Dienstag, 8. Februar 2022

Rezension zu "Orangencreme und süße Träume" von Lotte Römer [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Montlake

ISBN: 978-2-496-70786-1

Erschienen am: 21.12.2021

Seiten: 240


Liebe am Gardasee-Reihe

1. Zitronenduft und zarte Küsse // 08.09.2020

2. Limoncello und die wahre Liebe // 02.02.2021

3. Orangencreme und süße Träume // 21.12.2021


Klappentext:


Da arbeiten, wo andere Urlaub machen, mit Blick über den Gardasee? Für Valentina kommt der Job im gemütlichen Hotel der warmherzigen Antonella wie gerufen. Aber als sie den Abenteurer Max zum Klettern begleiten soll, weckt das schmerzliche Erinnerungen an den Unfall ihrer Eltern.
Bei der Tour übt Max eine magische Anziehung auf sie aus und Valentina erinnert sich daran, was sie einst am Klettern so fasziniert hat. Doch dann passiert genau das, wovor Valentina die ganze Zeit Angst hatte.


Meine Meinung:


In Band 3 der „Liebe-am-Gardasee-Reihe“ entführt uns Lotte Römer erneut, wie aus dem Reihennamen hervorgeht, an den Gardasee. Das wunderschöne Setting sowie die Hotelbesitzerin Antonella kannte ich schon aus Band 2 (Band 1 habe ich bisher leider nicht gelesen). Neben Antonella trifft man noch ein paar andere Nebencharaktere aus dem Band zuvor wieder, was mich persönlich sehr freute.

Im Hauptfokus steht in dieser Geschichte Valentina, welche nach dem Unfalltod ihrer Eltern, gemeinsam mit ihrem Bruder an den Gardasee kommt und dort bei Antonella im Hotel eine Anstellung bekommt. Valentina ist eine authentische Protagonisten welche zum einen durch ihren Lebensmut angetrieben wird, man aber als Leser auch deutlich ihre Ängste und Zweifel, hervorgerufen durch die Vergangenheit, wahrnehmen kann. Darüber hinaus ist Valentina augenscheinlich unheimlich schüchtern und traut sich Max gegenüber erstmal nicht so aus der Haut.

Max wiederum ist eher der offene Charakter in der Geschichte, der gemeinsam mit seiner Mutter am Gardasee Urlaub macht und dadurch zeigt, wie sehr er ein Familienmensch ist.

Ihre gemeinsame Verbindung finden Valentina und Max ihm Klettern, wobei Valentina sich und ihrem Bruder nach dem Unfall ihrer Eltern geschworen hatte nie wieder das Risiko beim Klettern einzugehen.

Mir persönlich war die Stelle wo die zwei klettern gehen ehrlich gesagt zu lang und zu ausführlich, konnte aber die Intention dahinter gut verstehen immerhin bringt gerade diese Aktion die beiden einander näher. Ich persönlich bin nur einfach kein Fan vom Klettern und fand daher eher kein Gefallen dran, beziehungsweise kann nicht nachvollziehen, was einen daran begeistern und gemeinsam verbinden kann.

Auch in diesem Buch beweist Lotte Römer wieder ihren wunderbaren, flüssigen und bildlichen Schreibstil, den ich schon am Vorgängerband so mochte. Ich habe das Buch ingesamt sehr gerne gelesen und direkt wieder dieses Urlaubsgefühl in mir gehabt, welches ich schon am Vorgängerband so sehr liebte.

Auch das Cover zeigt auf den ersten Blick einen hohen Wiedererkennungswert im Rahmen der Reihe und gefällt mir auch dieses Mal sehr gut.

Fazit:
Ein wundervoll leichte, sommerliche Romanze eingebettet in ein sommerliches Setting am Gardasee, welches einen für wenige Stunden entführt und vom Alltag entspannen lässt.

Donnerstag, 3. Februar 2022

Rezension zu "Mit dem Rücken zu Wand" von Hera Lind [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Diana 

ISBN: 978-3-453-29229-1

Erschienen am: 13.12.2021

Seiten: 496


Einzelband


Klappentext:


Sara ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder. Als sie überraschend das Haus ihrer Großmutter erbt, könnte sie aufatmen, wäre da nicht ihr Vater im Nachbarhaus, der ihre Kindheit zur Hölle werden ließ. Er war gewalttätig. Gegen Sara und ihre Mutter. Jahre sind seitdem vergangen, und weil es finanziell eng ist, bezieht Sara mit ihrer Familie das Haus. Doch der Vater nebenan wird wieder zur Gefahr. Diesmal lässt Sara sich seine Attacken aber nicht mehr gefallen. Sie ist erwachsen. Und sie hat einen Plan ...


Meine Meinung:


Seit vergangenem Jahr bin ich ein großer Fan von Hera Linds Tatsachenromanen obwohl dies erst das dritte Buch war, welches ich in diesem Bereich gelesen habe. Ein Urteil beziehungsweise eine Bewertung des Buches, finde ich persönlich immer sehr schwer, dass es wie das Genre so schön sagt um eine tatsächliche Geschichte handelt, welche die Protagonistin meist so oder so ähnlich erlebt hat. In diesem Fall, hat die Protagonistin die Geschichte genau so erlebt, wie Hera Lind sie niedergeschrieben hat, da die Protagonistin keinerlei Abweichungen tolerierte, wie man dem Nachwort der Autorin entnehmen konnte. Dafür gebührt es der Protagonistin, welche übrigens Sara heißt, meinen tiefsten Respekt. Diese junge Frau, hat meiner Meinung nach einen unheimlichen Mut und ihr gebührt tiefster Respekt dafür, ihre Geschichte dem großen Publikum zur Verfügung zu stellen und fortan an noch mehr Menschen, als zuvor an ihrem Schicksal, teilnehmen zu lassen.

Mit schonungsloser Offenheit erschafft Frau Lind mit ihrem flüssigem Schreibstil Saras Welt, in die ich mich als Leser direkt reinversetzen konnte und mit Sara von Beginn an mitgelitten habe.

