Samstag, 29. August 2026

"The Sea Sisters" von Lucy Clarke [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: dtv
ISBN: 978-3-423-22174-0
Erschienen am: 30.04.2026
Seiten: 368


Einzelband





Klappentext: 

Katies geordnetes Leben in London bricht zusammen, als ihre eigenwillige jüngere Schwester Mia auf Bali tot aufgefunden wird: Sie stürzte von einer Klippe. Die Polizei behauptet, es sei Selbstmord gewesen. Nur mit Mias Reisetagebuch als Leitfaden geht Katie den letzten Monaten im Leben ihrer Schwester nach und beginnt Seite für Seite, das Geheimnis um ihren Tod zu lüften. Was sie herausfindet, verändert alles. Aber was, wenn die Wahrheit die Liebe zu ihrer Schwester – und sie selbst – an den Rand des Abgrunds bringt?


Meine Meinung;


Als Katie vom Tod ihrer Schwester Mia erfährt, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Während alle von einem Selbstmord ausgehen, kann Katie diese Erklärung nicht akzeptieren. Zu viele Fragen sind ungeklärt. Mit Mias Reisetagebuch macht sie sich deshalb auf den Weg nach Bali, um die letzten Monate im Leben ihrer Schwester nachzuvollziehen. Doch je tiefer sie in Mias Vergangenheit eintaucht, desto mehr Dinge kommen ans Licht, die sie so niemals erwartet hätte.

Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre der Geschichte. Bali wird mit seiner tropischen Wärme, den Stränden und dem Gefühl von Freiheit sehr bildhaft dargestellt. Gleichzeitig bekommt diese paradiesische Kulisse im Laufe der Handlung immer mehr dunkle Seiten. Aus anfänglichem Fernweh entwickelt sich langsam ein Gefühl des Unbehagens, denn zwischen Mias Erlebnissen und den Einträgen in ihrem Tagebuch scheint längst nicht alles so zu sein, wie es auf den ersten Blick wirkt.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: In der Gegenwart begleitet man Katie bei ihrer Suche nach Antworten, während man durch Mias Tagebucheinträge immer mehr über ihre Vergangenheit erfährt. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen, weil sich die einzelnen Puzzleteile nach und nach zusammenfügen. Immer wieder kommen neue Informationen hinzu, die einen dazu bringen, die bisherigen Ereignisse aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Für mich stand dabei weniger der klassische Thriller-Aspekt im Vordergrund. Ich würde das Buch eher als Spannungsroman einordnen. Die Spannung entsteht vor allem durch die offenen Fragen, die Geheimnisse und Katies Versuch herauszufinden, was tatsächlich mit ihrer Schwester passiert ist. Gleichzeitig spielt auch die emotionale Verbindung zwischen den Schwestern eine wichtige Rolle. Katies Trauer und ihre Verzweiflung waren für mich greifbar und haben der Geschichte eine zusätzliche Tiefe verliehen.

Allerdings konnte mich die Handlung nicht durchgehend packen. Einige Entwicklungen waren für mich recht früh vorhersehbar und zwischendurch gab es Passagen, in denen das Tempo etwas nachgelassen hat. Dadurch entstand nicht immer die Spannung, die ich mir gewünscht hätte. Trotzdem wollte ich wissen, welche Geheimnisse noch ans Licht kommen und wie sich die einzelnen Hinweise am Ende zusammenfügen.

Fazit:
Für mich ist das Buch weniger ein nervenaufreibender Thriller als vielmehr ein atmosphärischer Spannungsroman. Die besondere Kulisse, die wechselnden Zeitebenen und die emotionale Geschichte rund um die beiden Schwestern haben mir gut gefallen. Auch wenn die Spannung für meinen Geschmack nicht immer konstant war, hat mich die Suche nach der Wahrheit rund um Mias Tod bis zum Ende begleitet.

Dienstag, 25. August 2026

"Not Safe for Work" von Nisha J Tuli [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: More 
ISBN: 978-3-98751-132-5
Erschienen am: 13.05.2026
Seiten: 398


Einzelband





Klappentext:

Trishara ist frustriert: Sie muss mit ansehen, wie die lang ersehnte Beförderung an ihren Erzfeind Rafe geht. Umso verblüffter ist Tris, als sie zum Führungskräfteseminar auf Hawaii eingeladen wird. Das Problem: Rafe fährt auch mit. Als sie auf Maui ankommen, müssen die beiden sich auch noch eine Suite teilen. Dabei ertragen sie es ja kaum, in derselben Zeitzone zu sein. Während sie sich beim Teambuilding bekämpfen, muss Tris lernen, dem Mann zu vertrauen, der womöglich schon die ganze Zeit auf ihrer Seite stand.


Meine Meinung:

Was passiert, wenn dein größter beruflicher Rivale mit dir auf eine Führungskräfte-Fortbildung nach Hawaii geschickt wird – und ihr euch dort auch noch eine Suite teilen müsst? Genau diese Ausgangslage erwartet uns in *Not Safe for Work*. Obwohl Rivals-to-Lovers, Forced Proximity und Only One Bed keine neuen Tropes sind, hat die Geschichte für mich ihren ganz eigenen Charme.

