Fall, der nie wirklich aufgeklärt wurde.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Tessa, eine Journalistin und Moderatorin eines True-Crime-Podcasts. Durch ihre Arbeit beschäftigt sie sich intensiv mit ungelösten Kriminalfällen und kann die rätselhaften Ereignisse auf der Insel nicht vergessen. Als sie zur Bachelorette-Party einer alten Freundin eingeladen wird und ausgerechnet an den Ort zurückkehrt, an dem die Frauen damals verschwanden, beginnt sie erneut, Fragen zu stellen.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches. Die Autorin beschreibt die schwedischen Schären so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst auf der Insel zu sein. Gleichzeitig schwingt von Anfang an eine unterschwellige Bedrohung mit. Obwohl die Freundinnen gemeinsam Yoga machen, essen, trinken und ihre Zeit genießen, hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und jederzeit etwas Schlimmes passieren könnte.

Die Handlung wird durch Rückblicke in die Vergangenheit ergänzt, die nach und nach weitere Puzzleteile liefern und die Spannung langsam aufbauen. Vor allem die Geheimnisse innerhalb der Freundesgruppe sorgen später für interessante Wendungen. Allerdings brauchte die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu lange, um richtig in Fahrt zu kommen. Einige Szenen wirkten unnötig ausgedehnt und die Charaktere blieben insgesamt eher oberflächlich gezeichnet, sodass ich nicht zu allen Figuren eine enge Bindung aufbauen konnte.

Ab der zweiten Hälfte nimmt die Spannung deutlich zu und die Ereignisse überschlagen sich zunehmend. Die Enthüllungen sorgen für einige fesselnde Momente, auch wenn ich manche Entwicklungen bereits recht früh erahnen konnte. Das Finale konnte mich leider nicht vollständig überzeugen, da die Auflösung stellenweise etwas konstruiert wirkte und sehr viele Informationen auf einmal präsentiert wurden.

Trotz kleiner Schwächen ist es ein atmosphärischer Thriller mit einem großartigen Setting, einer konstanten unterschwelligen Spannung und einer interessanten True-Crime-Komponente. Wer Geschichten über verschwundene Personen, dunkle Geheimnisse und Freundschaften mit Rissen in der Fassade mag, wird hier spannende Lesestunden verbringen.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Rezension zu "21 Tage zum verlieben" von Lia Louis [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin
ISBN: 978-3-328-11327-0
Erschienen am: 11.02.2026
Seiten: 432


Einzelband




Klappentext:

Allie glaubt nicht an die große Liebe, sie analysiert sie lieber mit wissenschaftlicher Präzision. Als sie nach einem langen Forschungsprojekt erschöpft in ihre Heimat London zurückkehrt, stellt sie entsetzt fest, dass sie auf dem Flug ihr Handy mit ihrem Sitznachbarn vertauscht hat. Und dass dieser Unbekannte niemand Geringeres als Milo Ford war: der charmante Filmstar und wandelnde Inbegriff von Romantik. Kurzerhand beschließen die beiden, das digitale Leben des anderen zu übernehmen, bis sie zurücktauschen können – denn Milo ist in den rumänischen Bergen, ohne Kurierdienst, ohne eine Möglichkeit sich zu treffen für die nächsten 21 Tage. Doch während sie sich durch fremde Nachrichten, intime Einblicke und unerwartete Offenbarungen navigieren, wächst eine Verbindung, die keiner von beiden kommen sieht ...


Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Grundidee allein ist schon außergewöhnlich: Zwei völlig unterschiedliche Menschen, die durch eine zufällige Handyverwechslung miteinander in Kontakt treten und sich über Nachrichten näherkommen. Was zunächst wie eine charmante romantische Geschichte wirkt, entwickelt sich schnell zu einer emotionalen Reise voller Vertrauen, Sehnsucht, Missverständnisse und persönlicher Entwicklung.