Trotz der enormen Brutalität und all dem Grauen welches Sara und auch ihrer Mutter widerfahren ist, konnte ich das Buch einfach nicht beiseite legen, nachdem ich einmal damit begonnen hatte. Dabei war die abwechselnde Erzählweise aus der Gegenwart sowie der Rückblick in die Vergangenheit meiner Meinung nach sehr gut gewählt und schaffte es dadurch den Spannungsbogen kontinuierlich hoch zu halten.

Mich persönlich packte das blanke Grauen zu lesen, wie viel Leid Sara und ihrer Mutter ertragen mussten und dabei zu wissen, dass jeder in dem kleinen Dorf in dem Sara mit ihren Eltern lebte, wusste was bei der Familie offensichtlich vor sich geht. Auch sehr realistisch ist es hier, meiner Meinung nach, beschrieben wie sehr die Nachbarn bemüht waren, all dieses Elend nicht zu sehen. Absichtlich wegsahen und es sehr gut verstanden sich ja nicht einzumischen um nicht selbst in diese Spirale zu kommen, welche Sara und ihre Mutter und im späteren Teil dann Sara alleine erlebte. Selbst nahestehende Personen, wie beispielsweise der spätere Lebenspartner von Sara verschloss meiner Meinung nach sehr gut die Augen vor dem Offensichtlichen. Genau dies könnte in diesem Buch die Botschaft sein. Wir Menschen sehen lieber weg um ja nicht selbst in „Gefahr“ zu geraten. Darüber hinaus ist dieses Thema meiner Meinung nach ein absolutes Tabuthema in unserer Gesellschaft und wer es versucht sich anzuvertrauen wird meist belächelt, nicht ernst genommen oder es wird einem gar nicht mal wirklich zugehört. Ich bin mir sicher, dass wir eine sehr hohe Dunkelziffer an häuslicher Gewalt in unserer unmittelbaren Umgebung haben ohne dass diese jemals zur Sprache kommt oder gar aufgedeckt wird. Gerade die vergangenen zwei Jahre im Zeichen von Corona haben gezeigt, unter welchen Umständen viele Frauen und Kinder zu Hause leben. Jedoch möchte ich damit aber nicht behaupten, dass nur Frauen und Kinder Opfer von häuslicher Gewalt sind. Auch Männer können ebenso betroffen sein und ich vermute, da ist die Dunkelziffer nochmal höher, weil der „starke“ Mann niemals Schwäche zeigen würde.

Auf Grund aktueller Statistiken bezüglich dieses Themas, kommt das Buch von Hera Lind meiner Meinung nach genau zu richtigen Zeit um dem Leser und auch der Gesellschaft zu zeige, dass es so nicht mehr weitergehen kann ja überhaupt gar nicht so weitergehen darf.

Grausam genug ist es, was Sara widerfahren ist, doch auch der Verlauf der Geschichte und das Sara sich traut, sich zu wehren machen zwar einerseits Mut, zeigt aber auch wie schnell dieses „sich wehren“ nach hinten los gehen kann und das eigentliche „Opfer“ plötzlich kein Opfer mehr ist. (An dieser Stelle würde ich gerne noch ausführlicher meine Gedanken zu schreiben, könnte dies aber nicht ohne zu Spoilern, was ich natürlich auch auf keinen Fall möchte)

Fazit:
Ein schockierender Tatsachenroman, der schonungslos und ohne Verschleierung das Leben der jungen Sara von ihrer Kindheit bis zu der Zeit als sie selbst schon Mutter ist und doch immer noch unter der Gewalttaten ihres Vaters leidet. Dieses Buch rüttelt wach und zeigt, so geht es einfach nicht weiter. Ein Buch, welches man meiner Meinung nach unbedingt lesen sollte.

Dienstag, 1. Februar 2022

Rezension zu "Wer das Feuer entfacht" von Paula Hawkins [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Blanvalet

ISBN: 978-3-7645-0782-4

Erschienen am: 06.09.2021

Seiten: 416


Einzelband


Klappentext:


Auf einem Hausboot in London wird die Leiche eines brutal ermordeten jungen Mannes gefunden. Besonders drei Frauen geraten danach ins Visier der Ermittlungen.

Laura, die aufgewühlt wirkende junge Frau, die nach einem One-Night-Stand mit dem Opfer zuletzt am Tatort gesehen wurde. Carla, die Tante des Opfers, bereits in tiefer Trauer, weil sie nur Wochen zuvor eine Angehörige verlor. Und Miriam, die neugierige Nachbarin, die als Erste auf die blutige Leiche stieß und etwas vor der Polizei zu verbergen scheint.

Drei Frauen, die einander kaum kennen, mit ganz unterschiedlichen Beziehungen zum Opfer. Drei Frauen, die aus verschiedenen Gründen zutiefst verbittert sind. Die auf unterschiedliche Weise Vergeltung suchen für das ihnen angetane Unrecht. Wenn es um Rache geht, sind selbst gute Menschen zu schrecklichen Taten fähig. Wie weit würde jede einzelne von ihnen gehen, um Frieden zu finden? 


Meine Meinung:


Vor wenigen Jahren habe ich „Girl on the train“ gelesen und geliebt, daher war es für mich sofort klar, dass ich auch das neue Buch der Autorin unbedingt lesen möchte.

Leider war ich bereits nach den ersten Seiten total ernüchtert. Während der Schreibstil der Autorin gewohnt flüssig und gut zu lesen war, war der Spannungsbogen dieses mal meiner Meinung leider gar nicht bis sehr wenig vorhanden. Dachte ich zu Beginn noch, ich würde einfach dieses mal ein wenig brauchen um in die Geschichte zu kommen, wusste ich bei der Hälfte ungefähr, dass mich dieses Buch auch bis zum Ende nicht mehr packen wird.

Die Protagonisten waren unterschiedlich und skurril, was der Geschichte sicher zu Gute kommt, mir persönlich waren sie allerdings zu oberflächlich und zu sehr damit beschäftigt den jeweils anderen Personen die grausame Tat des Mordes in die Schuhe zu schieben.

