Donnerstag, 21. Oktober 2021

Rezension zu "Das Leben, ein großer Rausch" von Helene Sommerfeld [Werbung/Rezensionsexemplar]

 

Erschienen bei: dtv  

ISBN: 978-3-423-26307-8

Erschienen am: 20.10.2021

Seiten: 560


Polizeiärztin Magda Fuchs-Reihe

1. Das Leben, ein ewiger Traum // 18.03.2021

2. Das Leben, ein großer Rausch // 20.10.2021

3. Das Leben, ein wilder Tanz // 16.03.2022


Klappentext:


Berlin 1922. Polizeiärztin Magda Fuchs wird zu einem grausamen Verbrechen gerufen: Die junge Mutter hat sich zu ihrem Kind geschleppt und ist kurz darauf ihren Stichverletzungen erlegen. Magda und Kommissar Kuno Mehring stellt sich die Frage, ob dieser sinnlos erscheinende Mord zu einer Serie brutaler Überfälle auf junge Frauen gehört. Sie alle haben auf der Straße ihre Gunst verkauft. Denn die Zeiten sind schwer: Die unvorstellbar rasch voranschreitende Inflation frisst das Geld für das tägliche Leben auf.

Magda braucht ebenfalls eine Arbeit, von der sie leben kann. In Charlottenburg eröffnet sie ihre eigene Praxis. Frisch verheiratet stellt sie sich ebenso wie ihre Patientinnen die große Frage: Kann man ausgerechnet jetzt an eine Zukunft mit Kind glauben? Auch Medizinstudentin Celia liebt ihren Edgar. Aber will sie für ihn die Freiheit aufgeben, die sie so hart erkämpft hat? Ist Anwältin Ruth dafür die richtige Ratgeberin? Schauspielerin Doris genießt die Liebe wie im Rausch. Plötzlich wird daraus bitterer Ernst …


Meine Meinung:


„Das Leben, ein großer Rausch“ ist Band 2 aus der Trilogie der „Polizeiärztin Magda Fuchs“-Reihe. Es schließt genau an Band 1 an und viele Fragen, die sich aus dem ersten Teil „Das Leben, ein ewiger Kampf“ ergeben haben, werden recht zügig beantwortet. Gleichzeitig geht das Leben der drei jungen Frauen weiter und wirft viele neue Fragen auf. Gerade das, hat mir an diesem Buch wieder sehr gut gefallen. 

Der Einstieg ins Buch fiel mir zunächst, wie auch bei Band 1 schon, nicht ganz so leicht, da der Schreibstil des Autorenpaares zwar flüssig aber doch außergewöhnlich ist. Erstmal in der Geschichte angekommen, fesselte es mich dann aber und ich mochte es nur ungern wieder aus der Hand legen.

Besonders gut gefällt mir auch hier wieder der Bezug zur deutschen Geschichte in den 20er-Jahren. In diesem Buch spielte gerade die Inflation eine sehr große Rolle. Auch die Anfänge der Judenverfolgung sind hier ein Thema und machten mir mit Schrecken bewusst, dass gerade dieser Teil der Geschichte doch schon so lange vor dem zweiten Weltkrieg begann.

Die Protagonisten sind mit sehr viele Tiefe und sehr detailreich beschrieben, so dass ich mich in jede einzelne von ihnen sehr gut reinversetzen konnte, wobei gerade Doris zu Beginn eine große Rolle spielte aber dann doch eher leider nur am Rande auftauchte. Das fand ich persönlich ein wenig schade. Ebenso hat die Polizeiarbeit von Magda Fuchs in dem Buch keine große Rolle mehr gespielt. Viel mehr ging es eher um private Romanzen und Machenschaften, was der Geschichte aber sehr gut getan hat um die Spannung zu halten. Mir persönlich zeigt das Buch, was nötig war um als Frau in den 20er-Jahren gegen alle Widerstände, gegen die geltende Meinung und Gesetze zu stellen um sich selbst zu finden und glücklich sein. Dabei hat jede der Protagonistinnen ihren eigenen Weg und ihre eigenen Gedanken und diese wurden sehr gut in die Geschichte eingebunden und dargestellt.

Das Cover des Buches finde ich einfach toll und absolut passend zu der Geschichte, mich persönlich störte jedoch, dass das Format des Buches sich im Vergleich zu Band 1 leider geändert hat und die Größen nun nicht mehr zusammen passen. Das tut dem Buch natürlich kein Abbruch, ärgert mich aber wenn ich die Bücher nebeneinander im Regal sehe.

