Sonntag, 28. März 2021

Rezension zu "Dein erster Blick für immer" von Zoe Folbigg [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Lübbe

ISBN: 978-3-404-18350-0

Erschienen am: 29.01.2021

Seiten: 384



Einzelband



Klappentext:


Maya ist hoffnungslos romantisch. Sie liebt nostalgische Kleider und französisches Gebäck und glaubt an die Liebe auf den ersten Blick. Als sie eines Morgens im Zug einem jungen Mann gegenübersitzt, dessen sanfte Augen konzentriert auf die Seiten eines Romans blicken, ist es um sie geschehen. Mit Schmetterlingen im Bauch steigt sie nun jeden Morgen in den Zug, doch der schöne Fremde scheint sie nicht zu bemerken. Ein kleiner Zettel soll ihrem Glück auf die Sprünge helfen - mit ungeahnten Folgen ...



Meine Meinung:


Das Cover und der Klappentext waren so ansprechend, dass ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und es unbedingt lesen wollte.

Leider gestaltete sich der Einstieg ins Buch für mich schwierig, da ich mit dem Schreibstil zu Beginn so gar nicht warm wurde. Oft hatte ich das Gefühl, als mache die Autorin mitten in einem Satz Zeitsprünge, so dass ich teilweise sehr verwirrt von der Handlung war. Hinzu kam dass sie , für mich eher nebensächliche Dinge wie die Kleidung der Protagonisten bis ins kleinste Detail zu beschreiben, häufig wiederholte. Das kann sicherlich daran liegen, das Maya in einem Modeunternehmen arbeitet und daher der Fokus Mode in diesem Buch sehr hoch ist.

Die eigentliche Geschichte jedoch, kam eher nur sehr langsam in Fahrt. Dennoch ab ca. der Hälfte des Buches hatte ich mich dann auch mit dem Schreibstil angefreundet, so dass mir das Lesen schließlich auch leichter fiel und der Plot der Geschichte mich auch sehr interessierte und zeitweise in den Bann nahm. Besonders gefallen hat mir hier, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Maya als auch von James erzählt wird. Dennoch kam bei mir leider nicht wirklich das Gefühl auf einen Liebesroman in der Hand zu halten und ein Happy End schien mir lange Zeit in sehr weiter Ferne. Insgesamt begleitet man die beiden über einen sehr langen Zeitraum und lernt viele Dinge aus ihrem täglichen Leben kennen. Trotzdem hatte ich hier des öfteren das Gefühl, die einzelnen Protagonisten doch nicht so gut kennengelernt zu haben oder nur sehr oberflächlich.

Unterm Strich muss ich sagen, dass ich mich durch dieses Buch eher „geschleppt“ habe und eigentlich nach wenigen Seiten schon eher an dem Punkt war, wo ich das Buch zunächst abbrechen wollte. Im Nachhinein habe ich das Buch schon gerne gelesen, mir persönlich fehlte es in diesem Buch jedoch eindeutig an Handlung.

Montag, 22. März 2021

Rezension zu "Hinter vier Mauern" von Katie Weber [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Selfpublish

ASIN: B07ZTYHBBB

Erschienen am: 30.10.2019

Seiten: 290



Mitbewohner-Reihe

1. Unter einer Decke // 23.01.2017

2. Über zwei Ecken // 07.11.2017

3. Zwischen drei Fronten // 18.04.2018

4. Hinter vier Mauern // 30.10.2019

5. Auf fünf Stufen // 05.02.2021




Klappentext:


Nie hätte Toni gedacht, dass ihr Leben solch eine Wendung nimmt, als sie, um Schutz zu finden, in ein fremdes Haus einsteigt und plötzlich vier jungen Eishockeyspielern gegenübersteht. Dabei wollte die junge Frau doch nur der ihr so verhassten Seifenblase der High Society entfliehen, in der sie seit ihrer Kindheit dank ihrer weltberühmten Mutter gefangen war.Um sich selbst zu beweisen, dass mehr in ihr steckt, als ihr Nachname vermuten lässt, stürzt sie sich in ein gefährliches Abenteuer. Doch die jungen Sportstudenten, in deren Haus sie dabei unerlaubterweise landet, haben nicht vor, Toni der Polizei zu übergeben. Stattdessen wollen sie helfen, ihr Leben neu zu ordnen, und unterbreiten ihr ein Angebot, das sie nicht ausschlagen kann. Nur einer scheint davon weniger begeistert: der eigentliche Eigentümer des Hauses und Captain des College-Eishockeyteams, Devon Henderson.



Meine Meinung:




Nachdem mir die beiden vorausgegangen Bände nicht ganz so gut gefallen haben, war ich von diesem Band mehr als überrascht. Schon nach den ersten Kapiteln war ich so sehr in der Geschichte drin, die nun wirklich ganz anders war, als alle anderen Geschichten zuvor und auch nicht an einen der Vorgängerbände erinnerten.

Die Charaktere waren bis ins letzte Detail wunderbar ausgearbeitet und absolut herzlich. Toni umgab von Anfang an etwas sehr geheimnisvolles, was mich direkt in den Bann zog. Dabei fügte sich dieses Geheimnis und das Auftauchen einer geheimnisvollen Person richtig toll in die Geschichte ein. Die Mitbewohner von Devon besitzen so ein großes Herz, dass ich sie direkt in das meinige geschlossen habe und nichts dagegen gehabt hätte selbst mit ihnen zusammen zu wohnen. Devon der zunächst sehr zurückhaltend wirkt, was für mich in dieser Situation durchaus nachvollziehbar war, taut auch recht schnell auf und zeigt ganz deutlich, dass er nicht der unterkühlte Typ ist, für den ich ihn zunächst gehalten hatte.

Der Schreibstil ist auch in diesem Band wieder locker und leicht und voller Humor aber auch mal etwas geheimnisvoller und genau das hatte es mir dieses Mal angetan, daher kann ich dem Buch eine ganz klare Leseempfehlung geben.

Dienstag, 16. März 2021

Rezension zu "I'm a Nurse" von Franziska Böhler

Erschienen bei: Heyne

ISBN: 978-3-453-60560-2

Erschienen am: 10.08.2020

Seiten: 256



Einzelband



Klappentext:


Franziska Böhler, Krankenschwester aus Überzeugung, schildert in bewegenden Fallgeschichten den Stationsalltag im Krankenhaus und macht deutlich, wie sehr Patienten und Personal unter profitorientierten Strukturen leiden.

