Freitag, 27. Oktober 2023

Rezension zu "Der Duft der schwarzen Erde" von Sibel Daniel [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Tinte & Feder
ISBN: 978-2-496-71152-3
Erschienen am: 09.05.2023
Seiten: 351


Fremde Heimat


1. Der Duft der schwarzen Erde // 09.05.2023
2. Die Melodie der neuen Zeit // 19.12.2023


Klappentext

Osteuropa 1940: Alma wächst mit fünf Brüdern auf dem Weingut in Bessarabien auf, das ihr verschlossener Vater mit harter Hand führt. Sie liebt die wilde Steppe und die sanft geschwungenen Weingärten ihrer Heimat. Alma arbeitet mindestens so schwer wie die Männer und sie weiß, was sie will: ihren besten Freund Gregor heiraten und Winzerin werden.
Doch gerade als ihr Traum wahr werden könnte, gerät Alma ins Visier eines SS-Offiziers. Ihre Schönheit und ihr Temperament werden ihr fast zum Verhängnis. Doch dann zwingt der Zweite Weltkrieg die Familie zur Umsiedlung: Für Alma und ihre Brüder bedeutet das den schmerzhaften Abschied von allem, was ihnen vertraut ist. Schlimmer noch, Alma und Gregor werden getrennt. Sie wissen nicht, wo die Reise hingeht und ob sie einander jemals wiedersehen werden …


Meine Meinung:

Von der Autorin hatte ich zuvor noch nie gehört und ich wäre wahrscheinlich gar nicht auf dieses Buch aufmerksam geworden, wenn mich nicht eine Anfrage erreicht hätte, ob ich dieses Buch gerne lesen und rezensieren würde.

Ganz ohne große Erwartungen habe ich mich also an dieses Buch gewagt und kann sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Der Schreibstil ist mitreißend und der Erzählstil von Sibel Daniel hat mir sehr gut gefallen. Erzählt wird das Buch sowohl in der Gegenwart aus der Ich-Perspektive von Almas Nichte sowie in der Vergangenheit, hier in der Erzählperspektive.

Die Stimmung im Buch ist überwiegend düster. Die Protagonisten sind authentisch und sehr gut beschrieben, bei den vielen Namen kam ich dann aber doch immer mal wieder durcheinander. Beginnen doch alle Vornamen von Alma und ihren Geschwistern mit A, so dass ich stellenweise wirklich ins straucheln geraten bin in welchem Alter nun nochmal wer ist.

Zwischendurch war mir die Geschichte dann doch mal kurz zu langatmig, vor allem die Flucht aus Bessarabien hat sich für mich sehr gezogen. Das Ende jedoch hat mich sprachlos zurückgelassen und mir doch einen Schubs Richtung Band 2 gegeben, dieser erscheint im Dezember diesen Jahres und ich bin neugierig ob sie die für mich offenen Fragen im zweiten Teil dann beantworten lassen.

Rezension zu "Die physikalische Notwendigkeit der Liebe" von Madeleine Henry [Werbung | Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49340-1
Erschienen am: 19.07.2023
Seiten: 304


Einzelband



Klappentext:

Die Physikstudentin Sophie Jones, die bereits als der neue Einstein gefeiert wird, hat sich zum Ziel gesetzt, die Rätsel des Universums zu entschlüsseln. Doch dann lernt sie Jake Kristopher kennen und verbringt schon bald jede freie Minute mit ihm. Während Jake sein Studium mit großem Ehrgeiz weiterverfolgt, verliert Sophie mehr und mehr den Fokus. Statt sich auf das Universum zu konzentrieren, opfert sie sich für ihre Beziehung und Jakes Träume auf. Jake beobachtet diese Veränderung mit großer Sorge, bis er sich schließlich von Sophie trennt. Von da an hat sie nur noch ein Ziel: wissenschaftlich nachzuweisen, dass wahre Liebe ewig währt …



Meine Meinung:

Puh, was hat mich der Klappentext so dermaßen angesprochen, dass ich mir wirklich sehr auf das Buch gefreut hatte. Erwartet hatte ich eine leichte Liebesromanze, eingebettet in ein RomCom Setting. Bekommen, habe ich dann leider eine Geschichte, die mich in ihrer Art leider eher abgeschreckt als gefesselt hat.

