Sonntag, 2. Oktober 2022

Rezension zu "Die Welt mit deinen Augen" von Julia Engelmann [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann

ISBN: 978-3-442-49287-9

Erschienen am: 17.08.2022

Seiten: 128 Seiten


Einzelband 



Klappentext

»Wenn mir Regenbögen wie Graustufen erscheinen, denk ich daran, wie du gesagt hast: ›Schau dir diese Farben an!‹, und alles wird wieder bunt. Du hast dich gefragt, was bleiben wird: Ich sehe die Welt mit deinen Augen.« In bewegenden Gedichten spürt Julia Engelmann dem Glück und den großen und kleinen Fragen des Lebens nach: Woran denkst du? Wer sind wir? Wie gehen wir mit Neuanfang, Sehnsucht und Veränderung um? Wie finden wir neue Blickwinkel? Aus ihren Versen erklingt die Botschaft: Das Leben ist einzigartig, es gibt so viel Wundervolles zu entdecken, also lass uns gemeinsam um die Sonne fliegen und die Welt mal mit anderen Augen betrachten.



Meine Meinung:


Julia Engelmann ist seit vielen Jahren in der Welt der Poesie zu Hause und man merkt ihr und ihren Texten an, dass sie ihr Handwerk wirklich sehr gut beherrscht. Richtig bekannt wurde sie durch ihre „One Day“ Poetry, die mir bis heute noch im Ohr klingt und mein absolutes Lieblingsgedicht von der Autorin sind. Nun also ist mit „Die Welt mit deinen Augen“ ein neuer Gedichtband erschienen, der einen als Leser auch mal Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen und fühlen lässt.

Dabei schaffte es Julia Engelmann wieder einmal mich bei dem ein oder anderen Text voll und ganz abzuholen und mitzunehmen. Dem gegenüber stehen auch Texte, die mich nicht ganz erreichen konnten, aber das ist in meinen Augen vollkommen in Ordnung. Nicht alles kann einen vollauf begeistern oder gefallen.

Meine liebsten Gedichte aus diesem aktuellen Band sind:
- Nie zerbrechen, nur befreien
- Und so fängt es an
- Aufgehört zu träumen
- Vergessen/erinnern sowie
- Kleine Gedanken

Neben den teils mal längeren, teils kurzen Texten hat Julia Engelmann auch die Karikaturen in diesem Buch selbst gemalt und gibt somit dem Buch noch einmal mehr seine besondere und persönliche Note. Jede kleine Zeichnung passt perfekt zum Text oder Gedicht.

Fazit:

Für mich ist dies wieder ein mal ein sehr gelungener Gedichtsband für all jene die Poesie oder einfach nur kurze und sehr gefühlvolle Texte mögen welche teilweise unter die Haut gehen und einen nicht mehr loslassen.

Freitag, 30. September 2022

Rezension zu "Die Sehnsucht unserer Herzen" von Romy Terrell [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Selfpublished

ASIN: B0B787FWZN

Erschienen am: 29.09.2022

Seiten: 312 Seiten


Einzelband



Klappentext:


Amelia ist fassungslos. Rory wird sterben, doch niemand außer ihr weiß es. Um ihrem Bruder in den letzten Wochen nah zu sein, stimmt sie zu, gemeinsam mit seiner Verlobten und seinem besten Freund, Liam, einen Roadtrip durch Schottland zu machen. Liam mit den rauchblauen Augen, der Mann, den sie vor langer Zeit aus ihrem Herzen gerissen hat. Denn sie hat sich geschworen, ihn nie wieder so nahe an sich heranzulassen, dass er ihr dieses abermals brechen könnte. Doch dann ist es ausgerechnet Liam, der Amelia in der schweren Zeit Halt gibt.
Gemeinsam setzen die beiden alles daran, die noch verbleibende Zeit ihres Bruders zu der wundervollsten seines Lebens zu machen.


Meine Meinung:


Bei die „Sehnsucht unserer Herzen“ handelt es sich um einen Roman von Romy Terrell und ich muss ganz ehrlich gestehen, hätte die Autorin nicht Kontakt zu mir aufgenommen und mich gefragt ob ich ihren bald erscheinenden Roman vorab lesen möchte, ich wäre niemals auf dieses Buch aufmerksam geworden und das wäre mehr als schade gewesen.

Schon der Einstieg gefiel mir sehr gut und auch sehr leicht. Nach kürzester Zeit hatte ich einen sehr guten Lesefluss aufgebaut, welcher zum einen an dem sehr tollen Schreibstil aber auch dem unglaublich schönen Setting liegt, welches so bildhaft ist, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein.

Die vier Protagonisten Rory, Caitlin, Amelie und Liam sind schon Ewigkeiten Freunde. Amelia und Rory sind darüber hinaus Geschwister. Ich mochte jeden der vier auf Anhieb. Sie sind authentisch und sehr bildhaft dargestellt und es fiel mir leicht mich in ihre Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen. Amelias Herzschmerz bezüglich Liam konnte ich absolut nachempfinden und sie tat mir richtig leid. Tapfer, dass sie dennoch diesen Roadtrip ihrem Bruder zu Liebe auf sich genommen hat.

Rorys Erkrankung spielt zwar immer mal wieder eine Rolle, ist jedoch in der Präsenz nicht ständig anwesend, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da der Roadtrip ja dafür sorgen sollte, ihn einfach das Leben genießen zu lassen. Dennoch hat mir die Geschichte am Ende das ein oder andere Tranchen beschert.

Der rote Faden der Geschichte war durchweg zu erkennen und das Buch hat mich so für sich eingenommen, dass ich geradezu durch geflogen bin und gleichzeitig wollte, dass diese Geschichte niemals endet.

Allein wegen dem Klappentext wollte ich das Buch unbedingt lesen und auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist zwar kein Highlight, welches mich direkt in den Bann gezogen hätte, passt aber sehr gut zum gesamten Buch.

Fazit:

Ein wundervoller Roman, der gerade wegen der Schwere der Thematik mir sehr ans Herz gegangen ist und der einfach viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat.