Nebenbei erzählt das Buch dann noch eine zweite Geschichte „Nur eine kam nach Hause“, bei der ich zunächst den Zusammenhang zwischen den beiden Geschichten überhaupt gar nicht nachvollziehen beziehungsweise verstehen konnte. Für mich persönlich sorgte es eher dafür, dass ich noch verwirrter zwischen den Seiten hin und her blätterte.

Fazit:
Nach einem starken Debüt vor wenigen Jahren hatte ich von diesem Thriller, einfach mehr erwartet. Leider wurden meine Erwartungen hier nicht erfüllt. Dennoch denke ich, dass dieses Buch all jenen gefallen könnte, die ein leicht zu lesendes Buch für zwischendurch suchen.

Donnerstag, 13. Januar 2022

Rezension zu "Du hast gesagt es ist für immer" von Trish Doller [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Blanvalet 

ISBN: 978-3-7341-0986-7

Erschienen am: 27.12.2021

Seiten: 352


Einzelband


Klappentext:


Fast ein Jahr ist es her, seit Anna ihre große Liebe verloren hat. Sie weiß, dass sie sich endlich einem Leben ohne Ben stellen muss. Spontan beschließt sie, die gemeinsam geplante Segelreise in die Karibik allein anzutreten. Doch sie merkt schnell, dass sie es als Anfängerin niemals schaffen wird, die ehrgeizige Route ohne Hilfe zu bewältigen. Um nicht aufgeben zu müssen, heuert sie Keane an, einen irischen professionellen Segler. Ähnlich wie Anna kämpft auch er mit einem großen Verlust. Können sie einander helfen, ihre Leben wieder auf einen neuen, hoffnungsvollen Kurs zu lenken?


Meine Meinung:


Nachdem ich den Klappentext gelesen habe bin ich davon ausgegangen, dass diese Geschichte super traurig werden wird und genau das hat mich an dem Buch angesprochen. Schon nach den ersten Seiten hatte mich das Buch absolut in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr bildlich. Hinzu kommt, dass am Anfang des Buches eine Karte abgebildet ist, welche Annas Segelroute abbildet, was mir persönlich richtig gut gefallen hat um ein Gefühl dazu zu bekommen wie weit die einzelnen Inseln, die sie und Keane ansteuern auseinander liegen bzw. welche Inseln noch so in der unmittelbaren Umgebung liegen. Dabei stieg aber natürlich auch das Fernweh ganz dolle und ich hätte nun gerade absolut kein Problem damit, selbst mit einem fruchtigen Cocktail an Deck eines Segelbootes zu sitzen und über die Meere zu schippern. Die Autorin hat es somit also geschafft einen gefühlt direkt mit auf die Reise zu nehmen. 

Und nicht nur mit dem Setting hat die Autorin bei mir gepunktet sondern auch mit ihren Protagonisten. Anna weckte zu Beginn des Buches eher eine Art Zwiespalt in mir, zum einen konnte ich natürlich ihre Trauer um ihren verlorenen Verlobten sehr gut verstehen und fand es absolut nachvollziehbar, dass sie sich in den Monaten seitdem in sich selbst zurückgezogen hatte und die meiste Zeit des Tages lieber allein sein wollte. Anderseits fand ich es dann aber auch etwas naiv von heute auf morgen ihre Sachen zu packen um zur mit Ben geplanten Segelreise aufzubrechen. Ohne große Erfahrung mit dem Segeln, merkt Anna jedoch sehr schnell, dass sie alleine nicht wirklich weit kommt und da kommt Keane ins Spiel.

Keane war mir von Anfang an sympathisch mit seiner lockeren und leichten, fast schon unbeschwerten Art. Doch man merkt schnell, dass Keane gar nicht so unbeschwert ist und auch ein gewaltiges Päckchen zu tragen hat. Dennoch, hat er meiner Meinung nach die Fähigkeit behalten, jeden Tag zu nehmen wie er kommt und gerade das hat mir persönlich besonders zugesagt. Sein grenzenloses Verständnis Anna gegenüber hat mein Herz vor lauter Gefühl überlaufen lassen.

Dass die Autorin sich nicht nur intensiv mit dem Thema Segeln, Segelboote und der Segelroute auseinandergesetzt hat sondern auch mit (Achtung Spoiler) den Themen Depression, Suizid und der medizinischen Versorgung von Amputationsstümpfen hat mir persönlich gezeigt wie wichtig der Autorin diese Themen sind aber auch dass eine Geschichte eben auch immer von einer guten Recherche profitiert. In diesem Falle zeichnet die hervorragende Recherche sehr viel für mich aus.

Wen der Klappentext alleine nicht überzeugt konnte (wobei ich mir das kaum vorstellen kann), sollte doch auf jeden Fall nochmal einen genaueren Blick auf das Cover werfen. Die Farben blau, gold und gelb harmonieren so wunderbar miteinander und passen einfach perfekt zur Geschichte die zwischen den Buchdeckeln schlummert. Als absolutes „Opfer“ wunderschöner Buchcover hätte das Buch wohl allein schon deswegen ein zu Hause bei mir bekommen.

Fazit:
Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch einen eher traurigen Einstieg hat, welches sich allerdings schon nach kurzer Zeit in ein glücks- und euphoriegeschwängertes Wohlfühlbuch verwandelt und den Gemütswandel seiner Protagonisten klar in den Fokus setzt. Jedem, der diese Rezension nun bis zum Ende gelesen hat kann ich nur raten:

Schnappt euch einen Fruchtcocktail (oder auch mehrere) dieses wundervolle Buch und macht es euch (in der Sonne) bequem um mit Anna und Keane auf die Reise ihres Lebens zu gehen

Mittwoch, 29. Dezember 2021

Rezension zu "Der schwarze Winter" von Clara Lindemann [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins

ISBN: 978-3-7499-0154-8

Erschienen am: 21.09.2021

Seiten: 384


Einzelband


Klappentext:


