Mittwoch, 22. Juli 2026

"Guilty Pleasure" von Linda Schipp [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Heyne
ISBN: 978-3-453-44398-3
Erschienen am: 16.04.2026
Seiten: 400


Einzelband



Klappentext:

Hotel Guilty Pleasure ist weltberühmt. Das Luxusresort erfüllt dem obersten Prozent geheime Wünsche – ohne Tabus und mit höchster Diskretion. Nicht mal die erlesenen Gäste kennen den Standort. Erbaut auf einer tropischen Insel, ist das Hotel komplett von der Außenwelt abgeschnitten.
Für fünf Gäste scheinbar die perfekte Gelegenheit, um ihren persönlichen Begehren freien Lauf zu lassen. Dabei wissen sie nicht, dass ihre Machenschaften von einem Kamerasystem beobachtet werden. Und in ihren kühnsten Albträumen hätten sie sich nicht ausmalen können, dass dieses System die Geschehnisse im Hotel online streamt. Als brutal-reale Reality Show. Live. In die ganze Welt.

Niemand kann sie kontaktieren. Niemand kann sie aufhalten. Und die Hotelgäste sind im Begriff, vor den Augen aller entsetzliche Verbrechen zu begehen.


Meine Meinung:

Der Einstieg in das Buch hatte es mir echt angetan, und so hatte ich direkt mal 100 Seiten weggelesen, ehe ich das Buch wieder aus der Hand gelegt habe. Dennoch hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzufinden, was meines Erachtens an den verschiedenen Blickwinkeln lag. Rückblickend hat mir das allerdings gut gefallen, weil es die Spannung schon deutlich erhöht hat. Je weiter man in der Geschichte vorankam, desto mehr fielen die Puzzleteile an ihren richtigen Platz und sorgten für einige „Aha-Momente“.

Den Grundgedanken des Hotels der geheimen Wünsche sowie der Realityshow fand ich unglaublich ansprechend, da er nicht in jedem zweiten Buch vorkommt und somit wirklich etwas ganz Neues war. Allerdings verlor mich die Geschichte stellenweise dann doch, wenn es zu sehr um IT und Technik ging. Von dem Blickwinkel „der Maid“ hingegen hätte ich noch viel mehr gelesen, denn gerade diese Momente waren es, die ich besonders spannend fand. Nicht zuletzt, weil sie in mir wirklich die meiste Beklemmung auslösten. Da gab es allerdings auch ein bis zwei Momente, mit denen mein „Mamaherz“ so gar nicht zurechtgekommen ist. Ich möchte aber nicht näher darauf eingehen, da ich sonst spoilern müsste. Während ich mit Zoe also besonders mitgelitten habe, erschienen mir die anderen Charaktere leider eher etwas blass.


Den Schreibstil hingegen fand ich absolut gelungen und die Art, wie die Autorin innerhalb der Geschichte immer wieder Plot-Twists und kleinere Cliffhanger zum Ende einzelner Kapitel eingearbeitet hat, konnte mich somit dann doch immer wieder in ihren Bann ziehen. Das Cover ist in meinen Augen einfach schön. Es ist sommerlich, was dementsprechend sehr gut zum beschriebenen Setting passt, und zieht auf jeden Fall immer wieder die Blicke auf sich.

Das Ende habe ich so wirklich nicht kommen sehen und muss gestehen, dass ich es dann doch etwas zu schnell abgehandelt fand. Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn ich zwischenzeitlich doch immer ein wenig zwiegespalten war.

Sonntag, 19. Juli 2026

"Der Gastgeber" von Alex March [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Piper
ISBN: 978-3-492-50946-6
Erschienen am: 29.05.2026
Seiten: 268



Einzelband





Klappentext:

Privatdetektiv Colin Alcott staunt nicht schlecht, als er zu einem Krimidinner auf einer einsamen Insel eingeladen wird. Der Gastgeber ist sein Schulfreund James Vance, mit dem ihn eine düstere Vergangenheit verbindet. Die geladenen Gäste sind dessen reiche Freunde, das Menü ist exquisit und die Location perfekt. Doch dann stellt sich das geplante Spiel als bitterer Ernst heraus, denn es dreht sich um James' verstorbene Frau. Ist sie in Wirklichkeit ermordet worden – von jemandem aus der Clique? Alle sind verdächtig, und jeder hat etwas zu verbergen. Colin muss rasch herausfinden, was hier eigentlich gespielt wird, denn es wird nicht bei einer Leiche bleiben …



Meine Meinung:

„Der Gastgeber – Tödliches Dinner“ von Alex March verbindet klassische Thriller-Elemente mit einer atmosphärischen Kulisse, die sofort Fernweh und gleichzeitig Unbehagen auslöst. Eine abgelegene Insel vor der englischen Küste, ein eindrucksvolles Manor und eine Gruppe ehemaliger Freunde, die sich nach Jahren wiedertrifft – ein Setting, das perfekt zu einer Geschichte voller Geheimnisse und Misstrauen passt.


Besonders gefallen hat mir die düstere Atmosphäre. Von Beginn an liegt eine unterschwellige Spannung über der Handlung, die sich durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil konstant hält. Die Autorin versteht es, die isolierte Insel und das luxuriöse Anwesen zu einem Ort werden zu lassen, an dem man sich nie wirklich sicher fühlt.