Besonders begeistert hat mich der erste Teil der Geschichte. Durch die Nachrichten entsteht eine intensive Nähe zwischen den Protagonisten, die sich authentisch und nachvollziehbar anfühlt. Das Knistern zwischen den beiden ist förmlich spürbar, gleichzeitig sorgen humorvolle Momente immer wieder für ein Lächeln. Trotz ihrer Gegensätze ergänzen sich die Figuren hervorragend und wirken durch ihre Unsicherheiten, Stärken und Schwächen unglaublich lebendig.

Doch die Geschichte bleibt nicht bei einer romantischen Kennenlernphase stehen. Ein einschneidendes Ereignis verändert alles und führt zu einem tiefen Vertrauensbruch, der weitreichende Folgen hat. Genau hier zeigt die Autorin ihre besondere Stärke: Sie erzählt nicht von einer perfekten Liebe, die jedes Problem mühelos überwindet, sondern von Menschen, die mit ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten und ihren inneren Konflikten kämpfen. Dadurch gewinnt die Handlung eine emotionale Tiefe, die weit über eine klassische Liebesgeschichte hinausgeht.

Auch das Setting trägt viel zur besonderen Atmosphäre des Romans bei. Die Naturbeschreibungen und die ruhigen, intensiven Momente verleihen der Geschichte eine gewisse Magie, ohne dabei kitschig zu wirken. Man spürt förmlich die Umgebung und taucht vollständig in die Welt der Figuren ein.

Lediglich im letzten Drittel verlor die Geschichte für mich etwas von ihrem anfänglichen Tempo. Nach dem mitreißenden Beginn und den emotionalen Höhepunkten wirkte die Auflösung stellenweise etwas langgezogen. Dennoch konnte mich das Ende durch seine emotionale Ehrlichkeit überzeugen. Die Konflikte werden nicht einfach weggewischt, sondern glaubwürdig und nachvollziehbar aufgearbeitet.

Insgesamt ist dies eine gefühlvolle, originelle und atmosphärische Liebesgeschichte mit starken Charakteren, viel Herz und einer beeindruckenden emotionalen Tiefe. Wer Geschichten liebt, die romantisch sind, aber gleichzeitig auch die schwierigen Seiten von Vertrauen, Verlust und Neuanfängen beleuchten, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Freitag, 10. April 2026

Rezension zu "The Happy Ever After Playlist" von Abby Jimenez

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-22152-8
Erschienen am: 29.12.2025
Seiten: 464



Burning Secrets:
1. The Friend Zone
2. The Happy Ever After Playlist
3. Life's too short



Klappentext:

Zwei Jahre nach dem Tod ihres Verlobten ist das Leben von Sloan Monroe immer noch nicht im Lot. Doch als ein Hund mit Nimm-mich-mit-Blick durchs kaputte Sonnendach ihres Autos springt, ändert sich alles. Denn nach einigen Wochen ohne Antwort auf ihre Kontaktversuche meldet sich Tuckers Herrchen – Rock-Star Jaxon Waters, auf Tournee unterwegs. Und er will Tucker zurück, wenn er wiederkommt. Aus nüchternen Nachrichten werden Flirts, dann lange Telefonate, denn Jaxon ist sexy, nett und witzig. Und bekannt für seine wilden Affären. Als Sloan und Jaxon sich endlich gegenüberstehen, prickelt es gewaltig. Aber kann Sloan ein zweites Mal ihr Herz öffnen?


Meine Meinung:

Auch lange nach dem Tod ihres Verlobten Brandon steckt Sloan noch mitten in ihrer Trauer fest. Sie lebt eher zurückgezogen in dem gemeinsamen Haus, das inzwischen mehr Baustelle als Zuhause ist. Doch ein völlig unerwarteter Moment bringt Bewegung in ihr Leben: Ein fremder Hund landet plötzlich durch ihr kaputtes Autodach – und bleibt kurzerhand bei ihr. Da sie den Besitzer nicht erreichen kann, beginnt Sloan, ihm Nachrichten zu hinterlassen, ohne zu wissen, dass er sich gerade auf Tour befindet und von all dem nichts ahnt.