Tris ist eine Protagonistin, die ich unglaublich gerne begleitet habe. Sie ist selbstbewusst, schlagfertig und weiß, was sie will. Gleichzeitig muss sie sich in einer von Männern dominierten Arbeitswelt immer wieder behaupten. Obwohl sie hart für ihren Job arbeitet, werden ihre männlichen Kollegen bevorzugt und sie wird bei Beförderungen übergangen. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Themen Sexismus, Diskriminierung und unangemessenes Verhalten am Arbeitsplatz in die Geschichte eingebaut wurden. Die Autorin spricht diese Dinge an, ohne dass es belehrend wirkt, sondern lässt sie ganz natürlich in die Handlung einfließen.

Auch Tris' beste Freundin Molly war für mich ein echtes Highlight. Ihre Freundschaft fühlt sich ehrlich und unterstützend an und Molly ist genau die Art von Freundin, die man sich an seiner Seite wünscht.

Und dann wäre da natürlich noch Rafe. Anfangs wirkt er wie der typische Unternehmersohn, dem die Karriere quasi in den Schoß gelegt wird. Schließlich arbeitet er in der Firma seines Vaters und scheint bei Beförderungen deutlich weniger kämpfen zu müssen als Tris. Doch je besser man ihn kennenlernt, desto mehr zeigt sich, dass hinter dieser Fassade ein deutlich nahbarerer Charakter steckt. Gerade seine familiäre Situation und sein Konflikt mit seinem Vater geben ihm etwas mehr Tiefe – auch wenn ich mir bei ihm stellenweise noch ein bisschen mehr davon gewünscht hätte.




Die Dynamik zwischen Tris und Rafe hat mir dafür umso besser gefallen. Von Anfang an ist die Spannung zwischen den beiden spürbar und ihre Wortgefechte haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Aus der anfänglichen Rivalität entwickelt sich langsam etwas anderes und genau diesen Weg habe ich sehr gerne verfolgt.

Die Geschichte ist definitiv ein Slow Burn, aber genau das hat für mich gut funktioniert. Die beiden kommen sich nicht von heute auf morgen näher, sondern ihre Beziehung entwickelt sich Schritt für Schritt. Natürlich ist irgendwann klar, worauf das Ganze hinausläuft – aber für mich war das überhaupt nicht schlimm. Schließlich geht es bei solchen Geschichten nicht unbedingt darum, ob die beiden am Ende zusammenkommen, sondern darum, wie sie dorthin gelangen. Und dieser Weg war hier unterhaltsam, humorvoll und teilweise ziemlich knisternd.

Besonders schön fand ich außerdem, dass die Geschichte trotz der ernsteren Themen nie ihre Leichtigkeit verliert. Es gibt genug humorvolle Momente, romantische Szenen und natürlich auch die ein oder andere prickelnde Situation, sodass sich das Buch einfach wunderbar weglesen lässt.

Auch das Ende konnte mich überzeugen – vor allem Tris' Abgang, der alles andere als leise ausfällt. Ich mochte diesen Moment sehr, weil er noch einmal perfekt zeigt, dass Tris sich nicht kleinmachen lässt und für sich selbst einsteht.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Für mich ist *Not Safe for Work* deshalb die perfekte Summer-Romance zum Wegsnacken – egal ob am See, auf der Terrasse oder einfach gemütlich auf der Couch.

Fazit: Eine unterhaltsame Romance mit einer starken Protagonistin, einer tollen Dynamik zwischen den Hauptcharakteren und einer gelungenen Mischung aus Humor, Spice und ernsteren Themen. Rafe hätte für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe vertragen können, aber Tris, die Chemie zwischen den beiden und der angenehme Schreibstil haben mich definitiv überzeugt.

Montag, 17. August 2026

"Alles ihre Schuld" von Andrea Mara [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49751-5
Erschienen am: 15.07.2026
Seiten: 448



Einzelband




Klappentext:

»Die Adresse ist Tudor Grove 14 – sollte ich noch nicht zu Hause sein, wenn du Milo abholst, passt unsere Nanny auf ihn und Jacob auf.« Doch als Marissa Irvine zur vereinbarten Adresse kommt, wo ihr kleiner Sohn zum Playdate eingeladen war, erwartet sie ein Schock: Ihr öffnet nicht Jenny, die Mutter von Jacob. Auch kein Kindermädchen. Und von Milo hat die Frau, die dort wohnt, noch nie gehört. Eine fieberhafte Suche beginnt, doch der vierjährige Junge bleibt spurlos verschwunden. Wer hat Marissa und ihrem Mann diese Falle gestellt? Bald machen böse Gerüchte in der Idylle des Dubliner Vororts die Runde, und eine junge Frau gerät ins Visier der Polizei. Die Wahrheit verbirgt sich hinter abgründigen Geheimnissen, die nun Schicht um Schicht freigelegt werden ...