Die eisige Kälte hat ganz Deutschland im Griff, und Silke Bensdorf und ihre Schwester Rosemarie müssen von dem Bauernhof fliehen, auf dem sie untergebracht waren. Die beiden jungen Frauen schlagen sich bis nach Hamburg durch, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Aber die Stadt liegt in Trümmern, und die Briten haben einen Zuzugsstopp verhängt - an eine Unterkunft und Essensmarken kommen sie nur noch über den Schwarzmarkt. Schnell begreifen sie: Auch hier ist das Leben rau, jeder sich selbst der Nächste. Sie schaffen es kaum, genug Lebensmittel aufzutreiben, um nicht zu verhungern. Bis die Schwestern zunehmend Erfolg im Schwarzmarkthandel haben und Silke sogar eine Bar für britische Soldaten eröffnet. Der fragile Erfolg droht jedoch zu kippen, als die Schwestern auf Händler treffen, denen die Frauen in ihrem Geschäft ein Dorn im Auge sind …


Meine Meinung:


Clara Lindemann gelang es, mich bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann zu ziehen. Der Krieg ist vorbei, doch Elend und Armut der Menschen scheinen selten größer gewesen zu sein. Durch ihren bildreichen und detaillierten Schreibstil hatte ich zeitweise das Gefühl das ausgebombte Hamburg förmlich vor Augen zu haben.

Auch die Protagonisten, welche die Autorin erschaffen hat haben mir ausgesprochen gut gefallen. So sind Silke und ihre Schwester Rosemarie zwar im Kampf für das Überleben ein Team, unter der Oberfläche merkt man jedoch sehr deutlich, dass die beiden Schwestern nicht unterschiedlicher sein könnten. Während die eine sich und ihren neugewonnen Freunden mit der Zeit eingestehen muss, dass auch sie an eine „bessere“ Welt durch Hitler glaubte und somit wie blind dem System und seinen Regeln gefolgt war, fällt die andere auf einen Verbrecher rein, einfach weil sie glaubt bei ihm sein zu können, wie sie sein möchte. Der Autorin gelingt es auf sehr gute Weise die teils falschen Sichtweisen der beiden Schwestern im Verlauf der Geschichte zu revidieren und die beiden dazu zu bringen, auch zu bedauern und nicht nur mit ihrem eigenen Recht durchkommen zu wollen. Besonders tragen hier meiner Meinung nach die in Hamburg ge-wonnenen Freunde Hans, Gustav und Allan bei.

Dieses Buch zeigt nicht nur in seiner fiktiven Geschichte, wahre Begebenheiten auf sondern ruft einmal mehr wieder wach, in welch grausamer Vergangenheit unsere Vorfahren ihr Leben bestreiten mussten. Dabei ist Clara Lindemann ein guter Mix aus historischer Zeitgeschichte mit einem gewissen Anteil an Drama und Liebesgeschichte gelungen.

Fazit:
Eine fiktive Geschichte auf Grundlage wahrer Begebenheiten welche es schafft, den Leser in seinen Bann zu ziehen und im Strudel der Gefühle mitzureißen. Absolute Leseempfehlung.

Samstag, 18. Dezember 2021

Rezension zu "Das Fest der Weihnachtsschwestern" von Sarah Morgan [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins

ISBN: 978-3-7499-0150-0

Erschienen am: 21.09.2021

Seiten: 448


Einzelband


Klappentext: 


Den Schwestern Samantha und Ella Mitchell ist die Weihnachtszeit heilig. Jedes Jahr verbringen sie die Feiertage gemeinsam, backen Kekse und schmücken gemeinsam den Baum. Dieses Jahr aber haben sie einen unerwarteten Gast: ihre Mutter, die sie seit dem großen Streit vor fünf Jahren eigentlich nur noch aus dem Fernsehen kennen. Kann es sein, dass sie wirklich neue Prioritäten setzen und doch eine Rolle im Leben ihrer Töchter spielen will? Samantha und Ella geben ihr eine letzte Chance und treffen sie im romantisch verschneiten Schottland. Schließlich ist ja Weihnachten!


Meine Meinung:


Wieder einmal hat es Sarah Morgan geschafft mich direkt in den Bann einer ihrer Geschichten zu nehmen. Auch in diesem Buch findet man ihren gewohnt lockeren, humorvollen Schreibstil, der es dennoch trotzdem schafft, die Ernsthaftigkeit der Geschichte hervorzuheben.

Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven der beiden Schwestern Samantha und Ella sowie ihrer Mutter Gayle.

Nach einem Zerwürfnis zwischen Gayle und ihren Töchtern, haben die beiden Geschwister gut fünf Jahre keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter gehabt. Eine lange Zeit, in der sehr viel geschehen ist. Durch einen Unfall, führt es schließlich dazu, dass Gayle nun aber unbedingt Weihnachten mit ihren beiden Töchtern verbringen möchte. Das, dieses Weihnachtsfest allerdings etwas größer und mit mehr Menschen stattfinden wird, kann Gayle zunächst beim besten Willen nicht ahnen.

Und so lernen Samantha und Ella ihre Mutter auf dem Weg nach Schottland von einer vollkom-men neuen Seite kennen und merken, dass nicht immer alles auf den ersten Blick so scheint wie es tatsächlich ist. Gerade dies hat mich besonders gerührt, und Susan Morgan ist es mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Liebe geglückt die angespannte Situation zwischen Mutter und Töchter allein durch Kommunikation und Aufklärung aller Missverständnisse auf die Bestmöglichste Art zu lösen und zwar so, dass sich am Ende zu Weihnachten natürlich alle in den Armen liegen, denn ohne Happy End, wäre es für mich einfach kein „perfekter“ Weihnachtsroman.

Das Setting ist dabei absolut traumhaft und sehr bildlich beschrieben und zaubert spätestens da Weihnachtsgefühle in einem hoch. Gerne hätte ich selbst im verschneiten Schottland auf dem Schlitten der Rentiere gesessen :-)

Das Cover ist natürlich neben der Geschichte an sich auch ein Hingucker und hatte mich „Coveropfer“ natürlich direkt um den Finger gewickelt. Darüber hinaus finde ich, passt es sehr gut zu den bereits in den vergangenen Jahren erschienen Weihnachtsbüchern von Morgan.