Freitag, 23. September 2022

Rezension zu "Die Freundinnen vom Strandbad - Wogen der Freiheit" von Julie Heiland [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Ullstein

ISBN: 978-3-548-06560-1

Erschienen am: 28.07.2022

Seiten: 592


Müggelsee-Saga

1. Wellen des Schicksals // 27.05.2022
2. Wogen der Freiheit // 28.07.2022


Klappentext:

Ost-Berlin, August 1961. Die Jugendfreundinnen Martha und Betty verbringen einen Nachmittag im Strandbad Müggelsee, doch die Dritte im Bunde fehlt: Clara ist nach West-Berlin geflohen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Während es Betty nach einem Schicksalsschlag gelingt, als Schauspielerin Fuß zu fassen, beginnt Martha, gegen die Regierung zu protestieren. Ausgerechnet Betty wird von der Stasi gezwungen, Martha auszuspionieren, um ihre Karriere zu retten. Die Leben der Frauen entwickeln sich in völlig unterschiedliche Richtungen, und ihre Freundschaft droht zu zerbrechen. Werden die drei trotz aller politischen Widrigkeiten eines Tages wieder zueinanderfinden?


Meine Meinung:


Bei „Wogen der Freiheit“ handelt es sich um Teil 2 der Müggelsee-Saga, deren ersten Band im Mai diesen Jahres erschienen ist.

Theoretisch kann Band 2 unabhängig von Band 1 gelesen werden, ich empfehle jedoch (innerer Monk und so) zuvor Band 1 gelesen zu haben, da die Geschichte fortlaufend ist. Wobei, und das ist leider auch ein kleiner Kritikpunkt von mir, unheimlich viele Wiederholungen immer wieder im Buch eingebaut sind, so dass es dann teilweise auch etwas langatmig wurde.

Band 2 knüpft also nahtlos an Band 1 an. Die Protagonisten befinden sich im Jahr 1961 und die Mauer wird gerade gebaut. Fortan verfolgt man als Leser die unterschiedlichen Leben von Martha und Betty, welche beide im Osten wohnen und daher ihre Freundschaft weiter intensiv pflegen können, und auf der anderen Seite begleitet man Clara welche im Westen einen Neuanfang wagt und dabei auch sehr viel erlebt.

Die Protagonisten hatte ich ja in Band 1 schon sehr ins Herz geschlossen und es war schön, sie weiter verfolgen zu können. Dennoch fiel mir bei diesem Buch das erste Mal auf wie viele Themen doch alle in die eine Geschichte gequetscht wurden, als ob wirklich jedes Detail was einem zu DDR und Stasi einfallen einen Platz finden müsste. Da wäre vielleicht weniger auch einfach mehr gewesen. Dennoch konnte ich auch hier zeitweise das Buch nicht beiseite legen, weil ich einfach immer wieder der Geschichte folgen wollte.

Dann wiederum ging mir alles auch ein wenig zu schnell. Es war einerseits wirklich schön zu lesen, wie die Mauer fiel und was das mit den Freundinnen gemacht hat, aber das Ende kam mir einfach zu plötzlich. Ich könnte mir hier durchaus einen dritten Teil vorstellen, in dem dann die Freundinnen wieder „so richtig“ zueinander finden, glaube aber die Reihe ist wohl abgeschlossen.

Fazit:
Die Fortsetzung konnte mich leider nicht zu 100% überzeugen, im Gesamtbild gefällt mir die Diologie aber doch sehr gut.

Mittwoch, 21. September 2022

Rezension zu "Die Freundinnen vom Strandbad - Wellen des Schicksals" von Julie Heiland

Erschienen bei: Ullstein

ISBN: 978-3-548-06559-5

Erschienen am: 27.05.2022

Seiten: 624 


Müggelsee-Saga

 Wellen des Schicksals // 27.05.2022

Wogen der Freiheit // 28.07.2022


Klappentext:

Ost-Berlin, an einem heißen Julitag 1956: Ein dramatischer Badeunfall lässt drei junge Mädchen zu unzertrennlichen Freundinnen werden. Obwohl sie aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen kommen, teilen sie von nun an alles miteinander: Claras Träume von einem Leben im Westen, Bettys Liebe zum Film und einem regimetreuen Regisseur und Marthas Begeisterung für die FDJ. Die drei erleben die Höhen und Tiefen der ersten Liebe und streben gemeinsam nach Freiheit und Glück — nichts bringt sie auseinander. Bis schließlich der Bau der Mauer ihre Heimatstadt teilt und sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens stehen: fliehen oder bleiben?


Meine Meinung:


Bei Wellen des Schicksals handelt es sich um Band 1 der Müggelsee-Saga. Die Geschichte um die drei Freundinnen Betty, Martha und Clara.

Bislang kannte ich Julie Heiland, welche Journalistik studiert hat, und ihre Bücher nicht. Auf das Buch wurde ich beim Bücherstöbern aufmerksam und war direkt vom Klappentext angetan. Auch das Buchcover passt rückblickend für mich sehr gut zum gesamten Buch.

Die Geschichte startet in Teil 1 im Jahr 1956 bei dem sich die drei späteren Freundinnen, welche sich bisher nur von der Schule kennen, durch einen Unglücksfall näher kennenlernen und fortan eine enge Freundschaft entsteht. Dabei sind alle drei Freundinnen sehr unterschiedlich und doch jede auf ihre Art sehr authentisch. Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von einer der Freundinnen geschrieben. Die Autorin schaffte es dabei, dass man als Leser dennoch sehr gut mitkommt und den Durchblick behält, was bei häufig wechselnden Perspektiven ja durchaus auch mal eher schwierig sein kann. Darüber hinaus ist der Schreibstil sehr flüssig und lässt sich dadurch sehr gut lesen. Die Spannung der Geschichte wird die meiste Zeit gehalten, so dass es wirklich schwer war, das Buch auch mal beiseite zu legen. Die bildhafte Darstellung, schaffte es, dass ich zeitweise wirklich den „Müggelsee“ vor Augen sah.