Sie hat sich für Nachtdienste und Wochenendschichten entschieden, für viel Arbeit und noch mehr Verantwortung, für einen Job, der sie fordert – ihr Herz und ihren Verstand. Nicht entschieden hat sie sich für Dienste in ständiger Unterbesetzung, für Bedingungen, die Pflege und Medizin gefährlich und unmenschlich machen. Und doch finden sich Pflegekräfte immer öfter in dieser Situation: Sie arbeiten in einem Gesundheitssystem, das längst selbst dringend Hilfe braucht.



Meine Meinung:


Als Gesundheits- und Krankenpflegerin, war dieses Buch eine „Pflichtlektüre“ für mich und die Probleme die Franziska Böhler in ihrem Buch anspricht, waren für mich nicht neu und doch total erschreckend. Schon direkt auf der ersten Seite musste ich verstohlen grinsen, denn ich kenne diese Situation die sie da beschreibt zu gut. Es sind Tatsachen, auf die sich die Autorin beruft.

Gestützt wird das Buch mit Fallberichten von weiterem pflegerischen, aber auch ärztlichen Personal. Was es für mich zu einer sehr angenehmen Lektüre machte, die nicht einfach nur die Meinung der Autorin widerspiegelte sondern auch deutlich macht, dass die Sichtweise der Autorin kein Einzelfall ist. Ebenso kamen Patienten zu Wort, welche ihre Erfahrungen berichteten.

Die Autorin ist schonungslos offen und ehrlich und genau das schätze ich an diesem Buch sehr. Viele Jahre wurde es großzügig verschleiert und verschwiegen, doch spätestens wenn man dieses Buch gelesen hat weiß man, wer der größte Patient im Gesundheitswesen ist und zwar das Gesundheitswesen selbst. Pflegenotstand herrscht nicht erst seit Corona, doch war der Aufschrei gerade zu Beginn von Corona am lautesten. Aber nun ein Jahr später? Sicherlich sind wir immer noch systemrelevant und doch befasst sich kaum noch einer so sehr mit den Pflegekräften und dem was sie tagtäglich leisten, als dass es wichtig genug für die Politik wäre und daher würde ich mir wünschen, dass dieses Buch nicht nur von Pflegekräften und weiterem medizinischen Personal gelesen wird. Ich wünsche mir, dass dieses Buch die Menschen erreicht, die für all das was im Gesundheitswesen passiert zuständig sind.

Ich wünsche mir, dass wieder mehr Menschen den Beruf erlernen wollen, der so toll und abwechslungsreich ist wie wenige Berufe es sind. Ich habe Krankenpflege gelernt, weil ich Menschen pflegen wollte, für sie da sein wollte und auch mal die Zeit haben wollte mich zu ihnen zu setzen, sie zu trösten, aufzumuntern oder mich einfach mit ihnen zu unterhalten. Den Mensch hinter dem Patient kennenzulernen, denn nur dann können wir diese Arbeit meiner Meinung nach mit dem Herzblut und dem Verständnis gegenüber dem Menschen machen, der uns braucht. Die Realität ist leider, dass ich nach 8 Stunden Dienst im Auto sitze und mich auf dem Weg nach Hause frage, was ich eigentlich den ganzen Tag gemacht habe, außer zwischen vielen Menschen, Zimmern und Fluren hin und her zu rennen. Das stimmt einen traurig.

Seit April 2020 bin ich nicht mehr als Pflegekraft im Krankenhaus gewesen, denn mit Corona kam für Schwangere das Beschäftigungsverbot. Im September 2020 habe ich meine Elternzeit angetreten und doch denke ich jeden Tag an meine Kollegen und an diese besondere Situation unter der sie gerade stehen, die das Arbeiten noch schwerer macht als ohnehin schon.

Ab August diesen Jahres gehe ich in die Klinik zurück und ich freue mich darauf, aber ich frage mich natürlich auch, was wird mich erwarten? Doch unterm Strich, ist es egal was mich erwarten wird, denn ich bin Pflegekraft mit Leib und Seele und ich freue mich darauf, wieder am Patientenbett stehen zu können, Menschen in Not zu helfen und am Ende des Tages vielleicht nicht mehr zu wissen, was ich alles gemacht habe, aber auch das Wissen zu haben, dass es wichtig ist was ich mache. Und dennoch bleibt die Hoffnung, dass wir irgendwann auch den Patienten „Gesundheitswesen“ wieder auf die Beine helfen können.

Sonntag, 14. März 2021

Rezension zu "Die Chocolaterie der Träume" von Manuela Inusa [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Blanvalet

ISBN: 978-3-7341-0501-2

Erschienen am: 15.01.2018

Seiten: 336



Valerie Lane-Reihe

1. Der kleine Teeladen zum Glück // 16.10.2017

2. Die Chocolaterie der Träume // 15.01.2018

3. Der zauberhafte Trödelladen // 18.06.2018

4. Das wunderbare Wollparadies // 17.09.2018

5. Der fabelhafte Geschenkeladen // 18.02.2019

6. Die kleine Straße der großen Herzen // 18.06.2019



Klappentext:


Keira liebt das, was sie tut, über alles: In ihrer kleinen Chocolaterie in der Valerie Lane stellt sie Confiserie in sorgfältiger Handarbeit her – ihre selbstgemachten Pralinen, Kekse und schokolierten Früchte sind bei Jung und Alt beliebt. Bei all den leckeren Sachen kann Keira oft selbst nicht widerstehen. Aber was macht das schon? Sie steht zu ihrer Leidenschaft und zu ihren Kurven. Doch ihr Freund Jordan, mit dem es ohnehin kriselt, sieht das leider etwas anders. Zum Glück stehen Keira ihre Freundinnen immer zur Seite – und dann gibt es noch diesen einen charmanten Kunden, der in letzter Zeit häufiger bei Keira’s Chocolates einkauft …



Meine Meinung:



Band 2 der „Valerie Lane Reihe“ widmet sich Keira, welche in der Valerie Lane ihre Chocolaterie betreibt. Keira liebt es in liebevoller Handarbeit den ganzen Tag Confiserie herzustellen und dabei ist das ein oder andere Gramm Schokolade auch schon auf ihrer Hüfte gelandet. Doch Keira steht zu ihren Kurven, ganz im Gegensatz zu ihrem Freund Jordan, der als Zahnarzt mit Keiras Süßigkeitenliebe gar nichts anfangen kann. Doch zum Glück hat Keira ihre Freundinnen, die sie immer wieder auffangen und dann gibt es da neuerdings noch diesen überaus charmanten und gut aussehenden Kunden, der Keira nicht mehr aus dem Kopf geht.