Aus diesen einseitigen Nachrichten entwickelt sich nach und nach ein intensiver Austausch zwischen Sloan und Jason. Was zunächst beiläufig beginnt, wächst schnell zu etwas Tieferem heran – bis sie sich schließlich persönlich begegnen und die Verbindung zwischen ihnen eine ganz neue Ebene erreicht.

Auch in diesem Roman zeigt Abby Jimenez wieder ihr Talent, Humor und Emotionen mühelos miteinander zu verweben. Besonders die Dialoge – egal ob per Nachricht oder am Telefon – sprühen vor Witz und Charme und machen die Dynamik zwischen den Figuren greifbar. Durch die wechselnde Ich-Perspektive erhält man einen sehr persönlichen Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Hauptcharaktere, was die Geschichte besonders intensiv macht.

Sloan entwickelt sich im Laufe der Handlung spürbar weiter und beginnt, sich langsam aus ihrer Trauer zu lösen. Jason hingegen überzeugt als einfühlsamer, bodenständiger Charakter, der trotz seines Rockstar-Lebens nahbar bleibt. Auch Nebenfiguren wie Kristen sorgen mit ihrer direkten Art für unterhaltsame Momente.

Neben vielen leichten, humorvollen Szenen greift die Geschichte auch ernstere Themen auf und bringt emotionale Tiefe mit sich. Während der Anfang für mich besonders durch seinen Humor geglänzt hat, wurde es im späteren Verlauf deutlich dramatischer – was nicht ganz meinen persönlichen Geschmack getroffen hat, aber dennoch gut zur Geschichte passt.

Insgesamt ist es ein gefühlvoller Liebesroman mit einer gelungenen Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang, der zum Nachdenken anregt und gleichzeitig wunderbar unterhält. Für Fans der Autorin definitiv ein Must-Read – und für mich ein weiteres Highlight.

Dienstag, 31. März 2026

Rezension zu "The Friend Zone" von Abby Jimenez

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-22151-1
Erschienen am: 13.11.2025
Seiten: 448


Burning Secrets

1. The Friend Zone
2. The Happy Ever After Playlist
3. Life's too short


Klappentext:

Kristen steht kurz vor einem medizinischen Eingriff, der es ihr unmöglich machen wird, Kinder zu bekommen. Deshalb geht sie mit gemischten Gefühlen an die Aufgabe, die Hochzeit ihrer besten Freundin zu organisieren. Vor allem, als sie dabei Josh, den anderen Trauzeugen, kennenlernt. Er ist witzig, sexy und weiß mit ihrer direkten Art umzugehen. Allerdings träumt Josh von einem Haus voller Kinder. Kristen ist klar, dass sie nicht die Richtige für ihn ist. Doch die Anziehung zwischen Josh und ihr wird immer größer, und es wird auch für Kristen immer schwerer, ihn auf Abstand zu halten.


Meine Meinung:

Kristen hat ihr Leben eigentlich ziemlich durchgeplant – zumindest was ihre Karriere und ihren perfekt kontrollierten Alltag angeht. Nur ihr Körper spielt schon seit Jahren nicht mit, und genau das zwingt sie zu einer Entscheidung, die ihr ganzes Zukunftsbild verändert. Und dann läuft sie (oder eher fährt sie) ausgerechnet Josh über den Weg – charmant, witzig, absoluter Familienmensch… und damit quasi das Gegenteil von dem, was gerade in ihr Leben passt.

Was als witziger, fast schon filmreifer Auftakt beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte mit deutlich mehr Tiefe, als ich erwartet hätte. Die Dialoge zwischen Kristen und Josh sind einfach ein Highlight – schlagfertig, voller Wortwitz und mit einer Leichtigkeit, die einen sofort reinzieht. Besonders Kristen mit ihrer sarkastischen Art und Josh mit seinen trockenen Kontern harmonieren unglaublich gut. Und dann ist da noch Stuntman Mike, der definitiv seine ganz eigenen Szenen klaut.