Alle drei Protagonisten waren mir auf Anhieb sehr sympathisch. Doch besonders Claras Schicksal, welche durch ihren Lebensstil und Träume wenig Chancen in der damaligen DDR hatte, hat mich besonders berührt. Mit ihr habe ich wirklich mitgelitten und dann auch zum Ende hin mitgefiebert. Generell erlebt man gemeinsam mit den Protagonisten sehr starke Gefühle und viele Auf und Abs. Die Charaktere des Buches kommen somit absolut authentisch rüber und haben mein Herz sehr schnell für sich erobert gehabt.

Geschichten rund um Bau der Mauer beziehungsweise der Teilung Deutschlands sind nicht neu und doch konnte auch dieses Buch mir unbekanntes Wissen über die damalige Zeit vermitteln, was ich persönlich sehr schätze. Man merkt beim lesen sehr gut, dass hier ausführlich recherchiert wurde.

Fazit:
Ein schöner sommerlicher Roman über drei besondere Frauen und ihre Verbindung zueinander, welcher zeigt, das echte Freundschaft vieles überstehen und überdauern kann.

Freitag, 16. September 2022

Rezension zu "Zeitenwende am Potsdamer Platz" von Alexandra Cedrino [Werbung/Rezensionsexemplar]

 Erschienen bei: HarperCollins

ISBN: 978-3-7499-0122-7

Erschienen am: 28.06.2022

Seiten: 416


Die Galeristinnen-Triologie

1. Die Galerie am Potsdamer Platz // 24.05.2022

2. Zeitenwende am Potsdamer Platz // 28.06.2022

3. Wiedersehen am Potsdamer Platz // 21.07.2022


Klappentext:

1938: Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alice nach Deutschland zurück, um die Erbschaft zu regeln. Doch sie erkennt ihr geliebtes Berlin nicht wieder. Die Stimmung ist umgeschlagen, viele Freunde sind in Gefahr. Verzweifelt nutztdie Familie alle Möglichkeiten, um die Galerie zu halten und geliebte Kunstwerke zu retten.Aber Alice erkennt schnell, welch unheilvolle Macht die Nazis bereits auf dem Kunstmarkt haben. Bald schon geht es nicht mehr nur um Gemälde von unschätzbarem Wert, sondern um Leben und Tod. Der Einzige, der ihr jetzt noch helfen kann, ist ein alter Vertrauter – und ihr schlimmster Feind.


Meine Meinung:

Nachdem ich von Band 1 nicht ganz so begeistert war, brauchte es ein wenig Bedenkzeit um zu beschließen, dass ich der Reihe doch gerne eine Chance geben möchte und sie weiter verfolgen werden.

Im Nachhinein bin ich nun froh, dass ich Band 2 eine Chance gegeben habe. Zu Beginn des Buches, war ich tatsächlich noch sehr hin- und hergerissen, die für mich eher „negativen“ Punkte überwogen und die Geschichte, langweilte mich zunächst eher als, dass sie mich wirklich mit sich reißen konnte.

Doch ab der Mitte des Buches ungefähr, kam mit der Geschichte der jungen Familie welche Alice versucht zu retten, für mich persönlich die Wende. Auf einmal nahm das Drama eher Anlauf, konnte mich mitreißen und an sich fesseln, so dass ich ab dem Moment das Buch dann auch nicht mehr aus der Hand legen konnte. (Für mich persönlich finde ich es etwas schade, dass es doch noch so lange gedauert hat, an diesen Punkt zu kommen, bin aber im Nachhinein froh darüber, dass es überhaupt noch so weit kam.)

Alice konnte mich zeitweise als Protagonisten überzeugen, dann gab es aber auch wieder Momente, wo ich sie absolut nicht einschätzen konnte und mich gefragt habe, ob eine Frau in ihrem Alter zu der damaligen Zeit wohl so gehandelt hätte. Dennoch schien sie aufrichtig und sehr emphatisch vor allem ihren Mitmenschen gegenüber. Für mich macht ihre Entwicklung einen deutlichen Sprung in dem Moment wo sie alles riskiert um „neugewonnen“ Freunden vor der Gräueltaten der Nazis zu retten. Ob ihr das gelingt, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten (Spoilergefahr).

Der Schreibstil war für mich zunächst auch eher gewöhnungsbedürftig lies sich mit der Zeit dann aber doch sehr gut lesen.

Fazit:
Band 2 schafft es für mich Band 1 der Reihe zu toppen und hat definitiv mehr Potential als Band 1.

Donnerstag, 15. September 2022

Rezension zu "Das Haus der Hebammen - Carolas Chance" von Marie Adams [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Blanvalet

ISBN: 978-3-7341-1038-2

Erschienen am: 18.07.2022

Seiten: 400


Die Hebammen von Köln

1. Susannes Sehnsucht // 16.05.2022

2. Carolas Chance // 18.07.2022

3. Ellas Entscheidung // voraussichtlich 21.09.2022

 

Klappentext:

Köln. Das Geburtshaus in der Cranachstraße 21 ist längst kein Geheimtipp mehr und inzwischen als »Haus der guten Hoffnung« bekannt. Die drei Gründerinnen, die Hebammen Carola, Susanne und Ella, sind beste Freundinnen und ein eingespieltes Team. Fürsorglich und kompetent kümmern sie sich um große und kleine Patienten und Patientinnen. Carolas Kinder sind mittlerweile aus dem Gröbsten raus, und ihr Mann Andreas feiert Erfolge als Drehbuchautor. Alles könnte perfekt sein, doch Carola fühlt sich mehr und mehr entfremdet von ihrem Partner, der sich beschwert, sie arbeite zu viel. Als sie ihre alte Jugendliebe Karsten wiedertrifft, fragt sie sich, wie ihr Leben wohl mit ihm verlaufen wäre …


Meine Meinung:


Bei „Carolas Chance“ handelt es sich bereits um den zweiten Teil der Hebammen-Saga von Marie Adams, welches das Pseudonym der Schriftstellerin Daniela Nagel ist. An sich lässt dieser sich auch gut ohne Vorkenntnis von Band 1 lesen, um jedoch die Geburtsstunde des Geburtshauses zu erleben, sollte man dann doch bei dem ersten Teil beginnen.