Bei diesem Buch handelt es sich zwar um die Fortsetzung einer Reihe, es kann jedoch auch unabhängig von Band 1 gelesen werden. Ich persönlich bevorzuge es aber Reihen in ihrer Reihenfolge zu lesen.

Wie schon beim ersten Band der Reihe war ich schnell in der Geschichte drin und es fühlte sich fast schon an wie ein „nach Hause kommen“ in die Straße die so voller Leben und Liebe und Freundschaft steckt. Keira ist in meinen Augen eine starke und unabhängige Persönlichkeit mit einer wahnsinnigen Stärke und doch auch mit kleineren Zweifeln, wodurch sie mir direkt ans Herz gewachsen ist. Ich finde es stark wie sie zu ihrer Leidenschaft und ihren Kurven steht und mir ist oft das Wasser im Mund zusammengelaufen, wenn sie wieder dabei war Schokoladenkreationen zu erstellen. Wie ihr Freund Jordan mit ihr umging brach mir hin und wieder das Herz, aber dieses Buch wäre kein Wohlfühlroman, wenn am Ende nicht ein Happy End auf den Leser warten würde. Und so habe ich auch dieses Buch sehr gerne gelesen. Natürlich trifft man in diesem Buch auch die Charaktere aus Band 1 wieder und kann die Liebesgeschichte von Laurie und Barry so noch ein wenig weiterverfolgen, was mir sehr gut gefallen hat.

Ich kann dieses Buch und auch alle anderen Bände der Reihe durchaus empfehlen.

Freitag, 12. März 2021

Rezension zu "Der kleine Teeladen zum Glück" von Manuela Inusa [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Blanvalet 

ISBN: 978-3-7341-0500-5

Erschienen am: 16.10.2017

Seiten: 288 



Valerie Lane-Reihe

1. Der kleine Teeladen zum Glück // 16.10.2017

2. Die Chocolaterie der Träume // 15.01.2018

3. Der zauberhafte Trödelladen // 18.06.2018

4. Das wunderbare Wollparadies // 17.09.2018

5. Der fabelhafte Geschenkeladen // 18.02.2019

6. Die kleine Straße der großen Herzen // 18.06.2019

 


Klappentext:


Laurie ist glücklich: Als stolze Besitzerin eines kleinen Teeladens in der romantischen Valerie Lane in Oxford, hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. In Laurie’s Tea Corner verkauft sie köstliche Teesorten aus aller Welt, dort duftet es herrlich, und die Kunden fühlen sich wohl. Denn das gemütliche Lädchen strahlt genau dieselbe Harmonie und Wärme aus wie Laurie selbst. Nur das mit der Liebe wollte bisher noch nicht so richtig klappen, obwohl Laurie seit Monaten von Barry, ihrem attraktiven Teelieferanten, träumt. Das muss sich schleunigst ändern, finden Lauries beste Freundinnen, und schmieden einen Plan …



Meine Meinung:



„Der kleine Teeladen zum Glück“ ist der Auftakt Band zur Reihe der Valerie Lane.

Im ersten Band geht es um Laurie, welche in der Valerie Lane einen Teeladen besitzt. Damit hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und ist damit mehr als zufrieden. Nur eines fehlt ihr noch zu ihrem Glück, die große Liebe. Dabei träumt sie schon seit längerer Zeit von ihrem Teelieferanten Barry.

Direkt von Beginn an war ich gefesselt von Manuela Inusas Schreibstil. Er lässt sich so leicht lesen und nimmt einen direkt mit in eine andere Welt. Das Setting ist so bildlich beschrieben, das man gerne an diesen Fleck reisen würde um selbst durch die kleine Straße zu schlendern und die kleinen Lädchen zu erkunden.

Die Charaktere sind alle auf ihre eigene Art besonders und passen trotz ihrer Unterschiede so wunderbar zusammen. Man könnte auch sagen, sie ergänzen sich untereinander gegenseitig und helfen sich weiter wenn man alleine nicht weiterkommt. Auch wenn in diesem Band Laurie natürlich im Vordergrund steht, lernen wir ihre Freundinnen aus der Valerie Lane kennen. Besonders angetan hatte es mir hier die alte Dame Mrs. Whiterspoon, die schon so lange in Oxford lebt, dass sie die ein oder andere Anekdote parat hat. Laurie hat ein wunderbar großes Herz und immer ein offenes Ohr für ihre Freundinnen, was sie mir direkt sympathisch gemacht hat. Sie auf dem Weg zu ihrem Glück zu begleiten ging mir ans Herz und hat es dahinschmelzen lassen.

Bevor ich dieses Buch gelesen habe, hatte ich noch nie was von Manuela Inusa gehört. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch das wunderschöne Cover und den viel-versprechenden Klappentext. Rückblickend kann ich sagen, dass ich mit diesem Buch nicht nur ein Herzensbuch für mich gefunden habe, sondern direkt eine ganze Reihe, die mir auch mehrere Jahre nach dem Lesen noch so wahnsinnig gut in Erinnerung ist. Des weiteren zählt Manuela Inusa seitdem zu meinen Lieblingsautorinnen.

Montag, 8. März 2021

Rezension zu "Dieser eine Augenblick" von Renée Carlino

Erschienen bei: Lübbe

ISBN: 978-3-431-04132-3

Erschienen am: 30.09.2019

Seiten: 320 



Einzelband



Klappentext:


Als Charlotte auf Adam trifft, ist es, als würden sie sich schon ewig kennen. Sie verbringen eine wunderbare Nacht zusammen, am nächsten Morgen jedoch ist er wie verwandelt und zeigt ihr die kalte Schulter. Aber Charlotte kann den mysteriösen Fremden nicht vergessen, der ihr in nur einer Nacht das Herz gebrochen hat. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, um endlich Klarheit zu bekommen. Doch sie ahnt nicht, dass Adam ein Geheimnis hat, das ihr Leben für immer verändern wird.




