Sonntag, 20. September 2026

Rezension zu "Between the Lines" von Olivia Hayle [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins
ISBN: 978-3-365-01286-4
Erschienen am: 28.04.2026
Seiten: 496




Einzelband



Klappentext:

Er hat grüne Augen, zerzaustes Haar und ist verdammt gut im Strip-Poker – und in dem, was danach kommt. Zwei Wochen später sieht Charlotte ihn wieder: Aiden Hartman. Jetzt soll sie als Ghostwriterin zwei Monate mit ihm verbringen, um seine Memoiren zu schreiben – in seiner Villa in Bel-Air. Charlotte begleitet ihn zu Premieren, trägt Designerkleider, schwimmt in seinem Luxus – doch er lässt sie nicht an seine Geheimnisse heran. Die beiden liefern sich Wortgefechte, spielen Machtspiele, reizen sich bis aufs Äußerste. Dann macht Aiden Charlotte ein Angebot: Sie bekommt seine Geschichte – wenn sie ihm ihre gibt. Aber kann sie ihm wirklich alles erzählen? Vor allem das, was Charlotte kaum zugeben will: was sie wirklich für ihn empfindet?

Meine Meinung:
„Between the Lines“ hat mich vor allem mit seinem ungewöhnlichen Setting rund ums Ghostwriting und dem Einblick in die Welt des Reality-TV neugierig gemacht. Gerade die Kombination aus öffentlichem Leben, vergangenen Erlebnissen und einer Liebesgeschichte hatte für mich viel Potenzial.

Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen und mochte besonders den humorvollen und lockeren Schreibstil. Charlotte und Aiden bringen eine schöne Dynamik mit, ihre Dialoge sind witzig, und die gegenseitige Anziehung ist von Anfang an spürbar. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man außerdem einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Figuren. Besonders gefallen haben mir dabei nicht unbedingt die großen romantischen Gesten, sondern die kleinen Momente zwischen den beiden, in denen ihre Verbindung besonders deutlich wurde.

Aiden war für mich dabei der stärkere Charakter. Hinter seiner selbstbewussten und manchmal frechen Art steckt ein sehr loyaler, fürsorglicher und verständnisvoller Mensch. Auch Charlottes Vergangenheit und ihre damit verbundenen Ängste fand ich interessant. Die Themen Vertrauen, Selbstwert, Verarbeitung der Vergangenheit und Heilung wurden emotional aufgegriffen, ohne dass die Geschichte dadurch zu schwer wurde.

Das Reality-TV-Thema fand ich ebenfalls spannend, vor allem im Zusammenhang mit Charlottes Vergangenheit. Gleichzeitig hatte ich hier das Gefühl, dass das vorhandene Potenzial nicht vollständig genutzt wurde. Gerade einige Entwicklungen gegen Ende wirkten auf mich etwas konstruiert und nicht ganz authentisch. Auch das Ghostwriting, das für mich eigentlich eines der interessantesten Elemente der Geschichte war, hätte noch deutlich mehr Raum bekommen dürfen.

Während die erste Hälfte für mich durch viel Humor und die spielerische Flirterei sehr unterhaltsam war, hatte die Geschichte im weiteren Verlauf einige Längen. Manche Entwicklungen waren vorhersehbar und konnten mich dadurch emotional nicht mehr ganz erreichen. Auch die vielen Spice-Szenen waren mir irgendwann zu häufig, da sie für mich teilweise keinen wirklichen Mehrwert für die Handlung mehr hatten und dadurch andere Aspekte etwas in den Hintergrund rückten.

Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich mit Charlotte und Aiden eine unterhaltsame und stellenweise auch emotionale Lesezeit. Der lockere Schreibstil und das besondere Setting sorgen für einen angenehmen L.A.-Flair, und die Chemie zwischen den beiden macht es leicht, mit ihnen mitzufiebern. Insgesamt ist „Between the Lines“ für mich eine humorvolle Liebesgeschichte mit interessanten Themen und einem spannenden Grundkonzept, aus dem meiner Meinung nach allerdings noch etwas mehr hätte herausgeholt werden können.

Mittwoch, 9. September 2026

Rezension zu "Mean Moms" von Emma Rosenblum [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin Random House
ISBN: 978-3-570-10607-5
Erschienen am: 13.05.2026
Seiten: 368


Einzelband





Klappentext:

Die Atherton Academy ist die beste Privatschule in Manhattan und zieht nur die Reichen und Mächtigen an. Morgan, Belle und Frost, ein Power-Trio aus New Yorker Geldadel und neureichen Trophy Wives, regeln das gesellschaftliche Leben an der Schule. Zwischen Pilatesstunde und Mimosa-Lunch genießen sie es, dass die anderen Eltern voller Ehrfurcht und Neid zu ihnen aufblicken.

Doch als am ersten Schultag die geheimnisvolle Sofia aus Miami auftaucht, gerät die perfekte Welt der drei ungekrönten Königinnen ins Wanken. Sofia integriert sich schnell in die Clique, was nicht jedem gefällt. Plötzlich häufen sich merkwürdige und unschöne Vorfälle. Bedauernswerte Zufälle oder gezielte Sabotage? Bald müssen sich die Freundinnen fragen: Hat es jemand auf sie abgesehen? Ist der Neid ihrer Freundinnen in Hass umgeschlagen? Und was, wenn eine von ihnen eine eiskalte Soziopathin ist?


Meine Meinung

Puh, diese Rezension zu schreiben, fällt mir wirklich nicht einfach und man könnte meinen, ich hätte es vorher schon wissen können oder eher sogar müssen. Nachdem ich das erste Buch der Autorin nicht sonderlich gut fand, konnte mich das zweite schon eher überzeugen, aber halt auch nicht ganz. ABER alle guten Dinge sind drei und ganz ehrlich Cover und Klappentext haben mich halt magisch angezogen.

Der Einstieg ins Buch gelang mir mühelos, der Schreibstil ließ sich gut lesen und die Autorin hat definitiv sehr bildhaft geschrieben, so dass ich einen sehr gutes Bild von der Privatschule und Manhattan bekam. Dennoch langweilte mich die Geschichte nach kurzer Zeit recht schnell, da sie in meinen Augen sehr oberflächlich schien. Den Protagonisten fehlte es meiner Meinung nach an Tiefe, zeitgleich sorgte dies aber natürlich auch dafür, dass man ihnen nicht in die Karten schauen konnte und somit die Spannung wer hinter den Vorfällen steckte.

Zwischen High Society, geplatzten Lebensträumen und der ständigen Suche nach neuen Erfolgen, fühlte ich mich als würde ich eine neue Staffel Desperate Housewives schauen nur in Zeitlupe, denn zwischendurch trat die Entwicklung ganz schön auf der Stelle.

Das Ende konnte mich dann tatsächlich doch überraschen und die letzten knapp 80 Seiten haben es für mich schon noch etwas rausgerissen, dennoch ist für mich klar, nach dreimal kann man lesen, muss man aber nicht werde ich nicht mehr auf diese tollen bunten Cover reinfallen.

Fazit:
Ein Buch, welches mich fast eher in eine Leseflaute hat stürzen lassen und mir gezeigt hat, dass ich nicht immer auf neue Chancen vergeben sollte.