Band 2 startet ca. 3 Jahre nach dem Ende der Geschichte von Band 1, zunächst fand ich dies etwas befremdlich, fand dann aber doch sehr schnell und gut in den neuen Band rein. Auch hier ging es mir dann wie in Band eins, einmal begonnen, konnte ich das Buch kaum beiseite legen und schwups, waren dann auch mal ganz schnell 100 Seiten gelesen. 
Ich habe mich sehr darüber gefreut, die 3 Protagonisten Susanne, Carola und Ella wieder zu treffen. Auch eine vierte Hebamme praktiziert nun im Kölner Geburtshaus und ebenso wie die anderen drei Charaktere ist auch Annett eine wunderbare Persönlichkeit, hat jedoch nicht ganz den gleichen Stellenwert wie die anderen drei Protagonisten, sondern eher eine „Nebenrolle“. In der Zeit zwischen den beiden Bänden scheint einiges passiert zu sein, welches der zweite Band teilweise rückblickend wiedergibt. Doch auch die anstehenden Ereignisse schafften es mich an das Buch zu fesseln. Dennoch muss ich sagen angesichts des Titels, hatte ich doch irgendwie etwas anderes erwartet. 

Das Buch widmet sich zwar Carola, welche nun nicht mehr die Hauptverdienerin für die Familie ist, nachdem ihrem Mann der Durchbruch als Autor, samt Buchverfilmung, geglückt ist. Auch Carolas Familie rückt somit eher in den Fokus der Geschichte und pubertierende Probleme aber auch wilde Partynächte und schlechte Noten trüben das Familienglück, bei denen Carola sich leider auch mal selbst vergisst und dabei ihre eigene angeschlagene Gesundheit hinten anstellt, dennoch scheint auch Susanne und Susannes starker Kinderwunsch samt schwierigen Eheleben im Fokus zu stehen. Meiner Meinung nach, nimmt das somit ein wenig den Wind aus den Segeln leider und ich persönlich hätte mir da einfach noch mehr den Fokus auf Carola beziehungsweise Susanne eher im Hintergrund gewünscht. Dennoch finde ich diese starke Freundschaft, welche die beiden und auch mit Ella verbindet unbeschreiblich schön. Solche Freundschaften sind es, auf die es auch im wirklichen Leben ankommt.

Wenn man in den 90er Jahren seine Kindheit erlebt hat oder schon Erwachsen war, so wird man sehr viele TV-Serien, Naschsachen aber auch viele andere typische 90’er Dinge in dem Buch wiederfinden. Gerade das hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen, da es mich einfach sehr an meine eigene Kindheit erinnert hat.
Das Cover hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und noch immer finde ich die Gestaltung dieser sehr schön.

Fazit:
Trotz meiner Meinung nach ein paar kleinerer Schwächen und einem etwas irreführenden Titel, ist dies ein wunderbares Buch welches man auf jeden Fall lesen sollte.

Mittwoch, 7. September 2022

Rezension zu "Der schönste Zufall meines Lebens" von Laura Jane Williams [Werbung, Rezensionsexemplar]

 

Erschienen bei: Knaur

ISBN: 978-3-426-52741-2

Erschienen am: 01.08.2022

Seiten: 352


Einzelband


Klappentext:


Nichts wünscht sich die 30-jährige Londonerin Penny Bridge mehr, als Mutter zu werden – vielleicht auch, weil sie ihre eigene Mutter schon früh verloren hat. Doch mit der Liebe hat Penny einfach kein Glück. Das ändert sich auch nicht, als ihr der Zufall gleich mehrmals den Traummann Francesco vor die Nase stellt. Denn kurz darauf muss Penny aus London nach Derbyshire ziehen, um sich um den Pub ihres erkrankten Onkels zu kümmern. Zu ihrer eigenen Überraschung genießt sie es, sich um das Team zu kümmern, zu kochen und den Pub-Besuchern leckere neue Gerichte zu servieren. Dass die Arbeit sie nur zu gut von ihren Gedanken an Francesco ablenkt, gibt sie nur heimlich zu. Als plötzlich zwei weitere wundervolle Männer in Pennys Leben treten, ist das Gefühlschaos perfekt. Doch auch Francesco kann Penny nicht vergessen und steht eines Tages bei ihr vor Tür – er hat seinen Job als Koch in London gekündigt und bietet ihr an, sie im Pub zu unterstützen. Was nun? Wie viele Herzen kann eine Frau verschenken? Und was, wenn keiner der drei der Richtige ist, um Pennys größten Wunsch zu erfüllen?


Meine Meinung:


Nachdem ich vor kurzem „Say yes - Perfekter wird’s nicht“ von der Autorin als Hörbuch gehört hatte, war ich absolut hin und weg. Auf der Suche nach weiteren Büchern der Autorin wurde ich also auf diese Neuerscheinung aufmerksam. Der Klappentext und das Cover haben mich direkt angesprochen und daher freute ich mich sehr auf das Buch.

Auch in diesem Werk konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil von sich überzeugen. Er ließ sich gut lesen, jedoch merkte ich sehr schnell, dass in der Geschichte teilweise ziemliche Sprünge von einer Situation zur nächsten gemacht wurde und dies ließ mir den Lesefluss dann doch beschwerlich werden. Zeitweise musste ich gewisse Zeilen dann nochmal lesen um den „Sprung“ zu erkennen. Eine Kennzeichnung durch Absätze wäre hier meines Erachtens nach sehr hilfreich gewesen.

Penny konnte mich als Protagonisten leider nur sehr schwer erreichen. Zwar kam sie mir durchaus authentisch vor, jedoch wurde ich einfach nicht richtig warm mit ihr. Mir fehlten hier ganz eindeutig die Gefühle. Penny erlebt wahnsinnig viel und fühlt dabei sicher auch eine Menge, gerade im Hinblick auf die Konstellation mit den drei verschiedenen Männern und der Angst um ihren kranken Onkel, wobei ich die „Angst“ noch am ehesten spüren konnte. Alles andere kam mir leider sehr oberflächlich und unterkühlt vor.