Freitag, 15. Oktober 2021

Rezension zu "Zwischen uns nur ein Wort" von Renée Carlino [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Lübbe

ISBN: 978-3-7857-2739-3

Erschienen am: 25.06.2021

Seiten: 352


Einzelband


Klappentext: 


Mia hat ihre Zukunft bis ins kleinste Detail geplant: Karriere, Familie, Sicherheit. Als ihr Vater, ein Musiker und Träumer, stirbt, fliegt sie nach New York, um dort sein altmodisches Café zu verkaufen, das Herz des Viertels und eine wahre Institution. Dort trifft Mia Will, einen charmanten Gitarristen und unverbesserlichen Optimisten, der eine Bleibe sucht.Sie ziehen zusammen - vorübergehend und als Freunde. Doch bald muss Mia sich fragen, ob sie sich wirklich zwischen Verstand und Herz entscheiden will ...

 

Meine Meinung:


Erneut ist es Renée Carlino gelungen mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist so flüssig und lässt sich einfach sehr gut lesen. Schon nach wenigen Seiten war ich so tief in das Buch versunken, dass es mir schwer fiel, wenn ich es mal zur Seite legen musste.

Die Story ist locker und leicht und steckt doch so voller Gefühle und Emotionen, dass ich teilweise tatsächlich auch einfach kopfschüttelnd da saß und mich so über Mia geärgert habe. Im Strudel der Gefühle mochte ich die sanfte und verletzliche Art, in der Mia beschrieben war und zeitgleich hätte ich sie ganz oft am liebsten voller Wut und Enttäuschung über ihre Entscheidungen durchschütteln mögen. Mia weiß zwar genau was sie will und was sie nicht will und doch läuft sie zeitweise so sehr vor sich selbst und ihren Gefühlen weg, dass ich sie teilweise leider auch nicht wirklich ernst nehmen konnte. Der arme Will hat mir da wirklich richtig leid getan und ich hätte ihn so oft gerne ihn den Arm genommen und ihm gesagt, dass er einfach gehen soll und sich sein Glück wo anders suchen kann.

Dieses Buch wäre aber natürlich nicht der typische (Kitsch-)Roman, wenn am Ende nicht alles gut werden würde. Hier muss sich sagen, dass mir das Ende natürlich sehr gut gefallen hat und doch bereitet es mir ein wenig „Bauchweh“, denn nach diesem ganzen Hin und Her, ist dann plötzlich alles gut, ist doch eben das sehr starke Klischee und ging mir dann einfach zu schnell. Tatsächlich hätte ich es hier wohl sogar gut gefunden, wenn die Geschichte mal ohne das übliche „Friede, Freude, Eierkuchen“ Happy End geendet hätte um einfach ein wenig mehr Realität in die Story zu bringen.

Doch gerade weil dieses Buch für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle war und so viele Empfindungen und Emotionen in mir wachgerufen hat, habe ich es total gerne gelesen. Und können wir bitte noch kurz über dieses wunderschöne Cover reden. Diese zarten und doch kräftigen Farben ♥️ ich liebe es einfach und bin bei diesem Buch definitiv ein Coveropfer.

Freitag, 1. Oktober 2021

Rezension zu "Bis morgen am Meer" von Jenny Oliver [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin 

ISBN: 978-3-328-10559-6

Erschienen am: 14.06.2021

Seiten: 480


Einzelband


Klappentext:


Die eine Sache, auf die in Stellas Leben immer Verlass war, ist ihr Elternhaus: die rote Tür, der atemberaubende Blick auf die Küste Cornwalls, die festen Plätze ihrer Eltern auf der Couch. Doch diesen Sommer kommt alles anders. Als Stella ihren Sohn von einem Besuch bei den Großeltern abholt, erfährt sie, dass ihr Vater verschwunden ist. Er hat nur einen Zettel hinterlassen, dass sich niemand Sorgen machen solle. Während Stellas Mutter erstaunlich ruhig bleibt, schaltet der Rest der Familie in den Krisenmodus. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem Familienoberhaupt – jeder mit seinen eigenen Problemen im Gepäck und ohne zu ahnen, dass ihnen eine Reise voller Überraschungen bevorsteht.


Meine Meinung:


Für mich war dies das erste Buch der Autorin und angesprochen durch den Klappentext und als großes „Coveropfer“ natürlich auch von dem Cover, habe ich mir eine wundervolle, leichte, sommerliche Geschichte erhofft. Um es vorweg zu nehmen, ich wurde dabei nicht enttäuscht, aber wirklich packen konnte mich das Buch dann schließlich doch nicht.

Ich mochte den Schreibstil von Jenny Oliver und auch das Setting war sehr bildlich und absolut traumhaft beschrieben. Allerdings kam ich mit den Protagonisten leider nicht so wirklich zurecht. Rückblickend ist jeder Protagonist in dieser Geschichte auf seine ganze eigene Art bezaubernd und doch hatte irgendwie jeder sein „Päckchen“ zu tragen, was für mich persönlich einfach zu viel war. Zu Beginn des Buches dachte ich noch, dass eben die Suche nach dem verschwundenen Großvater im absoluten Fokus stehen würde, mit jedem weiteren gelesenen Kapitel wurde mir klar, dass die Suche zwar eine wichtige Rolle spielt aber eher durch all die anderen Geschehnisse überschattet wird. Dadurch konnte mich das Buch nicht wirklich packen, so dass es auch mal mehrere Tage ungelesen in der Ecke liegen blieb, was ich sehr schade finde.