Meine Meinung:


Ich muss ehrlich zugeben zu Beginn des Buches, war ich alles andere als begeistert vom Einstieg in die Geschichte, so dass ich nach wenigen Kapiteln schon kurz darüber nachdachte das Buch abzubrechen. Irgendwie schien mir die Schreibweise zu flippig, die Handlung zu oberflächlich und mit den Protagonisten konnte ich mich auch nicht direkt identifizieren. 

Da ich das Buch jedoch in einer Leserunde gelesen habe wollte ich mich natürlich mit meinen Lesepartnern auch diesbezüglich austauschen und so hielt ich durch und dabei wurde ich im Nachhinein positiv überrascht und bin froh dieses Buch fortgesetzt zu haben.

Nach ca. 100 Seiten, habe ich dann endlich in die Geschichte reingefunden und ab da gefiel sie mir auch zunehmend besser. Nach der Hälfte des Buches, nahmen Dramatik und Traurigkeit so sehr an Fahrt auf, dass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Die Geschichte hatte es ab da geschafft mir das Herz zu brechen.

Charlotte, die zu Beginn des Buches noch eher flippig und orientierungslos wirkt, lernt durch ihre Begegnung mit Adam, dass es sich lohnt zu kämpfen und für etwas einzustehen, wenn man es wirklich will. Dabei wird sie leider immer mal wieder durch ihre beste Freundin Helen oder auch ihren Eltern und ihrem Bruder ausgebremst. Hier hatte ich oft das Gefühl, als ob Charlottes Umfeld zu glauben scheint, sie wüssten was das Beste für Charlotte wäre. Und so bekommt man zeitweise den Eindruck, als ob sie Charlotte in eine Beziehung mit dem Baseballstar drängen wollten, nur weil dieser eben eine gute Partie abgibt. Besonders gefallen hat mir hier jedoch, dass Charlotte sich ab einem gewisse Zeitpunkt von niemandem mehr etwas vorschreiben ließ sondern ihre eigenen Regeln gemacht hat.

Ich hätte auch gerne noch mehr Geschichte zwischen Charlotte und Adam gehabt, da ich zunächst an Hand dem Klappentext, der übrigens absolut nach einem Wahnsinnsbuch klingt, etwas ganz anderes von der Geschichte erwartet habe und mir somit die Interaktion zwischen den beiden Hauptprotagonisten zunächst sehr fehlte.

Das Cover wiederum ist ein Hingucker, es ist schlicht gehalten und zieht einen dennoch in den Bann.

Daher gebe ich dem Buch gerne eine Leseempfehlung für all jene, die dramatische Liebesgeschichten mögen und auch mal ein Buch weiterlesen, dessen Beginn nicht ganz so stark ist.

Samstag, 6. März 2021

Rezension zu "Die 7. Zeugin" von Schwiecker & Tsokos

Erschienen bei: Knaur

ISBN: 978-3-426-52755-9

Erschienen am: 01.02.2021

Seiten: 320 



Eberhardt & Jarmer ermitteln

1. Die 7. Zeugin // 01.02.2021

2. Der 13. Mann // 01.03.2022



Klappentext:


An einem Sonntagmorgen wie jeder andere auch verlässt der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting sein Haus in Berlin-Charlottenburg. Er winkt seiner kleinen Tochter zu, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu einer Bäckerei. Dort schießt er plötzlich aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei weitere verletzt – und Nikolas Nölting schweigt. 


Nöltings Anwalt Rocco Eberhardt steht vor einem Rätsel: Welches Motiv könnte der unauffällige Familienvater für eine solche Tat gehabt haben? Das Ganze erscheint völlig sinnlos – bis der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung macht, die Rocco Eberhardt mitten in einen Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und Clan-Kriminalität führt. Doch wer sich mit der Unterwelt von Berlin anlegt, bringt nicht nur sich selbst in größte Gefahr …



Meine Meinung:


Als absoluter Fan von Krimis, musste das Buch natürlich bei mir einziehen. Bis zu dieser Zeit hatte ich noch kein Buch der jeweiligen Autoren gelesen und war daher natürlich umso gespannter auf das Ganze.

Das Buch beginnt zunächst mit dem Tag der Tat und springt dann recht schnell auf ein halbes Jahr später und dem ersten Tag der Verhandlung. Auch im weiteren Verlauf des Buches gibt es Zeitsprünge. Die Kapitelüberschriften machen hier gut deutlich in welcher Zeit man sich befindet. Generell sind die Kapitel eher kurz und prägnant, gerade dadurch konnte ich sehr gut in die Geschichte hineinfinden und fand den durchweg flüssigen Schreibstil gut zu lesen. Das Buch ist aus der Erzählerperspektive geschrieben, so dass man mit jedem weiteren Kapitel einen sehr guten Eindruck vom Fall Nölting sowie den einzelnen Protagonisten erhält. Besonders spannend fand ich an dieser Stelle die Arbeit des Rechtsmediziner Jarmers, die dank Tsokos besonders authentisch und detailtreu dargestellt ist. Aber auch der Blick hinter die Kulissen in die Arbeit eines Strafverteidigers sowie die Darstellung eines Gerichtsverfahrens, kommt dank Schwieckers beruflicher Erfahrung natürlich nicht zu kurz.

Die Protagonisten Eberhardt und Baumann sind mir besonders ans Herz gewachsen. Neben seiner Tätigkeit als Strafverteidiger, erfährt man von Eberhardt auch das ein oder andere private und zeitgleich vermischt sich auch sein Privatleben mit dem Fall, so dass mir beim Lesen auch schon mal das Herz in die Hose gerutscht ist.

Insgesamt ist dies kein Krimi der einen zum gruseln einlädt, viel eher verleitet das ein oder andere Kapitel eher zum nachdenken und aufhorchen.

Von Beginn an, hatte ich bei diesem Buch das Gefühl einen roten Faden in der Hand zu halten und immer weitere Fäden zu erhalten, welche sich am Ende dann passend ineinander webten. Dabei war das Buch zu keiner Zeit vorhersehbar. Somit blieb es bis zum Ende spannend wer denn die siebte Zeugin ist und auch am Ende noch schafften es die Autoren mich zu schocken.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ich bin sehr gespannt auf weitere Fälle von Eberhardt und Jarmer.