Somit also eine definitive Leseempfehlung für all jeden die romantische Weihnachtsgeschichten ohne viel Kitsch dafür aber gerne auch mal mit ernsteren Familiengeschichten lesen.

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Rezension zu "Und dann steht die Liebe vor der Tür" von Susan Mallery [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: MIRA Taschenbuch

ISBN: 978-3-7457-0170-8

Erschienen am: 21.09.2021

Seiten: 384


Happily-Inc-Reihe

1. Planst du noch oder liebst du schon? // 02.07.2018

2. Die Liebe trägt Giraffenpulli // 03.09.2018

3. Familie ist, wenn man trotzdem liebt // 04.01.2019

4. Einmal für immer, bitte // 01.04.2019

5. Wer lieben kann, ist klar im Vorteil // 28.12.2020

6. Und dann steht die Liebe vor der Tür // 21.09.2021


Klappentext:


Wynn Beauchene steht morgens mit einem Lächeln auf. Ihr Geschäft floriert, und sie hat einen Sohn, den sie über alles liebt. Obwohl sie glücklich ist, kommt es ihr in letzter Zeit aber immer öfter so vor, als würde etwas fehlen. Noch mehr zu schaffen macht ihr, dass sie ihren Nachbarn, den Polizisten Garrick, plötzlich so interessant findet. Als er sie bittet, sein Haus für den angekündigten Besuch seiner Tochter weihnachtlich zu dekorieren, kann Wynn nicht widerstehen. Eine kleine Liebe schadet nicht, es muss doch nicht die ganz große sein. An die glaubt Wynn nämlich schon lange nicht mehr.


Meine Meinung:


„Und dann steht die Liebe vor der Tür“ ist bereits der sechste Band der Happily Inc. Reihe der bekannten Autorin Susan Mallery. Wie auch schon in den vergangene Bänden steht wieder ein Paar im Fokus des Buches, in diesem Fall Wynn und Garrick. 

Ich habe mich sehr gefreut, dass Wynn, welche man bereits in den Bänden zuvor als Nebenprota-gonistin kennenlernen konnte, ihre eigene Geschichte bekommen hat. Für mich war Wynn schon zuvor eine absolut liebenswerte Person, welche mit viel Verständnis und Liebe ihren Sohn Hunter alleine großzieht und dabei auch immer noch ein offenes Ohr für all ihre Freundinnen hat. Damit nicht genug, führt sie mit viel Erfolg ihre eigene Firma und scheint rund um zufrieden und glücklich. Doch manchmal trügt der Schein auch. Nun also lernen wir Wynn endlich besser kennen und ich muss sagen, ich habe mich noch etwas mehr in ihre Persönlichkeit und ihren wahnsinnig liebenswürdigen Charakter verliebt.
Garrick ist ein Mann mit zwei Seiten. Einerseits ist er der „knallharte“ Kerl, der sein Job als Polizeichef von ihm abverlangt, andererseits ist er der verunsicherte „Softie“, der zu früh Vater wurde und aus einem dummen Missverständnis heraus viele wertvolle Momente mit seiner Tochter verpasst hat. Als seine Tochter dann plötzlich hochschwanger bei ihm vor der Tür steht, möchte er natürlich alle Hebel in Bewegung setzen um die Vergangenheit wieder gut zu machen. Ob ihm das gelingen wird, werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, dass müsst ihr dann schon selbst lesen :-)

Auch in diesem Buch zeigt sich der gleichermaßen gefühl-/ wie auch humorvolle Schreibstil der Autorin, welcher ihre Bücher für mich besonders lesenswert macht. Mallery beherrscht es groß-artige Liebesgeschichten, ohne künstliches Drama, zu Leben zu erwecken und dadurch den Leser abzuholen und an einen Wohlfühlort zu bringen. Happily Inc., welche ein fiktives Städtchen am Rande der kalifornischen Wüste ist, ist der Legende nach, seit dem 19. Jahrhundert das Örtchen an dem wirklich jeder die wahre Liebe findet. Und so ist natürlich schnell klar, dass in jedem Buch das jeweilige Protagonistenpaar sein Happy End bekommen wird. Dabei sind Umwege nicht ausgenommen, welche den Büchern ihren, für mich, besonderen Charme geben.

Jedes Buch ist in sich abgeschlossen und könnte somit unabhängig voneinander gelesen werden. Ich empfehle aber die tatsächliche Reihenfolge der Bücher zu beachten, da die bereits verbundenen Paare auch in den folgenden Büchern immer wieder einen Auftritt haben und man sich somit doch selbst Spoilern würde, welche Paare am Ende zueinander finden.

Das Cover von Band 6 reiht sich wunderbar in die Cover der vorangegangen Bände ein, welche sich alle durch kräftige, fröhliche Farben auszeichnen.

Ich persönlich möchte dieses Buch sehr gerne weiterempfehlen, gerade in die aktuelle Zeit passt diese wundervolle Weihnachtsgeschichte perfekt.

Montag, 29. November 2021

Rezension zu "Das Glück läuft wohin es will" von Elle Spellman [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Heyne

ISBN: 978-3-453-42545-3

Erschienen am: 10.05.2021

Seiten: 432


Einzelband


Klappentext: 


Nachdem ihr Mann sie für eine Jüngere verlassen hat, beschließt die 48-jährige Hannah trotzig, sich für einen Marathon anzumelden. 12 Wochen hat sie Zeit, um fit zu werden. Die ersten Versuche, ihren Körper in Schwung zu bringen, scheitern kläglich. Doch dann trifft Hannah im Park zwei Frauen, die das gleiche Ziel verfolgen wie sie. Alle drei wollen dem Leben endlich eine zweite Chance geben. Gemeinsam gründen sie einen ungewöhnlichen Laufclub. Und schon bald muss Hannah feststellen, dass ihr neues Leben viel schöner ist als ihr altes. Und dann ist da ja auch noch der charmante Polizist Steve, der sie anfeuert. Ohne es zu ahnen, ist sie dem Glück geradewegs in die Arme gelaufen.