Mittwoch, 29. September 2021

Rezension zu "Ein Garten für zwei" von Emma Sternberg [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Heyne

ISBN: 978-3-453-42339-8

Erschienen am: 10.05.2021

Seiten: 432


Einzelband


Klappentext:


Lu ist smart, schnell und als Anwältin in einer Top-Kanzlei supererfolgreich. Doch dann stirbt ihr großer Bruder Pip und mit einem Mal weiß Lu nicht mehr, wo oben und unten ist. In Pips Gartenlaube will sie sich erst nur verkriechen, doch dann wird es Frühling. Die Natur erwacht, und während Lu in der Erde wühlt, entdeckt sie nicht nur, dass Glück etwas ist, das man mit den Händen greifen kann. Sondern auch, was sie vom Leben wirklich will.


Meine Meinung:



Du kannst noch so stark sein, manchmal haut das Leben dich einfach um. Das ist der erste Satz der mir durch den Kopf ging, nachdem ich dieses Buch beendet habe. Dieses Buch hat mich einerseits unendlich traurig und nachdenklich gestimmt und gleichzeitig soviel Hoffnung und Liebe spüren lassen, dass ich es zeitweise gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Emma Sternberg hat einen wundervollen Schreibstil, der sich sehr gut und flüssig lesen lässt, so dass man gefühlt einfach nur durch die Seiten fliegt. Gleichzeitig nimmt sie einen in ihren detailreichen und sehr bildlich beschriebenen Setting mit, dass ich manchmal selbst das Gefühl hatte da nun gerade bei Lu in der Gartenlaube zu sitzen.

Die Charaktere, welche die Autorin erschaffen hat sind sehr gut ausgearbeitet. Sie könnten unterschiedlicher gar nicht sein und sind doch jeder für sich liebenswert.

Lu, die Hauptprotagonisten, macht in ihrer Geschichte einen sehr starken Wandel von der „harten Karrierefrau“ zur „angehenden Gartenkennerin“ durch. Der Autorin ist es dabei gelungen die Gefühle und Gedankengänge von Lu sehr transparent und für mich nachvollziehbar zu schildern.

Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch, dass tatsächlich Lu’s Leben nach dem Tod ihres Bruders im Vordergrund stand. Ich mag Bücher mit tollen Liebesgeschichten und wundervollen Happy Ends, aber die Autorin hat hier bewiesen, dass ein Buch auch ganz wunderbar ohne dem auskommen kann. Ein Happy End gibt es trotzdem, das muss ich einfach sagen :-)

Angesprochen hatte mich bei dem Buch nicht nur der Klappentext, der einen schon darauf hinweist, dass dieses Buch eher ein wenig traurig gestimmt ist, sondern vor allem das Cover. Die leuchtenden, fröhlichen Farben stehen meiner Meinung nach sehr im Kontrast zum Klappentext und passen dennoch sehr gut zu dem Buch. Denn damit wurde mir das Gefühl übermittelt, dass es immer noch Hoffnung gibt und die Farben dafür stehen. Außerdem passt es für mich wunderbar zu der kleinen Gartenlaube, die in diesem Buch im Fokus steht.

Ich denke, irgendwann werde ich sicherlich auch weitere Bücher der Autorin lesen.

Donnerstag, 9. September 2021

Rezension zu "Dich habe ich nicht kommen sehen" von Nina Resinek [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Lübbe

ISBN: 978-3-404-18395-1

Erschienen am: 30.07.2021

Seiten: 400


Einzelband


Klappentext: 


Manchmal hat das Glück deinen Wohnungsschlüssel. Der erste Tag in der neuen Berliner Wohnung fängt für Mari Thaler nicht gut an: Der unrasierte Typ, dem sie aus Versehen ihre Wohnungstür in den Rücken gerammt hat, ist ausgerechnet der Bruder ihrer Vermieterin. Und Mari hat ein paar ziemlich peinliche Dinge zu ihm gesagt. Zu allem Überfluss zittern ihr bei Leos Anblick auch noch die Knie. In seiner Gegenwart ist ihre kostbare Selbstdisziplin futsch. Hoffentlich hat er’s nicht bemerkt! Zum Glück wird sie ihn ja eh nie wiedersehen, denkt sie. Doch ihre herzliche Vermieterin Alexandra schließt Mari in ihr Herz - und so läuft sie Leo ständig über den Weg. Aber der ist auf einmal seltsam abweisend ...