Bereits mit den Protagonisten hatte ich meine Schwierigkeit. Diese waren mir persönlich einfach zu einfältig und blass dargestellt, so dass ich keinen wirklichen Zugang zu ihnen finden konnte. Wie Sophie sich an Jake und ihre Beziehung klammert, kann ich dabei einerseits noch nachvollziehen, denn auch in der Realität sind mir solche Beziehungsstrukturen schon begegnet, dennoch konnte ich ihr Handeln einfach nicht nachvollziehen. Jake hingegen mochte ich schon eher aber auch er blieb mir bis zum Schluss eher ein Rätsel.

Und dann etwas womit ich überhaupt gar nicht gerechnet habe. Ein Zeitsprung von so vielen Jahren, der für mich die Handlung der Geschichte einfach so dermaßen auseinander riss, dass ich nur noch Fragezeichen im Kopf hatte.

Womit ich tatsächlich gut klarkam, war der Schreibstil. Denn auch wenn ich mir die Protagonisten etwas ausführlicher und detailreicher dargestellt gewünscht hätte, so lies sich das Buch sehr flüssig lesen.

Am Ende blieb dann leider wirklich nur die Enttäuschung und ACHTUNG SPOILER: auf das Happy End warte ich immer noch.

Für mich war es nun also nicht das richtige Buch. Jemand anderen kann es aber sicherlich begeistern.

Montag, 4. September 2023

Rezension zu "Mein unfassbar kompliziertes Leben (Männer nicht eingeschlossen)" von Mimi Steinfeld [Werbung]



Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49370-8
Erschienen am: 22.03.2023
Seiten: 256


Fortsetzung zu:

Eine kurze Liste meiner Probleme (Mutter nicht eingeschlossen) erschienen am 14.02.2022


Klappentext:

Cressi Catterberg ist frisch verliebt in den hinreißenden Mika, und eigentlich sieht alles nach dem großen Glück aus. Wäre da nicht Cressis Bindungsangst. Und wäre sie nicht insgeheim überzeugt, ihre wahre Liebe sei Herr Lindholm, ihr Therapeut. Dieses Gefühlschaos ist nur ein Teil ihrer Probleme, schließlich hat Cressi noch eine Familie. Genauer gesagt zwei Schwestern und drei Tanten, die sich ständig in Cressis Angelegenheiten einmischen. Vor allem aber hat Cressi ein Café, das sie von ihrer Mutter geerbt hat und das ihrem Leben eine Richtung geben soll. Nicht nur Herr Lindholm und die Tanten wissen: Cressi müsste endlich an sich selbst glauben – und an Mika ...


Meine Meinung:

Als ich das Buch das erste Mal erblickt habe, war mir gar nicht klar, dass es sich um ein Fortsetzungsroman handelt, dessen Band ich im vergangenen Jahr gelesen hatte. Allein die Autorin sagte mir in dem Moment was und das Cover des Buches hatte für mich einen hohen Wiedererkennungswert.

Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Buch wieder flüssig und spritzig und voller Humor. Dennoch konnte mich die Geschichte an sich leider absolut nicht begeistern. Gefühlt, entwickelt sich Cressi als Protagonistin absolut nicht weiter. Noch immer suhlt sie sich meiner Meinung nach in ihrem eigenen Leid und lässt sich von ihrer Familie zu sehr unterbuttern. Nach dem Tod ihrer Mutter möchte sie nun das leerstehende Café von eben jener übernehmen, verfügt dabei allerdings über überhaupt keine eigenen finanziellen Mittel um dies aufzubauen. Dennoch eröffnet sie nur wenig später das Café und dieses läuft ab dem ersten Moment bombastisch, das war mir einfach leider zu unrealistisch. Und auch ihr Liebesleben oder viel eher nicht erwünschtes Liebesleben ist das absolute Chaos, was für mich insgesamt einfach dann auch zuviel des Guten war.

Das Buch hat tolle Ansätze und die Idee des Plots gefällt mir, dennoch fehlte es mir hier einfach an Tiefe und ein wenig Selbstreflexion bei der Protagonistin.

Einen zweiten Band hätte es für mich also nicht gebraucht und somit kann ich das Buch nur als einen „netten Read für Zwischendurch“ sehen.