Erzählt wird das Ganze abwechselnd aus beiden Perspektiven, was die Emotionen noch greifbarer macht. Während Josh vom ersten Moment an mit seiner liebevollen, fürsorglichen Art punktet (wirklich: absoluter Bookboyfriend 🥺), merkt man bei Kristen schnell, wie sehr sie innerlich mit sich selbst kämpft. Gerade dieses Hin- und Her zwischen Herz und Verstand macht die Geschichte so authentisch – auch wenn ich mir an einigen Stellen einfach gewünscht hätte, dass die beiden *endlich* miteinander reden.

Denn genau da liegt auch mein größter Kritikpunkt: Viel Drama entsteht durch fehlende Kommunikation, was manchmal ein bisschen frustrierend war. Gleichzeitig passt es aber auch zu Kristens Situation und ihren Ängsten, sodass es sich nie komplett unlogisch angefühlt hat.

Was mich allerdings wirklich überrascht hat, war die emotionale Tiefe. Ich bin mit der Erwartung an eine leichte, cozy Lovestory gestartet – bekommen habe ich aber eine Geschichte, die sich mit ernsten Themen wie Krankheit, Kinderwunsch und Selbstaufopferung auseinandersetzt. Und das teilweise ziemlich schonungslos. Einige Szenen haben mich echt kalt erwischt und emotional komplett mitgenommen.

Der Schreibstil ist dabei super angenehm zu lesen – flüssig, humorvoll und gleichzeitig intensiv, wenn es darauf ankommt. Auch die spicy Szenen sind gut eingebaut, ohne die Story zu überladen.

Am Ende ging mir alles ein kleines bisschen zu schnell und vielleicht auch einen Tick zu „perfekt“, aber trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt echt berührt.

Wenn du also eine reine Wohlfühl-Romance suchst, könnte dich dieses Buch überraschen – im besten und im emotional herausforderndsten Sinne. Wenn du aber Geschichten liebst, die dich zum Lachen bringen und dir gleichzeitig das Herz brechen, dann solltest du dieses Buch definitiv lesen. 💔✨

Samstag, 28. März 2026

Rezension zu "The Iced Caramel Coffee Agreement" von Kyra Groh [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Forver 
ISBN: 978-3-9897800-0-2
Erschienen am: 26.03.2026
Seiten: 596


Lower Whilby Reihe

1. The Pumpkin Spice Latte Desaster
2. The Iced Caramel Coffee Agreement
3. The Peppermint Hot Chocolate Dilemma


Klappentext:

Festival-Season in Lower Whilby – und ein heißer Deal, der alles verändert Hilfsbereit, zuverlässig und eine tolle Freundin – so wird Eleanore von ganz Lower Whilby beschrieben. Aber auch wenn sie ihr Leben in ihrer gemütlichen Heimatstadt liebt, hat Eleanore ihren Ruf als braver Sonnenschein langsam satt. Alles ändert sich, als Dex in der Kleinstadt auftaucht. Der charismatische Musiker, für den sie seit Jahren heimlich schwärmt, ist verbittert, kreativ ausgebrannt und auf der Flucht vor dem Ruhm seiner berühmten Familie. Eleanore erkennt die Chance für sie beide und schlägt ihm einen Deal vor: Sie hilft ihm, wieder er selbst zu werden, und er zeigt ihr, wie man mutiger lebt. Zwischen Festivalvorbereitungen, Mutproben und Iced Coffee am See entdecken sie, dass ihre Unterschiede sie nur noch näher zusammenbringen. Doch ist Eleanor bereit, ihr Herz an jemanden zu verlieren, für den ihre Welt immer zu klein sein wird?



Meine Meinung:

Mit Eleanore und Dex erzählt Kyra Groh eine Geschichte, die auf den ersten Blick von Gegensätzen lebt – und gerade deshalb so besonders berührt.