Meine Meinung: 


„Dich hab ich nicht kommen sehen“ ist der Debütroman der Autorin Nina Resinek und schon direkt zu Beginn habe ich gemerkt, dass der Schreibstil der Autorin sich von vielen anderen sehr stark unterscheidet. Er ist humorvoll, liebenswert und zeitgleich manchmal einfach absolut chaotisch, und das auf liebenswerte Weise gemeint. Die Fantasie der Protagonistin Mari ist dabei so genial, dass sie mal locker Fantasiewesen für den kleinen Toby aus dem Ärmel schüttelt und mich als Leser, damit hin und wieder ganz schön verwirrt hat. Da war defintiv Konzentration beim lesen gefragt. 

Die Protagonisten, welche die Autorin erschaffen hat, sind alle auf ihre eigene Art speziell, ja teilweise doch auch schon etwas schrullig, aber gerade das machte sie mir umso sympathischer. Ich konnte bei diesem Buch lachen, die Augen verdrehen und mitfiebern. Probleme hatte ich jedoch mit dem Namen der Protagonistin denn zunächst las ich den gerne wie „Marie“, da ich einfach nicht wusste, wie genau der Name denn nun ausgesprochen wird. Tut der Geschichte natürlich keinen Abbruch, finde ich persönlich aber nicht ganz so schön, da die Autorin ja sicherlich einen für sie wichtigen Grund hatte warum der Name so ist, wie er ist.

Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich liebe das Farbspiel aus rosa und türkis und finde die Farben harmonieren einfach perfekt miteinander. Wäre ich also in der Buchhandlung an dem Buch vorbei gekommen, so hätte ich es auf jeden Fall dort auch in die Hand und sicher auch mit nach Hause genommen.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der neben einer entstehenden Liebesgeschichte auch gerne ein Buch liest welches Richtung Komödie geht.

Sonntag, 29. August 2021

Rezension zu "Play & Pretend" von Nena Tramountani [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin

ISBN: 978-3-328-10620-3

Erschienen am: 12.07.2021

Seiten: 464


Die-Soho-Love-Reihe

1. Fly & Forget // 22.03.2021

2. Try & Trust // 10.05.2021

3. Play & Pretend // 12.07.2021


Klappentext:


Auf der Bühne kann Briony alles sein, was sie im echten Leben nicht ist. Die Schauspiel-Studentin liebt es, in fremde Rollen zu schlüpfen, doch kaum jemand kennt den wahren Grund dafür. Nur ihr attraktiver Schauspielkollege Sebastian versucht hartnäckig herauszufinden, was sie im Rampenlicht vergessen will. Ausgerechnet mit ihm muss sie sich auf die Hauptrollen eines Theaterstücks vorbereiten. Der Gedanke, dass sie darin das Liebespaar spielen sollen, lässt Brionys Herz höher schlagen. Sie will sich nicht eingestehen, dass sie Sebastians Nähe genießt – denn gleichzeitig macht er ihr Angst. Besonders in den Momenten, wenn sich sein Blick plötzlich verdunkelt und Briony ahnt, dass sie nicht als Einzige ein Geheimnis verbirgt …


Meine Meinung:


Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr dieses Buch mein Herz berührt hat. „Play & Pretend“ ist Band 3 der SoHo-Love Reihe der Autorin Nana Tramountani und somit leider auch der Abschluss der Reihe.

Bis ich mit Band 3 begonnen habe, war mein absoluter Favorit der Reihe Band 1. Dies hat sich nun geändert. Die Geschichte zwischen Sebastian und Briony hat mich von Anfang an mitgerissen. Oft hatte ich Schwierigkeiten, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen und gleichzeitig wollte ich einfach nicht, dass dieses Buch jemals endet. Die Gefühle die da zwischen den beiden entstanden sind, waren von Anfang an so greifbar und die Leidenschaft nahezu fühlbar.

Ich muss zugeben, dass ich anfänglich jedoch auch auf Grund Sebastians Geheimnis (ich möchte an dieser Stelle nicht Spoilern, was echt schwer ist) daran gezweifelt habe, ob die beiden als Paar wirklich so gut miteinander harmonieren können und die Geschichte nicht vielleicht eher etwas zu sehr ins negative abrutschen könnte. Dies war jedoch glücklicherweise nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, die Autorin hat mich voll und ganz davon überzeugen können, dass niemand hätte besser zusammen passen können, als diese beiden Personen. Dabei hat sie sensible Themen sehr gut aufgenommen und in die Story integriert, ohne dass es zu „aufgesetzt“ rüberkam.

Dass die Triggerwarnung am Ende des Buches steht, finde ich persönlich etwas unglücklich, da ich nur sehr selten bereits vorab auf die letzte Seite eines Buches schaue, das jedoch ist „meckern“ auf hohem Niveau und fließt in meine Bewerbung des Buches absolut nicht mit rein.

Das Cover ist für mich auch dieses Mal wieder ein absoluter Hingucker und passt natürlich perfekt zu den beiden vorangegangen Bänden. Zusammen sehen sie im Bücherregal einfach wunderschön aus. Für mich ist es eine der besten Reihen aus dem Jahr 2021 und Band 3 definitiv eines meiner Jahreshighlights. Dieses Buch möchte ich einfach jedem gerne ans Herz legen.