Meine Meinung:


Angesprochen durch den Klappentext und dem farbenfrohen Cover habe ich mich voller Begeisterung ans Lesen des Debütromans von Elle Spellmann gemacht.

Dank des einfachen und sehr bildhaften Schreibstils der Autorin habe ich sehr schnell in das Buch und die Geschichte gefunden. Das Buch ist aus drei Perspektiven geschrieben und zwar aus der, der Hauptprotagonistinnen Hannah, Malika und Cassie wobei der Anteil aus der Sicht von Hannah deutlich überwiegt, welches für mich durchaus nachvollziehbar war, da ja schon der Klappentext darauf hindeutete, dass es um Hannahs Leben geht. Die kurzen Einblicke in die jeweiligen Perspektiven der anderen beiden, fand ich jedoch sehr gut auch wenn man meines Erachtens nicht ganz so viel Einblick in die Gefühlswelt von Malika und Cassie bekommt.

Besonders gut hat mir die Entwicklung der Freundschaft der dreien gefallen. Diese Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein und haben doch einen gemeinsamen Nenner, in dem Fall das Laufen.

Die Unterschiede zwischen den dreien führen jedoch auch zu ganz schönen Meinungsverschie-denheiten, so dass gerade zwischen Hannah und Cassie öfter mal die Fetzen fliegen. Hitzige verbale Schlagabtäusche nicht ausgenommen. So kann Hannah, die nichts sehnlicher wollte, als eigene Kinder zu bekommen, die gewollte Kinderlosigkeit von Cassie so gar nicht verstehen. Damit hat die Autorin ein Thema aufgegriffen, welches meiner Meinung nach in unserer Gesell-schaft immer noch sehr zwiespältig gesehen wird. Wie die Autorin das Thema umgesetzt hat, hat mir an dem Buch sehr gut gefallen.

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, zeitweise jedoch passierte es mir, dass ich immer wieder beim lesen abgedriftet bin, da es mir an manchen Stellen zu ausführlich und an anderen Stellen, wo Spannung hätte aufkommen können, zu schnell abgehandelt war.

Ich kann das Buch also nur bedingt weiterempfehlen.

Samstag, 13. November 2021

Rezension zu "Liebe braucht nur zwei Herzen" von Judith Wilms [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin

ISBN: 978-3-328-10566-4

Erschienen am: 12.07.2021

Seiten: 400


Einzelband


Klappentext:


Niemand kann besser loslassen als Liv. Als Ordnungsfee hilft sie ihren Kunden dabei, ihr Leben auszumisten – denn sie weiß ganz genau, dass es sich oft nicht lohnt, Dinge aufzubewahren. Genauso wenig, wie sich die Liebe lohnt. Als sie im Haus ihrer Eltern eine Kiste voller Jugenderinnerungen findet, beschließt Liv, endlich die Liebesbriefe von Flo, dem Nachbarsjungen, loszuwerden. Doch gerade als sie seine Briefe in die übervolle Mülltonne stampft, steht Flo plötzlich wieder vor ihr – groß, erwachsen und mit seiner stupsnasigen kleinen Tochter an der Hand. Livs Herz macht ganz unerwartet einen Salto. Doch bestimmt lässt sich auch Chaos im Herzen ganz leicht aufräumen … oder?


Meine Meinung:


Von der Autorin Judith Wilms hatte ich bisher noch nie gehört und bin dementsprechend sehr nüchtern an das Buch rangegangen. Angesprochen hatte mich zunächst der Titel und auch das Cover fand ich absolut vielversprechend. Es ist schlicht, aber es glitzert. Und ich mag Dinge, welche glitzern einfach besonders gern. 


Der Anfang des Buches gefiel mir zunächst noch ziemlich gut, dann jedoch kam plötzlich der Moment, an dem ich nicht aufhörte die Geschichte und die Protagonisten zu mögen, aber auf einmal hatte ich das Gefühl alles zieht sich viel zu sehr in die Länge. Zeitweise hatte ich wirklich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Das Buch lässt sich leicht lesen und doch hakte es bei mir an der ein oder anderen Stelle und ich kann gar nicht wirklich sagen, warum es eigentlich so war. Leider nahm dies mir persönlich ein wenig das Lesevergnügen, so dass ich gefühlt eine Ewigkeit an dem Buch hing, bis ich es schließlich dann doch ab der Hälfte des Buches ca. in einem Rutsch beendet hatte.

Liv, die Protagonistin des Buches, war für mich eine absolut sympathische Figur, welche für ihren Teil sehr aufgeräumt und gut organisiert war (I mean, diese Frau besitzt gerade mal 137 Dinge und hilft anderen unnötigen Gerümpel auszusortieren). Dennoch steht sie nicht gerade auf der Sonnenseite des Glücks und so kommt es, dass sie plötzlich ohne Job und ohne Dach über dem Kopf in ihrer Heimat Berlin steht und nicht mehr weiter weiß. Als wäre das nicht schon genug taucht auch noch ihr Jugendfreund Flo wieder auf und damit nimmt die Geschichte eigentlich erst richtig ihren Lauf. Wobei ich an der Stelle sagen muss, dass die sich anbahnende Liebesgeschichte eher sehr nüchtern beschrieben wurde. Mir fehlte das gewisse Etwas und das Prickeln, dieser Funke konnte leider bei mir nicht überspringen.

Die Protagonisten an sich sind aber mit sehr viel Tiefe und sehr detailliert beschrieben und jeden einzelnen von ihnen mochte ich echt sehr gerne. Auch waren es insgesamt nicht zu viele Charaktere in dem Buch, was ich persönlich immer ganz schön finde, weil mich zu viele Figuren meist doch eher nur verwirren.

Insgesamt kann ich dieses Buch aber leider doch nur als nette „Zwischendurch“-Geschichte empfehlen, welches man gerne lesen kann aber nicht unbedingt lesen muss.