Donnerstag, 17. August 2023

Rezension zu "Alles beginnt mit dir und mir" von Sophie Cousens [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin
ISBN: 978-3-328-10931-0
Erschienen am: 15.02.2023
Seiten: 496


Einzelband


Klappentext:
Laura ist eine hoffnungslose Romantikerin. Als Redakteurin bei einem Lifestyle-Magazin schreibt sie eine Kolumne über die schönsten Kennenlerngeschichten – und glaubt fest daran, dass auch sie und ihr Traummann eines Tages auf ganz besondere Weise zueinander finden werden. Bei einer Reise auf die malerische Kanalinsel Jersey erwischt sie am Gepäckband aus Versehen den falschen Koffer. Und als sie ihren Irrtum im Hotelzimmer bemerkt, stellt sie fest: Dieser Koffer muss ihrem Seelenverwandten gehören! Denn er enthält nicht nur einen grob gestrickten Seemannspulli und ein wunderbar duftendes Parfum, sondern auch Klaviernoten ihrer Lieblingsband und eine zerlesene Ausgabe ihres Lieblingsbuchs. Wenn Laura eine Sache aus ihrem Job gelernt hat, dann ist es, dass man sich gegen das Schicksal nicht wehren kann. Sie macht sich auf, den geheimnisvollen Unbekannten zu finden – und mit ihm ihr großes Happy End. Doch was, wenn das Schicksal ganz andere Pläne für sie hat?


Meine Meinung:

Dieses Buch hat alles, was ein Wohlfühlbuch braucht. Mit seinem locker, leichten und sehr einfühlsamen Schreibstil, nimmt es einen mit in das wundervolle Setting Jersey. Gemeinsam mit der Protagonistin Laura erkundet man die Insel und durch die bildhafte Erzählweise der Autorin konnte ich die Insel zeitweise direkt vor meinen Augen sehen. Dieses Buch ist eine perfekte Mischung aus Humor, emotionalen Tiefgängen und großer Gefühle. 

Je mehr Laura von Jersey kennenlernt, umso besser lernt man auch sie als Protagonistin kennen, so dass ich das Gefühl hatte eine Person kennenzulernen welche von einer Fremden zu einer Vertrauten, ja sogar Freundin wurde. Aber auch die Botschaften, welche die Autorin durch diese Geschichte rüberbringt sind so tiefgründig und herzerwärmend, dass dieses Buch einfach gerade dazu einlädt, die Zeit beim Lesen zu vergessen.  

Das Cover ist für mich persönlich ein absoluter Hingucker und hatte für mich einen Wiedererkennungswert zum zuvor erschienenen Buch „Unsere Zeit ist immer“ von der Autorin. Auch wenn die Bücher in keinster Weise miteinander in Verbindung stehen.  

Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der auf der Suche nach einem locker und leichten
Wohlfühlbuch ist.

Rezension zu "Das Haus der Sommerfreundinnen" von Sarah Morgan [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins
ISBN: 978-3-365-00257-5
Erschienen am: 25.04.2023
Seiten: 384


Einzelband



Klappentext:

Der Tod ihres Mannes zieht Joanna Whitman den Boden unter den Füßen weg. Ihre Ehe war nicht mehr glücklich, und trotzdem ist für Joanna erst jetzt der Zeitpunkt gekommen, ganz neu anzufangen. Um sich und die Frau zu schützen, die mit ihrem verunglückten Ehemann im Auto saß, reist Joanna mit ihr an den einzigen Ort, an dem sie zu sich kommen und sich erholen kann: nach Silver Point, wo sie unvergessliche Sommer und ihre Kindheit verbracht hat. Am weißen Strand Kaliforniens wartet nicht nur das herrliche Strandhaus auf die beiden Frauen. Es ist ein Ort der Wahrheit, an dem sich beide ihrer Vergangenheit stellen müssen, um die Zukunft zu gestalten, die sie sich wünschen.


Meine Meinung:

Ich bin seit Jahren ein großer Fan von den Büchern von Sarah Morgan und hab mich sehr auf das neue Sommerbuch von ihr gefreut gehabt, welches mich auch direkt in seinen Bann gezogen hatte. 

Die Autorin schubst einen mit ihrem lockeren, bildlichen Schreibstil direkt rein in die Geschichte und sorgt dafür dass man direkt eine Sogwirkung beim Lesen verspürt. Dabei hat sie es sogar geschafft mich zunächst auf eine völlig falsche Fährte zu locken. Die Auflösung dahinter folgte aber unmittelbar. 

Mit ihren Protagonisten schafft die Autorin immer wieder absolute Wohlfühlcharaktere welche unterschiedlicher nicht sein könnten und doch schafft sie es, diese Personen auf eine magische Art und Weise miteinander zu verbinden, dass das Band der Freundschaft geradezu spürbar ist. All das kann man als Leser hautnah miterleben, als wäre man mittendrin und würde dabei sitzen und zusehen, wie sich Freundschaften ergeben und vertiefen. Auch der gefühlvolle Part kommt in der Geschichte definitiv nicht zu kurz und macht die Bücher von Sarah Morgan für mich persönlich immer zu Wohlfühlbüchern mit tollen Botschaften.  