Dienstag, 24. August 2021

Rezension zu "Kaputte Herzen kann man kleben" von Kristina Günak [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Lübbe

ISBN: 978-3-404-18435-4

Erschienen am: 25.06.2021

Seiten: 304


Einzelband


Klappentext:


Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch die Seele will nicht recht nachziehen. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr so verschlossen ... 


Meine Meinung:


Für mich war dies, das erste Buch der Autorin und ich kann vorweg nehmen, dass es auf jeden Fall nicht das letzte gewesen sein wird. Der Schreibstil sowie der Wechsel zwischen Humor aber auch Ernsthaftigkeit haben mich geradezu durch das Buch fliegen lassen. Dabei ist mir vor allem Luisa als Protagonistin sehr ans Herz gewachsen, da sie in meinen Augen sehr authentisch und greifbar beschrieben wurde. 

Die Autorin hat es darüber hinaus geschafft in diese wundervolle Geschichte ein ganz wichtiges Thema der heutigen Gesellschaft zu packen und zwar den Hebammenmangel. Meines Empfindens nach ist dies immer noch eine Thematik die leider nicht sonderlich weit verbreitet ist. Dieses Buch ist allerdings nicht nur eine Liebesgeschichte mit einem absehbaren Happy End, was natürlich bei so einem Buch dazugehört, sondern auch eine Hommage an die Freundschaft und die Familie. Es vereint Glück und Trauer gleichzeitig und scheint daher mitten aus dem Leben gegriffen, so dass ich mich sehr gut mit der Geschichte identifizieren konnte.

Nicht zuletzt lädt das Setting natürlich geradezu zum davon träumen ein. Ich selbst war noch nie in St. Peter Ording, an dessen Ort das Buch spielt, kann mir den ein oder anderen Ort da nun aber dank der bildlichen Beschreibung der Autorin sehr gut vorstellen und habe große Lust, irgendwann selbst mal dort einen Familienurlaub zu erleben.

Ich kann dieses Buch all jenen empfehlen, die gerne eine leichte Romanze mit der richtigen Portion Humor lesen.

Montag, 12. Juli 2021

Rezension zu "Finding us - Verfallen" von Audrey Carlan [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: MIRA Taschenbuch

ISBN: 978-3-7457-0110-4

Erschienen am: 24.11.2020

Seiten: 352


Finding-us-Reihe

1. Verfallen // 24.11.2020

2. Befreit // 26.01.2021

3. Vereint // 23.03.2021
 


Klappentext:


Aspen Reynolds hat alles, wovon viele träumen. Sie ist reich, attraktiv und steht auf der Forbes-Liste der erfolgreichsten Frauen. Doch sie gehört nicht zu den typischen Park-Avenue-Prinzessinnen. Aus eigener Kraft hat sie ihr Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist. Sie befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere – und dennoch fehlt ihr etwas im Leben. Etwas, von dem sie glaubt, es nicht zu vermissen. Bis der markante Hank Jensen sie aus einer tödlichen Gefahr rettet. In seinen Armen erlebt sie ungezügelte Leidenschaft und Stunden voller Lust. Er übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf sie aus, aber Hank kommt nicht aus ihrer High-Society-Welt. Kann ihre Liebe dennoch bestehen?


Meine Meinung:


Vor vielen Jahren habe ich die „Calender-Reihe“ der Autorin gelesen und war damals so begeistert von diesen Büchern, dass ich unbedingt dieses Buch der Autorin lesen wollte. 

Absolut begeistert bin ich von dem schlichten und doch sehr farbintensiven Cover.

Wie auch schon damals war ich vom Schreibstil der Autorin sehr angetan. Es ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Leider konnte mich jedoch die Geschichte dieses Mal nicht packen.

Aspen und Hank lernen sich kennen, in dem er ihr das Leben rettet. Bis hierhin okay. Doch was danach kam war für mich persönlich einfach zu schnell und zu überstürzend. Für mich stand gefühlt ausschließlich die sexuelle Anziehung und Zuneigung im Fokus, was mir persönlich einfach too much war. Das Ende wiederum fand ich dann doch ganz gut, da ich endlich das Gefühl hatte, dass da wahre Gefühle im Spiel sind und die Empfindungen der beiden sehr gut nachvollziehen konnte.

Dennoch hatte ich des öfteren das Gefühl, dieses Buch abbrechen zu müssen. Ich habe es schließlich doch durchgezogen, habe dabei jedoch zu keiner Zeit das Gefühl gehabt von dem Buch gefesselt zu sein, so wie es bei der Reihe damals war.