Eleanore ist in Lower Whilby als die Person bekannt, die immer für andere da ist. Hilfsbereit, freundlich, unkompliziert. Doch hinter dieser Fassade schlummern Wünsche und Sehnsüchte, die sie viel zu lange unterdrückt hat. Als sie beschließt, endlich aus ihren gewohnten Mustern auszubrechen, kommt ihr ausgerechnet Dex in die Quere – ein Rockstar, der für ein Leben steht, das kaum weiter von ihrem entfernt sein könnte. Zwischen ihnen entsteht ein Deal: Er zeigt ihr, wie es ist, Regeln zu brechen und das Leben auszukosten, während sie ihm hilft, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Dass daraus schnell mehr wird, war allerdings nie Teil des Plans.

Was mich an dieser Geschichte besonders begeistert hat, ist die Entwicklung der beiden Figuren. Eleanore wächst über sich hinaus, traut sich mehr zu und beginnt, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen – ein Prozess, der sich unglaublich echt und greifbar anfühlt. Gleichzeitig zeigt sich bei Dex schnell, dass hinter der selbstbewussten Rockstar-Fassade viel mehr steckt: Zweifel, Druck und eine Vergangenheit, die ihn nicht loslässt. Gerade diese verletzliche Seite macht ihn zu einem spannenden und vielschichtigen Charakter.

Die Dynamik zwischen den beiden ist dabei einfach wunderschön. Sie ergänzen sich nicht nur, sondern geben einander genau das, was ihnen gefehlt hat. Ihre Annäherung wirkt dabei weder überstürzt noch konstruiert, sondern entwickelt sich auf eine Weise, die sich ehrlich und emotional richtig anfühlt. Es ist eine dieser Geschichten, bei denen man beim Lesen merkt, wie gut sich zwei Menschen tun – und genau das macht sie so mitreißend.

Auch das Setting in Lower Whilby trägt wieder enorm zur Atmosphäre bei. Die Kleinstadt versprüht dieses vertraute Wohlfühlgefühl, in dem jeder jeden kennt und man sich sofort zuhause fühlt. Zusammen mit den liebenswerten Nebencharakteren entsteht eine Welt, in die man sich nur allzu gerne fallen lässt.

Der Schreibstil ist dabei typisch Kyra Groh: leicht, humorvoll und gleichzeitig voller Gefühl. Die Seiten fliegen nur so dahin, während es immer wieder Momente gibt, die zum Lachen bringen – aber auch solche, die unter die Haut gehen. Besonders gelungen fand ich, wie feinfühlig ernste Themen eingebunden wurden, ohne dabei die Leichtigkeit der Geschichte zu verlieren.

Insgesamt ist diese Geschichte für mich eine perfekte Mischung aus Humor, Tiefgang und ganz großen Gefühlen. Eine Liebesgeschichte, die zeigt, dass es sich lohnt, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen – und dass die richtigen Menschen uns genau dabei helfen können.

Dienstag, 3. März 2026

Rezension zu "Last night at the Office" von Vi Keeland [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49686-0
Erschienen am: 21.01.2026
Seiten: 384




Einzelband





Klappentext:
Naomi Heart ist zur Hochzeit ihrer besten Freunde nach Michigan gereist. Mitten in der Nacht schreckt sie in ihrer Unterkunft aus dem Schlaf hoch, als sich jemand neben sie ins Bett legt. Naomi tut, was jede vernünftige Frau tun würde: Sie geht zum Angriff über. Unglücklicherweise stellt sich der Unbekannte als Dawson Reed heraus. Berüchtigter New Yorker Strafverteidiger und der Trauzeuge, der durch einen Computerfehler dasselbe Airbnb gebucht hat. Trotz des blauen Auges, das nun seine markanten Gesichtszüge ziert, ist er unwiderstehlich – und Naomi kann den arroganten Finsterling nicht ausstehen. Zum Glück müssen sie einander ja nur dieses Wochenende ertragen. Doch als Naomi nach Manhattan zieht und dort eine neue Stelle antritt, ist ihr Boss kein anderer als Mr Dawson Reed …


Meine Meinung:

Mit Last Night at the Office hat Vi Keeland mir gezeigt, wie gekonnt sie Humor und Tiefgang miteinander verbinden kann. Schon der humorvolle Einstieg zog mich sofort in die Geschichte hinein. Die Dialoge sind spritzig, charmant und sorgen für einige Schmunzelmomente, sodass man sich direkt mitten im Geschehen wiederfindet.