Das sommerliche Setting ist bildhaft dargestellt und hat mir persönlich vor allem die regnerischen Tage der letzten Wochen sehr versüßt. 

Von mir gibt es also eine absolute Empfehlung für all jene die auf der suche nach einer sommerlichen
locker leichten Geschichte über Freundschaften, Neubeginn und zweiten Chancen sind.  

Rezension zu "Unser Lied für immer" von Lia Louis [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Penguin
ISBN: 978-3-328-10948-8
Erschienen am: 11.05.2023
Seiten: 448


Einzelband



Klappentext:

Für Natalie ist Musik mehr als nur eine schöne Melodie. Zweimal die Woche spielt die 32-jährige an einem belebten Londoner Bahnhofsklavier – nur für sich und für ihren verstorbenen Mann. Denn seit seinem Tod vor zwei Jahren, ist dies die einzige Zeit, in der sie vergisst, wie einsam sie sich fühlt. Als Natalie eines Tages im Deckel des Klavierstuhls Notenblätter findet, traut sie kaum ihren Augen: Es sind genau die Lieder, die sie nur für ihren Mann gespielt hat und die nur er kennen kann. Hat er geheime Botschaften für sie verstecken lassen oder ist alles nur ein großer Zufall? Oder hält das Schicksal viel mehr für sie bereit, als sie ahnt?


Meine Meinung:

Ich habe bereits die vorausgegangen Bücher der Autorin gelesen und sehr gemocht, so dass ich natürlich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk war. 

Ich kann direkt vorwegnehmen, dass dieses Buch mich absolut nicht enttäuscht hat. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und sehr bildhaft. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Natalie, wodurch ich mich direkt sehr gut in sie hineinversetzen konnte, ja gar mit ihr mitgelitten aber auch mitgefiebert habe.  

Die Art wie die Autorin die Themen Trauer, Neuanfang und Freundschaften verpackt und dargestellt hat, haben mich tief berührt und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Dabei hätte ich gerne das ein oder andere mal Natalies Freundinnen durchgeschüttelt, denn natürlich ging das Leben für sie nach Natalies Verlust einfach weiter, während für Natalie die Welt stehen blieb. Das ist (sicherlich) auch normal und genauso normal ist es, leider, dass gerade nach so einem Verlust viele Floskeln schnell fallen. Daher ist diese Geschichte für mich nochmal authentischer gewesen.  

Lia Louis ist es auch mit ihrem dritten Werk gelungen mich mitzureißen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und wird mich noch nach beenden des Buches lange Zeit an diese tolle Geschichte denken lassen. 

Auch wenn alle drei bisher erschienen Bücher der Autorin, für sich stehen und in sich abgeschlossen sind, so bieten die Cover dennoch immer einen Wiedererkennungswert. Die pastellfarbenen gewählten Farbverläufe harmonieren wunderbar miteinander und jedes Cover für sich ist ein absoluter Eyecatcher.  

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

Rezension zu "Fräulein Anna, Gerichtsmedizin: Die Prinzregentenmorde" von Petra Aicher [Werbung/Rezensionsexemplar]



Erschienen bei: Ullstein
ISBN: 978-3-548-06400-0
Erschienen am: 29.12.2022
Seiten: 432


Die Gerichtsärztin-Reihe

1. Die Prinzregentenmorde // 29.12.2022
2. Die Schwabinger Morde // 19.08.2023


Klappentext:

Anna Zech beginnt 1912 als Krankenschwester in der Münchner Gerichtsmedizin. Gleich ihre erste Leichenschau ist eine Tote aus der Isar. Anna glaubt nicht, dass die alternde Schauspielerin selbst ins Wasser gegangen ist. Auch der Skandalreporter Fritz von Weynand vermutet, jemand hat hier nachgeholfen. Denn die Tote hatte beste Verbindungen und kannte viele Persönlichkeiten. Anna, aus kinderreicher, kleinbürgerlicher Familie, ist vom adeligen Charmeur Fritz zuerst ein wenig eingeschüchtert. Aber ihre Courage und Neugier sind stärker. Gemeinsam decken sie die dunklen Seiten der feinen Münchner Gesellschaft auf.