Freitag, 12. November 2021

Rezension zu "Sleepless in Manhattan" von Vi Keeland und Penelope Ward [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: LYX

ISBN: 978-3-7363-1540-2

Erschienen am: 25.06.2021

Seiten: 352


Einzelband


Klappentext:



Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Brief ...
... einem Brief von einem kleinen Mädchen, das sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian Maxwell hat vor einigen Jahren seine Frau verloren und erzieht seine zehnjährige Tochter Birdie nun allein. Als Sadie auf der Suche nach der Verfasserin der herzzerreißenden Briefe an seiner Haustür auftaucht, denkt er nicht an die Liebe. Doch nach einem Blick in ihre blauen Augen schlägt sein Herz schneller, und er beginnt das erste Mal seit Langem an ein neues Glück zu glauben. Aber dann muss er feststellen, dass alles auf einer Lüge basiert ...


Meine Meinung:


Dies war mein erstes Buch des Autoren Duos, dementsprechend bin ich ohne große Erwartungen an diese Geschichte dran gegangen. Schon nach wenigen Seiten, hatte mich das Buch jedoch in seinen Fängen. Die Geschichte ist nicht nur absolut romantisch sondern auch mit viel Humor versehen. Genau das richtige für mich. Der Schreibstil ist locker und leicht und ließ sich somit sehr gut und flüssig lesen.

Die Protagonisten sind bis ins kleinste Detail beschrieben und mir mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen. Vor allem die kleine Birdie hatte es mir mit ihrer kindlichen Unbekümmertheit trotz harter Schicksalsschläge sehr angetan.

Was zunächst als zufällige Begegnung erschien bekam gegen Ende des Buches eine für mich vollkommen überraschende Wendung und gerade das gefiel mit an diesem Buch besonders gut, denn zunächst ließ nichts darauf schließen und umso verblüffter war ich, was die „Wahrheit“ ans Licht kam. Was die Wahrheit ist, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, denn sonst müsste ich Spoilern 😅

Für mich hatte das Buch genau die richtige Seitenzahl, so dass die Geschichte nicht künstlich in die Länge gezogen wurde, ich für mich aber das Gefühl hatte alles wesentliche und wichtige aus dem Leben von Sadie, Sebastian und Birdie zu erfahren.

Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der gerne locker, leichte Romance Geschichten mit einer Mischung aus Humor liebt.

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Rezension zu "Das Leben, ein großer Rausch" von Helene Sommerfeld [Werbung/Rezensionsexemplar]

 

Erschienen bei: dtv  

ISBN: 978-3-423-26307-8

Erschienen am: 20.10.2021

Seiten: 560


Polizeiärztin Magda Fuchs-Reihe

1. Das Leben, ein ewiger Traum // 18.03.2021

2. Das Leben, ein großer Rausch // 20.10.2021

3. Das Leben, ein wilder Tanz // 16.03.2022


Klappentext:


Berlin 1922. Polizeiärztin Magda Fuchs wird zu einem grausamen Verbrechen gerufen: Die junge Mutter hat sich zu ihrem Kind geschleppt und ist kurz darauf ihren Stichverletzungen erlegen. Magda und Kommissar Kuno Mehring stellt sich die Frage, ob dieser sinnlos erscheinende Mord zu einer Serie brutaler Überfälle auf junge Frauen gehört. Sie alle haben auf der Straße ihre Gunst verkauft. Denn die Zeiten sind schwer: Die unvorstellbar rasch voranschreitende Inflation frisst das Geld für das tägliche Leben auf.

Magda braucht ebenfalls eine Arbeit, von der sie leben kann. In Charlottenburg eröffnet sie ihre eigene Praxis. Frisch verheiratet stellt sie sich ebenso wie ihre Patientinnen die große Frage: Kann man ausgerechnet jetzt an eine Zukunft mit Kind glauben? Auch Medizinstudentin Celia liebt ihren Edgar. Aber will sie für ihn die Freiheit aufgeben, die sie so hart erkämpft hat? Ist Anwältin Ruth dafür die richtige Ratgeberin? Schauspielerin Doris genießt die Liebe wie im Rausch. Plötzlich wird daraus bitterer Ernst …


Meine Meinung:


„Das Leben, ein großer Rausch“ ist Band 2 aus der Trilogie der „Polizeiärztin Magda Fuchs“-Reihe. Es schließt genau an Band 1 an und viele Fragen, die sich aus dem ersten Teil „Das Leben, ein ewiger Kampf“ ergeben haben, werden recht zügig beantwortet. Gleichzeitig geht das Leben der drei jungen Frauen weiter und wirft viele neue Fragen auf. Gerade das, hat mir an diesem Buch wieder sehr gut gefallen. 

Der Einstieg ins Buch fiel mir zunächst, wie auch bei Band 1 schon, nicht ganz so leicht, da der Schreibstil des Autorenpaares zwar flüssig aber doch außergewöhnlich ist. Erstmal in der Geschichte angekommen, fesselte es mich dann aber und ich mochte es nur ungern wieder aus der Hand legen.

Besonders gut gefällt mir auch hier wieder der Bezug zur deutschen Geschichte in den 20er-Jahren. In diesem Buch spielte gerade die Inflation eine sehr große Rolle. Auch die Anfänge der Judenverfolgung sind hier ein Thema und machten mir mit Schrecken bewusst, dass gerade dieser Teil der Geschichte doch schon so lange vor dem zweiten Weltkrieg begann.

Die Protagonisten sind mit sehr viele Tiefe und sehr detailreich beschrieben, so dass ich mich in jede einzelne von ihnen sehr gut reinversetzen konnte, wobei gerade Doris zu Beginn eine große Rolle spielte aber dann doch eher leider nur am Rande auftauchte. Das fand ich persönlich ein wenig schade. Ebenso hat die Polizeiarbeit von Magda Fuchs in dem Buch keine große Rolle mehr gespielt. Viel mehr ging es eher um private Romanzen und Machenschaften, was der Geschichte aber sehr gut getan hat um die Spannung zu halten. Mir persönlich zeigt das Buch, was nötig war um als Frau in den 20er-Jahren gegen alle Widerstände, gegen die geltende Meinung und Gesetze zu stellen um sich selbst zu finden und glücklich sein. Dabei hat jede der Protagonistinnen ihren eigenen Weg und ihre eigenen Gedanken und diese wurden sehr gut in die Geschichte eingebunden und dargestellt.