Im Mittelpunkt steht Colin, der widerwillig einer Einladung aus seiner Vergangenheit folgt. Nach und nach werden alte Konflikte, verdrängte Erinnerungen und verborgene Wahrheiten sichtbar. Vor allem die Dynamik innerhalb der ehemaligen Clique fand ich spannend, denn hinter der perfekten Fassade verbirgt jeder sein eigenes Geheimnis. Gerade dieser psychologische Aspekt macht den Reiz der Geschichte aus.

Auch die Ermittlungen haben mir gut gefallen. Stück für Stück werden neue Hinweise aufgedeckt, wodurch man bis zum Ende miträtselt. Einige Wendungen konnten mich überraschen, auch wenn ich den entscheidenden Verdacht relativ früh hatte. Mir fehlten stellenweise jedoch die ganz großen Überraschungsmomente, die den Thriller noch intensiver gemacht hätten.

Mit den Figuren bin ich nicht ganz warm geworden. Einige Charaktere blieben für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich, sodass ich mir mehr Einblicke in ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe gewünscht hätte. Zwar sorgen Rückblenden für zusätzliche Informationen, sie hätten jedoch gerne ausführlicher sein dürfen.

Insgesamt ist „Der Gastgeber – Tödliches Dinner“ ein atmosphärischer Thriller mit einem starken Setting, gelungener Spannung und einer interessanten Geschichte über Schuld, Freundschaft und die Schatten der Vergangenheit. Auch wenn mir hier und da das gewisse Etwas gefehlt hat, um ein echtes Highlight daraus zu machen, bietet das Buch spannende Unterhaltung für alle, die abgeschlossene Schauplätze und klassische Whodunit-Stimmung mögen.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Rezension zu "Highland Dream" von Samantha Young [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Harper Collins
ISBN: 978-3-365-00960-4
Erschienen am: 23.12.2025
Seiten: 400


Die Highland Reihe

1. Highland Dream
2. Highland Flower
3. Highland Night
4. Highland Desire
5. Highland Melody


Klappentext:

Nach der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ex-Freund hat sich Sloane in den schottischen Highlands ein neues Leben aufgebaut. In einem malerischen Cottage hat sie für sich und ihre kleine Tochter Callie ein Zuhause gefunden. Mit ihrem Job im Ardnoch Estate und ihrem Lieblingshobby, dem Backen, ist sie in dem kleinen Ort beinahe wunschlos glücklich. Wäre da nicht ihr großer und grüblerischer Kollege, der Wachmann Walker Ironside, in den sie sich heillos verknallt hat. Der ernste Schotte scheint gegen ihren Charme völlig immun zu sein.
Doch als jemand in Ardnoch auftaucht, der Sloanes Leben zerstören will, ist er der Erste, der da ist, um sie zu schützen. Plötzlich ist er ihr ganz nah, und seine harte Fassade bröckelt. Was sie jedoch nicht ahnt: Walker muss Sloane nicht nur vor ihrer Vergangenheit bewahren, sondern auch vor seiner eigenen.


Meine Meinung:

Mit "Highland Dream" entführt Samantha Young ihre Leserinnen und Leser erneut in die malerischen schottischen Highlands – und beweist einmal mehr, warum Ardnoch ein Ort ist, an den man immer wieder zurückkehren möchte.

Sloane hat sich gemeinsam mit ihrer Tochter Callie ein neues Leben fernab ihrer Vergangenheit aufgebaut. In Ardnoch hat sie endlich einen Ort gefunden, an dem sie sich sicher fühlt und zur Ruhe kommen kann. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit sind näher, als sie glaubt. Gleichzeitig sorgt ausgerechnet Walker Ironside, der verschlossene Sicherheitschef des Resorts, für Herzklopfen. Während Sloane sich schon lange zu ihm hingezogen fühlt, hält Walker konsequent Abstand. Zu tief sitzen die Wunden seiner eigenen Vergangenheit, um sich auf Gefühle einzulassen.

Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass *Highland Dream* weit mehr ist als nur eine gefühlvolle Slow-Burn-Romance. Neben der knisternden Anziehung zwischen Sloane und Walker entfaltet sich eine Geschichte voller Spannung, Hoffnung und emotionaler Herausforderungen. Besonders berührt hat mich die Beziehung zwischen den beiden und der kleinen Callie. Sie sorgt mit ihrer offenen, liebenswerten Art für viele herzerwärmende Momente und schafft es, selbst Walkers sorgsam errichtete Mauern Stück für Stück einzureißen. Gerade diese familiäre Dynamik verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und macht die Figuren unglaublich nahbar.

Neben der romantischen Entwicklung sorgt die Bedrohung aus Sloanes Vergangenheit für einen konstanten Spannungsbogen. Immer wieder gibt es Momente, die einen mitfiebern, hoffen und bangen lassen. Gleichzeitig greift die Autorin Themen wie Vertrauen, Heilung, Verlust und zweite Chancen auf und verleiht der Geschichte dadurch zusätzliche Tiefe.

Natürlich dürfen auch die bekannten Gesichter aus der Adair-Welt nicht fehlen, was für viele schöne Wiedersehen sorgt. Die Atmosphäre der Highlands, die enge Gemeinschaft in Ardnoch und die emotionale Verbundenheit der Figuren machen das Buch zu einem echten Wohlfühlroman mit Nervenkitzel.

"Highland Dream" vereint Romantik, Spannung, Humor und bewegende Emotionen zu einer fesselnden Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Eine wunderschöne Geschichte über Mut, Zusammenhalt und die Frage, ob man trotz aller Narben den Weg zurück ins Glück finden kann.