Freitag, 26. Februar 2021

Rezension zu "Kinder ihrer Zeit" von Claire Winter [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Diana

ISBN: 978-3-453-29195-9

Erschienen am: 27.07.2020

Seiten: 576



Einzelband



Klappentext:


Die Zwillinge Emma und Alice werden 1945 auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt. Beide glauben, die andere hätte nicht überlebt. Emma wächst in Westberlin auf, Alice in einem Heim in der DDR. Erst zwölf Jahre später finden sie sich überraschend wieder. Durch Alice lernt Emma den Ost-Berliner Physiker Julius Laakmann kennen. Als Julius Zeuge einer Entführung wird, gerät er zwischen die Fronten der Geheimdienste. Dann verschwindet Alice spurlos. Zu spät erkennt Emma, welcher drohenden Gefahr sie und ihre Schwester gegenüberstehen. Währenddessen erreicht der Kalte Krieg einen neuen Höhepunkt – Berlin soll für immer geteilt werden ...




Meine Meinung:


Vorab möchte ich erwähnen, dass dies das erste Buch der Autorin war, welches ich gelesen habe und es wird sicherlich nicht das letzte gewesen sein.

Bereits mit dem Prolog, der eher nach einem Krimi klingt, hat mich dieses Buch direkt in seinen Bann gezogen. Im weiteren Verlauf kommt es auch immer mal wieder zu kleineren Cliffhängern an manchen Enden eines Kapitels, was das Buch durchweg spannend machte und somit eine sehr gute Mischung aus einem historischen Roman gemischt mit Krimi- und Spionageanteilen ergibt. Der Schreibstil der Autorin war dabei stets flüssig und ließ sich gut verständlich und einfach lesen.

Zu Beginn wird das Buch aus der Sicht von Rosa, der Mutter von Alice und Emma erzählt. Im weiteren Verlauf überwiegen dann der Anteil aus Emmas und Alices Sicht. Das ein oder andere Kapitel wird aber auch mal aus der Sicht von Max Weiß oder Julius Laakmann sowie wenigen anderen erzählt. Somit ergibt sich am Ende des Buches ein guter Rundumblick, der alle Situationen des Kalten Krieges, des Ost-West-Konflikts und der Arbeit der verschiedenen Geheimdienste beleuchtet. Die handelnden Protagonisten sind durch die Autorin fiktiv mit ihrem Namen und ihrer persönlichen Lebensgeschichte erschaffen worden, jedoch hat die Autorin hier großartige Recherchearbeit zur Vergangenheit geleistet, sodass sich Fiktion mit Realität sehr gut ineinander verwebten. Man erfährt auch einiges über die Protagonisten, immerhin begleitet man sie über eine sehr lange Zeitspanne und doch hatte ich als Leser das Gefühl, dass sie dennoch ihre Geheimnisse für sich hatten.

Insgesamt passieren in diesem Buch so viele Dinge parallel zueinander, das man meinen könnte, schnell den Faden zu verlieren, überraschenderweise ist dies hier aber nicht der Fall. Viel mehr hatte ich das Gefühl als würde das Buch wie ein Film vor mir ablaufen und die einzelnen Bilder sich immer mehr zu einem Gesamtbild zusammenfügen.

In Gedanken daran, dass dieses Buch auf wahren Begebenheiten beruht und dies tatsächlich die Geschichte unseres Landes ist wurde ich an der ein oder anderen Stelle auch echt traurig und nachdenklich gestimmt, insbesondere als Julius Laakmann aus der DDR flüchten wollte und am Ende doch wieder dahin zurückkehrt, dabei erfährt man als Leser erst viel später in dem Buch wie es dazu kam, was zunächst auch Raum für Spekulationen lässt.

Das Cover ist meiner Meinung nach ansprechend gestaltet, im Vordergrund sollen hier denke ich die farbig gekleideten Personen, welche auf dem Cover zu sehen sind, stehen, denn der Rest des bräunlich gefärbt. Ich persönlich denke, dass es sich bei den Personen auf dem Cover um Emma und Julius handeln könnte, kann aber natürlich auch vollkommen falsch liegen. Die Soldaten links der Mauer machen direkt deutlich in welcher Zeit das Buch spielt, noch bevor man den Klappentext überhaupt gelesen hat. Der Klappentext an sich ist ansprechend geschrieben und gibt zwar bereits bekannt, dass sich die Schwestern wiederfinden werden, lässt jedoch viele Dinge, die im Buch geschehen unerwähnt. Mich persönlich hat dies allerdings nicht gestört, denn dafür passiert auch einfach zu viel auf über 500 Seiten.

Fazit:

Zunächst etwas persönliches: Seit vielen Jahren interessiere ich mich für deutsch-deutsche Geschichte und habe in Berlin selbst schon viele Stellen (Berliner Mauer, Bernauer Straße, Notaufnahmelager Marienfelde etc.) besichtigt. Daher war dieses Buch ein absolutes Lesehighlight für mich, denn egal wie viele Bücher es schon über diesen Konflikt und mit dem Kern der Geschichte gibt, so erschafft jeder Autor für mich nochmal eine neue Welt mit seinem jeweiligen Buch. Daher kann ich hier eine eindeutige Leseempfehlung an all jene aussprechen die Fans von historischen Romanen sind.

Nebenbei erwähnt hat die Autorin am Ende des Buches ihre Quellennachweise angegeben und mich somit noch auf das ein oder andere Buch aufmerksam gemacht.

Donnerstag, 25. Februar 2021

Rezension zu "Zwischen drei Fronten" von Katie Weber [Werbung/Rezensionsexemplar]

 

Erschienen bei: Selfpublish

ASIN: B07CHYK26S

Erschienen am: 18.04.2018

Seiten: 168



Mitbewohner-Reihe

1. Unter einer Decke // 23.01.2017

2. Über zwei Ecken // 07.11.2017

3. Zwischen drei Fronten // 18.04.2018

4. Hinter vier Mauern // 30.10.2019

5. Auf fünf Stufen // 05.02.2021



Klappentext:


Manchmal ist das Leben mehr als ungerecht – ganz besonders, wenn man ohnehin hart vom Schicksal gestraft wurde. Dennoch bleibt Gracey Harris nichts erspart. Wie ein Magnet zieht sie das Unglück scheinbar magisch an. Zuerst verliert sie Job und Wohnung und muss zurück in ihre ungeliebte Heimat – in die Einöde Idahos. Dann taucht wie aus dem Nichts auch noch ausgerechnet Nick Scottfield auf. Nick, der sie ihre gesamte Kindheit über ärgerte und piesackte, wo er nur konnte. Nick, der arrogante und selbstgefällige, blöde Elch, den sie auf den Tod nicht ausstehen kann. Nick, der ab sofort ihr Mitbewohner ist, ganz egal wie sehr sie sich dagegen sträubt. Was Gracey jedoch nicht ahnt: Sie und Nick haben mehr gemeinsam als sie bisher glaubt.