Meine Meinung:

Der Einstieg ins Buch war echt rasant und so befand man sich unmittelbar im Geschehen, was mir unglaublich gut gefallen hat. Die kurzen Kapitel und der Schreibstil im allgemeinen, sorgten dafür, dass ich das Buch zunächst als wahren Pageturner erlebte. Die düstere Stimmung sorgte für Gänsehautmomente. Leider ließ sie dann im mittleren Teil des Buches erstmal nach. Da wurde der Erzählstil in meinen Augen ausschweifender und es wurden zu viele Nebendinge eingestreut, welche die Geschichte meiner Meinung nach nicht benötigt hätte. Auf Grund dessen verlor mich die Handlung etwas. Zum Ende hin, schaffte es das Buch allerdings doch wieder zur der Spannung vom Anfang zurückzufinden und so habe ich am Ende doch sehr bestürzt und mit offenem Mund dagesessen. Auch wenn mir das Ende rückblickend gut gefallen hat, so wirkte es jedoch ein wenig konstruiert.

Die Charaktere im Buch habe ich bis auf Marissa und Jenny eher als recht blass wahrgenommen, so dass ich nicht wirklich sagen könnte, was die jeweiligen Personen auszeichnen. Andererseits sorgten gerade diese geheimnisvollen Charaktere dafür, dass ich nie wirklich wusste, wem ich denn nun überhaupt trauen kann. Durch die Entwicklung konnte man allerdings auch wirklich sehr gut mit rätseln und wurde dann doch immer wieder überrascht.

Ingesamt hatte ich rückblickend trotz meiner Probleme im Mittelteil wirklich gute Lesestunden mit dem Buch gehabt und kann es allen empfehlen, die gerne Bücher über vermisste Personen, dunkle Geheimnisse und unerwartete Wendungen mögen.

Dienstag, 4. August 2026

"Highland Flower" von Samantha Young [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins
ISBN: 978-3-365-00961-1
Erschienen am: 24.03.2026
Seiten: 384

Highland-Reihe

1. Highland Dreams
2. Highland Flower
3. Highland Night
4. Highland Desire
5. Highland Melody 


Klappentext:

North Hunter, ein gefallener Hollywood-Star, sucht Zuflucht in den schottischen Highlands, nachdem ein dunkles Geheimnis aus seiner Kindheit seine Karriere zerstört hat. Dort trifft er auf Aria Howard, die älteste Tochter einer Hollywood-Legende, die sich nach dem Ende einer toxischen Beziehung ebenfalls zurückgezogen hat. Aria leitet das exklusive Ardnoch Estate und begegnet dem arroganten Schauspieler mit Skepsis. Trotz gegenseitiger Abwehr entwickelt sich eine prickelnde Anziehung zwischen ihnen. Eine verheerende Nacht bringt sie einander näher, und sie beginnen eine unverbindliche Affäre. Doch bald wachsen tiefere Gefühle, die alte Wunden und Ängste aufreißen. North muss nicht nur Arias Vertrauen gewinnen, sondern sie auch vor einer gefährlichen Vergangenheit beschützen, die droht, alles zu zerstören – inklusive ihrer Chance auf eine gemeinsame Zukunft.


Meine Meinung:

Nach Band 1 habe ich mich sehr gefreut schon so schnell wieder in die Highland abtauchen zu können. Leider war ich dann aber schnell ernüchtert. Der malerische Ort, so wie Samantha Young ihn erschaffen hat, hat mich direkt wieder für sich eingenommen und auch der Schreibstil war gewohnt flüssig und lies sich wirklich gut lesen. Irgendwie fehlte es mir allerdings zu Beginn ein wenig an dem Suspence Anteil, mit dem ich nach dem ersten Band stark gerechnet hatte. Der Teil kam zwar, allerdings erst ziemlich weit im fortgeschrittenen Teil der Geschichte und da ging dann alles Schlag auf Schlag und war mir dann schon eher too much.

Die Charaktere an sich fand ich durchaus gut ausgearbeitet, dennoch fiel es mir schwer sie zu greifen. Ich denke das liegt nicht unbedingt an den Charakteren selbst, sondern an meinen Erwartungen die ich an das Buch hatte und die sich zunächst leider nicht erfüllten und mir somit ingesamt leider ein eher durchschnittliches Leseerlebnis bescherten. Besonders positiv fand ich hier aber auch wieder den freundschaftlichen Zusammenhalt aller Protagonisten.

Super schade, denn ich denke diese Geschichte hätte ebenso eine Wohlfühlgeschichte werden können, wenn die Abläufe innerhalb der Geschichte von North und Aria etwas auseinander gezogen worden wäre. Etwas weniger Wiederholungen und dafür eine Spannung von Beginn an, hätten mir hier einfach besser gefallen. Dennoch hatte ich schöne Lesestunden und allein wegen des Settings, möchte ich dem dritten Band eine Chance geben.