Das Cover des Buches finde ich einfach toll und absolut passend zu der Geschichte, mich persönlich störte jedoch, dass das Format des Buches sich im Vergleich zu Band 1 leider geändert hat und die Größen nun nicht mehr zusammen passen. Das tut dem Buch natürlich kein Abbruch, ärgert mich aber wenn ich die Bücher nebeneinander im Regal sehe.

Freitag, 15. Oktober 2021

Rezension zu "Zwischen uns nur ein Wort" von Renée Carlino [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Lübbe

ISBN: 978-3-7857-2739-3

Erschienen am: 25.06.2021

Seiten: 352


Einzelband


Klappentext: 


Mia hat ihre Zukunft bis ins kleinste Detail geplant: Karriere, Familie, Sicherheit. Als ihr Vater, ein Musiker und Träumer, stirbt, fliegt sie nach New York, um dort sein altmodisches Café zu verkaufen, das Herz des Viertels und eine wahre Institution. Dort trifft Mia Will, einen charmanten Gitarristen und unverbesserlichen Optimisten, der eine Bleibe sucht.Sie ziehen zusammen - vorübergehend und als Freunde. Doch bald muss Mia sich fragen, ob sie sich wirklich zwischen Verstand und Herz entscheiden will ...

 

Meine Meinung:


Erneut ist es Renée Carlino gelungen mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist so flüssig und lässt sich einfach sehr gut lesen. Schon nach wenigen Seiten war ich so tief in das Buch versunken, dass es mir schwer fiel, wenn ich es mal zur Seite legen musste.

Die Story ist locker und leicht und steckt doch so voller Gefühle und Emotionen, dass ich teilweise tatsächlich auch einfach kopfschüttelnd da saß und mich so über Mia geärgert habe. Im Strudel der Gefühle mochte ich die sanfte und verletzliche Art, in der Mia beschrieben war und zeitgleich hätte ich sie ganz oft am liebsten voller Wut und Enttäuschung über ihre Entscheidungen durchschütteln mögen. Mia weiß zwar genau was sie will und was sie nicht will und doch läuft sie zeitweise so sehr vor sich selbst und ihren Gefühlen weg, dass ich sie teilweise leider auch nicht wirklich ernst nehmen konnte. Der arme Will hat mir da wirklich richtig leid getan und ich hätte ihn so oft gerne ihn den Arm genommen und ihm gesagt, dass er einfach gehen soll und sich sein Glück wo anders suchen kann.

Dieses Buch wäre aber natürlich nicht der typische (Kitsch-)Roman, wenn am Ende nicht alles gut werden würde. Hier muss sich sagen, dass mir das Ende natürlich sehr gut gefallen hat und doch bereitet es mir ein wenig „Bauchweh“, denn nach diesem ganzen Hin und Her, ist dann plötzlich alles gut, ist doch eben das sehr starke Klischee und ging mir dann einfach zu schnell. Tatsächlich hätte ich es hier wohl sogar gut gefunden, wenn die Geschichte mal ohne das übliche „Friede, Freude, Eierkuchen“ Happy End geendet hätte um einfach ein wenig mehr Realität in die Story zu bringen.

Doch gerade weil dieses Buch für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle war und so viele Empfindungen und Emotionen in mir wachgerufen hat, habe ich es total gerne gelesen. Und können wir bitte noch kurz über dieses wunderschöne Cover reden. Diese zarten und doch kräftigen Farben ♥️ ich liebe es einfach und bin bei diesem Buch definitiv ein Coveropfer.

Freitag, 1. Oktober 2021

Rezension zu "Bis morgen am Meer" von Jenny Oliver [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin 

ISBN: 978-3-328-10559-6

Erschienen am: 14.06.2021

Seiten: 480


Einzelband


Klappentext:


Die eine Sache, auf die in Stellas Leben immer Verlass war, ist ihr Elternhaus: die rote Tür, der atemberaubende Blick auf die Küste Cornwalls, die festen Plätze ihrer Eltern auf der Couch. Doch diesen Sommer kommt alles anders. Als Stella ihren Sohn von einem Besuch bei den Großeltern abholt, erfährt sie, dass ihr Vater verschwunden ist. Er hat nur einen Zettel hinterlassen, dass sich niemand Sorgen machen solle. Während Stellas Mutter erstaunlich ruhig bleibt, schaltet der Rest der Familie in den Krisenmodus. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem Familienoberhaupt – jeder mit seinen eigenen Problemen im Gepäck und ohne zu ahnen, dass ihnen eine Reise voller Überraschungen bevorsteht.


Meine Meinung:


Für mich war dies das erste Buch der Autorin und angesprochen durch den Klappentext und als großes „Coveropfer“ natürlich auch von dem Cover, habe ich mir eine wundervolle, leichte, sommerliche Geschichte erhofft. Um es vorweg zu nehmen, ich wurde dabei nicht enttäuscht, aber wirklich packen konnte mich das Buch dann schließlich doch nicht.

Ich mochte den Schreibstil von Jenny Oliver und auch das Setting war sehr bildlich und absolut traumhaft beschrieben. Allerdings kam ich mit den Protagonisten leider nicht so wirklich zurecht. Rückblickend ist jeder Protagonist in dieser Geschichte auf seine ganze eigene Art bezaubernd und doch hatte irgendwie jeder sein „Päckchen“ zu tragen, was für mich persönlich einfach zu viel war. Zu Beginn des Buches dachte ich noch, dass eben die Suche nach dem verschwundenen Großvater im absoluten Fokus stehen würde, mit jedem weiteren gelesenen Kapitel wurde mir klar, dass die Suche zwar eine wichtige Rolle spielt aber eher durch all die anderen Geschehnisse überschattet wird. Dadurch konnte mich das Buch nicht wirklich packen, so dass es auch mal mehrere Tage ungelesen in der Ecke liegen blieb, was ich sehr schade finde.