Die Reihe besteht aus insgesamt drei Bänden und eigentlich bin ich schon jemand, der Reihen gerne dann auch durchzieht, aber ob ich es dieses Mal wirklich durchziehen werde, weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Sonntag, 27. Juni 2021

Rezension zu "Darf ich dich jetzt behalten" von Sophia Money-Coutts [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin

ISBN: 978-3-328-10451-3

Erschienen am: 08.03.2021

Seiten: 512 


Einzelband


Klappentext:


Eigentlich war Lil sich sicher, dass sie den Richtigen längst gefunden hat. Zumindest bis er sie für eine blonde Kollegin Mitte zwanzig sitzen lässt. Also tut Lil, was jede Single-Frau mit einem letzten Fünkchen Selbstachtung tun würde: Sie hört auf den Rat ihrer besten Freundin, kramt ihren besten BH ganz hinten aus der Schublade und findet sich auf einem Date wieder. Ganz ehrlich, was soll schon passieren? Eine ganze Menge, wie sich ein paar Wochen und einen positiven Schwangerschaftstest später herausstellt. Doch Lils Date ist seit ihrem einzigen Treffen wie vom Erdboden verschluckt. Lil macht sich auf die Suche – denn sicher sah er nur rein zufällig genau so aus wie dieser Max Rushbrooke, Sohn von Lord und Lady Rushbrooke und begehrtester Junggeselle Englands, der die Titelseiten sämtlicher Klatschmagazine beherrscht?



Meine Meinung:


„Darf ich dich jetzt behalten?“ Ist das zweite Buch der aus England stammenden Autorin Sophia Money-Coutts. Für mich persönlich, war es das erste Buch dass ich von ihr gelesen habe und ich kann vorweg nehmen, dass dies nicht das letzt gewesen sein wird.

An dem Buch selbst hat mich zunächst das Cover angesprochen, welches durch seine „knalligen“ Farben einem direkt ins Auge sticht. Beim Lesen des Klappentextes vermutete ich hier eine Lovestory zu bekommen, die zeitgleich mit sehr viel Witz und Humor aufwerten kann und genau da wurde ich auch tatsächlich nicht enttäuscht. Auf der Vorderseite steht „Ein Lacher pro Minute - genial“, ganz so viel habe ich selbst nicht gelacht, aber dennoch hat dieses Buch einen tollen Anteil welcher schon fast einer Komödie Konkurrenz machen könnte.

Die Geschichte selbst ist definitiv aus dem Leben genommen und so sicher schon mal oder auch dutzende Male passiert 😆, dabei finde ich es absolut nachvollziehbar, wieso Lil trotz aller Vorsichtsmaßnahmen schwanger werden konnte. Viel mehr möchte ich aber auch von der Geschichte gar nicht verraten, da dies sonst nur Spoilern würden.

Die Charakter mochte ich total gerne. Sie waren tiefgründig und authentisch. Lil scheint anfangs eher unscheinbar und unsicher zu sein, entwickelt sich aber im Laufe ihrer Schwangerschaft in meinen Augen zu einer selbstbewussten Frau, die genau weiß was sie will und dies notfalls auch alleine durchzieht.

Max fand ich am Anfang schon sehr nett, jedoch dauert es dann erstmal eine Weile, bis man mehr über diesen tollen, gut aussehenden Mann erfährt, was das die Story an sich für mich richtig spannend machte.

Auch die Nebencharaktere sind sehr gut dargestellt und fügen sich toll in Lils Leben ein, so dass man diese tiefen Freundschaften richtig spüren kann.

Insgesamt kann ich diesem Buch definitiv eine Leseempfehlung aussprechen und habe mir möglicherweise eben das erste Buch der Autorin sowie das nächste Buch (vor)bestellt 😂

Dienstag, 22. Juni 2021

Rezension zu "Wo wir Kinder waren" von Kati Naumann [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins

ISBN: 978-3-7499-0000-8

Erschienen am: 26.01.2021

Seiten: 416 


Einzelband


Klappentext:


Eva, Iris und Jan sind Erben der ehemals prächtigen Spielzeugfabrik Langbein in Sonneberg. In der Kaiserzeit gegründet, befand sie sich in der Weimarer Republik auf ihrem Höhepunkt, überstand zwei Kriege, deutsche Teilung und Verstaatlichung, nur um nach der Wiedervereinigung kläglich unterzugehen. Nun ist von der ehrbaren Langbein-Tradition nichts mehr übrig. Streit und Verbitterung haben sich auf die Hinterbliebenen übertragen. Doch als bei einer Internetauktion eine der seltenen Langbein-Puppen auftaucht – sorgfältig genäht und von ihrem Großvater persönlich bemalt –, rückt die verblasste Vergangenheit wieder heran und wirft unzählige Fragen auf: nach Schuld und Verlust, aber auch nach Hoffnung und Neubeginn.