Meine Meinung:

Bei „Fräulein Anna, Gerichtsmedizin: Prinzregentenmorde“ handelt es sich um den Auftakt zur Reihe „Die Gerichtsärztin“ aus der Feder von Petra Aicher. Hier möchte ich zunächst anmerken, dass ich persönlich den Titel des Buches eher unglücklich gewählt finde, denn Titel und Geschichte passen rückblickend für mich absolut nicht zusammen. Tatsächlich findet der Zusatz „Prinzregentenmorde“ bei der Suche des Buches absolut keine Rolle, so dass auch der nächste Band letztlich den gleichen Titel hat, ohne sich mit seinem Untertitel abzuheben.

Der Inhalt des Buches konnte mich dann aber schließlich überzeugen und das ist es ja was am Ende zählt. So fiel es mir leicht mich ab der ersten Seite in den angenehmen Schreibstil der Autorin fallen zu lassen, welcher im Hinblick der historischen Zeit dennoch leicht zu lesen war. Auch, dass die alteingesessenen bayerischen Protagonisten untereinander gerne im Dialekt sprachen, hat das ganze für mich sehr authentisch gemacht und mich direkt abholen können.

Anna und Fritz könnten unterschiedlicher nicht sein und schaffen es doch auf ihre ganz eigene Art in Ermittlungen zu einzutauchen, welche mich als Leser gefesselt und begeistert haben. Man merkt Anna auf den ersten Blick an, dass sie eine absolut zielstrebige Persönlichkeit ist, welche sich von nichts und niemanden einschüchtern lässt und Dinge auch hinterfragt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Im Gegensatz dazu, hatte ich mit dem teils doch eher berechnenden Fritz meine Schwierigkeiten und wurde nur langsam mit ihm warm. Der Verlauf zeigt aber doch, dass auch Fritz das Herz am rechten Fleck trägt, es allerdings gut zu verstecken weiß.


Rezension zu "The Love Test - Versuch's nochmal mit Liebe" von Jenny L. Howe [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Aufbau Verlag
ISBN: 978-3-7466-4028-0
Erschienen am: 14.03.2023
Seiten: 437 


Einzelband


Klappentext:

Allison liebt die Literatur und hat bislang jede Hürde auf dem Weg zum Promotionsprogramm ihrer Träume überwunden. Was sie gar nicht liebt: Das Niveau an der Uni könnte kaum abgehobener sein, die Stühle jedoch kaum kleiner (zumindest zu klein für Allisons Kurven). Und dann taucht Colin auf – ihr Ex, der ihr auf üble Weise das Herz gebrochen hat und ihr nun ihren Job an der Uni streitig macht. Was als geistiger Wettstreit beginnt, verwandelt sich bald in ein erbittertes Gefecht – bis Allison sich fragen muss, was sie eigentlich von der Liebe auf den zweiten Blick hält …



Meine Meinung:

Ein Buch welches von Ali Hazelwood empfohlen wird? Muss ich einfach lesen, dachte ich mir, als sich die Chance ergab. Ich war also echt hoch motiviert und habe mich sehr auf das Buch gefreut, bis… 

… ja bis ich dann angefangen habe zu lesen. Schon der Einstieg fiel mir alles andere als leicht, da der Schreibstil in meinen Augen sehr nüchtern und oberflächlich war. Die Protagonisten waren mir zu schwach dargestellt so dass ich mich einfach nicht in sie hineinversetzen konnte, was schließlich dann auch dazu führte, dass ich nicht wirklich warm mit ihnen wurde. Leider. Wobei ich hier auch anmerken möchte, dass ich schon sehr deutlich gespürt habe, wie abgeneigt Allison sich Colin gegenüber zunächst verhielt und das so deutlich rauszulesen und zu merken, spricht ja schon dafür, dass die Autorin dies gut rübergebracht hat. Für mich war es glaube ich einfach in dem Moment nicht die richtige Geschichte. Jemand anderen hätte es natürlich auch absolut überzeugen können. 

Den Plot an sich fand ich gut gewählt und das Thema der mittelalterlichen Geschichte fand ich auch sehr interessant.  

Zum Ende hin, zauberte mir die Geschichte dann kurzweilig auch doch nochmal ein Lächeln ins Gesicht. Alles in allem konnte sie mich aber leider nicht gänzlich vom Hocker hauen und somit war es für mich ein netter Read, von einem Buch, welches man nicht unbedingt gelesen haben muss.