Meine Meinung:


Der Einstieg ins Buch fiel mir wie schon bei den beiden vorausgegangen Bänden sehr gut. Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Band wieder flüssig und gut zu lesen. 

Das Cover passt zu den vorangegangen Bänden und ist auf jeden Fall ein Blickfang und auch der Klappentext klingt sehr vielversprechend.

Leider war dieses Buch allerdings für mich der bislang schwächste Band. Schon nach wenigen Kapiteln, hatte ich das Gefühl, dass sich viele Dinge wie in Band 1 abspielen oder Band 1 sehr stark ähneln. Dieses Gefühl blieb dann auch kontinuierlich bestehen.

Der Plot an sich ist wirklich toll, mir fehlte es nur leider an Tiefe sowohl im Bezug auf die Geschichte als auch auf die Protagonisten. Gracey und Nick harmonieren als Protagonisten wunderbar miteinander, jedoch die romantischen Gefühle die sie zueinander hegen, kamen bei mir nicht so ganz an, da es mir da an Ausführlichkeit fehlte. Wobei man bei Nick noch eher in seine Gedanken und Gefühle abtauchen konnte als bei Gracey.

Gracey dagegen blieb sehr lange auf ihrem Standpunkt in Nick den „Bösen“ zu sehen so dass mich ihre Begriffsstutzigkeit oft den Kopf schütteln ließ. Dennoch passte es aber auch zu ihr und ihrer Vergangenheit.

Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein. Ich persönlich hatte bei den Geheimnissen des Bruders etwas mehr „Drama“ seitens Gracey erwartet, wurde da aber leider enttäuscht.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, kann es aber nur bedingt als nette Geschichte für zwischen durch empfehlen.

Dienstag, 23. Februar 2021

Rezension zu "Die Republik" von Maxim Voland [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Piper

ISBN: 978-3-492-07071-3

Erschienen am: 26.10.2020

Seiten: 528


Einzelband 



Klappentext:


Die DDR hat sich nach einem Coup zu Europas führender Macht entwickelt und gibt dem Begriff Überwachungsstaat dank hochmoderner Technologie eine vollkommen neue Dimension. Widerstand gegen die Diktatur scheint unmöglich. Nachdem eine Giftgaswolke zahlreiche Tote gefordert hat, werden die Brüche im System immer deutlicher. Es beginnt ein ungeheuerlicher und geheimer Kampf um die Freiheit.


Meine Meinung:


Bei dem Roman „Die Republik“ handelt es sich um einen Spionagethriller der davon ausgeht, dass die DDR nie gefallen ist. Nach einem gigantischen Coup im Jahre 1949 umfasst die DDR das gesamte deutsche Staatsgebiet, mit Ausnahme des westlichen Teils von Berlin, somit ist die DDR die führende europäische Macht - ein hochmoderner Überwachungsstaat mit einem glücklichen Volk. So scheint es zumindest. Doch durch einen Giftgasanschlag, der zahlreiche Tote fordert, wird die DDR erschüttert. Zunächst ist nicht klar, ob es sich bei der Giftgaswolke um einen Unfall, einen Anschlag oder doch etwas ganz anderem handelt und so beginnen verschiedene Leute in diesem Fall zu ermitteln. Dabei geht es nicht immer friedlich zu, so dass auch hier viele Menschen ihr Leben in diesem Kampf lassen.

Im Hauptfokus der Ermittlungen stehen MfS-Oberst Kuhn, die Geheimagentin des SIS/M16 Harper Antoinette Parker-Moreau sowie Alicia Müller und ihr Cousin Christopher, der seit Jahren nicht mehr in der DDR lebt und nur wegen eines Trauerfalles auf Familienbesuch ist. Dabei hat er seine Familie seit Jahren nicht mehr gesehen und auch nicht wirklich eine innige Beziehung zu dieser Familie. Die Charaktere sind jedoch in meinen Augen sehr unwirklich dargestellt worden, man erfährt kaum etwas persönliches über sie und hat eher das Gefühl, jeder von ihnen ist nur auf Rache aus. Doch Rache wofür, erschließt sich mir hier nicht.


Schon der Einstieg in das Buch zeigte mir, dass dies nicht einfach nur eine Geschichte zum runterlesen ist, sondern man auch sehr viel dabei nachdenken und verfolgen muss. Fand ich den Anfang noch ganz gut geglückt, fiel mir das Lesen im Verlauf des Buches sehr schwer. Die vielen verschiedenen Charaktere verwirrten mich. Den Sprüngen in den Kapiteln konnte ich nicht immer folgen und oft habe ich auch einfach nicht verstanden, wer nun eigentlich um was und gegen wen kämpft. 

Im großen und ganzen ist das Buch in drei Handlungsstränge unterteilt, die meisten davon spielen sich auch nicht in der DDR ab, was ich persönlich sehr schade finde, sollte es doch eben eine Geschichte der DDR 2.0 sein. Auch von dem im Klappentext erwähnten glücklichen Volk, fehlt jede Spur. Man lernt lediglich im Ansatz die Familie von Alicia Müller kennen und ob die in der DDR wirklich glücklich ist, lässt sich nicht rauslesen. MfS-Oberst Kuhn ist es jedenfalls nicht.


Auch die vielen verschiedenen Namen und zum Teil auch russischen Nachnamen, machten es mir schwer die handelnden Personen auseinander halten zu können. 