Auch die Nebenprotagonisten sind leider eher unscheinbare Persönlichkeiten, so dass mir schon kurz nach Beenden des Buches klar ist, dass diese Geschichte sich leider nicht allzu lange in meinem Gedächtnis halten wird. Leider.

Trotz all meiner bisherigen Kritik, hat das Buch und die Geschichte dennoch einen roten Faden, der beim Lesen auch ganz klar zu erkennen ist. Die Covergestaltung gefällt mir sehr gut, wobei ich es vielleicht ein wenig besser finden würde wenn nicht alle Personen auf dem Cover miteinander verbunden wären, sondern von der Frau auf dem Cover aus, einzelne Fäden zu den männlichen Coverabbildungen gehen würde.

Fazit:

Nettes Buch für zwischendurch, dass leider meinen Lesegeschmack nicht ganz getroffen hat.

Dienstag, 30. August 2022

Rezension zu "Das St. Alex - Nachtleuchten" von Anne Lück [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Knaur

ISBN: 978-3-426-52894-5

Erschienen am: 01.08.2022

Seiten: 400


Das St. Alex

1. Nachtleuchten // 01.08.2022

2. Tagmond // voraussichtlich 01.12.2022


Klappentext:

Samira hat keine Zeit für die Liebe: Neben ihrem Job auf der Kinder-Palliativstation des Berliner St.-Alex-Krankenhauses hat sie alle Hände voll damit zu tun, sich um ihre drei jüngeren Brüder zu kümmern. Ihre Mutter ist dazu offenbar nicht in der Lage. Deshalb übernimmt Sami auch so oft wie möglich Nachtschichten, um tagsüber für ihre Familie da zu sein. Der junge Arzt Louis hingegen zieht nach einem späten Feierabend gern noch durch die Berliner Clubs. Jemand wie er passt überhaupt nicht in Samis Leben, findet sie. Aber dann kommen die beiden bei einer gemeinsamen Nachtschicht dem seltsamen Fall einer jungen Patientin auf die Spur – und einander näher …



Meine Meinung:


Für mich war „Das St. Alex Nachtleuchten“ das erste Buch der Autorin und sicherlich nicht das letzte.
Angesprochen hat mich hier ganz klar, der Fakt, dass dieses Buch in einem Krankenhaus spielt beziehungsweise von einem Krankenhaus handelt.
Kaum mit dem Buch begonnen, zog es mich auch direkt in seinen Bann. Anne Lücks Schreibstil lässt sich flüssig lesen und hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen.

Die Autorin hat Protagonisten erschaffen, die authentischer nicht sein könnten. So war mir Samira direkt sympathisch. Ihre Einstellung ihrer Arbeit gegenüber und auch ihren Brüdern, welche bei ihr leben, lies die junge Frau Anfang 20 jedoch häufig älter wirken. Gerade in sozialen Berufen ist das ja oft so, dass junge Menschen recht schnell „erwachsener“ wirken als in manch anderen Berufen, einfach weil der Job es mit sich bringt.

Louis ist mir ebenso von Anfang an positiv aufgefallen auch wenn es zunächst den Anschein machte, als ob er sehr distanziert allem gegenüber eingestellt sei. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet umso mehr erkennt man welch wundervoller Mensch in dieser Figur steckt und dass manchmal ein wenig Selbstschutz dafür sorgt nicht alles direkt preiszugeben. (Was genau Louis „Geheimnis“ ist, müsst ihr natürlich selbst lesen 🤭 ).

Der „seltsame Fall der jungen Patientin“, wie es im Klappentext erwähnt wird, scheint meiner Meinung nach in diesem etwas „überspitzt“ beschrieben, denn darunter hatte ich mir tatsächlich mehr vorgestellt. Leider wurde es dann eher immer mal wieder nur kurz zum Thema. An dieser Stelle muss ich leider anmerken, dass die Krankenhaus-Vibes mir persönlich viel zu wenig waren, dafür dass es um ein „Krankenhaus-Buch“ gehen soll. Viel mehr war das Leben und die Probleme von Samira hier der Fokus der Geschichte. Doch auch damit konnte mich die Autorin voll und ganz für das Buch begeistern. So schafft Anne Lück es Samira ein Leben voller persönlicher Dramen zu „bescheren“ ohne das Buch dadurch künstlich dramatisch wirken zu lassen. Viel mehr fühlte ich mich reinversetzt in die alltäglichen Probleme die das Leben eben so mit sich bringt. Wahrscheinlich machte gerade das Sami mir so sympathisch.

Die Geschichte hatte durchweg einen roten Faden, so das eins das andere ergab und dennoch kaum vorhersehbar war oder jemals langweilig wurde.

Sollte jemand Bedenken haben, dieses Buch zu lesen, weil es auf einer Kinder-Palliativstation spielt, so kann ich eines sagen, natürlich sind ernste oder gar tödliche Erkrankungen bei Kindern absolut nicht schön, in diesem Buch stehen sie allerdings nicht im Fokus. Die Triggerwarnung sollte man dennoch beachten sollte man das Gefühl haben, dass dieses Buch etwas in einem auslösen könnte.

Cover und Klappentext sprechen ebenfalls für sich und haben mir von Beginn an sehr gut gefallen.

Fazit:
Ein wundervolles und gefühlvolles Buch welches einen einfach mit sich reißt und so schnell nicht mehr loslässt.