Mittwoch, 19. Juli 2023

Rezension zu "Die letzte Lügnerin" von Schwiecker/Tsokos [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Knaur 
ISBN: 978-3-426-52845-7
Erschienen am: 01.03.2023
Seiten: 272


Eberhard & Jarmer ermitteln

1. Die 7. Zeugin // 01.02.2021

2. Der 13. Mann // 01.03.2022

3. Die letzte Lügnerin // 01.03.2023


Klappentext:

Ein Polit-Skandal erschüttert Berlin: In einem geleakten Video ist zu sehen, wie Bausenator Dieter Möller schmutzige Immobiliendeals mit einem russischen Oligarchen aushandelt - auch der Vater von Strafverteidiger Rocco Eberhardt soll darin verwickelt sein. Als der für das Video verantwortliche Tontechniker auf dem Seziertisch von Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer landet, lautet die Anklage gegen Möller plötzlich auf Mord. In die Enge getrieben, bittet er Rocco um Hilfe und beteuert seine Unschuld. Doch die ermittelnde Kommissarin findet immer mehr Beweise gegen den Bausenator, und Rocco muss sich fragen, ob sein Vater einen Mörder deckt …


Meine Meinung:

Bei „Die letzte Lügnerin“ handelt es sich um den dritten Band zur „Eberhardt & Jarmer ermitteln“ Reihe des Autorenduos Florian Schwiecker und Michael Tsokos. Das Cover fügt sich wunderbar in die Reihe ein und hat somit einen hohen Wiedererkennungswert. Schon die ersten beiden Bände habe ich sehr gerne gelesen.

Bei diesem Band hatte ich dann aber zunächst irgendwie meine Probleme beim Einstieg, was vor allem an dem sehr nüchternen Schreibstil lag und somit hat etwas gedauert, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Wenn man sich allerdings ins Gedächtnis ruft, dass es sich aber nunmal um einen Justizkrimi handelt, ist es sehr gut nachvollziehbar, dass die Sprache im Buch sehr „justizlastig“ ist. Gerade das macht dieses Buch aber unterm Strich dann auch aus. Dass die Autoren aus dem Bereich kommen, von dem sie schreiben, macht das Buch und die Protagonisten nun gerade dadurch auch, meiner Meinung nach, so authentisch.

Der gewählte Fall in der Immobilienwelt, passt hervorragend in die aktuelle Zeit und so kam es schließlich doch dazu, dass mich dieses Buch mit jeder gelesenen Seite mehr in seinen Bann ziehen und gut unterhalten konnte. Die Kapitel sind kurz gehalten und an der ein oder anderen Stelle wartet dann doch ein sehr guter Plotttwist, mit denen ich in dieser Art nicht gerechnet hätte.

Alles in allem, kann ich für das Buch (und die zwei vorherigen) definitiv eine Leseempfehlung aussprechen.

Montag, 26. Juni 2023

Rezension zu "A Place to Belong" von Lilly Lucas [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Knaur
ISBN: 978-3-426-52863-1
Erschienen am: 03.04.2023
Seiten: 336


Cherry-Hill-Reihe

1. A Place to Love // 02.05.2022
2. A Place to Grow // 01.09.2022
3. A Place to Belong // 03.04.2023
4. A Place to Stay // 01.08.2023


Klappentext:

Als die Journalistin Maggy Gardner auf Cherry Hill eintrifft, wird sie von den McCarthy-Schwestern mit offenen Armen empfangen: Sie soll für mehr Publicity für das neue Baumhaus-Hotel sorgen. Flynn, der die gemütlichen Baumhäuser auf der Farm entworfen hat, soll ihr gleich alles zeigen.
Obwohl Flynn Journalisten nicht ausstehen kann, beginnt es zwischen ihm und Maggy bald zu knistern. Ehe sie es sich versieht, fühlt sich Maggy auf Cherry Hill wie zu Hause. Wie soll sie Flynn und den McCarthy-Schwestern, die sie ins Herz geschlossen hat, jetzt noch die Wahrheit sagen: warum sie wirklich hergekommen ist …


Meine Meinung:

Bereits mit den ersten beiden Bänden der Cherry Hill Reihe konnte mich Lilly Lucas absolut überzeugen und so verliebte ich mich auch in diesem Band wieder in ihren faszinierend bildhaften Schreibstil, das wundervolle Setting und die bereits bekannten und neuen Protagonisten.

Auch wenn die ein oder andere Situation sicher vorhersehbar war und es wenige Überraschungs-momente gab, so hat mich auch der dritte Band rund um die Farm und ihre Bewohner wieder vollkommen abholen und für sich gewinnen können. Maggy, als Hauptprotagonistin hat es mir natürlich besonders angetan. So viele Momente, in denen ich ihr Zweifel und Sorgen durchaus nachvollziehen konnte und doch auch ihre Stärke bewunderte. Und auch die kleine Chaosqueen in ihr ließ mich schmunzeln.