Montag, 22. Februar 2021

Rezension zu "Lieblingsgefühle" von Adriana Popescu


Erschienen bei: Piper

ISBN: 3492304516

Erschienen am: 14.04.2014

Seiten: 416 Seiten



Lieblingsmomente-Reihe

1. Lieblingsmomente // 13.08.2013
2. Lieblingsgefühle // 14.04.2014


Klappentext:


Als Layla von ihrer Weltreise zurückkehrt, warten in Stuttgart viele neue Lieblingsmomente auf sie: die erste eigene Foto-Vernissage, das erste Treffen mit ihrem neuen Galeristen und vor allem das lang ersehnte Wiedersehen mit Tristan. Alles scheint endlich perfekt. Doch während Layla sich über ihren plötzlichen Erfolg freut und eine neue Welt voll großer Chancen entdeckt, bemerkt sie nicht, dass sie alles, was ihr einmal wichtig war, verlieren könnte …


Meine Meinung:


Nachdem ich Band 1 beendet hatte, was schnell klar, dass ich Band 2 möglichst zeitnah lesen möchte, um in der Geschichte von Layla und Tristan drin zu bleiben. 

Auch Band 2 beginnt zunächst im Prolog wieder mit einem Abschied. Die Parallel gefällt mir hier sehr gut und sorgte erneut dafür, dass ich mich direkt in dem Buch verlor.

Auch das Cover ist wie Band 1 mit Fotos verstehen. Der einzige Unterschied hier ist die Farbe des Covers, im Zusammenspiel gefallen mir die Farben rosa und blau jedoch sehr gut und sie harmonieren perfekt miteinander.

Der Schreibstil ist auch wie in Band 1 schon angenehm und lässt sich sehr gut lesen. Mit ihren kurzen Sätzen zog mich die Autorin in den Bann und ich wollte das Buch so schnell nicht mehr weglegen.

Auch hier wird die Geschichte aus der Sicht von Layla erzählt.

Nachdem ich Band 1 nur wenige Wochen vor diesem Buch gelesen hatte, waren alle Geschehnisse der bisherigen Geschichte noch so frisch, dass ich direkt gut in die Fortsetzung reingefunden habe.

In der kurzen Pause zwischen den beiden Bänden hatte ich mir jedoch schon so einige Szenarien zu Beginn von Band 2 ausgemalt und keine dieser Szenarien traf natürlich ein, was mich persönlich irgendwie kurzweilig enttäuschte, da ich mir die Fortsetzung wirklich anders vorgestellt hatte.

Dennoch konnte mich die weitere Geschichte zwischen Layla und Tristan wieder abholen und ich selbst hatte ein wenig das Gefühl gemeinsam mit Layla „nach Hause“ zu kommen.

Damit die Geschichte nicht langweilig wird, erlebt man als Leser eine „neue“ Layla, die zeitweise leider doch sehr auf ihren Erfolg fixiert ist und dabei auch schonmal ihre Freunde und die Personen, die maßgeblich beteiligt waren an ihrem Erfolg, augenscheinlich erstmal vergisst.

Neben ein paar neuen Charakteren trifft man aber auch wieder auf Beccie, Laylas beste Freundin, sowie ihren guten Freund Thomas Pegram, welche ich beide schon im ersten Teil der Geschichte ins Herz geschlossen hatte.

Nachdem ich von vorherigen Band so begeistert war, bin ich vom zweiten Teil der Geschichte leider ein klein wenig enttäuscht. Mir persönlich fehlte es an den Gefühlen zwischen Layla und Tristan. Zwar sprechen sie immer mal wieder über ihre Gefühle, sowohl miteinander als auch mit anderen Protagonisten aber, dieses ineinander verliebt sein, was ich zum Ende von Band 1 zwischen den beiden spürte, kam dieses mal nicht in mir auf. Viel eher hatte ich das Gefühl, als wären sie beide schon so lange zusammen, dass sie sich eher aus den Augen „verlieren“ würden, die Streitereien die zeitweise bei ihnen entstanden, kamen mir aus der Luft gegriffen vor, beziehungsweise als würde einer von beiden es gezielt darauf anlegen wollen.

Am Ende jedoch, wie sollte es anders sein folgte ein Happy End, und für eine kleine Weile konnte ich mich nochmal in den Momenten zwischen den beiden verlieren und ihre Liebe und Zuneigung zueinander spüren.

Ganz am Ende, findet man dann ein kurzes Kapitel aus der Sichtweise von Tristan zum Thema „wie alles begann“, dies hat mir persönlich gut gefallen und war einfach passend als Abschluss.

Samstag, 20. Februar 2021

Rezension zu "Lieblingsmomente" von Adriana Popescu

Erschienen bei: Piper 

ISBN: 349230446X

Erschienen am: 13.08.2013

Seiten: 384 Seiten



Lieblingsmomente-Reihe

1. Lieblingsmomente // 13.08.2013
2. Lieblingsgefühle // 14.04.2014


Klappentext: 


Layla und Tristan verstehen sich auf Anhieb – als Freunde. Immerhin sind beide in festen Händen. Tristan bringt ihr abends Essen ins Büro, entführt sie auf seiner alten Vespa an die schönsten Stellen Stuttgarts und imitiert mit geworfenen Wunderkerzen Sternschnuppen, weil er weiß, dass Layla noch nie eine gesehen hat und zu viele ihrer Träume unerfüllt sind. Gemeinsam erleben sie Lieblingsmoment um Lieblingsmoment. Ob dies am Ende doch die große Liebe ist?



Meine Meinung:


Vor vielen Jahren habe ich dieses Buch von meiner besten Freundin geschenkt bekommen und ich war damals schon absolut begeistert vom Klappentext. Auch das Cover gefiel mir auf Anhieb richtig gut. Aufgereiht an einer Schnur hängen dort Bilder, welche lauter Lieblingsmomente zeigen. 
Doch erst beim Lesen der Geschichte wird deutlich, dass dies alles Momente sind, die Layla und Tristan tatsächlich gemeinsam erleben, was das ganze für mich persönlich noch schöner macht.

Der Einstieg in das Buch fiel mehr sehr leicht. Der Prolog ist zunächst eher ein Abschied, der schon fast das Ende der Geschichte erzählt, damit war mein Interesse natürlich schlagartig geweckt.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und lässt sich sehr gut lesen. Immer mal wieder gibt es „Mail-Nachrichten“ zwischen den Protagonisten, welche mir besonders gut gefallen haben.

Die Kapitel an sich sind recht kurz, was mir persönlich immer sehr gut gefällt.

Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Layla, welche mir direkt ans Herz gewachsen ist. Man merkt schnell, dass Layla im Großen und Ganzen zwar zufrieden ist mit ihrem Leben, aber sie ist noch lange nicht da wo sie gerne wäre. Sie träumt davon als Fotografin Ausstellungen in Galerien füllen zu können und sich mit Bewunderern über diese Bilder unterhalten zu können. Doch da ist Oliver, ihr Freund, der ihre Fotografie eher für brotlose Kunst hält und so versucht Layla wenigstens mittels der Partyfotografie zur Haushaltskasse zusteuern zu können. Doch Oliver bewirkt noch viel mehr bei Layla und so merkte man schnell, dass sie sich immer wieder unterordnet und ihre eigenen Wünsche und Träume hinten anstellt.

Und dann kommt Tristan ins Spiel, er schafft es, Layla aus der Reserve zu locken, ihr zu zeigen was in ihr steckt und an sich selbst zu glauben. Diese Entwicklung hat mir richtig gut gefallen und ich bin beim Lesen dabei nur so durch die Seiten geflogen.

Frau trifft Mann, Mann trifft Frau, man mag sich und beschließt befreundet zu bleiben und merkt schnell, dass da wohl doch mehr als Freundschaft ist: diese Geschichte ist zwar nicht neu aber dennoch hat Adriana Popescu es geschafft, diese Geschichte für mich unter vielen anderen Geschichten hervorzuheben und sicherlich wird diese Geschichte noch lange in meiner Erinnerung bleiben. Nicht zuletzt weil ich mich nun abschließend frage, warum dieses Buch so lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher ausharren musste.

Der Cliffhanger am Ende ist nicht ganz so „dramatisch“ wie in manch anderen Büchern, dennoch passt er für mich absolut zu diesem Buch und natürlich habe ich nur kurze Zeit später dann zu Band 2 gegriffen.

Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der gerne auch mal eine etwas kitschige und doch nachdenklich machende Story mag und sich gerne mit Layla und Tristan in ihre Lieblingsmomente hineinziehen lassen will.

Samstag, 13. Februar 2021

Rezension zur "Limoncello und die wahre Liebe" von Lotte Römer [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Montlake

ASIN: B08FJ4MWK4

Erschienen am: 02.02.2021

Seiten: 251



Liebe am Gardasee

1. Zitronenduft und zarte Küsse // 08.09.2020
2. Limoncello und die wahre Liebe // 02.02.2021
3. Orangencreme und süße Träume // 21.12.2021


Klappentext:


Elli ist urlaubsreif. Allein ihre Tochter großzuziehen und gleichzeitig eine Werbeagentur zu leiten ‒ das ist eine wahre Herausforderung! Gut, dass es Antonellas gemütliches Hotel gibt, wo Elli sich sofort wohlfühlt.

Bei einer Bergwanderung kommt es zu einem Unfall, und wäre da nicht Sandro, der sie aus ihrer misslichen Lage rettet, hätte es böse ausgehen können. Sie fühlt sich sofort zu diesem besonderen Mann hingezogen ‒ obwohl Sandro eigentlich zu alt für sie ist und Elli ohnehin nicht mehr an die große Liebe glaubt.
Lässt Elli sich auf Sandro ein? Vertraut sie auf ihr Gefühl oder siegt am Ende der Verstand? Als dann noch ihr Ex-Mann und Vater ihrer Tochter ins herbstliche Limone kommt, ist das Chaos perfekt.


Meine Meinung:


Schon auf der ersten Seite zog mich die Autorin mit ihrem gefühlvollen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt in den Bann. Das Setting ist traumhaft beschrieben und man bekommt fast schon das Gefühl selbst gerade an der italienischen Riviera zu sitzen und das Treiben um sich rum zu beobachten.

Die Protagonisten Elli ist für mich eine absolute Powerfrau, die mitten in der Scheidung, voll berufstätig mit einem Kleinkind voll im Leben steht und genau weiß was sie will. Ihren Noch-Ehemann hält sie dabei konsequent aus ihrem Leben raus. Doch schließlich muss auch Elli begreifen, dass ihre Tochter ein Anrecht auf ihren Vater hat. Doch zunächst überwiegt ihre Angst, ihre Tochter verlieren zu können, was durchaus nachvollziehbar ist.

Die Gefühle, die sie zu Sandro entwickelt, lassen sich sehr gut nachvollziehen und auch ihre Zweifel bezüglich des großen Altersunterschieds sind gerade durch ihren persönlichen Schicksalsschlages gut durchdacht. In der Geschichte selbst, wird das genaue Alter Ellis und Sandros jedoch gar nicht weiter erwähnt, was ich an dieser Stelle auch nicht schlimm finde, da das genaue Alter für mich in dem Moment keine Rolle spielte. Auch in dieser Beziehung gibt es kleinere Spannungen von außen, welche die Geschichte für mich erst recht spannend machte. Jedoch lernt Elli auch sehr viel von Sandro, gerade in Sachen Lebensweisheit, was nochmal mehr den Altersunterschied hervorhebt.

Auch die Beziehungen von Elli und den weiteren Protagonisten welche alle in einem freundschaftlichen Verhältnis stehen, hat mir sehr gut gefallen und manchmal kam man sich vor, als wäre man selbst eine Freundin und sitze gerade bei einem der toll beschriebenen Abendessen oder dem Glas Wein am Abend dabei.

Die Kapitel sind jeweils nach Vogelarten benannt, was mir am Anfang komisch vorkam. Wenn man dann jedoch weiter liest, merkt man, dass die Vogelnamen, der Bezug zu Sandors Arbeit als Vogelschützer sein könnten.

Beim Lesen des Buchtitels, schmecke ich direkt Zitrone auf der Zunge und würde zu gern mal probieren wie Antonella’s selbstgemachter Limoncello schmeckt. Das Cover finde ich passt sehr gut zu dem Buch und macht noch ein wenig mehr Lust auf einen Urlaub in Italien.

Ich habe diese Geschichte sehr gerne gelesen, bin nun nur im Nachhinein etwas traurig darüber, dass ich nicht wusste dass es um ein Buch aus einer Reihe geht, welches scheinbar eine Fortsetzung von Band 1 ist. Gerne hätte ich natürlich zuvor Band 1 gelesen, denn auch wenn die Geschichten in sich geschlossen sein sollten, so weiß ich ja doch irgendwie wie Band 1 ausgehen wird.