Mittwoch, 24. August 2022

Rezension zu "Zwei Herzen unter acht Millionen" von Kate Spencer [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin

ISBN: 978-3-328-10759-0

Erschienen am: 09.05.2022

Seiten: 480



Einzelband



Klappentext:


Es ist nur einer dieser New Yorker Momente: Die verrücktesten Dinge geschehen, aber wenige Minuten später ist es, als wären sie nie passiert. So redet sich Einrichtungsdesignerin Fran die peinlichste Szene am schrecklichsten Tag ihres Lebens schön. Dabei sieht sie den Moment noch genau vor sich: Wie sie frisch gefeuert und schwitzend in die überfüllte U-Bahn sprintet, ihr Kleid in der Tür einklemmt, es am Rücken aufreißt, und ihr ein attraktiver Fremder sein rettendes Gucci-Sakko um die Schultern legt – um zu verhindern, dass sie ganz New York ihre Unterwäsche präsentiert. Als Fran wenig später online ein Video von der Begegnung mit ihrem geheimnisvollen Retter entdeckt, das angeblich den Beginn einer echten Lovestory zeigt, möchte sie noch weiter im Erdboden versinken. Zum Glück ist das Schöne am Leben in einer Stadt mit acht Millionen Einwohnern, dass man sich sowieso nie wiedersehen wird. Oder?


Meine Meinung:


Bei „Zwei Herzen unter acht Millionen“ handelt es sich um den Debütroman der Autorin. Bereits mit diesem Buch, hat die Autorin es geschafft sich in mein Romance-liebendes Herz zu schleichen. 

Direkt mit dem Einstieg in das Buch begibt man sich mit Fran und Hayes auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und das aber durchweg im positiven Sinne. Versehen mit sehr viel Humor verfolgt man eine Liebesgeschichte der besonderen Art und kann sich als Leser natürlich denken, dass die Protagonisten sich früher oder später näher kommen werden und doch kommt die ein oder andere absolut unvorhergesehene Komponente, die einen mit den beiden mitfiebern lässt.

Fran und Hayes Geschichte wird abwechselnd aus seiner und ihrer Sicht erzählt. Mir persönlich hat gerade dieser Perspektivenwechsel der beiden Protagonisten gefallen, da man so von beiden sehr genau die jeweiligen Gefühle und Gedanken, verstehen und auch nachvollziehen konnte. So hat man als Leser stets den aktuellen Gemütszustand vor Augen während die Protagonisten noch „umeinander umher schleichen“. Somit war man als Leser den beiden Protagonisten einfach immer voraus, dies hat der Spannung dennoch nicht seinen Abbruch getan.

Der Schreibstil ist fließend und sehr harmonisch. Die Geschichte konnte mich direkt in den Bann nehmen und mit sich reißen. Das Setting war grandios. Ich selbst, war noch nie in New York und konnte mir dennoch alles sehr gut an Hand der Beschreibungen vorstellen. Zeitweise hatte ich eher das Gefühl ich würde eine romantische Komödie im Fernsehen sehen, statt einem Buch zu lesen so bildlich war diese Geschichte. Umso mehr habe ich nun ein wenig das „Verlangen“ selbst endlich mal nach New York zu reisen um die bekannten Touristenpunkte zu besichtigen und ein wenig auf den Pfaden von Fran und Hayes zu wandern.

Die Protagonisten und auch Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet und harmonieren wunderbar miteinander. Gerade Frans beste Freundinnen haben mir sehr gut gefallen und auch der Austausch zwischen den dreien war durchaus amüsant. Hayes scheint zunächst eher unterkühlt und abweisend, konnte im Verlauf der Geschichte allerdings nicht nur Frans Herz sondern auch meines erobern.

Welche Irrwege die beiden dabei in Kauf nehmen müssen, muss man dann aber schon selbst lesen. Ich kann dazu definitiv nur raten. Denn dieses Buch fällt für mich absolut und die Kategorie Wohlfühlroman.

Fazit:
Dieses Buch nimmt einen von Beginn an in den Arm und verfestigt seine Umarmung im Verlauf immer weiter. Der Autorin ist somit ein wundervolles Debüt geglückt und ich bin sehr gespannt, ob wir noch weitere Bücher der Autorin lesen werden dürfen.

Dienstag, 16. August 2022

Rezension zu "Leuchtfeuer" von Corina Bomann [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin

ISBN: 978-3-328-60226-2

Erschienen am: 27.06.2022

Seiten: 624


Die Waldfriede-Saga

1. Sternstunde // 27.12.2021

2. Leuchtfeuer // 27.06.2022

3. Sturmtage // voraussichtlich 28.12.2022

4. Wunderzeit // voraussichtlich 12.07.2023


Klappentext:


Berlin-Zehlendorf, 1933. Gerade als sich das Waldfriede endlich einen Namen gemacht hat und Klinikleiter Conradi in die Berliner Chirurgische Gesellschaft aufgenommen wird, ziehen mit der Machtergreifung der Nazis dunkle Wolken am Horizont auf. Plötzlich steht das Waldfriede und sein Personal unter Beobachtung. Doch die junge Kinderschwester Lilly sorgt sich weniger um sich selbst als um ihre kleinen schutzbedürftigen Patienten und die Menschen, die ihr nahestehen: Längst hat sie erkannt, dass ihre Gefühle für den Arzt Rudolph Kirsch über ein rein berufliches Verhältnis hinausgehen. Sie ahnt, dass sie nicht als Einzige ein Geheimnis verbirgt. Die Zeiten werden immer bedrohlicher, und Lilly immer verzweifelter: Soll sie alles riskieren – um am Ende vielleicht alles, was ihr am Herzen liegt, zu verlieren?


Meine Meinung:


Wow, einfach wow. 😯 Ich persönlich lese ja wahnsinnig gerne historische Romane, jedoch schrecken mich mehr als 450 Seiten Bücher meistens eher ab. Nachdem ich Anfang des Jahres aber Band 1 der „Die Schwestern vom Waldfriede“-Reihe in den Händen hielt, musste ich noch nicht mal den Klappentext lesen um zu wissen, dieses Reihe möchte ich unbedingt lesen. Geht es doch um meine Lieblingsstadt zu meiner liebsten historischen Zeit und dann auch noch um die Entstehung eines Krankenhauses. Band 1 durfte also einziehen und wurde dann im Juni endlich gelesen kurz bevor Band 2 erschien.


Band 2 knüpft nahtlos dort an, wo Band 1 endet und sollte daher nicht unabhängig voneinander gelesen werden. Möglich wäre es aber natürlich schon.