Auch wenn Flynn sich eher als der „unnahbare“ gab, so hatte er mich doch auf Anhieb auch für sich gewinnen können. Die Entwicklung zwischen Maggy und Flynn konnte mich komplett für sich einnehmen und hat mich davon träumen lassen.

Lilly Lucas hat es wieder (einmal) geschafft mich komplett in eine Geschichte abtauchen zu lassen, welche für mich noch viel mehr Seiten hätte haben können, da diese Bücher einfach absolute Wohlfühlatmosphäre verströmen.

 

Dienstag, 20. Juni 2023

Rezension zu "Alles auf Sommer" von Nele Blohm [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: Kampenwand
ISBN: 978-3-9866000-9-9
Erschienen am: 20.06.2023
Seiten: 268


Liebe auf Föhr

1. Die Liebe will Meer // 28.03.2023
2. Alles auf Sommer // 20.06.2023
3. Weihnachtszauber auf Föhr // voraussichtlich 28.09.2023


Klappentext:

Allein zur Hochzeit ihrer besten Freundin Meike auf der Nordseeinsel Föhr fahren – eine absolute Horrorvorstellung für Fritzy, die sich gerade erst von ihrem Freund getrennt hat. Als sie im Zug nach Föhr Fluggast 1A wiedertrifft, der sie in ihrem Jobals Stewardess seit einigen Monaten immer wieder mit seinen Extrawünschen und kleinen Späßen an den Rand des Wahnsinns bringt, scheint es Schicksal zu sein. Obwohl er sie so oft genervt hat, spürt Fritzy, wie gut ihr diese kleine Ablenkung tut, und sie verbringen auf der Insel viel Zeit miteinander. Fritzy, die dem Ganzen keine weitere Bedeutung beimisst, ertappt sich dabei, wie sie sich immer mehr zu Fiete hingezogen fühlt. Leidenschaft und dieses Kribbeln im Bauch waren für ihren Aufenthalt eigentlich nicht eingeplant …


Meine Meinung:

„Alles auf Sommer“ ist der zweite Band zur „Liebe auf Föhr“ Reihe aus der Feder von Nele Blohm. Bereits mit dem ersten Buch hatte mich die Autorin begeistern können und diese Begeisterung hielt auch im zweiten Band nun an. Der Schreibstil ist wie auch schon im ersten Band flüssig und sehr bildlich und hat mich direkt wieder für sich einnehmen können.

Fritzy, welche zu ihrer besten Freundin Meike (Hauptprotagonistin aus Band 1) nach Föhr reist, ist eine herzliche, aufrichtige und doch auch zweifelnde Protagonistin, welche ich direkt in mein Herz geschlossen habe.

Fiete hingegen hätte ich zunächst eher gerne auf den Mond geschossen, nach und nach konnte er aber dennoch mein Herz erweichen und ein Stück davon für sich gewinnen.

Ingesamt bietet dieses Buch so tolle Lesestunden, da es einfach um viel mehr als nur die Geschichte von Fritzy und Fiete geht. So trifft man natürlich Meike und ihren Verlobten Henning wieder, aber auch Opa Paul und seine nun ehemalige Nachbarin Oma Käthe.

Diese Geschichte ist so viel mehr als nur eine simple Lovestory. Humor und ein wenig Spannung runden es komplett ab.

Fazit:
Eine Geschichte über zweite Chancen, Freundschaften und unverhoffte Neuanfänge.


 

Freitag, 9. Juni 2023

Rezension zu "Weil die Zukunft uns gehört" von Ilona Einwohlt [Werbung/Rezensionsexemplar]

Erschienen bei: HarperCollins
ISBN: 978-3-365-00071-7
Erschienen am: 22.11.2022
Seiten: 272



Einzelband



Klappentext:

Süddeutschland, 1919: Als Toni in der Stadt ankommt, ist sie voller Hoffnung, voller Tatendrang und voller Träume. Toni hat ein Ziel – sie möchte Medizin an der Universität studieren und Ärztin werden. Schnell freundet sie sich mit anderen Frauen an, die ebenfalls nach Wissen und Bildung streben. Doch nicht jeder ist mit ihrer Anwesenheit an der Hochschule einverstanden. Anfeindungen, Spott und Hohn gehören zur Tagesordnung. Schaffen die jungen Frauen es, ihre Träume zu verwirklichen?


Meine Meinung:

Auf Grund des Klappentextes wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und war total gespannt auf dieses Buch. Leider musste ich dann recht schnell feststellen, dass die Geschichte in eine ganz andere Richtung ging als ich es eben durch jenen Klappentext erwartet habe.