Doch hinter der humorvollen Fassade verbirgt sich weit mehr als nur eine leichte Office-Romance. Der Roman greift auch ernste Themen wie tödliche Erkrankungen auf und verleiht der Geschichte dadurch eine berührende, nachdenkliche Dimension. Diese Mischung aus Leichtigkeit und emotionaler Schwere macht das Buch besonders intensiv und authentisch.

Die Geschichte wird aus beiden Blickwinkeln erzählt, wodurch man sowohl Naomi als auch Dawson sehr nahekommt. Ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen werden greifbar und nachvollziehbar. Besonders Dawsons Perspektive hat mich beeindruckt. Die Rückblicke in seine Jugend verleihen seiner Figur zusätzliche Tiefe und erklären viele seiner inneren Konflikte und Entscheidungen. Diese Einblicke haben für mich die emotionale Wirkung der Geschichte noch verstärkt und Dawson als Charakter noch vielschichtiger gemacht.

Naomi überzeugt als starke, zugleich verletzliche Protagonistin, die ihren eigenen Weg geht. Die Dynamik zwischen ihr und Dawson wirkt lebendig und glaubwürdig, mit Höhen und Tiefen, die authentisch erscheinen und nicht konstruiert wirken.

Insgesamt ist Last Night at the Office eine gelungene Mischung aus Humor, Romantik und emotionalem Tiefgang. Ein Roman, der zum Lachen bringt, gleichzeitig aber auch berührt und zum Nachdenken anregt. Für mich eine klare Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle Liebesgeschichten mit ernstem Hintergrund und facettenreichen Charakteren schätzen.

Dienstag, 24. Februar 2026

Rezension zu "Winterzauber in den Alpen" von Mandy Bagott [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49681-5
Erschienen am: 17.09.2025
Seiten: 384




Klappentext:

Die Reisejournalistin Orla hatte sich so auf die Feiertage mit ihrer Familie in London gefreut, da schickt ihre Chefin sie in die französischen Alpen. Dort soll Orla eine Weihnachtsreportage über ein kleines Dorf und seine Bewohner schreiben, allen voran den schweigsamen Chaletbesitzer Jacques. Ein mürrischer Franzose hat Orla gerade noch gefehlt. Doch das charmante Saint-Chambéry, die atemberaubende verschneite Berglandschaft und die liebenswerte Dorfgemeinschaft erobern schnell ihr Herz. Und umgeben vom Zauber des Winters weckt sogar der verschlossene Jacques wider Erwarten Orlas Neugier …



Meine Meinung:

Mit „Winterzauber in den Alpen“ knüpft Mandy Baggott erneut an ihr beliebtes Weihnachts-Setting an – und als langjährige Leserin ihrer Weihnachtsromane bin ich mit hohen Erwartungen in diese Geschichte gestartet. Schon beim Titel hatte ich zunächst ganz klassisch an die deutschen Alpen gedacht und war dann vom tatsächlichen Setting in Frankreich überrascht. Das ist an sich kein Minuspunkt, hat aber gleich zu Beginn ein etwas anderes Bild erzeugt, als ich erwartet hatte.

Zwar ist die winterliche Kulisse wie gewohnt atmosphärisch und lädt zum Wegträumen ein, doch die Figuren blieben für mich diesmal überraschend blass und schwer greifbar. Die Protagonisten wirkten auf mich undurchschaubar, ihre Motive und Gefühle kamen emotional nicht richtig bei mir an, wodurch es mir schwerfiel, eine echte Verbindung zu ihnen aufzubauen.