Der Schreibstil ist bildlich und so fließend, dass ich einfach nur durch die Seiten geflogen bin und irgendwann gar nicht mehr das Gefühl hatte, ein so „dickes“ Buch in den Händen zu halten.

Die Lesestunden flogen somit einfach an mir vorbei und ich konnte das Buch einfach nicht mehr beiseite legen.

Die Hauptprotagonisten in diesem Bin ist die junge Lilly, welche als Kinderkrankenschwester ans Waldfriede kommt und dort ihr Glück in ihrem Beruf sucht. Lilly ist eine sehr emphatische und pflichtbewusste Krankenschwester mit einem Geheimnis, welches am Waldfriede keiner erfahren darf, da sie befürchtet, dass sie ihre Anstellung sonst wieder verliert. So gerät man als Leser mit in den Strudel von Lillys Leben zwischen Klinik und Privatleben, in dem sie versucht beiden gerecht zu werden und erkennt, dass sie über sich herauswachsen muss, wenn sie beschützen möchte, was ihr wichtig ist.

Mir hast die Protagonisten sehr gut gefallen und ich konnte mich sehr gut in ihre Person und ihre Gedanken hineinversetzen.

Auch altbekannte Gesichter trifft man wieder und auch dieses mal lacht und leidet man mit ihnen. Die „Einschübe“ aus der tatsächlich existierenden Chronik des Krankenhauses Waldfriede fand ich persönlich sehr gut gewählt und machen nochmal deutlich, dass es dieses Krankenhaus zu der Zeit tatsächlich so gab und heute noch gibt. Man merkt, dass die Autorin da sehr gut und intensiv nachgeforscht hat und fühlt richtig diesen Geist, den das Krankenhaus umgibt. (Meiner Meinung nach)

Fazit:
Ein großartiges Buch aus einer der dunkelsten Zeiten Deutschlands, welches einen mitreißt und so schnell nicht mehr loslässt.

Montag, 8. August 2022

Rezension zu "Genieße jeden Moment" von Audrey Carlan [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Heyne

ISBN: 978-3-453-42457-9

Erschienen am: 09.05.2022

Seiten: 416


My Wish-Reihe

1. Breite deine Flügel aus // 09.11.2021

2. Strahle wie die Sonne // 08.02.2022

3. Genieße jeden Moment // 09.05.2022

4. Greife nach den Sternen // voraussichtlich 10.08.2022


Klappentext:

Seit sie denken kann, hat sich Isabeau verloren gefühlt, so als würde ihr etwas Entscheidendes fehlen. Als an ihrem 25. Geburtstag zwei Frauen vor ihrer Tür stehen und behaupten, ihre Schwestern zu sein, ist Izzy verwirrt, wütend, aber auch neugierig. Sie liest die Briefe ihrer verstorbenen Mutter Catori und macht sich klopfenden Herzens auf den Weg nach Pueblo, Colorado. Mit jedem Schritt, den sie ihrer neuen Familie näherkommt, beginnt sich die Leere in ihr zu füllen. Izzy beschließt, bei ihren Schwestern zu bleiben, nicht nur, um ihr indigenes Erbe besser zu verstehen, sondern auch wegen des attraktiven Kyson, der eine Traurigkeit in seinen Augen hat, die sie selbst nur zu gut kennt. Doch reicht gegenseitiges Verständnis aus, um einander zu heilen? Izzy hat einen Wunsch in ihrem Herzen, der immer stärker wird …


Meine Meinung:

„Genieße jeden Moment“ ist Band 3 aus der Reihe „My wish“ der bekannten Autorin Audrey Carlan.

Mit diesen Büchern, hat die Autorin mir bewiesen, dass sie nicht nur „Erotikbücher“ schreiben kann sondern auch Geschichten, die unter die Haut gehen, einen berühren und fühlen lassen.

Dennoch bin ich nach dem Lesen von Band 3 etwas ernüchtert.

Während ich Band 1 und 2, Band 2 sogar noch etwas mehr, sehr gemocht habe, hatte ich bei Band 3 das Gefühl, dass zwar die Hauptprotagonisten pro Buch „ausgetauscht“ werden (man kennt sie zwar meist schon aus den vorausgegangen Buch, sie bekommen aber ihre eigene Geschichte), der Plot an sich ist jedoch nicht neu und ähnelt immer stark den anderen Büchern. Das fand ich persönlich sehr schade, denn so hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, die Geschichte kenne ich so oder so ähnlich schon nur mit anderen Personen.

Auch der ein oder andere „Logikfehler“ blieb dieses Mal nicht verborgen, den ich nicht ausführlich ausführen möchte (Spoilergefahr), jedoch tauchte in Band 3 eine Szene auf, welche in Band 2 das Ende darstellte. Sie schien in Band 3 jedoch ein klein wenig anders abzulaufen als in Band 2 beschrieben und das verwirrte mich dann doch sehr.

Am Schreibstil gibt es weiterhin nichts zu meckern. Audrey Carlan steht ja seit vielen Jahren eher für „derbere“ Bücher, in denen es sehr viel um Erotik, körperliche Anziehung und Sex und eher hintergründig um „große“ Gefühle geht. Das ist bei dieser Reihe tatsächlich ein klein wenig anders. Natürlich spielt auch hier die körperliche Zuneigung eine Rolle, jedoch nicht so stark wie in bereit zuvor erschienen Reihen. Diese Bücher sind also teilweise sehr Gefühlvoll und mit wirklich tollen zum nachdenken anregenden Sätzen versehen, dass man zeitweise das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann.

Fazit:
Ein nettes Buch für zwischendurch, welches einen in ein wundervolles Setting und eine tolle Kleinstadt abtauchen lässt, einen jedoch immer wieder deutliche parallelen zu den Vorbänden aufweist und somit zeitweise etwas langatmig wirkt.