Meine Meinung:


Bei „Wo wir Kinder waren“ handelt es sich um eine Familiengeschichte mit geschichtlichem Hintergrund und so reist man als Leser von der Zeit der Kaiserzeit über die Weimarer Republik, in die DDR bis ins Jahr 2019. Das ganze geschieht in zwei Zeitebenen, während Eva, Iris und Jan, die Nachfahren der Puppenfabrik Langbein, das Haus ihrer Großeltern entrümpeln wird immer mehr der Familiengeschichte aufgedeckt und vergangene Dinge kommen ans Licht und setzen sich so Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammen. Durch Nennung der Jahreszahlen fiel es mir sehr leicht immer zu wissen, in welchem Jahr der Geschichte wir uns befinden und das Verweben zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist der Autorin wunderbar gelungen. 

Auch der Schreibstil war flüssig und ließ sich sehr gut lesen, so dass mich das Buch sehr schnell in den Bann genommen hatte und mich nur so durch die Seiten fliegen ließ.

Die Protagonisten wurden meiner Meinung nach authentisch und sehr detailreich dargestellt. Zur besseren Übersicht ist sowohl zu Beginn des Buches sowie auch am Ende ein Stammbaum der Familie Langbein abgebildet, was mir bei solchen Familiengeschichten besonders gut gefällt.

Für mich war dies, das erste Buch der Autorin, wird aber sicherlich nicht das letzte gewesen sein.

Sonntag, 20. Juni 2021

Rezension zu "Sommerleuchten am See" von Sarah Morgan [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Harper Collins

ISBN: 978-3-7499-0123-4

Erschienen am: 23.03.2021

Seiten: 384


Einzelband


Klappentext:


Von Kindesbeinen an waren Becca und Clare beste Freundinnen. Doch kurz vor Beccas Tod hatten sie Streit, und Clare konnte sich nicht versöhnen. Für sie ist es trotzdem keine Frage, dass Beccas Mann Jack und ihre Kinder wie jedes Jahr den Sommer bei ihr und ihrer Familie am malerischen See im Lake District verbringen. Auch wenn Jack eine neue Frau mitbringt – was ihr, aber besonders der ältesten Tochter Izzy zu schaffen macht. Und dennoch scheint diese Flora genau der richtige Mensch zu sein, der da ist, als dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht kommen.



Meine Meinung:


Schon seit mehreren Jahren bin ich ein Fan von Sarah Morgans Bücher, welche mit so viel Gefühl und Wohlfühlatmosphäre locken. Auch dieses Buch kann ich da dazu zählen.

Die Geschichte an sich, um die es in diesem Buch geht, kam mir persönlich zwar nicht neu vor und doch schaffte es die Autorin mich an die Geschichte zu fesseln. Der Schreibstil ist wie auch schon in anderen Büchern von ihr flüssig und sehr detailreich und lässt sich sehr gut lesen.

Die Protagonisten sind authentisch und jeder auf seine Art unterschiedlich. Mit Izzy wurde ich zunächst jedoch alles andere als warm, eher war ich beim Lesen oft von ihrer patzigen und abweisenden Art Flora gegenüber sehr genervt. Jedoch befindet sich Izzy in einem Alter, welches der Pubertät zugeordnet werden kann und der frühe Verlust der Mutter ist in dieser Situation natürlich alles andere als schön. Flora, welche oft von Zweifeln geplagt wird, gelingt es trotzdem toll und mit viel Verständnis mit der Situation umzugehen und des öfteren hatte ich das Gefühl, sie trösten zu wollen. Auch die anderen Protagonisten sind absolut herzlich und detailreich beschrieben und jeden einzelnen von ihnen habe ich in mein Herz geschlossen.

Dieses Buch ist nicht nur ein absolutes Wohlfühlbuch für mich gewesen, sondern beinhaltet eine wundervolle Geschichte über Familientragödien, Freundschaften und die Liebe.

Donnerstag, 17. Juni 2021

Rezension zu "Grenzgängerin aus Liebe" von Hera Lind [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Diana

ISBN: 978-3-453-29228-4

Erschienen am: 13.04.2021

Seiten: 416


Einzelband


Klappentext:


Die junge Sophie aus Weimar ist beeindruckt, als sie Hermann aus dem Westen kennenlernt. Soll sie Karsten, ihren verheirateten Liebhaber und einflussreichen DDR-Funktionär verlassen? Hermann schwärmt von Westdeutschland und verspricht Sophie das Paradies auf Erden. Doch als ihr Ausreiseantrag bewilligt wird, stehen nur seine Eltern am Bahnhof, Hermann selbst ist für Monate beruflich im Ausland. Das hält sie nicht aus, sehnt sich nach Karsten. Erneut überquert sie die Grenze, nicht ahnend, dass sie in eine Falle mit doppeltem Boden geraten ist …

 

Meine Meinung:


Nachdem ich vor ein paar Monaten „Die Frau zwischen den Welten“ gelesen habe, hat es mir Hera Lind mit ihren Tatsachenromanen angetan, so dass ich mich richtig gefreut habe, ein neues Werk der Autorin lesen zu dürfen. Ich kann an dieser Stelle vorweg nehmen, dass mich auch dieses Buch wieder in seinen Bann gezogen und absolut begeistert hat.