Auch der Handlungsverlauf konnte mich nicht durchgehend fesseln: Die Geschichte fühlte sich stellenweise unnötig in die Länge gezogen an, ohne dabei an Tiefe oder Spannung zu gewinnen. Wo ich sonst bei Mandy Baggott Wärme, Charme und dieses besondere Weihnachtsgefühl erwarte, blieb diesmal leider ein Teil der Magie auf der Strecke.

Für Fans der Autorin sicher trotzdem einen Blick wert – für mich persönlich jedoch eines der schwächeren Weihnachtsbücher aus ihrer Feder.

Mittwoch, 18. Februar 2026

Rezension zu "Sparkles like Moonlight" von Ann-Kathrin Falkenberg [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49597-9
Erschienen am: 14.01.2026
Seiten: 448



Tennessee Dreams Reihe

1. Feels like Butterflies
2. Whispers like Summer Nights
3. Sparkles like Moonlights


Klappentext:

Amy liebt das Studentenleben an der University of Tennessee. Aber insgeheim zweifelt sie daran, ob das Studium das Richtige für sie ist. Außerdem vermisst sie ihren wunderschönen kleinen Heimatort Hazelwood und vor allem ihren besten Freund Rile. Zwar ist Rile mit seiner ruhigen Art das komplette Gegenteil von Amy, aber trotzdem fühlt sie sich von niemandem so verstanden wie von ihm. Doch als sie einige Wochen zu Hause verbringt, verhält Rile sich merkwürdig distanziert und will plötzlich nichts mehr von ihren Dating-Fails hören. Und als Rile eine neue Freundin hat, befürchtet Amy, ihn ganz zu verlieren. Jedes Mal, wenn sie Rile mit Lilly sieht, versetzt es ihr einen Stich. Schon bald muss Amy sich eingestehen, dass sie vielleicht doch mehr als nur Freundschaft für Rile empfindet …


Meine Meiunug:

Mit Sparkles Like Moonlight kehren wir ein letztes Mal nach Hazelwood zurück – und nach den Einblicken im zweiten Band war ich besonders gespannt auf die Geschichte von Amy und Rile. Es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen, und trotzdem ist es schön, ihre Story nun endlich im Mittelpunkt zu erleben. Aus jahrelanger Freundschaft wird hier langsam etwas, das beide aus dem Gleichgewicht bringt: Rile weiß längst, was er fühlt, während Amy krampfhaft versucht, alles beim Alten zu lassen – auch weil sie selbst gerade nicht weiß, wo sie im Leben eigentlich steht. Genau diese Zerrissenheit macht sie unglaublich greifbar und menschlich, auch wenn sie mich mit ihrem Zögern und Ausweichen zwischendurch ehrlich genervt hat. Gleichzeitig konnte ich sie aber so gut verstehen, denn dieses Gefühl, festzustecken und nicht zu wissen, wohin man gehört, kennt man nur zu gut. Rile hingegen ist ruhig, warmherzig und jemand, dem man sein Glück von der ersten Seite an wünscht.

Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte ohne unnötiges Drama auskommt. Keine endlosen Missverständnisse, kein künstlich in die Länge gezogenes Schweigen – stattdessen Mut, ehrliche Entscheidungen und echte Konsequenzen. Das macht die Liebesgeschichte umso glaubwürdiger und emotionaler. Gleichzeitig fühlt sich das Wiedersehen mit den bekannten Figuren wie Charlie und Nate richtig schön an und gibt der Story zusätzliche Tiefe. Man merkt, wie sehr dieser Freundeskreis zusammengewachsen ist – und wie schwer es fällt, ihn loszulassen.Der Schreibstil ist dabei sanft, atmosphärisch und fließt so leicht, dass man durch die Seiten getragen wird. Hazelwood versprüht wieder diese vertrauten Smalltown-Vibes, die die Reihe so besonders machen. Für mich ist dieses Buch ein runder, gefühlvoller Abschluss: leise, ehrlich, berührend – und mit genau der richtigen Mischung aus Wehmut und Zufriedenheit, wenn man das letzte Kapitel zuschlägt. 💫