Mittwoch, 3. August 2022

Rezension zu "Die Galerie am Potsdamer Platz" von Alexandra Cedrino [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins

ISBN: 978-3-7499-0377-1

Erschienen am: 24.05.2022

Seiten: 384


Die Galeristinnen-Triologie

1. Die Galerie am Potsdamer Platz // 24.05.2022

2. Zeitenwende am Potsdamer Platz // 28.06.2022

3. Wiedersehen am Potsdamer Platz // 21.07.2022


Klappentext:

Alice zieht nach Berlin, um Anschluss an ihre Familie, einstmals angesehene Kunsthändler, zu finden. In der pulsierenden Hauptstadt fühlt sie sich sofort wohl und entdeckt ihr Talent als Fotografin. Und sie verliebt sich stürmisch in den Deutsch-Iren John. Trotz vieler Widerstände plant Alice, die einst legendäre Galerie der Familie am Potsdamer Platz wiederzueröffnen. Dabei begegnet sie Erik, Erbe einer spektakulären Kunstsammlung. Doch ist er wirklich daran interessiert, ihr zu helfen? Es sind unruhige Zeiten, und der Aufstieg der Nationalsozialisten droht bald, all ihre Hoffnungen zu zerstören ... 


Meine Meinung:

Sobald ich einen neuen historischen Roman entdecke, überlege ich selten lange, und weiß meist schon in der ersten Minute, dieses Buch muss ich unbedingt lesen. 


Natürlich schaue ich dann auch nochmal auf den Klappentext und der sagte mit bei „Die Galerie am Potsdamer Platz“ auch direkt zu.

Am Ende des Buches bleibt nun aber leider etwas Ernüchterung. Nicht weil ich das Buch schlecht fand, das war es absolut nicht. Aber irgendwie waren meine Erwartungen oder meine Vorstellungen von dem Buch eine andere.

Am Ende habe ich das Gefühl ich habe kaum etwas von dieser Galerie erfahren, um die es doch laut dem Titel gehen sollte.

Dafür hat mich das Buch mit seinem familiären Zwist an sich gefesselt. Alice die nach dem Tod ihrer Mutter nach Berlin kommt und dort nur teilweise mit offenen Armen empfangen wird, gerät recht schnell zwischen die „Fehde“ zwischen ihrer Großmutter und ihrer Tante. An dieser Stelle, hat mir die junge Frau einfach sehr leid getan.

Die Liebesgeschichte zwischen Alice und John hat mir sehr gut gefallen aber auch da war ich kurzzeitig verwirrt, als John plötzlich weg war.

Dennoch kann ich einfach nur nochmal sagen, dass ich mir irgendwie was anderes von dem Buch erwartet habe und daher mit sehr gemischten Gefühlen zurück bleibe. Da es sich bei dem Buch um den Auftakt einer Triologie handelt, bin ich noch am hadern, den beiden anderen Teilen eine Chance zu geben, wobei sie es sicherlich verdient haben.

Fazit:
Meine Gefühle sind gemischt und ich kann das Buch nicht uneingeschränkt weiterempfehlen, kann aber auch nicht sagen, dass es nicht gut war.

Montag, 25. Juli 2022

Rezension zu "Up to date - 3 Dates machen noch keine Liebe" von Beth O'Leary [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Diana

ISBN: 978-3-453-36106-5

Erschienen am: 09.05.2022

Seiten: 416


Einzelband


Klappentext:


Drei Frauen. Drei Dates. Ein Mann, der nicht auftaucht … 8.52 Uhr: Siobhan ist mit Joseph Carter zum Frühstück verabredet. Sie war überrascht, als er das Date vorschlug – sonst trifft sie ihn spät abends im Hotelzimmer. Frühstück mit Joseph am Valentinstag bedeutet sicherlich etwas. Aber wo bleibt er nur? 14.43 Uhr: Der Valentins-Lunch mit Joseph Carter ist für Miranda das Zeichen, dass die Dinge zwischen ihnen ernster werden. Wann er wohl endlich kommt? 18.30 Uhr: Auf einer Verlobungsparty will Joseph Carter für Jane den Fake-Boyfriend spielen. Sie kennen sich noch nicht lange, aber ihre Verbindung ist schnell der beste Teil von Janes neuem Leben in Winchester geworden. Joseph hat versprochen, ihren Abend zu retten. Aber er ist nicht hier …


Meine Meinung:



Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil ich einfach schon sehr viel gutes über die zuvor erschienen Bücher der Autorin gehört habe und auch hier fand ich Klappentext und Cover absolut ansprechend. Das Cover passt auch zu den zuvor erschienen Büchern der Autorin und hat somit einen absoluten Wiedererkennungswert, was ich persönlich sehr mag. 

Leider war ich dann doch recht schnell ernüchtert von der Geschichte an sich. Zunächst fiel es mir irgendwie schwer generell reinzukommen in die Geschichte. Die Erzählweise fand in 3 verschiedenen Sichtweisen statt und zwar aus der Sicht, der drei Frauen. Obwohl über jedem neuen Kapitel stand aus wessen Sichtweise denn nun berichtet wird, verwirrte mich das dennoch sehr.

Zwischen drin erschien mir das Buch dann leider sehr langatmig und wenig unterhaltsam. Gefühle fehlten hier meiner Meinung nach gänzlich so dass ich leider auch keinen richtigen Bezug zu den Protagonisten aufbauen konnte.

Je weiter ich dann las, obwohl ich zwischendrin wirklich überlegte das Buch abzubrechen, umso verwirrter wurde ich dann weiterhin.

Am Ende angelangt machte die Geschichte dann endlich eine Sinn. Diese Ausgangssituation, fand ich dann tatsächlich sehr gut, jedoch ärgerte es mich dennoch, dass ich mich so durch das Buch „quälen“ musste um es am Ende dann endlich verstehen zu können, wieso alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist.

Jedoch muss man der Autorin hier dann zu Gute halten, dass ich bisher keinen Liebesroman gelesen habe, der mit solch einem Plotttwist überrascht und im Endeffekt, fand ich den dann auch wirklich gut.

Fazit:
Trotz einem richtig tollen Ende, kann ich dieses Buch leider nur eingeschränkt weiterempfehlen, weil es zwischendrin einfach wirklich sehr langatmig ist.