Die Autorin schafft es mit ihrem flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie mich direkt gefangen genommen und nur so durch die Seiten hat fliegen lassen. Dabei stellt sie die Protagonisten absolut authentisch da und lässt den Leser auf der Reise durchs Sophies Leben tief in deren Leben blicken. ACHTUNG KLEINER SPOILER!: Dem Nachwort konnte man entnehmen, dass es sich bei der Geschichte von Sophie jedoch gar nicht um die Geschichte einer einzelnen Person handelt, sondern der Autorin zwei Tatsachenberichte zur Verfügung standen von zwei unterschiedlichen Frauen, welche sie ineinander verwoben hat. Dies lies mich erstaunen, denn der Geschichte selbst merkt man dies nicht an.

Die Zeitspanne der Geschichte beginnt im Jahr 1974 und erstreckt sich bis ins Jahr 2020, auch wenn 46 Jahre eine sehr lange Zeit sind, hatte ich das Gefühl, die Zeit im Buch verfliegt einfach so. Die Entwicklung von Sophie hat mir sehr gut gefallen und ihre Ängste, Gedanken und Gefühle waren für mich sehr gut spürbar. Als Fan von deutscher Nachkriegsgeschichte, habe ich schon viele Bücher dieser Ost-/West-Thematik gelesen und doch habe ich bei jedem Buch das Gefühl, wieder etwas neues über die Zeit zu erfahren, die doch so gerne totgeschwiegen wird.

Ich habe das Buch also wie bereits erwähnt sehr gerne gelesen und freue mich sehr auf all die anderen Tatsachenromane der Autorin, die noch auf mich warten.

Sonntag, 13. Juni 2021

Rezension zu "Try & Trust" von Nena Tramountani [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin

ISBN: 978-3-328-10621-0

Erschienen am: 10.05.2021

Seiten: 464


Die-Soho-Love-Reihe

1. Fly & Forget // 22.03.2021

2. Try & Trust // 10.05.2021

3. Play & Pretend // 12.07.2021


Klappentext:


Matilda hat das Drama um die Liebe satt. Die Psychologie-Studentin ist sich sicher, dass man keinem Mann trauen kann. Davon versucht sie auch ihre Mitbewohnerin Briony zu überzeugen, die sich in den gut aussehenden Künstler Anthony verliebt hat. Denn Matilda durchschaut sofort, dass er mit ihrer besten Freundin spielt. Um Briony noch größeren Herzschmerz zu ersparen, geht sie einen gefährlichen Deal mit Anthony ein: Wenn er endlich aufhört, Briony falsche Hoffnungen zu machen, lässt Matilda sich von ihm malen – und zwar nackt. Doch mit jedem Pinselstrich erinnert er sie nicht nur an ihren längst begrabenen Traum, sondern auch an den Menschen, der sie früher war. Und plötzlich beginnt ihre Fassade zu bröckeln …


Meine Meinung:


Nachdem ich vor wenigen Wochen „Fly & Forget“, den ersten Band der Soho-Love-Reihe“ gelesen habe, habe ich mich sehr darauf gefreut in die WG in London und zu den tollen Charakteren zurück zu kehren.

Band zwei der Reihe widmet sich Matilda und Anthony und dabei ist es der Autorin wie schon in Band 1 gelungen eine wunderbare Liebesgeschichte ohne großem künstlichen Drama zu erzählen, die mich direkt in den Bann gezogen hat und sich ein wenig angefühlt hat wie nach Hause zu kommen.
Matilda welche zunächst eher sehr verschlossen und abweisend dargestellt wird, entwickelt sich nach und nach zu einer Protagonistin mit Tiefe, deren Ängste und Gefühle für mich sehr gut greifbar und nachvollziehbar waren. Dass sie sich ausgerechnet, in Anthony verliebt, der, der Schwarm ihrer besten Freundin ist, weckte in mir das Gefühl, dass es in dem Buch zu reichlich Spannungen und Konflikten zwischen Matilda und Briony kommen wird. Ob das wirklich so ist oder nicht, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten :-)
Anthony mochte ich von Anfang an total gerne. Mit jedem Detail, welches man aus seiner Vergangenheit erfährt, hatte ich das Gefühl ihn in den Arm nehmen und trösten zu müssen.
Dennoch bewundere ich, wie er mit seinen Erfahrungen daraus umgeht und sich selbst immer wieder stärkt.
Die Entwicklung der Beziehung zwischen den Matilda und Anthony hat mein Herz berührt und zeitweise hatte ich das Gefühl beide mal kräftigt schütteln zu müssen und gleichzeitig in den Arm nehmen zu wollen.

Ich habe also auch diesen Band sehr gerne gelesen und freue mich nun noch mehr auf Band 3, obwohl dies dann der Abschluss einer wunderbaren Reihe sein wird.