Das Buch ist mit unter dreihundert Seiten eher kurzweilig und ließ sich durch den bildhaften und gut verständlichen Schreibstil der Autorin auch gut lesen. Mir persönlich fehlte jedoch einfach die Tiefe. Zeitweise hatte ich das Gefühl wesentliche Dinge verpasst zu haben, weil die Handlungsstränge für mich persönlich einfach ins Leere verliefen oder zwar in der Kommunikation der Frauen erörtert wurden, ich mich als Leser in dem Moment aber nicht mitgezogen fühlte, weil man zwar lesen konnte, dass die Frauen miteinander kommunizierten aber eben nicht über was sie kommunizierten. Die Thematiken in dem Buch waren durchaus nachvollziehbar und machten die nicht vorhandenen Rechte der Frauen und die Rolle der Frau in den 1920er Jahren deutlich, was per se auch ein wirklich wichtiges Thema ist. Ich hatte jedoch, an dieser Stelle muss ich nochmal Bezug auf den Klappentext nehmen, erwartet wesentlich mehr und intensiver am Studentenleben der Protagonistin teilzunehmen. Das Studium wurde in der Geschichte dann aber gefühlt eher zur Nebensache.

Ich habe das Buch schließlich bis zum Ende gelesen und mich auch wirklich unterhalten gefühlt, dennoch blieb in mir einfach die Enttäuschung über meine nicht erfüllte Erwartung an das Buch, so dass es mir dann auch schwer fiel eine wirkliche Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen. Eine wirkliche Bewertung des Buches fällt mir daher schwer, da ich mir durchaus darüber bewusst bin, dass ich mir beim Lesen durch meine Erwartungshaltung selbst im Weg stand.

Samstag, 3. Juni 2023

Rezension zu "Mr. Wrong Number" von Lynn Painter

Erschienen bei: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49386-9
Erschienen am: 20.04.2023
Seiten: 368


Einzelband



Klappentext:

Olivia war schon immer ein Pechvogel. Doch als sie die Liebesbriefe ihres Exfreundes verbrennt und dabei ein ganzes Gebäude abfackelt, sitzt sie richtig in der Klemme. Liv muss bei ihrem Bruder einziehen, der mit dem Schrecken ihrer Kindheit zusammenwohnt, seinem besten Freund Colin. Inzwischen ein erfolgreicher Geschäftsmann ist Colin noch arroganter als früher, aber leider auch richtig heiß. Ablenkung von ihrem Gefühlschaos findet Olivia durch die SMS eines Unbekannten, die versehentlich auf ihrem Handy landen. Die sexy Nachrichten von Mr Wrong Number lassen ihre Knie weich werden. Und auch Mr Wrong Number findet die gewitzte Unbekannte unwiderstehlich. Bis er begreift, dass sie die kleine, nervige Schwester seines Mitbewohners ist …



Meine Meinung:

Dieses Buch unterliegt dem typischen, das Cover sieht mega aus, es hat einen Buchschnitt, ich muss es haben und so ist das Buch direkt zum Erscheinungstermin bei mir eingezogen und ich habe alles andere stehen und liegen lassen um in die Geschichte von Liv und Colin einzutauchen.

Dabei habe ich so oft so herzlich gelacht.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und lies sich sehr gut lesen. Geschrieben ist das Buch aus den Perspektiven der beiden Protagonisten, was ich persönlich meist bevorzuge, da man somit beide sehr gut kennenlernen kann und die Gedankengänge beider verfolgen kann.

Liv und Colin könnten unterschiedlicher nicht sein und genau das zeichnet die beiden für mich aus. Während Liv eben die chaotische Frohnatur ist, steht Colin mit beiden Beinen fest im Leben. Das sorgt für Spannung, nicht nur bei den Protagonisten sondern auch bei mir als Leser und so konnte ich das Buch immer nur schweren Herzens beiseite legen.

Ja, die Geschichte und die Persönlichkeiten sind überspitzt und nichts passt hier besser als der Spruch „Chaos trifft auf Perfektion“. Doch genau dies zeichnet eine gute RomCom für mich aus. Ein wenig ernüchtert war ich, wie schnell Colin dahinter kam wem er als „Mr Wrong Number“ denn die Nachrichten schickt, da dies ja aber aus dem Klappentext schon hervorging, war es ohnehin schon klar.

Von meiner Seite aus gibt es hier definitiv eine Leseempfehlung und ich bin gespannt mit welchen Büchern die Autorin mich in Zukunft noch begeistern wird.